• hey Ben,

    wird das Haus rechts daneben auch bald fertig? Das war doch immer so eine von den ewigen Baustellen in Berlin. Immerhin verschwindet wenigstens schonmal eine Baustelle an prominenter Stelle.

  • Remy

    Naja, dieses ging recht schnell. Aber das daneben ist schon ne ganze Weile eingerüstet, ohne dass was sichtbares passiert, und wenn, dann nur in großen Abständen. Bin gespannt, wie das dann aussehen wird...Aber eine "ewige Baustelle" würde ich das dennoch nicht nennen...

    @Prokovjew

    Danke! Hmm...Hatte es nun Giebel oder nicht? Ist schwer zu erkennen...

  • konnte mir das gebäude bislang nicht in echt ansehen, auf den bildern überzeugt es mivh aber nicht sonderlich. außer die drei stcokwerke mit erker, die scheinen zu gefallen.

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • hallo berliner!

    wann macht sich mal wieder einer von euch auf den weg nach mitte? würde mich sehr über ein paar aktuelle bilder vom baugeschen freuen!

    viele grüße

    campus solis

  • Also dieses Dach auf den ersten Fotos ist ja mal ein richtiger Eyecatcher, find ich sehr interessant!
    Eine recht ansehnliche Verbiung von alt und neu!

  • Hier hätte ich noch Mal ein Paar Bilder...

    1. Das kennen wir ja schon. Aber nun ist es wirklich komplett und vollendet und bezogen...

    2. Geht man die Straße links hinein, stößt man neben schönen sanierten Gründerzeitlern (und 3 erträglichen Neubauten)...

    ...noch auf diese Baulücken und 3 unsanierte Häuser, die nun endlich geschlossen werden bzw. von denen ein weiteres endlich restauriert wird...



    3. Worum es mir aber eigentlich ging, ist noch ein Haus in der Krausnickstr., dessen Sanierung sich ca. 8 Jahre gezogen hat. Als ich es "kennenlernte", sah es ungefähr so aus (ebenfalls Krausnickstr.)...

    Dann hat man es eben vor ca. 8 Jahren eigerüstet und den Putz abgeklopft - und das war's erst Mal wieder. Das Gerüst stand dann noch 'ne Weile und dann wurde es wieder abgebaut. So stand das Haus dann ohne Putz, nur nackte Ziegel, bis auf den Kiosk an der Ecke leer die letzten 7 Jahre herum. Bis vor einem halben Jahr, als dann wieder Gerüste aufgebaut wurden und jetzt sieht es so aus...



    (Sorry, es hat geregnet und ich hatte nicht so recht Lust, nach der perfekten Perspektive zu suchen)...

    4. Dann habe ich ein Paar Bildchen zur Reko der Monbijoubrücke...Ist nat. noch nicht viel zu sehen, nur eben, dass die alte weg ist :daumen: .




    5. Noch 'ne Kleinigkeit...Dieses Haus in Schöneberg erhält einen klass. Giebel. Keine Ahnung, ob er eine Neuschöpfung oder eine Reko ist. Hauptsache er ist schön...

  • Nachdem ich ein paar Monate nicht in Berlin war, habe ich mir die eine oder andere Baustelle im Zentrum Ost angeschaut. Manches wurde, glaube ich, bereits gezeigt.
    Ich habe die Bilder nur automatisiert angepasst, also nicht von Hand, weshalb manche etwas komisch aussehen - aber bei Baubildern sollte das kein Problem sein, denke ich.


    Ggü. Museumsinsel (halb fertig):


    Am Neuen Museum wird fleißig gebaut:


    UdL, man sieht die kommenden breiten Gehwege angedeutet:


    Das alte Palais. Sockel und Rampe (und Pergola) fehlen noch:


    Römischer Hof. Nur wenig Fassade um ein großes Loch.
    Die Ankündigung auf der Plane lässt Schlimmstes erahnen: Bauhaus-Treppe vor Rundbogen. :(
    Bis jetzt ist mir noch unklar, was das heißen soll: "Italienisches Flair trifft Berliner Lebensart" - ist der Rundbogen italienisch und die Bauhaus-Treppe berlinisch? Das wäre ja absurd.


    Am Hotel de Rome wird auch fleißig gebaut. Das Markgrafen-Palais ist äußerlich fast fertig:


    Ggü. der Friedrichswerderschen Kirche steht dieses Plakat. Wir hatten es schon, es aber in Echt zu sehen schockt wirklich: ein ästhetischer und städtebaulicher GAU.


    Die Stadthäuser und ein dem italienischen adäquates (weil gleich dämliches) Projekt, Nonsens pur, sieht aus wie ein besserer, verklinkerter Nachkriegsbau.
    Das fast fertige stadthaus ist wenigstens noch ein bisschen postmodern.


    Das drittletzte Gebäude am LP - Mittelmaß:


    Am Alex wird viel gebaut: Kaufhof, Berolinahaus, Platz, Alexa. Das Kaufhaus wird gar nicht schlecht. Ist verhältnismäßig fein gegliedert, die Fenster sind gesprosst (und gefallen mir gut), die Fassade ist aus Kalkstein, vorne ein paar Pfeiler. Was mich stört ist, dass Fenster und Fassade gleich gegliedert sind und das bislang noch etwas die Prächtigkeit fehlt - aber i.V.z. anderen "Kaufhöfen" ziemlich gut.


    Manager-Schule im Staatsratgebäude:


    Die Planen sind schon hochgerollt an der Akademie:


    Die Kandelaber vor der neuen Wache, Modell Standard-UdL. Dahinter stehen noch die alten Peitschenmasten.


    An der neuen US-Botschaft wird gebaut:


    Die neuen Kandelaber hinterm BT, Modell Pariser Platz (da staunt der Dresdner, was? ;) :(


    Gesehen ggü. dem Judendenkmal und geärgert. Frisch verschandelt:


    Steht schon ein Weilchen, stand aber im Frühjahr noch nicht:

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • Sehr schöne Bilder. Dir sei gedankt. Ansonsten wollte ich morgen die gleichen Stellen fotographieren, aber das erübrigt sich ja jetzt.

    Die Mischung aus Schupmann und Peitschenmast ist irgendwie herrlich. Da haben wir echt ma einen demokratischen Kompromiss für die DDR-Nostalgiker und den Berlin-Nostalgikern :zwinkern:
    "Moderne" trifft auf Historisch

    "... der Mensch mit den modernen Nerven, braucht das Ornament nicht, er verabscheut es." (Adolf Loos, Ornament und Verbrechen)

    Diese Aussage ist ein Verbrechen

  • Die neuen Kandelaber hinter dem Brandenburger Tor und Unter den Linden gefallen mir wirklich, was solche Details doch ausmachen. Wie die Stadt ihr Gesicht verändert ist ja unglaublich. Ich erinnere mich an das Brandenburger Tor als die Mauer noch stand, ca. 1985, damals war alles so trostlos und hinter der Mauer war alles grau in grau. Ich habe mich damals als Kind noch gewundert was für ein Bauwerk das wohl ist und was die Soldaten und die Mauer zu bedeuten hatten. Damals standen dort auch solche "Bühnen" auf die man steigen konnte um in den Ostteil zu sehen. Hmm, eigenartig wie die Zeit vergeht. Zwanzig Jahre sind doch eigentlich nichts...

    Was stand eigentlich auf dem Gelände des Staatsratsgebäudes früher? Ist der verhüllte Mittelrisalit eines der Portale des Schlosses von dem Karl Liebknecht die Republik ausgerufen hat? Das Gebäude ist übrigens Potthässlich!

    Auf das Markgrafen-Palais bin ich schon sehr gespannt. Habe aber die Befürchtung dass mit dem Begriff Palais schindluder getrieben wird und es nur so genannt wird um gewisse Assoziationen zu wecken. Ich kenne das Projekt nämlich nicht. Aufklärung wäre nett!

    Außerdem finde ich es bedauerlich, dass am Leipziger-Platz die Gebäude alle so kahl sind. Weshalb arbeitet dort denn niemand detaillierter, mit Gesimsen, Pilastern Säulen und Kapitellen? Schade, Schade...

    Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)

  • Kenne ich zwar alles schon, aber wurde Mal wieder Zeit für eine "Bausituation". Naja, im Grunde habe ich mich mit allem mehr oder weniger abgefunden. Mich wundert nur, dass der Kaufhof grau wird. Ich dachte, der kriegt Sandstein verpasst...Das wundert mich auch beim Leipziger. War nicht eine "Regel", dass alle Häuser eine Sandsteinfassade erhalten sollen?

    Stephan

    Ja, das ist das Portal, von dem Liebknecht gesprochen haben soll. An Stelle des Staatsratsgebäudes standen normale Stadthäuser (ich glaube sogar ein Kaufhaus). Das waren aber zwei Blocks und der zum Wasser hin ragte mehr in die Straße hinein.


    (rechts)

    Aber das SRG war/ist noch das beste von den 3 DDR -Bauten, die den Schlossplatz umgaben/-geben.


    Das Markgrafen-Palais ist ein Teil des "Hôtel de Rome"-Projekts. Also, der Begriff "Palais" wird schon zutreffen :zwinkern: .

    @Anti

    Wieso findest du denn den Klinkerbau auf'm Friedrichswerder so schlimm? OK, wenn ich es mir so überlege, könnte es sein, dass sich das Material nicht so ganz einfügt, aber sonst...


    P.S. Der Goethe sieht schon lange so aus...Und noch viel schlimmer ist, dass dem Jungen z.B. der Arm abgebrochen wurde oder einer der Frauen die Nase...Ich müsste Bilder davon haben.

  • Beim Anblick des Römischen Hofes frage ich mich manchmal, wofür überhaupt der Denkmalschutz gut ist...? Wieder eine prächtige Gründerzeitinnenausstattung für immer verloren, im Prinzip ist das Gebäude doch nix anderes als eine Fassadenrekonstruktion.
    ... und Denkmalschützer meckern schon wenn man einem verschandelten historischen Gebäude seine originale Fassade rekonstruieren will... Armes Deutschland.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Wie viel war denn noch an gründerzeitlichem Innenleben vorhanden? Der Souvenir-Shop, der im EG war, war glaube ich schon vor dem Umbau ziemlich Kahl...Aber wie es im restl. Gebäude aussah... :?:

  • Danke für die schönen Bilder. An Berlin nimmt doch jeder irgendwie teil, denke ich. Leider komme ich viel zu selten hin. Ich finde es trotz aller Kritik erstaunlich, wie dem Investitionsdruck zumindest teilweise der Wille zu klassischem Gestalten entgegenwirkt. Das geht wohl nur, weil auch die Nachfrage nach entsprechend ästhetischen Bauwerken vorhanden ist. Im provinziellen Nürnberg wird zwischen Glaskiste und purem Denkmal nichts anerkannt. Vieles wirkt verklemmt; selbst bei der Stadtmöblierung (Kandelaber) hätte man kaum den Mut, etwas wirklich Schönes aufzustellen.

  • Danke für die Bilder, Anti - sehr interessant.

    Die Kandelaber sind wirklich wunderschön. Wenn jetzt noch die DDR-Peitschen wegkommen, sieht's richtig gut aus. Aber die Linden werden wohl noch ein paar Jahre eine Baustelle bleiben, wer weiß wann man da mal wieder ohne Blick auf Planen und aufgerissene Gehwege entlanglaufen kann. Naja, wenn's schee macht... 8)

    Ansonsten blüht der Fassadismus in Berlin. :?

    Der Leipziger Platz ist noch immer eine herbe Enttäuschung - alle Gebäude sehen fast gleich aus, langweilige Fassade, viel zu hoch, 6 Geschosse und darüber nochmal 4 als Staffelgeschosse, keiner, der mal was anderes wagt, ein Tonnendach vielleicht, eine unregelmäßige Fassadengliederung, Balkons - nein, alles derselbe Einheitsbrei! :x

    Wenn ich da an den tollen Entwurf von Aldo Rossi für die Wertheim-Ecke denke! Aber der ist ja leider mit Rossi gestorben. Jammerschade, das wäre wirklich mal was anderes gewesen.
    Ich finde, das ansehnlichste und kreativste Gebäude am Leipziger ist noch das Mosse-Palais, das hat wenigstens nicht so eine öde Fassade.

    Hinter dem Fürst Leopold sieht man die "Nobelplatten" an der Wilhelmstraße, denen DDR-Bonzen gewohnt haben. Ich finde, die sind eigentlich ganz erträglich und können ruhig stehenbleiben. Aber man sollte sie wenigstens verputzen oder mit Naturstein/Ziegeln verkleiden, damit die Plattenbauweise kaschiert wird (siehe Dresden).

  • Quote from "Antiquitus"


    Die neuen Kandelaber hinterm BT, Modell Pariser Platz (da staunt der Dresdner, was? ;) :(

    Ich muss gestehen: JA! Aber ihr Preußen hattet ja schon immer einen Hang zu Glanz & Gloria und habt uns arme Sachsen stets unterdrückt. :zwinkern:

    Baukunst-nbg kann ich aber dahingehend wirklich zustimmen, dass außer in Berlin und vielleicht noch Hamburg allenfalls verklemmte Architektur entsteht. Wenn ein Gebäude mit klassischen Elementen irgendwo in Deutschland an exponierter Stelle entsteht, dann meist in Berlin.

    Auf die Townhouses bin ich sehr gespannt. Die Projektbilder liesen schlimmstes erahnen, aber Haus Nr. 12 scheint ganz interessant zu werden. Das Gebäude im englischen Stil gefällt mir außerordentlich gut.