Das Dresdner Schloss

  • Im Dezember vorigen Jahres wurden die Vergoldungsarbeiten für die beiden im Eckparadesaal vorgesehenen Wandspiegel ausgeschrieben (je einer an der Nord- und Westwand). Die betreffenden Ausschreibungsunterlagen enthielten auch 2 Fotos von den beiden Spiegelrahmen, genauer gesagt von den Modellvorlagen für die Schnitzer. Hier diese Fotos (wie gesagt, das ist noch NICHT die geschnitzte Ausführung) und die Abmessungen der beiden Rahmen:


    Rahmen 1: Maße:

    Breite: 870 mm;

    Höhe: 3580 mm;

    Stärke des Schnitzwerkes ca. 100 mm.

    Rahmenschenkel:

    Breite: 55 mm;

    Stärke: 50 mm;

    Abwicklung: ca. 120 mm.


    Rahmen 2: Maße:

    Breite: 1260 mm;

    Höhe: 3580 mm;

    Stärke des Schnitzwerkes ca. 100 mm.

    Rahmenschenkel:

    Breite: 55 mm;

    Stärke: 50 mm;

    Abwicklung: ca. 120 mm.


    Fotos aus der Ausschreibung vom Dezember 2019:



    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen


    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen


    Vor einigen Tagen erfolgte nunmehr die Auftragsvergabe für die Vergoldungsleistung. Den Zuschlag erhielt die Dresdner Firma: Denkmalpflegebetrieb Steffen Schmalhofer KG.



    Zum Thema habe ich folgende ergänzende Information auf facebook gefunden (gepostet von der Restauratorin Sylvie Helbig):

    Quote

    Diese Schönheit wartet darauf vergoldet zu werden. Ich kann es kaum erwarten!

    Integriert sind 3 aktuelle Fotos der Rahmen (geschnitzte Version)


    Bild 1


    Bild 2


    Bild 3

  • Danke, Freibuerger, für den Tipp! Ich habe soeben meine Mutter informiert, die nur Live-Fernsehen zur Verfügung hat und auch nicht mehr so reisen kann.


    Es handelt sich um die Wiederholung einer Sendung vom 31. Oktober vergangenen Jahres. Über das Internet könnt ihr das Video auch hier abrufen.

  • War das wirklich nur ne Wiederholung? Bin mir da nicht so sicher.

    Ich denke, da waren auch neue Teilbeiträge reingeschnitten... Und v.a. kaum noch Fehler, (wenn wir mal vom Rokoko-Zwinger absehen).

    Ich fands super. Endlich mal ein Kulturbeitrag zum Schloss mit wirklichem Niveau...

  • Doch, das war eine Wiederholung. Die Erstsendung war am Reformationstag zu nachmittäglicher Stunde. Etwas seltsame Sendezeit, wie ich fand. Das Video dazu, das wir hier bereits verlinkt hatten, wurde in der Mediathek allerdings durch das aktuelle ersetzt bzw. mit dem Sendedatum von gestern versehen:


    MDR Fernsehen - Wo Sachsens Sonnekönig regierte (verfügbar bis 24. März 2021)


    Am Ende erscheint das Copyright MDR 2019. Es gab letztes Jahr eine ziemlich schlechte Doku auf arte und auch andere Fernsehbeiträge. Vielleicht verwechselst du es damit.


    Ja, die Doku ist sehr interessant. Gut, dass sie noch lange verfügbar ist. Darin waren ja auch Ausschnitte aus der Xperience-Show zu sehen (computeranimiertes Reiterballett von 1719 im Zwingerhof). Ich kann dem gar nichts abgewinnen. Jedes originale Objekt und auch jedes originalgetreu rekonstruierte Objekt ist doch tausendmal interessanter als so ein Multimediaspektakel. Ich meine, dass Herr Striefer von Schlösserland Sachsen da einen falschen Weg beschreitet. Aber es sind wohl erschreckend viele Leute, die sowas toll finden, während ihnen die originalen Paraderäume nicht genug Spektakel bieten. Hier trägt die MDR-Doku zur Aufklärung bei. Wobei vieles noch gar nicht angesprochen wurde. Etwa die Silbermöbel. Ich hatte das Glück, den Räumen kurz vor Weihnachten einen ersten kurzen Besuch abzustatten. Ergreifend! Es erfüllt mich mit Stolz auf die Kulturnation Sachsen, was dort geleistet wurde und weiter geleistet wird.


    Die Fenster der Paradesuite bieten eine herrliche Aussicht auf die Gemäldegalerie Alte Meister. Konnte man so bislang nicht erleben, denn die Fenster des Neuen Grünen Gewölbes eine Etage tiefer sind ja verhängt. Wie schön, dass auch die Wiedereröffnung der Sempergalerie noch vor der Corona-bedingten Schließung stattfinden konnte!

  • Rastrelli


    Vielen Dank! Einfach nur wunderbar, was hier an Kunstfertigkeit und Kultur wieder in Dresden einkehren durfte! Zum Schluß des Beitrags hatte ich sogar Tränen der Freude in den Augen!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Hat jemand Informationen, ob die Corona-Schließzeit der Museen in den Paraderäumen genutzt wird, um ungestört vom Besucherverkehr die noch ausstehenden Arbeiten zu erledigen?

    Die Gelegenheit sollte man eigentlich nicht ungenutzt verstreichen lassen.

  • Die zeitraubenden Arbeiten finden nicht in den Paraderäumen, sondern in diversen Werkstätten statt. Die Schließzeit wird daher keine positiven Auswirkungen haben.


    Hoffen wir, dass die bereits angeschobenen Projekte im Schloss in der Finanzierung weiterhin gesichert sind und ungehindert fortgeführt werden können. Außer den Paraderäumen einschließlich Turmzimmer geht es dabei um den Langen Gang (Gewehrgalerie) und das Jagdtreppenhaus, den Ausbau des Erdgeschosses im Ostflügel und an der Nordostecke (Ausstellung zur Schlossgeschichte und Restauranträume), um Arbeiten im Großen Schlosshof (Fresken der Loggia, Pflasterarbeiten im Hof) und um den Ausbau der beiden Säle im Paradegeschoss (2. OG) des Nordflügels.


    Im Historischen Grünen Gewölbe waren nach dem Einbruch Restaurierungsarbeiten und Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit erforderlich. Die Wiedereröffnung wurde seitens der SKD für dieses Frühjahr in Aussicht gestellt. Da müssen wir uns überraschen lassen, wie es weitergeht. Die Corona-Krise bringt sowieso alle Museumsplanungen durcheinander. Werden Sonderausstellungen verlängert, verschoben, abgesagt? Schwierige Materie, da die Museumsleute nicht wissen, wie lange der faktische Ausnahmezustand anhält.


    Zu befürchten ist, dass Maßnahmen, die noch nicht durchgeplant und finanziert waren, zurückgestellt werden, da dem sächsischen Staat nach der Krise das Geld fehlt. Das könnte insbesondere den Ausbau der Schlosskapelle treffen.


    Um auf die Paraderäume zurückzukommen: Bis auf das Turmzimmer waren die Räume ja schon fast fertig. Einige Wandbehänge im 1. und 2. Vorzimmer fehlen noch. Bei Spiegelaufsätzen und Supraportenrahmen ist noch einiges zu tun. Möbel befinden sich in der Restaurierung. Und dann sind die Metallarbeiten an den Kaminen noch nicht fertig. Die provisorische Verbretterung der Kaminöffnungen empfinde ich als für den Raumeindruck besonders nachteilig. In all den genannten Bereichen ist die eigentliche Arbeit außerhalb der Paraderäume zu erledigen.

  • Das wird wohl nicht nur die Schlosskapelle betreffen, auch die Säle im Nordflügel...


    Heute früh um 6.00 Uhr veröffentlicht (Pressemitteilung des Sächsischen Finanzministeriums)

    Zur gedanklichen Einordnung: Einnahmen pro Jahr im Haushalt Sachsen: ca. 20 Mrd. Euro

  • Einziger Lichtblick:

    Gewehrgalerie / Langer Gang und Jagdtreppenhaus sind zum Glück fertig.
    Ich konnte die Räume schon mal sehen. Sehr schön geworden. (Leider Bildveröffentlichung bis zur offiziellen Pressemitteilung untersagt.)
    Es müssen nur noch die Ausstellungsstücke in die Vitrinen.


    Hoffnung:

    Für die Parade-Appartements dürften die wesentlichen Aufträge vergeben sein, sodass man hier weitgehend zu einer Fertigstellung kommen wird. Die 4 Gelsenkirchener-Barock-Lüster im Turmzimmer dürften uns aber vielleicht noch ne Weile "beglücken", denn der Auftrag für die 5 Rekos ist noch nicht vergeben. (Oder weiß BautzenFan da evtl. mehr?)


    Sorge:

    Für den Nordflügel sieht es wohl tatsächlich erst mal düster aus.

    Die Fresken der Loggia??? Könnte mir vorstellen, dass für die noch fehlenden Bereiche im 1. und 2. OG eine Verschiebung kommt.

    3. OG dürfte ja eigentlich fertig sein, die wurden ja letzten Spätsommer gemalt. (???) Ich weiß es nicht.


    Innenräume Nordflügel? Vermutlich zunächst verschoben.

    Vorteil: so kann man ohne Probleme erst mal den Wunsch des Herrn Syndram nach UN-rekonstruierten Räumen aussitzen. Zumindest bisher war das SIB eher FÜR eine Voll-Reko…. Und Herr S. wird hoffentlich seinen Vertrag nicht über das reguläre Rentenalter hinaus weiter verlängern... ;-)


    Bleibt die Hoffnung, dass es zukünftig ein breites Konjunktur-Programm wie nach der Finanzkrise 2008 gibt und dann im Schloss wieder etwas geht.

    Gerade in Dresden kann ja jeder deutlich sehen, dass Investition in weiche Standortfaktoren (Wissenschaft, Bildung, Soziales aber auch Kultur und Museen) einen wirtschaftlichen Gesamtaufschwung zeitigen. Touristisches und wirtschaftliches Wachstum sind Basis für unseren Wohlstand.



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    ( Ehedem war ja die spektakuläre Neuinszenierung der Porzellan-Sammlung ein in 2010 kurzfristig umgesetztes Projekt einer ebensolchen Konjunkturmaßnahme des Bundes. Die Besucherzahlen konnten dort von durchschnittlich 150T Besuchern / Jahr im Zeitraum 2003 bis 2006 auf jetzt 170T / Jahr in den letzten 5 Jahren deutlich gesteigert werden. (Und natürlich gab es zusätzlich zwischendurch im Zeitfenster 2011 bis 2013 mit 200T Besuchern / Jahr einen deutlichen zusätzlichen Peak.)


    Anmerkung Off Topic :

    Im übrigen finde ich die Besucherzahlen für ein solches Spezial-Museum mit ziemlich "unsexy" Inhalt (für heutiges zeitgeistiges Kulturverständnis) bemerkenswert. Ein Vergleich mit anderen deutschen Museums-Leuchttürmen macht deutlich, welche Bedeutung Kunst und Kultur in Dresden haben:


    München

    https://www.google.de/url?sa=t…BR&cshid=1585908819936855


    Frankfurt

    https://www.stadtkindfrankfurt…-frankfurter-museen-2018/


    Köln

    https://www.koeln.de/koeln/koe…ucher-rekord_1079744.html


    Hamburg

    https://www.welt.de/regionales…ibt-sich-zerknirscht.html


    Essen

    https://www.monopol-magazin.de…vervielfacht-besucherzahl


    Berlin

    https://www.smb.museum/nachric…lionen-besucherinnen.html


    Gerade deswegen erwarte ich hier zukünftig weitere bedeutende Investitionen in Museen.
    (Es bleibt dabei natürlich zu hoffen dass Dresdens "Kultur-Klepsch", die ja unsere Kulturhauptstadtbewerbung durch eine Abwendung von der Hochkultur ordentlich vergeigt hat, nicht irgendwann auf Landesebene etwas zu sagen hat... Sonst wird das dann nämlich nix.)

  • Eine ganz aktuelle Ausschreibung beinhaltet die Herstellung der Kandelaber für den Großen Schlosshof.


    Historische Ansicht

    Foto kann vergrößert werden


    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen


    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen



    Kurzbeschreibung des Auftrags aus dem Ausschreibungsanzeiger (SIB-Dokument):

    Quote

    Das Dresdner Schloss steht unter Denkmalschutz.

    Im Zusammenhang mit der Wiederherstellung des historischen Hofbelags im Großen Schlosshof soll auch die Beleuchtung im Stile des 19. Jhds. ausgeführt werden. Bei den hier ausgeschriebenen Leistungen handelt es sich um die Lieferung von 13 Kandelaber-Leuchten nach historischem Vorbild aus Aluminiumguss für den Außenbereich. Die Leuchten sind voll elektrifiziert und besitzen als Haupt-Leuchtkörper ein LED-Modul in Form einer historischen Gasbeleuchtung. Im Dach (Baldachin) befinden sich zusätzliche Anstrahlungsmodule, mit Hilfe derer besondere Bereiche der Fassade eine lichttechnische Akzentuierung erhalten. Leistungsumfang ist auch das Aufstellen und betriebsfertige Anschließen von 5 der vorgenannten Leuchten. Die restlichen 8 werden im Lager des AG eingelagert. Die Aufstellung der letztgenannten ist nicht Teil dieser Leistung.


    Nachfolgend einige Passagen aus dem Leistungsverzeichnis (Ausschreibungsunterlagen SIB):


    Zur Oberflächenbehandlung (sinngemäße Formulierung):

    Die Stahlteile der Konstruktion werden feuerverzinkt und erhalten abschließend einen anthrazitgrauen Farbanstrich. Letzteres erfolgt auch für die Aluminiumteile.


    Terminangaben:

    1. Herstellung der 13 Kandelaber und Aufstellung der 5 Stück für den 1. Bauabschnitt:

    Laufzeit des Vertrags in Tagen: 108

    2. Montage der zunächst eingelagerten 8 Stück:

    Leistungszeitraum: voraussichtlich 2022/23


    Ich habe leider keine Angaben darüber gefunden, ob von den historischen Kandelabern irgendetwas „überlebt“ hat. Falls ja, dann sind die sicher in einem nicht restaurierungsfähigen Zustand, denn anderenfalls wären sie wohl wiederverwendet worden.

    Es sollen 13 Kandelaber neu hergestellt werden – und das ist auch die Gesamtzahl laut Lageplan:

    Je 2 Stück vor der West- bzw. Ostfassade, 5 Stück vor der Südfassade und 4 Stück vor der Nordfassade. Der Unterschied Süd/Nord erklärt sich durch den Altan, dort kommt natürlich kein Kandelaber hin.


    Man kann m.E. davon ausgehen, dass für die historischen Kandelaber kein Aluminiumguss zur Anwendung kam. Diese heutige Ausführung ist vermutlich aus Kostengründen erklärbar (wird mit Sicherheit auch so schon sauteuer).

    Dass es durchaus noch Firmen gibt, die solche Kandelaber mit der historischen Technologie herstellen können, belegen die beiden Exemplare am Löwentor. Dort erfolgte eine vollständige Ausführung in geschmiedetem Eisen (Abmessungen jeweils 1,7 m breit und 3 m hoch):



  • Quote

    Die 4 Gelsenkirchener-Barock-Lüster im Turmzimmer dürften uns aber vielleicht noch ne Weile "beglücken", denn der Auftrag für die 5 Rekos ist noch nicht vergeben.

    Die Auftragsvergabe erfolgte vor kurzem. Nachfolgend Zitate aus der zugehörigen Bekanntmachung:


    Den Zuschlag erhielt eine Fachfirma aus Österreich:

    Bakalowits Licht Design

    Wien, Gumpendorfer Strasse 32


    Gesamtwert des Auftrags (ohne MwSt.): 143 640.00 EUR


    Terminangaben zur Ausführung:

    Laufzeit in Tagen: 79 (dies gemäß Ausschreibungstext)



    Und noch einige Bilder (alle - Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen)


    Das ist der etwas größere Kronleuchter in der Mitte, nachfolgend die Ansicht für die 4 kleineren.



    2 Detailbilder, damit man den Begriff GLASARM-Kronleuchter besser versteht:



  • Herrlich! Obwohl ich gestehen muß, ich finde die Kronleuchter, die jetzt dort hängen keineswegs Gelsenkirchener - Barock, also etwas schmunzelnd gemeint. Die passen ganz gut dort hin. Aber wenn alles historisch getreu werden soll, dürfen die natürlich nicht bleiben. Ganz wegschmeißen würde ich sie aber nicht, da gibt es garantiert Verwendung für! :cool:

    In der Architektur muß sich ausdrücken, was eine Stadt zu sagen hat.
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten

  • Quote

    Viele Möbel und Ausstattungsgegenstände harren noch länger ihrer Wiederaufstellung...

    Bekanntlich (und natürlich auch logischerweise) liegt der Part mit den Möbeln nicht in den Händen des SIB (sind ja keine Bauleistungen), hier agieren vielmehr die SKD (Ausschreibungsgeschäft, fachliche Betreuung der auszuführenden Arbeiten). Ich habe kürzlich eine interessante Information darüber gefunden, wieviel originale Möbel für die Paraderäume überhaupt noch erhalten sind:

    Quote

    Schwerpunktverlagerungen. Die Veränderung der Sammlungsstruktur und des Profils des Kunstgewerbemuseums nach 1945

    Dresdner Kunstblätter Juli 2014

    Autorin: Christiane Ernek van de Goes (wissenschaftliche Mitarbeiterin der SKD)


    Es stellt sich die Frage, wo und wie sich das Museum zukünftig mit seiner Sammlung präsentieren wird: Einige Stücke, die in den vergangenen 50 Jahren maßgeblich das Profil des Museums geprägt und die wissenschaftliche Arbeit bestimmt haben, werden in verschiedenen Bereichen des rekonstruierten Residenzschlosses einer neuen – alten –Bestimmung zugeführt. Zum einen leistet das Museum mit Leihgaben einiger seiner Hauptwerke, unter anderem mit den beiden Hainhofer-Kabinetten (Abb. 4) oder dem großen Schiffersteinschrank (Abb. 5), sowie einiger Gläser aus dem 17. Jahrhundert einen wichtigen Beitrag zur neuen Dauerausstellung »Weltsicht & Wissen« im Georgenbau. Zum anderen werden nach umfangreichen Forschungen Möbel und Wandtextilien, die im 18. Jahrhundert nachweislich das Paradeappartement geschmückt haben, für die Ausstattung der rekonstruierten Raumfolge im Westflügel des Dresdener Schlosses zur Verfügung gestellt. Mehr als 45 Möbel sowie 55 textile Elemente beziehungsweise Fragmente aus dem Bestand des Kunstgewerbemuseums kehren dann an ihren einstigen Standort im Ersten und Zweiten Vorzimmer, Audienzzimmer sowie Paradeschlafzimmer des Dresdener Residenzschlosses zurück.

    Die etwas „seltsame“ Formulierung *mehr als 45* (ja mei, kennen die ihren eigenen Bestand nicht) lässt sich wohl einfach begründen: Der zitierte Artikel wurde im Juli 2014 verfasst und wir wissen ja, dass die SKD schon seit etlichen Jahren ein umfangreiches Forschungsprojekt laufen haben, um die ursprüngliche Möbelausstattung der Paraderäume und damit den ursprünglichen Aufstellort der in Frage kommenden Möbel-Exponate zweifelsfrei zu klären. Im Sommer 2014 (fast schon 6 Jahre her) war da sicher vieles noch nicht endgültig ermittelt.


    Gegenstand des betreffenden Forschungsprojekts ist aber natürlich auch die Erstellung von Restaurierungskonzepten und die nachfolgende Restaurierung selbst. Und da ist in der letzten Zeit einiges passiert. Ich erinnere an die beiden Toilette-Koffer (samt Aufstelltischchen) aus dem Paradeschlafzimmer, die bereits seit Herbst vorigen Jahres restauriert werden (zunächst hatte man sie planmäßig nach der Eröffnung für ca. 4 Wochen im PSZ aufgestellt):





    Aktuell ist eine Vorankündigung für eine Ausschreibung der SKD angezeigt, die – in 2 Losen - die Restaurierung von 2 Möbelstücken beinhalten wird, und zwar eines Bureau Mazarin und einer Kommode. Zu den Terminen ist angegeben:

    Veröffentlichung der Ausschreibung vorauss. 04 bis 05/2020.

    Ausführungszeitraum vorauss. bis Ende 2020.

    Beide Exponate sind übrigens aufgrund ihres Zustands nach 1945 noch nie ausgestellt worden.

    Quote from SKD

    Los 1: Restaurierung und Konservierung eines Bureau Mazarin

    Boulle-Marketerie in première-partie und a double jeux.

    Gesamtmaße 1,49m x 0,79m.

    Bei dem Objekt handelt es sich um ein bedeutendes höfisches Möbel des frühen 18.Jhs., dass allerdings durch Restaurierungen des 19.Jhs. sowie durch kriegsbedingte Schäden stark verändert wurde. Der heutige Gesamtzustand ist schadhaft und fragmentarisch, vom Fußgestell sind nur Einzelteile vorhanden. Ziel der Maßnahmen ist die Konservierung der Marketerie und Erhalt der altersbedingten Oxydationsfarbigkeit. Die Rückformung stark deformierter Messingbleche sowie die behutsame Freilegung der Oberflächenbeschichtung des 19.Jhs. sind ebenso Teil der Maßnahmen. Die statisch notwendigen Ergänzungen beschränken sich auf die detailgetreue Rekonstruktion der Blindholzpartien. Der Anschluss von Original und Ergänzung muss als Anfügung ohne jegliche Substanzentnahme erfolgen. Zur besseren Lesbarkeit sind auch die fehlenden Beschläge zu rekonstruieren. Alle Ergänzungen sind mit einer neu definierten Oberfläche im Sinne einer Neutralergänzung zu gestalten. Das Ausmaß der Schäden wird als sehr hoch eingestuft.

    Quote from wikipedia

    Das Bureau Mazarin ist eine Schreibtischform aus dem 17. Jahrhundert, die mehr oder weniger in Erinnerung an Kardinal Mazarin benannt wurde, der von 1642 bis 1661 Ministerpräsident von Frankreich war. Es ist der früheste Vorgänger des Sockelschreibtisches und unterscheidet sich von ihm durch nur zwei Ebenen von Schubladen oder drei Ebenen von eher kleinen Schubladen unter der Desktop-Oberfläche, gefolgt von acht Beinen, die das Ganze stützen. Außerdem hat das Büro Mazarin Kreuzstreben zwischen den Beinen, die auf jeder Seite zwei X oder zwei H bilden.

    Wie so oft bei vielen Schreibtischen dieser Zeit wurde das Büro Mazarin oft als Schminktisch anstatt als Schreibtisch oder für beide Funktionen verwendet.

    Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Bureau_Mazarin


    Beispiel für ein Bureau Mazarin (hat nichts mit dem Dresdner Residenzschloss zu tun, dient nur zur Anschauung): Klick


    Ich musste ein Weilchen grübeln (mangels Bildern), wo das gute Stück gestanden hat bzw. wo es hinkommt. Fündig geworden bin ich auf einem Kupferstich, der das PSZ im Zustand von 1719 zeigt:

    https://fotothek.slub-dresden.…_hauptkatalog_0150037.jpg

    Man sieht es dort an der Nordwand, links neben der Tür zur Retirade. Dieser Bereich des Paradeschlafzimmers ist weder auf den mir zugänglichen Visualisierungen noch auf historischen Fotos erfasst (immer nur die südliche Hälfte mit dem Bett).



    Kommen wir nun zu Los Nr. 2:

    Quote from SKD

    Restaurierung und Konservierung einer Kommode Los-Nr.: 2

    Boulle-Marketerie in contre partie,

    Gesamtmaße 1,31m x 0,85m.

    Bei dem Möbel handelt es sich um eine bedeutende dreischübige, höfische Kommode des frühen 18.Jhs., die durch kriegsbedingte Verluste heute nur fragmentarisch erhalten ist. Zwei der drei Schubladenfronten sowie deren Blindholzkonstruktion sind nicht erhalten. Ziel der Maßnahmen ist die Konservierung der Marketerie unter Erhalt der altersbedingten Oxydationsfarbigkeit. Die Rückformung stark deformierter Messingbleche sowie die behutsame Freilegung der Oberflächenbeschichtung des 19.Jhs. sind ebenso Teil der Maßnahmen. Die Originalbeschläge sind durch Weichstrahlverfahren zu reinigen. Die optisch notwendigen Ergänzungen der beiden Schubfronten mit dazugehörigen Beschlägen sind als detailgetreue Kopien des Originals auszuführen. Das Ausmaß der Schäden wird als sehr hoch eingestuft.

    Hier glückte mir die Verortung schneller, das Möbelstück dürfte im 2. Vorzimmer zur Aufstellung kommen:


    Quelle: SIB (Ausschreibungsunterlagen)


    Den ziemlich aktuellen Zustand sieht man auf folgendem Foto, das effdny im Februar 2020 gepostet hatte:


    Foto von effndy

  • Mit den Möbeln kehrt auch ein Stück Leben zurück in die Räume, mal schauen wie es in ein paar Jahren ausschaut

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Das Fresko "Königin von Saba, die vor König Salomo tritt" im 3. OG ird demnächst fertig.

    Anschließend beginnen die Arbeiten im 2. OG an "Die Heiligen drei Könige, die den Heiland anbeten"

    2021 folgt das 1.OG mit "Saulus, der zum Paulus bekehrt wird", welches 2022 fertig werden soll.


    Bilder sind leider keine weiteren im Artikel

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Es gibt eine neue Ausschreibung für das Porzellanzimmer:

    Quote from SIB

    Die Leistung umfasst die Herstellung und Lieferung von insgesamt 82 Stück geschnitzter Wandkonsolen aus Lindenholz, die sich gestalterisch in 8 Typen aufteilen. Die Leistung umfasst auch den Kreideschnitt/ Kreidegrundgravur, der nach dem Auftrag des Kreidegrunds ausgeführt wird. Die eigentliche Vergoldungsleistung (Kreidegrund, Vergoldung) ist nicht Teil dieser Ausschreibung. Als Vorlage für die Schnitzarbeiten dienen historische Fotos, erhaltene Originalkonsolen, Gipsabgüsse und Modellentwicklungen. Diese werden dem AN für die Zeit der Herstellung überlassen.


    Ich habe nachfolgend mal verdeutlicht, um welche Konsolen es sich bei diesem Auftrag handelt (Position im Raum).


    TZ 24: 8 Stück. Position Hauptgesims

    TZ 25: 24 Stück, Position Architravgesims


    Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung der Positionen:


    © Frank Steinauer



    TZ 30: 8 Stück, Position Eckwinkel Gesims

    Da der Raum einen polygonalen Grundriss aufweist (also mehr als 4 Raumecken), sind es 8 Stück.

    Auch hier ein Beispiel zur Veranschaulichung der Positionen:




    Die im Leistungsumfang enthaltene Anzahl von TZ 24, TZ 25 und TZ 30 (8 St. / 24 St. / 8 St.) entspricht der Gesamtanzahl der Konsolen in den Gesimsbereichen.


    Oben war die Rede von 8 Typen, 3 davon sind voranstehend genannt, die anderen 5 Typen werden die Fensterlaibungen verzieren. Falls das nicht jeder weiß: Das Porzellanzimmer hat nur ein Fenster und zwar an der Nordseite ((mit Ausblick auf die Hofkirche).


    TZ 31: 4 Stück

    TZ 32: 12 Stück

    TZ 33: 6 Stück

    TZ 34: 8 Stück

    TZ 35: 12 Stück

    Die Positionen habe ich anhand einer Zeichnung für die westliche Fensterlaibung veranschaulicht. Die gegenüberliegende östliche Laibung ist baugleich.



    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen (farbige Eintragungen von mir)


    Das folgende Foto wurde am 3. März von einer Restauratorin ins Netz gestellt, die vergoldeten Spiegelrahmen waren gerade montiert worden:     Klick


    Dann wäre natürlich noch der Ausführungszeitraum interessant:

    Beginn: 24.07.2020 Ende: 26.02.2021

  • Bereits Ende März 2019 war die Ausschreibung für die Rekonstruktion der 24 Kompositkapitelle im Turmzimmer veröffentlicht worden. Gemäß damaligen Ausschreibungstext sollte die Leistung bis zum 27. September 2019 ausgeführt werden. Aber erst diese Woche (also mehr als 1 Jahr später) erfolgte die Vergabe. Beim Verfahren gab es wohl Probleme:

    Quote from SIB

    Verfahrensart:

    Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (für die unten aufgeführten Fälle)

    * Keine oder keine geeigneten Angebote/Teilnahmeanträge im Anschluss an ein offenes Verfahren

    Quote from SIB

    Leistungsumfang:

    Die zu vergebende Leistung umfasst die Herstellung von 24 Stück geschnitzter Bildhauer-Kompositkapitelle eines Typs inkl. Kreideschnitt. Die Kapitelle werden auf Pilastern bzw. verkröpften Pilastern angeordnet. Das Kompositkapitell besteht aus floralen Elementen, Voluten und Bändern. Zum Leistungsumfang gehört auch der Abakus mit Blume sowie das den unteren Profilstab umfassende Ornament. Diese Kapitelle komplettieren die Wiederherstellung der historischen, barocken Wandverkleidung und Raumfassung des Turmzimmers im 2. Obergeschoss des Nordflügels im Zustand von 1718/ 19. Die Kompositkapitelle werden nach Vorlage eines bereits vorhandenen Modells in Lindenholz geschnitzt. Der durch den Vergolder (bauseits) aufgetragene Kreidegrund wird in einem zweiten Arbeitsgang durch den Auftragnehmer nachgeschnitten. Die anschließende Vergoldung erfolgt ebenfalls bauseits.


    Bislang sind diese 24 Kapitelle durch graue Kunststoffattrappen ersetzt:




    Und hier das Modell, das als Vorlage für die Holzschnitzer dient:


    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen


    Den Zuschlag erhielt eine Arbeitsgruppe aus 3 Holzbildhauern aus Dresden bzw. dem Dresdner Umland (Thomas Jäger, Carsten Bürger, Ulrich Kochte).



    Des Weiteren einige Ausführungen zum Bildprogramm der Sgraffito-Fassaden im Großen Schlosshof – so wie man es auf der Grundlage langjähriger intensiver Forschungen rekonstruiert hat. Beginnen möchte ich heute mit der östlichen Nordfassade, das ist der Bereich östlich des Altans (rechts vom Altan).

    Quote from Angelica Dülberg

    Die sich unter dem Namen des jungen Kurfürsten [Anm.: gemeint ist Kurfürst Moritz, Name im Schriftband: MAVRITIVS] befindlichen Szenen an der östlichen Nordfassade sowie diejenigen an der Ostfassade beinhalten offensichtlich ausschließlich Erzählungen nach Titus Livius‘ „Römischer Geschichte“. Im ersten Obergeschoss [Anm.: östl. Nordfassade] erscheint der jugendliche Held Marcus Curtius, wie er sich hoch zu Ross in die sich immer weiter öffnende Erdspalte stürzt. Marcus Curtius gilt als Sinnbild für die Tapferkeit im Kampf und für patriotischen Heldenmut, wie Lucretia, der im zweiten Obergeschoss wohl drei Szenen gewidmet waren, als Inbegriff der tugendhaften römischen Heldin Standfestigkeit, Keuschheit, Treue und Ehre verkörpert.

    Quelle: L1

    Nun zu den einzelnen Bildern, jeweils von links nach rechts (von West nach Ost).

    Zunächst das 1. OG: Opfertod des Marcus Curtius, daneben: Romulus verkündet Gesetz und Ordnung


    Foto von RobBerg (Bildausschnitt)

    Quote from wikipedia

    Nach Livius soll im Jahr 367 v. Chr. durch ein starkes Erdbeben oder durch eine andere Kraft ein breiter und tiefer Spalt inmitten des Forums aufgebrochen sein. Der Spalt war bei aller Mühe nicht aufzufüllen. Schließlich verkündeten Auguren, man müsse an jener Stelle das, wovon die Macht Roms am meisten abhänge, opfern. Marcus Curtius, ein Soldat aus noblem Hause, meinte nun, darunter seien Tapferkeit und Mut eines römischen Soldaten zu verstehen, und weihte sich selbst in einer Devotio als Opfer. Er stürzte sich mit Pferd und Waffen in die Tiefe. Die Menge der Männer und Frauen warf Gaben und Früchte über ihn. Kaum war dies geschehen, schloss sich der Erdspalt.


    Ganz rechts im 1. OG: Römerin mit Kindern




    Nun das 2. OG der östlichen Nordfassade, wieder von links nach rechts (von West nach Ost):

    Sextus Tarquinius überwältigt Lucretia, daneben: Lucretia berichtet ihrem Vater, Gatten Collatinus und Brutus das Geschehene und tötet sich, ganz rechts: Brutus und Collatinus mit der toten Lucretia



    Foto von RobBerg (Bildausschnitt)


    Die Geschichte der Lucretia kann man hier nachlesen:    Klick



    L1

    Angelica Dülberg

    Der Große Schlosshof – Stil, Ikonografie und Ikonologie seines plastischen und malerischen Schmucks; in: Das Residenzschloss zu Dresden Band 2

  • Wie sicher alle in den Medien verfolgt haben, ist Spanien (mit Madrid als einem der Hotspots) besonders schwer von Corona betroffen. Ich kann Euch nun sehr erfreut mitteilen, dass der Produktionsbetrieb in der Real Fábrica de Tapices (Sitz in Madrid) offenbar einigermaßen planmäßig aufrechterhalten werden konnte. Dort werden ja bekanntlich die exquisiten Webteppiche für das 1. Vorzimmer der Paraderäume hergestellt. Öffentliche Führungen gibt es aber seit Anfang März verständlicherweise vorläufig nicht.

    Die Firma veröffentlichte vorgestern auf ihrer offiziellen facebook-Seite folgende Nachricht:

    Quote from Real Fábrica de Tapices

    Wir nutzen die Tatsache, dass die Real Fábrica de Cristales de La Granja [Königliche Kristallfabrik La Granja ] uns in ihrer Initiative #culturaadomicilio [Anm.: übersetzt etwa „Kultur zu Hause“; offenbar so ein online-Angebot quasi als Ersatz für die corona-bedingt notwendige „Aussperrung“ von Besuchern] herausgefordert hat, Ihnen weiterhin Episoden über das großartige Projekt der Tapisserieweberei für die Ausstattungsräume des Dresdner Residenzchlosses, in denen wir arbeiten, zu erzählen.

    Diese #Tapisserien sind wahrscheinlich die feinsten, die jemals in der Königlichen Fabrik gewebt wurden [Anm.: und das bei der 300jährigen Geschichte der Manufaktur]. Die "Feinheit" einer Tapisserie wird durch ihre Gewebedichte gemessen, d.h. die Anzahl der Kettfäden pro Dezimeter, die sie hat. In diesem Fall sprechen wir von 110-120 Kettfäden/dm, d.h. 11-12/cm, also haben wir für die #Kette #Leinen anstelle von Baumwolle gewählt. Der #Schuss besteht aus 70% Seide und 30% Wolle. Der Kronenteil enthält auch Gold- und Silberfaden mit einem Kern aus #Seide.

    Auf den Fotos sehen wir Details des akribischen Flechtens mehrerer Säulen, die "liegend", d.h. mit der Zeichnung in Schussrichtung, gewebt werden.

    Zwei der besagten Fotos habe ich nachfolgend verlinkt:

    Foto 1

    Foto 2



    Eine andere Meldung auf dieser facebook-Seite (vom 15. April 2020) lässt sich optimistisch so interpretieren, dass zu diesem Zeitpunkt wieder eine Säule fertig wurde. Aber mangels Spanischkenntnissen bin ich auf google-Übersetzer und co. angewiesen und da erschließt sich mir die Bedeutung des ersten Satzes nicht so recht:

    Quote from Real Fábrica de Tapices

    Volvemos a la carga con la última columna torsa que terminamos para una de las salas de aparato de la Residenzchloss de Dresde. Un meticuloso trabajo que demuestra la pericia técnica de nuestros tejedores, resaltando la cuidada selección de los colores y la finura de sus materiales.

    Pronto os contamos más sobre este importante proyecto en el que estamos trabajando.

    Aber egal, die zur Meldung gehörenden Fotos bieten schöne Detailansichten:

    oberer Bereich mit Krone

    Mittelteil

    unterer Bereich



    Und noch ein sehr beeindruckendes Detail aus einer Meldung vom 20. April:

    Quote

    Insgesamt und für jede Säule verwenden wir etwa 250 Grundfarben und etwa 1500 verschiedene Spulen mit unterschiedlichen Mischungen, was zu einer Arbeit von außergewöhnlicher Detailtreue führt.

    Foto A

    Foto B


    Muchas gracias!