Donezk und Luhansk

  • Mehr noch als das Schauspielhaus gelten die beiden Wohnhäuser mit den Spitzen als die Wahrzeichen Mariupols. Sie wurden 1953 nach einem Entwurf des Kiewer Architekten Janowyzkyj erbaut. Das westliche der beiden Häuser wurde vor einigen Jahren gestrichen. Das östliche hat noch seinen ursprünglichen steinsichtigen Braunton.


    Mariupol, wulyzja Kujindschi 48, das westliche Haus mit der Spitze, links prospekt Myru (Foto: Oleksandr Malyon, 2. Mai 2021, CC-BY-SA-4.0)


    Mariupol, wulyzja Kujindschi 48, Eckturm mit Spitze, Blick vom Theaterplatz (Foto: Oleksandr Malyon, 1. Mai 2021, CC-BY-SA-4.0)


    Mariupol, wulyzja Kujindschi 35, das östliche Haus mit der Spitze, rechts prospekt Myru (Foto: Wanderer777, 14. September 2019, CC-BY-SA-4.0)


    Mariupol, wulyzja Kujindschi 35, Ansicht vom Theaterplatz (Foto: Wanderer777, 14. September 2019, CC-BY-SA-4.0)


    Mariupol, wulyzja Kujindschi 35, Ansicht vom Theaterplatz (Foto: SEW-7, 10. September 2019, CC-BY-SA-4.0)


    Mariupol, prospekt Myru Richtung Westen, links der Theaterplatz, vor uns das östliche Haus mit der Spitze, wulyzja Kujindschi 35

    (Foto: Natalia Mykhalchenko, 28. April 2019, CC-BY-SA-4.0)

  • Gestern wurde der Sankt-Georgs-Skite (1850er Jahre) des Klosters Swjatohirsk durch einen präzisen russischen Raketeneinschlag zerstört. Da der Krieg immer näher an das Kloster Swjatohirsk heranrückt, ist es wahrscheinlich, dass die Lawra das gleiche Schicksal erleiden wird. Es ist tragisch und doch so ironisch - die Mönche dieses Klosters waren direkt an der russischen Invasion im Jahr 2014 beteiligt, da sie für die russische Spetznaz, die den Krieg im Donbass entfachte, Waffen in das Kloster schmuggelten und versteckten.



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    https://www.pb-news.info/2022/…rskoyi-lavry-foto-video/#

  • Gestern wurde der Sankt-Georgs-Skite (1850er Jahre) des Klosters Swjatohirsk durch einen präzisen russischen Raketeneinschlag zerstört. Da der Krieg immer näher an das Kloster Swjatohirsk heranrückt, ist es wahrscheinlich, dass die Lawra das gleiche Schicksal erleiden wird.


    Letzte Woche wurde ein weiterer Teil des Klosters zerstört, die hölzerne Kirche der Allerheiligen-Klause.


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    „Groß ist die Erinnerung, die Orten innewohnt“ - Cicero

  • Es handelt sich in beiden Fällen um Außenstellen, also nicht um Teile des eigentlichen Klosterkomplexes in Swjatohirsk (Swjatogorsk).


    Zunächst zu dem von Oststaatler genannten Heorhijiwskyj skyt (Георгіївський скит): Diese Einsiedelei befindet sich im Dorf Dolyna, das im Norden des Gebiets Donezk an der Grenze zum Gebiet Charkiw liegt. Die Gegend gehört zum Donezker Bergland. Durch den Ort führt die Fernstraße Rostow-Kiew. Der Heorhijiwskyj skyt liegt in Fahrtrichtung Charkiw auf der rechten Straßenseite. Im Zweiten Weltkrieg hatte es hier schwere Kämpfe gegeben.


    Die Bauten des Skits wurden ab 2009 errichtet. Die Georgskirche (Георгіївська церква) besteht aus Oberkirche und Unterkirche. Der Nebenaltar (pridel) wurde am 6. Mai 2012 dem heiligen Märtyrer Ioan Wojin (Johannes der Soldat) geweiht. Der Innenausbau der Oberkirche mit dem Hauptaltar (hl. Georg) dürfte danach noch einige Zeit in Anspruch genommen haben. Jedenfalls war er 2013 noch nicht beendet. Die Georgskirche war also erst zehn Jahre alt. Stilistisch folgt sie den hochmittelalterlichen sogenannten "weißsteinernen" Kirchen der mittelrussischen Kulturregion. Sie passt also streng genommen nicht in die südliche Landschaft. Es kommt in postsowjetischer Zeit öfter vor, dass man sich nicht an die Bautradition der jeweiligen Region hält, sondern historische Entwürfe aus nördlichen Gefilden in den Süden verpflanzt. Als konkretes Vorbild für die Georgskirche in Dolyna wird die berühmte Kirche Pokrow na Nerli bei Wladimir in ihrer ursprünglichen Gestalt aus dem 12. Jahrhundert genannt. Die ältesten Kirchen im Donbass stammen hingegen aus dem 19. Jahrhundert.


    Die Georgskirche ist ein Ziegelbau, also nicht aus "weißem Stein" (Kalkstein) wie ihr Vorbild. Vier Pfeiler tragen die Kuppel. Die Dacheindeckung erfolgt direkt auf den Gewölben. Es gibt keinen Dachstuhl. Der Georgs-Skit ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Lebendigkeit altrussischer Bautradition.


    Dolyna (Долина), Kramatorskyj rayon, Gebiet Donezk, Heorhijiwskyj skyt, Ruine der Kirche nach Beschuss

    (Foto: National Police of Ukraine, 10. Mai 2022, CC-BY-4.0)


    Die Zerstörung der Kirche erfolgte am 7. Mai 2022.

  • Die Russen wollen die Ukraine ausradieren, also werden alle Symbolen und Kulturaüsserungen der Ukraine vernichtet: Kirchen, Kloster usw.

    Olaf Scholz verspricht Vieles aber tut nichts um die Ukraine zu schützen. Er und Macron finden dass für Frieden (??) Ukraine 20% seines Grundgebietes an Russland abgeben soll. Garantiert ist das aber gar nicht und wenn Putun seine Armee wieder aufgewertet hat fängt er wieder von vorne an: die nächste 20% bitte......
    Ukrainer werden in Russland verschleppt und 200.000 Kinder aus Ukraine werden von Putin von heute ab indoktriniert. In das von Russen besetztes Geniet ist niemand frei und kann nur nach Russischen propaganda Fernsehen geschaut werden. In Kherson wurden 600 Menschen entführt und sind seitdem verschwunden. 40% der Einwohner hat die Stadt (420.000 Einwohner) schon verlassen. Es gibt keine Arbeit, Geld, Essen, Trinken oder Medizinische Versorgung mehr. Viele Menschen leiden und sterben......Heute schon 50.000 Ukrainer absichtlich getötet von der Gewalt der Russen. Ein Volk wird langsam aber sicher vernichtet und der Westen hat Angst vor Putin und seine Waffen.


    Alles weil nur 1 Mann das so gewollt hat. Weltweit wird bald Hunger gelitten weil Putin Odessa mit seiner Flotte sperrt.

  • Die Russen wollen die Ukraine ausradieren, also werden alle Symbolen und Kulturaüsserungen der Ukraine vernichtet: Kirchen, Kloster usw.

    Die Ironie besteht darin, dass der russischen brutalen Kriegführung hier ein Bauwerk zum Opfer fiel, das selbst als Element der Russifizierung der Ukraine errichtet worden war. Wie Rastrelli ausführte, ist der Baustil dieser Kirche völlig untypisch für die Region, dagegen in Nordrussland beheimatet. Die Kirche ist dort so fremd wie eine norwegische Stabkirche in Schlesien - wenn Norwegen behaupten würde, das Hirschberger Tal sei traditionell norwegisch gewesen und die norwegische Bevölkerung sei einem Druck zur Polonisierung ausgesetzt...