Köln - Domplatte und Dom

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    • koelle schrieb:


      Dass sich in diesem Forum keine regelmässigen Informationen über Befindlichkeiten der Stadt und die aktuellen Bauprojekte (Wallra-Anbau etc.) etablieren, dürfte andere Gründe haben.
      Die Gründe hierfür sind wohl, dass Köln einfach ein herausragendes städtebauliches Rekonstruktionsprojekt, wie man es derzeit in Dresden, Frankfurt oder Potsdam findet, fehlt. Aus diesem Grund findet man auch zu München oder Hamburg hier relativ gesehen sehr wenig. Wenn sich Köln dazu entschließen würde, den Hauptbahnhof oder irgendeinen Platz zu rekonstruieren, dann wird man hier auch mehr zu dieser Stadt finden. Ein Forum, das aber mal aus dem Wiederaufbauprojekt des Dresdner Neumarkts und dem Wiederaufbau des Stadtschlosses in Berlin entstanden ist, beschäftigt sich nun mal primär mit Rekonstruktionen und angeschlossenen Themenbereichen. Da sich Köln oder Hamburg da aber bislang nicht in die erste Reihe gedrängt haben, wird naturgemäß über diese Städte weniger berichtet. Trotzdem würde ich mich freuen, da sich nunmehr hier ja einige Kölner eingefunden haben, wenn man vielleicht einzelne interessante Projekte hier vorstellen würde.
      APH - am Puls der Zeit

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    • Zwischenstand vom Umbau am Kurt-Hackenberg-Platz und Ostseite des Domes

      Habe heute einige Bilder vom aktuellen Stand des Domumfeldumbaus gemacht. Am Kurt-Hackenberg-Platz ist zwischenzeitlich die alte Treppe hinter dem Römisch-Germanischen Museum abgerissen worden. Die neue Treppenabgang soll nun um 90° gedreht von der Seite her entstehen. Die Tiefgarageneinfahrt/ausfahrt wird gerade umgebaut. Der Verkehr soll hier in Zukunft komplett anders als früher verlaufen. Hier auf dem Bild wird nur noch die Einfahrt sein und oben domseitig zur Trankgasse hin nur noch die Ausfahrt. Dort wird dann auch neurdings das links abbiegen erlaubt sein. Bin schon mal gespannt wie das wird. Momentan ist hier nur Verkehrschaos weil die Ausfahrt unten bereits nicht mehr möglich ist, an der Ausfahrt aber nur rechts abbiegen erlaubt ist. Hier entsteht ein endloser Rückstau zur Zeit. Am besten man fährt gar nicht da hin.....



      Das Gebäude links im Bild ist die Verwaltung des RG-Museums. Es soll abgerissen werden und durch ein neues Gebäude für ein neues Stadtmuseum ersetzt werden.



      Der Umbau der Ostseite des Domes ist im vollem Gange. Zur Zeit schaut es so aus:









      Man sieht die kommen relativ gut voran.



      Hier hatte man vor kurzem noch Ausblick. Mittlerweile ist der Übergang über die Straße und die Brüstung neu entstanden. Hätte nicht gedacht, daß die Brüstung so weit hinten ist. Somit erscheint der Platz doch wieder etwas kleiner. Die Treppen fehlen noch komplett. Angeblich wollte man ja dieses Jahr noch fertig werden.



      Am Domhotel hat sich äußerlich noch nichts getan. Die Wiedereröffnung ist zwischenzeitlich nun für 2016 geplant. Ursprünglich wollte man diesen Herbst schon wiedereröffnet haben. Das Dach soll 2015 verändert werden....



      Bilder sind vom 28.09.2014
      Architektur ist nichts anderes als die Formensprache einer Kultur. Entweder sie lebt, oder sie ist tot.
    • Vielen Dank für die Bilder. Das gesamte Domumfeld ist ein einziger Graus. Die schöne Kirche passt gar nicht dazwischen. Auf dem letzten Bild sieht man ganz wunderbar, daß die einheitliche Höhe der Bebauung und das verstümmelte Dom-Hotel einen jeden Passanten sehr eindrucksvoll sofort an die Zerstörung im letzten Weltkrieg erinnert. :daumenunten:
    • Abriss der Domplatte ?

      Der Chef der Kölner IHK Paul Bauwens-Adenauer, der Enkel von Konrad Adenauer, forderte jüngst, dass man die seit den 1960er Jahren existierende Domplatte abreißen oder zumindest tieferlegen sollte, um den alten Domsockel wiederherzustellen. Unter der Domplatte befindet sich eine zweigeschossige Tiefgarage, welche man um 1 Stockwerk verkleinern könne. Durch die neuen Planungen zur historischen Mitte Kölns wäre jetzt ein passender Augenblick über so etwas nachzudenken.

      Quelle, Kölner Express:
      express.de/koeln/und-die-alter…latte-,2856,28902312.html

      Natürlich gibt es direkt im Anschluss das übliche "wer soll das bezahlen" Geschrei. Eine Tieferlegung der Domplatte sei nicht bezahlbar .....

      Quelle, Kölner Express:
      express.de/koeln/und-die-alter…latte-,2856,28902312.html

      Kommentar:
      express.de/koeln/kommentar-von…urkse-,2856,28902396.html

      Historische Ansichten:



      Quelle: bilderbuch-koeln.de

      Aktuelle Situation:


      Meiner Ansicht nach sollte man das machen! :lachen:
      Architektur ist nichts anderes als die Formensprache einer Kultur. Entweder sie lebt, oder sie ist tot.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Silvester72 ()

    • Mir ist der ganze verbliebene Autoverkehr am Dom ein Dorn im Auge. Es stellt sich die Frage, ob man die Verbindung von der Trankgasse zur Rheinuferstraße überhaupt wirklich braucht. Durch den bestehenden Verkehr ist auch der sperrige Tunnel an der nördlichen Domseite notwendig.

      Würde man die Domplatte wirklich absenken, müsste man hier Nägel mit Köpfen machen und das ganze Domumfeld zur autofreien Zone erklären. Für Taxen und Stadtrundfahrtsbusse könnte man schmale kleine Trassen übriglassen. Auf dem Bahnhofsvorplatz z.B. wurde die Straße bereits in den 1990er Jahren entfernt und der Bereich in eine Fußgängerzone verwandelt.

      Auf dem freien Platz wäre dann auch Raum zumindest für eine teileweise Begrünung. In den 1950er Jahren war der Domsockel sogar von Gras bedeckt, aber das war eher ein abschreckendes Beispiel und wohl mehr eine Kriegsfolge.

      Bitte aber nicht mehr so:


      Noch früher sah es sowieso besser aus: :tongue: Parkverbot ?

      Bilder: bilderbuch-koeln.de

      Genug geträumt, dazu wird es vermutlich niemals kommen. Große Teile des geplanten Domumfeldumbaus wären damit hinfällig. Die Kutschen wie auf dem Bild weiter oben werden hier wohl nicht mehr fahren. Solche habe ich zuletzt in Wien gesehen ....
      Architektur ist nichts anderes als die Formensprache einer Kultur. Entweder sie lebt, oder sie ist tot.
    • Kölner Dom
      Schnipsel schreibt Baugeschichte

      Sensationsfund in Düsseldorf: Eine Architekturzeichnung gibt Aufschlüsse über die Planung des Kölner Doms. Hätte man sie früher gekannt, wäre die Turmvollendung im neunzehnten Jahrhundert vielleicht anders ausgefallen.

      Als die Handschrift mit der Signatur Ms. B 51 der Universität- und Landesbibliothek Düsseldorf im Jahr 2001 restauriert wurde, mussten zunächst mehrere Pergamentstreifen entfernt werden, die als Rückenmakulatur in den Einband geklebt waren. Die meisten von ihnen ließen sich einer spätmittelalterlichen lateinischen Pergamenthandschrift zuordnen, zwei der Fragmente aber gehörten zur „Federzeichnung eines Grundrisses, vermutlich eines gotischen Sakralbaus des dreizehnten bis fünfzehnten Jahrhunderts“, wie in der 2005 erschienenen Edition vermerkt ist: „Erhaltener Ausschnitt zeigt wohl vielfach profilierte Stützen.“ [...]

      faz.net/aktuell/feuilleton/kun…ugeschichte-13335805.html
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller
    • Eine Reinigung der Domfassade wurde hier ja auch schon thematisiert. Mal ein Beitrag dazu:

      "Warum wird der Dom nicht abgespritzt, abgelasert oder was auch immer? Darauf hat Dombaumeister Füssenich zwei Antworten parat. Erstens: zu teuer. Denn es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Kölner Dom und allen anderen Kirchen: Nur er ist dermaßen dicht mit Skulpturen und Türmchen überbaut, dass es unglaublich aufwendig wäre, ihn komplett zu säubern.

      Die zweite Antwort lautet: Würde man den Dom von oben bis unten abstrahlen, wäre das Endergebnis ziemlich scheckig. Denn der Dom besteht aus unterschiedlichen Steinsorten in recht verschiedenen Farbabstufungen. Nur dank der schwarzen Patina fällt das nicht so auf.
      Also bleibt der Dom schwarz."
      rundschau-online.de/koeln/zu-t…en,15185496,30073510.html


      Erscheint mir alles etwas vorgeschoben. Aber letztlich ist so ein rußiger Dom auch wieder was Besonderes gerade im geleckten Europa, und irgendwie hat man sich ja auch dran gewöhnt. ;) Mich nervt nur, dass quasi ständig Gerüste an der Fassade hängen.
    • Warum sollte man den Dom denn reinigen? Andere Kirchen in Europa sind auch so "schmutzig". Die Dresdner Frauenkirche war im Original ebenfalls großflächig schwarz. Von mir aus kann der Kölner Dom so bleiben. Das Gerüst nervt aber tatsächlich. Ich habe mal gehört, daß es immer für 12 Monate an einer Stelle bleibt. Eine Dauerreparatur.
    • Na, die Verschmutzungen der Rußtage gibts ja heute in dem Maße nicht mehr. Kaum noch einer heizt in der Metropole mit Kohle, die Autoabgase und Fabrikschlote sind auch viel sauberer geworden. Das würde schon einige Jahrzehnte halten, wenn man den ganzen Dom reinigt. Aber es würde nicht mehr wirklich wie der Kölner Dom aussehen.
    • Den Kölner Dom sandzustrahlen wäre mehr als
      kontraproduktiv. Die schwarze Kruste auf dem Stein ist historisch, schon
      in vorindustrieller Zeit nachgewiesen, und schützt den Naturstein (vgl.
      z. B. auch die Frauenkirche in Dresden). Notre Dame und St. Stephan in
      Wien bestehen aus einem anderen Gestein, das diese Kruste nicht ansetzt,
      dort ist es einfach Dreck, den man entfernen kann. Wobei dieses
      Vorgehen gerade bei Notre Dame auch sehr fraglich ist, die Fassade ist
      geradezu geschrubbt worden, mit allen einhergehenden Substanzverlusten.Die aktuellen Reinigungsmaßnahmen am Kölner Dom beziehen sich auf das Michaelsportal. Der reiche Bauschmuck ist, da er vor der Witterung relativ gut geschützt ist und man feine Bildhauerarbeit wünschte, aus französischem Kalkstein. Den zu reinigen ist etwas völlig anderes als die Fassaden zu "säubern".

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kurprinz ()

    • erbse schrieb:

      die Verschmutzungen der Rußtage gibts ja heute in dem Maße nicht mehr.

      ...ist ja auch kein Ruß, sondern das Ergebnis eines Oxidationspozesses der verschiedenen eisen- oder manganhaltigen Mineralien die im Sandstein zu finden sind. Pyrit, Goethit oder Hämatit sind hier zu nennen. Echter Ruß als Folge von Verbrennungsprozessen ist hierbei sicherlich zu vernachlässigen. :lehrer:
      Labor omnia vincit
      (Vergil)
    • Jetzt haben wir schon Mai und am Domumfeld Ostseite wird immer noch gebaut:














      Bilder vom 17.05.2015

      Mal ganz abgesehen vom geplanten Endergebnis hätte ich mir einen schnelleren Ablauf gewünscht.

      Mit den Verkleidungsplatten an den Wänden kann ich mich irgendwie nicht anfreunden. Auf den Vorschaubildern sah das viel heller aus. Jetzt sind es doch die gleichen Platten wie an der Nordseite. Dort kann man sehen wie diese nach ein paar Jahren ausschauen -> Dunkel und dreckig. Bei dem ganzen Verkehr hier kann man jetzt schon absehen wie das hier in ein paar Jahren wieder aussehen mag.

      Mir erscheint es im Augenblick nicht so als ob das geplante Konzept hier wirklich aufgehen kann und das obwohl der Platz noch gar nicht fertig ist. Schade. huh:)
      Architektur ist nichts anderes als die Formensprache einer Kultur. Entweder sie lebt, oder sie ist tot.
    • Dieses schöne Bild ist jedoch auch ein sehr unbefriedigendes Provisorium. Was mich betrifft, würde ich die Domwestfassade nicht gegen diese Häuseln zurücktauschen.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • ^
      "Häuseln" (auch größere) in diesem Stil ließen sich heute jedoch problemlos und kostengünstig bauen. Ich beziehe mich dabei vor allem auf die Bauten ganz rechts und ganz links im Bild. Während sich aufwendige Stuckaturen oder Hausteinelemente tatsächlich nicht immer so kostengünstig (wieder)herstellen lassen, wie sich ein Bauherr das wünschen würde, wären Ziegelfassaden, die von sehr simplen Stein- oder sogar nur Putzbändern und -simsen gegliedert werden, durchaus im Rahmen. Stephan Höhne machts in Berlin ja mit seinem von London inspirierten Stil immer wieder vor.

      Auf diese Weise ließe sich auch ein neuer traditionsgebundener Kölner Stil definieren: Backstein in ortstypischen Farben, helle Quergliederung, steinerne Fensterrahmen incl. Pfosten und Kämpfer (kann auch Beton sein), halbhohe Fensterläden, schlichte Giebel, lackierte Holzelemente, Bieberschwänze auf dem Dach. Dieses Gestaltungsprinzip wäre auch auf 5-stöckige Wohnhäuser übertragbar.

      Für den städtischen Wohnungsbau z.B. könnten zehn Fassadentypen entworfen werden, die dann in unterschiedlicher Achsen- und Geschosszahl und wechselnder Ziegel- und Lackfarbe ausgeführt werden. Auf diese Art gäbe es hunderte unterschiedlicher Häuser, die nicht teurer wären als andere Neubauten und über die Stadt verteilt überall mit gutem Beispiel vorangingen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Atticus ()