Nürnberg (Galerie, Bilder teilweise gelöscht)

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    Die Abstimmung für das Gebäude des Jahres 2018 ist geöffnet! Abstimmungsende ist am 15. November 2018. Bitte gebt bis dahin Eure Stimme ab.

    • Echt, die Neubauten die dort stehen sind kein Vergleich zu den abgegangenen Altbauten. Heute sieht die von Canaletto angesprochene Ansicht vom Boden so aus:


      Quelle: http://www.manfredwirth.de">www.manfredwirth.de

      Vor dem Krieg sah die rechte Ecke so aus:


      Quelle: http://www.bildindex.de">www.bildindex.de

      Welch' eine unglaubliche Fuelle qualitaetvollster Buergerhaeuser!

      Deshalb lohnt es sich immer, in Nuernberg rekonstruktionen anzustreben, auch wenn der Wiederaufbau besser war als andernorts. Das alte Stadtbild war absolut einzigartig, das Heutige ist es nicht mehr oder noch nicht wieder.
      Favorevole alla ricostruzione completa come era e dove era.
    • @ Brandmauer

      Die von dir gezeigten Neubauten gehören zur schönsten Nachkriegsbauten im Altstadtbereich. Hier sind sogar Sprossenfenster vorhanden. Hier Rekos zu fordern finde ich ziemlich absurd. Erstens weil die Neubauten durchaus ihre eigene Qualitäten haben, zweitens weil es an anderen Stellen der Altstadt weit grösserer Handlungsbedarf besteht. Ich bin nicht unbedingt ein Befürworter der Totalrekos zerstörter Innenstädte. Wenn die Neubauten in Ordnung sind, sollte man sie auch erhalten. Viel wichtiger als neue Rekos zu fordern wäre eine vernüftige Baupolitik in den Altstadtbereichen. Sonst riskieren wir ein Durcheinander von Rekos und Glasfassaden. Dann lieber ein harmonisches aus angepassten Neubauten bestehendes Stadtbild.
    • Zur Abwechslung einmal zwei historische Ansichtskarten, ohne Bezug zu den vorangehenden Themen. Eigentlich gäbe es den Strang Nürnberg vor der Zerstörung – Winterimpressionen in Farbe, aber die dort eingestellten Bilder sind leider nicht mehr online.

      Das Besondere an diesen beiden Ansichtskarten ist es, dass sie sehr frühe Farbaufnahmen darstellen. Die erste, welche eine Partie bei der Insel Schütt wiedergibt, ist rückseitig der Vermerk "Farbenphotos nach Lumière. - Aufnahmen von H. Hildenbrand, Stuttgart." aufgedruckt. Leider ist das Stempeldatum nicht lesbar. Dass es sich hier um eine Farbaufnahme, und nicht um eine kolorierte Ansichtskarte handelt, sieht man an der naturgetreuen Färbung des Wassers; bei kolorierten Ansichtskarten konnten die sich im Wasser spiegelnden Gebäude nicht so naturgetreu koloriert werden.



      Nürnberg, an der Pegnitz; Vertrieb: Winkler & Schorn, Nürnberg, vor 1944


      Bei der zweiten Ansichtskarte gibt es weder Verlagsangaben noch Angaben, ob es eine "Naturfarbenaufnahme" ist oder nicht. Normalerweise wurde letzteres speziell vermerkt, da eine Farbaufnahme etwas sehr spezielles war. Nach der Färbung des Wassers könnte es sich auch hier um eine Farbaufnahme handeln, und auch die Drucktechnik (Klischeedruck) spricht dafür; die Konturen der dunkelgrünen Bäume sehen hingegen koloriert aus. Jedenfalls ist es ein sehr schönes Bild, sodass ich es auch hier vorstellen möchte.



      Nürnberg - Henkersteg (ohne Verlagsangabe), vor 1944
    • Ich schätze, dass die beiden Ansichtskarten zwischen 1935 und 1944 entstanden sind. Vielleicht kann jemand anhand der Briefmarke und des Stempels weiterhelfen? Die Briefmarke ist in der Mitte relieffiert. Von Frankfurt habe ich diverse farbige Ansichtskarten, und aufgrund des Stempeldatums, Papierart und rückseitigen Aufdruckstils bin ich auf diesen Zeitraum gekommen.

      Ein Blick auf den Artikel Farbphotographie bei Wikipedia lohnt sich übrigens.


      Briefmarke und Stempel auf der Rückseite der farbigen Pegnitzansicht
    • Das ist eine bayerische Marke, und daher müßte die Karte vor 1918 gelaufen sein. Ehrlich gesagt würde ich das Stempeldatum auf 11. August 1907 setzen. Ich kenne mich zwar nicht mit den damaligen Stempeln aus, aber später war immer das Jahr angegeben. Wenn sich das von damals fortgesetzt hat, könnte -7 nur 1907 bedeuten. Die Karten sehen mir auch älter aus als 30er Jahre, aber das sagt wohl nichts.

      Im übrigen ist die Synagoge im August 1938 abgerissen worden, so daß wahrscheinlich schon aus politischen Gründen keine Karten mehr mit diesem Motiv nach diesem Datum herausgegeben wurden.

      EDIT: für die Weinstadelkarte könnte ich mir auch 30er Jahre vorstellen. Grund: an der Stelle, an der links der Baum steht, gab es ein Haus, das noch vor dem 2. Weltkrieg abgerissen wurde. Wann genau, weiß ich aber nicht.
      http://www.baukunst-nuernberg.de/ - Architektur in Nürnberg vom Mittelalter bis zur Gegenwart
      Nürnberger Bauernhausfreunde e. V.
    • Meine Zeit des Briefmarkensammelns ist zwar lange vorbei (bitte keine Doppeldeutigkeiten unterstellen :lachen:), aber sofern ich mich erinnere, ist das ganz eindeutig eine Marke aus dem Deutschen Kaiserreich, also definitiv vor 1918, aufgrund der Papierqualität wohl auch vor 1914. Spätestens ab 1916 gab es wegen der Kriegsverlaufs nur noch wesentlich mieseres Papier, das heute stärker gebräunt wäre.
    • Danke für eure Hinweise!

      Die erste Ansichtskarte mit der Partie an der Pegnitz habe ich schon einmal bei ebay gesehen, und dort war sie mit "gelaufen 1912" betitelt. Ich hielt dieses Alter damals für kaum möglich, und konnte es nicht nachprüfen, weil mir jemand die Ansichtskarte weggeschnappt hat. Aber mit Geduld bin ich doch noch zu diesem guten Stück gekommen. Nun bin ich also doppelt froh, dass wir das Alter in diese frühe Zeit eingrenzen konnten, und dass ich somit eine äusserste Rarität besitze. Ich vermute dennoch, dass die Karten stellenweise nachkoloriert worden sind.

      baukunst-nbg schrieb:

      EDIT: für die Weinstadelkarte könnte ich mir auch 30er Jahre vorstellen. Grund: an der Stelle, an der links der Baum steht, gab es ein Haus, das noch vor dem 2. Weltkrieg abgerissen wurde. Wann genau, weiß ich aber nicht.


      Mit exakt demselben Stempel besitze ich eine Karte, welche von der Druckart her zwischen 1900 und 1915 entstanden sein dürfte, und da steht dieses westlich vom Weinstadel gelegene Haus bereits nicht mehr. Aus der Vielzahl der Ansichtskarten mit diesem Motiv schliesse ich, dass das Haus wohl bereits bald nach 1900 abgebrochen worden ist.


      Weinstadel und Henkersteg, ca. 1900/1915 (Hermann Martin, Kunstverlag, Nürnberg)


      Eine weitere seltene Ansichtskarte zeigt noch dieses Haus. Vom Druck her ist es eine Ansichtskarte aus den 20er, evtl. 30er Jahren, aber offensichtlich nach einem alten Negativ. Leider ist auch hier der Stempel unleserlich, aber die Marke stammt bereits aus dem Deutschen Reich.

      Nebenbei ist dieses ruinöse Mauerstück beim Turm rechts bemerkenswert. Man sieht an der Kontur, dass das Dächlein des Brückenüberganges einst eine Fortsetzung in Richtung Süden (rechts) gehabt haben könnte.


      Weinstadel und Henkersteg, ca. 1900 (Fr. Riegel, Kunstverlagsanstalt, Nürnberg)
    • Ein paar bekannte Innenstadtansichten (mal ein wenig größere) aus dem letzten Monat, die hoffentlich auch dem Nürbergkenner nicht allzu redundant sind.

      Königstraße




      Am Lorenzer Platz


      St.-Lorenz-Kirche












      Karolinenstraße mit Nassauerhaus




      Königstraße mit Lorenzkirche


      Königstraße Richtung Burg


      Von der Museumsbrücke Richtung Spital


      Hauptmarkt/Frauenkirche


      Der Schöne Brunnen


      Vom Hauptmarkt Richtung Rathaus/Sebaldus


      Altes Rathaus








      Blick hinauf zum Fembohaus


      St.-Sebaldus-Kirche




      Wieder kehrt Richtung Hauptmarkt


      Schöner Brunnen/Türme der Lorenzkirche


      Nun woanders - Ludwigsplatz mit Weißem Turm, dahinter St. Elisabeth


      Ein paar Bilder des Ehekarussell-Brunnens






      Zurück Richtung Hefnersplatz/Josephsplatz




      Köpfleinsberg Richtung Sebalduskirche/Burg


      Und schließlich: Adlerstraße in der Abenddämmerung
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)
    • Irgendwie ist die Emotionalität dieser Stadt - im Guten wie (bei mir vor allem im Schlechten) ein Phänomen.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)