Berlin - Zitadelle Spandau

  • In der Ausstellung "Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler" (mit nicht mehr an ihrem ursprünglichen Standort befindlichen Berliner Denkmälern) im Proviantmagazin der Zitadelle befindet sich auch, wie oben bereits beschrieben, das 1928 vor dem Hamburger Bahnhof aufgestellte Denkmal für die gefallenen Eisenbahner des 1. Weltkriegs von Emil Cauer d.J., erschaffen laut Landesdenkmalamt 1918.

    Es wurde in Rahmen der Wiederherstellung des Ehrenhofs an der Invalidenstraße 1996-98 wohl als nicht mehr dorthin passend empfunden und ins Depot gebracht, 2016 nun in der Zitadelle aufgestellt. Das Landesdenkmalamt schreibt hierzu:


    Der formale Schmuckplatz zwischen Invalidenstraße und erhöhter Bahnhofsterrasse entstand 1885-86 in historistischer Gestaltung. Seine Hauptwegeachse führt über eine Treppe von der Invalidenstraße auf das Hauptportal des heutigen Museums für zeitgenössische Kunst zu und umschließt ein zentrales Rondell. Etwa an diesem Standort befand sich bis 1874 eine Drehscheibe für Lokomotiven. Das von einer Buchsbaumhecke und Buchsbaumkugeln gesäumte Rondell ist mit Rasen begrünt. In seinem Zentrum wurde 1928 anstelle eines die Hauptachse akzentuierenden Brunnens ein Kriegerdenkmal für die gefallenen Eisenbahner des Ersten Weltkrieges von Emil Cauer aufgestellt. Die 1996-98 erfolgte Wiederherstellung des Ehrenhofs integrierte dieses Denkmal unter Verweis auf die neue Funktion des Gebäudes nicht. Dagegen wurden die den Hauptweg rahmenden Rabatten mit je einer Reihe in Form geschnittener Rotdornbäume sowie mit Efeu berankten Festons und Einfassungen aus Buchsbaum wieder hergestellt.

    Von allen Denkmälern in der Ausstellung sind Bülow und Scharnhorst von Rauch vermutlich die künstlerisch bedeutendsten, dieses jedoch wohl das ausdrucksvollste:





    Hier eine Aufnahme von 1984 mit der Statue an ihrem originalen Standort, Ansicht des Hamburger Bahnhofs von der Invalidenstraße aus gesehen:


    Wikipedia: Berlin - Hamburger Bahnhof Außenansicht eingerüstet für erste Sicherungsmaßnahmen - 1984, Autor Hagen Pelka, Berlin


    Heutige Ansicht:


    Von A.Savin (WikiCommons) - Eigenes Werk, FAL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=65074145

    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir

  • Snork

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  • Auf dem Bild von 1984 scheint das Hauptgebäude isoliert zu stehen - oder ist das eine optische Täuschung? Ich kann die Seitenflügel nicht erkennen...

  • Zum kostenfreien Sonntag ein Besuch der Zitadelle Spandau.


    In der Altstadt von Spandau steht noch dieses Modell mit der Zitadelle rechts angeschnitten.



    Über die Schanze zum Eingang durch das Kommandantenhaus



    Blick zur Nikolai-Kirche in der Altstadt. Der Nikolaus war damals sehr angesagt in der Gegend.




    Die ursprüngliche Burg aus dem 13. Jh und die Außmaße der Renaissance-Festung angedeutet



    Das ganze Teil hat wirklich Backsteine verschlungen. In der Ausstellung stand, dass Brandenburg nur 3 dauerhafte Festungen unterhalten hat: diese, Küstrin und eine Weitere, die ich gerade vergessen habe.


  • In den Juliusturm, der je nach Quelle als das älteste Bauwerk Berlins bezeichnet wird oder das älteste, erhaltene Profanbauwerk Berlins. Der Turm ist etwas geneigt und hat durch Schinkel die Zinnen erhalten, die ihn optisch wieder gerade rücken.



    Sehr dunkel im Inneren. In das erste Zwischengeschoss kommt man durch die enge Wendeltreppe.



    Das knirschen im Gebälk ist immer sehr vertrauenerweckend



    Blick zur Altstadt Spandau



    Blick über die Festung




    Nikolai-Kirche und Rathaus Spandau im Hintergrund



  • Die Dauerausstellung im Proviantmagazin


    "Zu den bedeutendsten Ausstellungsstücken gehören das 1898 bis 1901 errichtete Denkmalensemble der Siegesallee mit seinen brandenburgisch-preußischen Herrschern, der nationalsozialistisch geprägte „Zehnkämpfer“ von Arno Breker und der Kopf des monumentalen, 1970 am heutigen Platz der Vereinten Nationen in Friedrichshain enthüllten Lenin-Denkmals."


    Vier Statuen im Kampf gegen Napoleon bezeichnet jeweils als "Geist von" ich glaube Leipzig (mit den drei Kaiserwappen), Belle-Allianz, Paris mit dem Lorbeerstrauch und ein Weiterer links im Bild (wahrscheinlich Großgörschen). Da gab es ja mal drei Plätze in Berlin mit den Namen, wobei noch zwei existieren. Die Stauen ähnelm dem Nationaldenkmal auf dem Kreuzberg.



    Der Beginn der Siegesallee



    Wie sie im Tierpark zu sehen waren




  • Jetzt sieht man endlich wieder das Scharnhorst-Denkmal (rechts) und das Bülow-Denkmal (links), dazwischen sind die Denkmäler von Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise aus dem Großen Tiergarten, die dort schon zuvor standen.

    Eine gelungene Präsentation der Figuren, auch wenn jeweils eine der vier Seiten vom Sockel, der Denkmäler, nicht zu sehen sind! Ich gehe mal davon aus, dass Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise und ihr Sockel deshalb weiter von der Wand abgerückt sind.

    Hoffentlich kommen Kopien des Scharnhorst-Denkmal und des Bülow-Denkmal wieder an ihre Originalen Standorte rechts und links der Neuen Wache Unter den Linden und bilden dann wieder ein Gesamtkunstwerk.


    https://www.berliner-kurier.de…e-zitadelle-li.165056.amp


    Diese Sockelseite ist leider jetzt verdeckt:

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bülow-Denkmal_(Berlin)

  • ^^Zumindest eine Breker-Staute ist dort auch ausgestellt und ein großer Lenin-Kopf dazu.


    Noch ein paar Bilder aus der Altstadt mit der Nikolaikirche. Wenn man genau hinschaut sieht man dort eine recht große Anzahl an postmodernen, angepassten Baten und vor allem zwei große Bausünde: die Karstadt und Woolworth Kaufhäuser, so wie es sich für den westdeutschen Aufbau gehört.




    Erhaltene Originale



    Das Woolworth Kaufhaus am Marktplatz


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    Das Gotische Haus, das älteste erhaltene Bürgerhaus Berlins, war leider geschlossen (und hat immer noch keinen Wikipedia-Eintrag).


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