Flusshochwasser in Westdeutschland im Juli 2021

  • Ich finde es sehr faszinierend, wie immer noch von einigen mit aller Gewalt versucht wird, die Augen vor den Tatsachen zu verschließen. Das ist ja auch eines jeden Menschen gutes Recht. Viele tun sich mit Veränderungen und dem Einsehen eigener Fehler ja sehr schwer. Und Unbekanntes bzw. (mittlerweile) Unabwendbares ist immer mit großen Ängsten behaftet

    Mann oh Mann oh Mann.


    Was du faszinierend findest oder nicht, ist in diesem Zusammenhang vollkommen ohne Belang.


    Genauso wenig ob diese Flut eine Strafe Gottes war oder ob sie durch den "menschengemachten Klimawandel" verursacht wurde.


    Der entscheidende Punkt ist, dass die Menschen nicht rechtzeitig gewarnt und evakuiert wurden, dass keine vorbereitenden Maßnahmen getroffen wurden! Das Katstrophen-Vorwarnsystem hat komplett versagt und das Katastrophen-Management kann insgesamt nur als miserabel bezeichnet werden


    Die TIMES berichtete gestern Nachmittag, dass die deutschen Behörden frühzeitig über die drohende Katstrophe informiert wurden:


    screenshot-2021-07-19-115301-times.png



    Die BILD griff diese Meldung gestern am späten Abend auf


    BRITISCHE HOCHWASSER-EXPERTIN ERHEBT SCHWERE VORWÜRFE

    Bundesregierung wurde schon Tage vor der Flut gewarnt!

    Mitentwicklerin des europäischen Hochwasser-Warnsystems spricht in der Londoner „Times“ von „monumentalem Versagen“ +++ Ausmaß des Starkregens laut Deutschem Wetterdienst vorhersehbar gewesen



    Angesichts dieses kolossalen Versagens von Klimawandel zu schwatzen ist wohlfeil und zynisch.

    "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)

  • Wenn bspw. das letzte "Jahrhundert"-Hochwasser im Ahrtal 2017 eine Höhe von 3,5 m hatte, dann ist es etwas viel verlangt, vier Jahre später eine Verdoppelung des Wasserstands zu prognostizieren.

  • dass man immer und immer wieder betont, es gäbe keinen menschengemachten Klimawandel und früher hätte es ja auch schon geregnet (wenn ich das schon höre...

    Dass der Mensch seinen Anteil hat, ist wohl unbestritten. Die Frage ist nur, in welcher Größenordnung. Periodische Schwankungen gab es schon immer. Es gab Jahrtausend-,Jahrhundert- , und Jahrzehnt-Hochwasser. Überlagert von lokalen Vorgängen. Vor 500 Jahren gab es z.B. hier ein hier völlig unbekanntes Erdbeben, das "mit Sturm begann" und einen bleibenden Temperatursturz von wohl über 1 Grad einleitete. Das führte dazu, dass der Weinbau hier endgültig aufgegeben wurde. Bis heute. Vielleicht wird er jetzt reaktiviert. Es sind noch zu viele Unbekannte in der globalen Gleichung. Die letzte Eiszeit liegt ja auch nur wenige Jahrtausende zurück. Das Pendel schlägt um.

  • ...


    Angesichts dieses kolossalen Versagens von Klimawandel zu schwatzen ist wohlfeil und zynisch.

    Sowohl als auch. Diese Schlamperei gibt es nicht nur in der BRD, sondern weltweit. "Es wird schon nicht so schlimm werden". Schweigen bis nach der Katastrophe. Danach

    -allgemeine Verwirrung

    -Suche nach den Schuldigen

    -Bestrafung der Unschuldigen

    -Auszeichnung der Unbeteiligten

    Und ich dachte immer, das gäbe es nur im realen Sozialismus!

  • Ich hätte jetzt auch nicht erwartet, dass man das voraussagt, aber zwei Dinge sind schon problematisch: Warum gibt es keinen Mechanismus, der ab einem bestimmten Pegel lokalen Katastrophenalarm automatisch auslöst, auch mit Sirene. Das ist dann wahrscheinlich eine wichtige Stunde Zeit. Dann können Helfer sich wenigstens noch ein wenig vorbereiten, und die Anwohner direkt im Umfeld des Gewässers zumindest könnten auch schon sich vorbereiten. Auch wären alle Leute wohl vorsichtiger und es gäbe keine Videos, wie die von Leuten, die mit ihrem Auto durchs tiefe Wasser fahren sich wundern, dass sie plötzlich schwimmen.

    Und das Zweite was ich nicht verstehe ist, dass basierend auf den bisherigen Postings keine systematische staatliche Räumung des ganzen Schutts passiert. Hier mal ein paar Soldaten, in einzelnen Orten THW, aber ansonsten? Vorbildlich wäre doch, wenn in kürzester Zeit die öffentliche Infrastruktur wieder steht. Dann liefe alles weitere ja auch einfacher, mit Mobilfunk und Zufahrtsstraßen z.B.

  • Sehe ich auch so, die betroffenen Menschen hätten, wenn sie nur 5 Stunden vorher gewarnt worden wären die betroffen Orte schnell einpacken und etwas höher wieder aufstellen können.i


    An wen wendet sich da jetzt? An die "links-grün versiffte" Mainstream Welt oder an diejenigen die den Klimawandel leugnen und jetzt diejenigen beschuldigen die nicht rechtzeitig vor dem Eintritt es konkreten Ereignisses an einem konkreten Ort gewarnt haben?

    Die Schuldfrage ist komplexer Natur. Es wird kein Schuldiger festgestellt werden. Und die Untätigkeit ist systembedingt. Als ein mutiger Einwohner hier zur Kompensation eines erfolgten Deichbruchs lange schwimmfähige Rohrstücke in Auftrag gab, die in die Lücke eingeschwommen werden sollten, war zunächst die Begeisterung groß. Am Ende wollte niemand für die Fertigungskosten aufkommen. Wer will da noch Verantwortung übernehmen und Eigeninitiative entwickeln?

  • Ich finde es sehr faszinierend, wie immer noch von einigen mit aller Gewalt versucht wird, die Augen vor den Tatsachen zu verschließen. Das ist ja auch eines jeden Menschen gutes Recht. Viele tun sich mit Veränderungen und dem Einsehen eigener Fehler ja sehr schwer. Und Unbekanntes bzw. (mittlerweile) Unabwendbares ist immer mit großen Ängsten behaftet. Von daher kann ich verstehen, dass man immer und immer wieder betont, es gäbe keinen menschengemachten Klimawandel und früher hätte es ja auch schon geregnet (wenn ich das schon höre... Aber ich nehme an, diejenigen wissen es nicht besser und wollen es auch partout nicht besser wissen) bli bla blub. Es ist nur leider ziemlich erbärmlich und mittlerweile auch lächerlich. Konstruktiv wäre es, endlich auf die Wissenschaft zu hören und bei sich im Kleinen mit einem Wandel anzufangen.


    https://www.nationalgeographic…etter-seit-2012-jeden-tag


    P.S.: Oben genannte Fehler wie Flächenversiegelung, Ausweisen ungeeignete Baugrundes oder Zerstörung von Retentionsflächen durch Flussbegradigungen etc. potenzieren dies alles selbstverständlich!

    Kann ich Dir so nicht zustimmen. Das Problem ist, dass der Klimawandel mittlerweile stark für allerlei Themen/Akteuren missbraucht wird. Stichwort Neubauer vs. Maaßen. Geht es da noch um die Wissenschaft? Ich würde mir mehr Zurückhaltung wünschen.

    Und um beim Thema zu bleiben. Ich bin ein Flusskind und interessiere mich für Vögel. Für mich ist die bewusste Zerstörung von Retentionsflächen, Auenwäldern eine riesengroße Sünde gegen die Natur. Im Nahetal wurden deswegen Polderlandschaften angelegt, welches wiederum ein Ärgernis für die Bauern ist.


    Man sehe sich einmal dieses grauenhafte Luftbild an - sehr viel Sickerflächen gibt es da nicht mehr. Die Ackerböden werden auch entsprechend verdichtet sein. Letztlich eine "Landschaft" des Grauens.

    :thumbup: Eine Landschaft des Grauens. Ja, in vielen Gebieten Deutschlands. ;(;(;(;(;(

  • Hier mal eine sehr unvollständige Liste an historischen Hochwassern:

    https://de.wikipedia.org/wiki/…on_Hochwasser-Ereignissen


    Vermutlich war an allen der Verbrennungsmotor schuld. :zwinkern:


    Historische Photographien:


    Nürnberg 1909

    https://oldthing.de/Nuernberg-…erg-Stadtkreis-0022682297


    Schweiz 1868

    https://www.youtube.com/watch?v=l2AtsZWpsuU


    Emsland 1946

    https://emslandmuseum.de/2021/…rosse-flut-vor-75-jahren/


    Rosenheim 1940

    https://www.stadtarchiv.de/sta…940-1949/hochwasser-1940/


    usw.usf.


    Will sagen, Hochwasser hat es schon immer gegeben. Wichtig ist ein wirksamer Hochwasserschutz (z.B. Deichsysteme) sowie gute Frühwarnsysteme. Vor allem letzteres scheint bei der aktuellen Flut versagt zu haben.

  • Will sagen, Hochwasser hat es schon immer gegeben. Wichtig ist ein wirksamer Hochwasserschutz (z.B. Deichsysteme) sowie gute Frühwarnsysteme. Vor allem letzteres scheint bei der aktuellen Flut versagt zu haben.

    Das ist leider sehr undifferenziert. Es gibt solche und solche Hochwasser. Gebirgsflüsse z.B. sind etwas ganz anderes, als dort jetzt im Mittelgebirge. Und die Zahl der Toten jetzt sagt auch etwas darüber aus, wie schnell und intensiv ein Hochwasser auftritt, und das nimmt durch die Versiegelung und die intensiveren Regenfälle eben zu und nicht das schiere Auftreten von Hochwassern.

  • Das ist leider sehr undifferenziert. Es gibt solche und solche Hochwasser. Gebirgsflüsse z.B. sind etwas ganz anderes, als dort jetzt im Mittelgebirge. Und die Zahl der Toten jetzt sagt auch etwas darüber aus, wie schnell und intensiv ein Hochwasser auftritt, und das nimmt durch die Versiegelung und die intensiveren Regenfälle eben zu und nicht das schiere Auftreten von Hochwassern.

    Hier im Elbegebiet sind übrigens Sommerhochwasser stets viel gefährlicher, als im Winter. Das große Hochwasser des Jahres 1845 ist noch an manchen Gebäuden vermerkt. Damals gab es aber noch riesige Ausgleichsflächen, die es längst nicht mehr gibt und die langsam durch Deichverlegung wieder entstehen sollen. Bis dahin ist ein unmittelbarer Vergleich der Pegelhöchststände nicht möglich.

  • Dass der Mensch seinen Anteil hat, ist wohl unbestritten. Die Frage ist nur, in welcher Größenordnung. Periodische Schwankungen gab es schon immer. Es gab Jahrtausend-,Jahrhundert- , und Jahrzehnt-Hochwasser. Überlagert von lokalen Vorgängen. Vor 500 Jahren gab es z.B. hier ein hier völlig unbekanntes Erdbeben, das "mit Sturm begann" und einen bleibenden Temperatursturz von wohl über 1 Grad einleitete. Das führte dazu, dass der Weinbau hier endgültig aufgegeben wurde. Bis heute. Vielleicht wird er jetzt reaktiviert. Es sind noch zu viele Unbekannte in der globalen Gleichung. Die letzte Eiszeit liegt ja auch nur wenige Jahrtausende zurück. Das Pendel schlägt um.

    Genau das ist das, was man immer wieder an den Kopf geworfen bekommt. Und hier ist ganz klar zu sagen, dass die momentane rapide Erderwärmung eben absolut nichts mit periodischen Schwankungen welcher Parameter auch immer zu tun hat. Das ist einfach zu 100% ausgeschlossen. Dass man das immer wieder erklären muss, ist einfach nur nervig.


    Der entscheidende Punkt ist, dass die Menschen nicht rechtzeitig gewarnt und evakuiert wurden, dass keine vorbereitenden Maßnahmen getroffen wurden!

    Also wenn das das angebliche Problem ist, ist ja alles super. Einfach immer alle Leute rechtzeitig warnen. Hammer. Wir haben endlich die Lösung auf die größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte gefunden. Wahnsinn.

  • Oh man ey... Kampf gegen Windmühlen. Jajaja, Hochwasser gab's schon immer. Warum wird hier vehement immer wieder derselbe Nonsens verbreitet? Es geht um dir Häufung von Extremwetterereignissen. Wer sich auch nur einigermaßen ein wenig über die planetare Zirkulation, Hadley-, Ferrell- und Polarzelle sowie Dinge wie Druckgebiete und Entstehung von Jetstreams informiert, der kapiert das irgendwann auch. Wenn man sich dann noch den Strahlungshaushalt reinfährt, der sollte es endlich kapiert haben. Macht das doch einfach mal. Mittlerweile gibt's hierzu sogar mega gut erklärte Youtubevideos. Dass ich Youtube nochmal empfehlen muss... Naja.

  • Hier möchte ich noch etwas zum Thema Hochwasser Katastrophen anfügen. Meine alte Heimat ist das mittlere Taubertal, eine der niederschlagsärmsten Regionen weit und breit. Es gab immer wieder mal extrem trockene Jahre mit glutheißen Sommern. Wenn sich dann, nach drei oder vier Monaten schrecklicher Hitze, ohne einen Tropfen Regen, ein Unwetter bildete, so war dies mitunter verheerend. So ereignete sich z. B. das Michaelishochwasser (am Tage des Hl. Erzengels Michael) am 29.09.1732. Innerhalb kürzeste Zeit war der Himmel schwarz, man sah nur noch die gelben Blitze in der Nacht und hörte das Rauschen der Fluten. In Königshofen a. d. Tauber wurde die massive steinerne Bogenbrücke mitgerissen. In Lauda die Mühle. In Bischofsheim a. d. Tauber stürzten damals schon als uralt bezeichnete Fachwerkhäuser mit Lehmausfachung in den Feldern ein, die ganz und gar vom Wasser aufgeweicht waren. Die ganze Unterstadt stand bis zu zwei Stockwerken unter Wasser. Der gesamte Marktplatz schwamm voller aufgeweichter alter Urkunden. Ebenso war das Pfarrarchiv weitgehend vernichtet. In Wertheim am Main wurden viele Häuser mitgerissen, ebenso einer der vier Flügel des Spitals. Es waren im Taubergebiet sehr viele Tote zu beklagen.


    Auch die Hochwasser Katastrophe von 1911 fand auch nach mehrmonatiger Gluthitze statt, ohne dass es auch nur einen Tropfen geregnet hatte. Das Gewitter, das sich im September 1911 zusammenbraute, war schrecklich. Hier war allerdings der Schwerpunkt das Grünbachtal, ein Seitenbach der Tauber. In Grünsfeld, Paimar etc. gab es viele Tote, darunter auch viele Schulkinder. Massive Häuser, z. B. Mühlen, wurden von den Fluten wie nichts einfach weggerissen.


    Meine Großmutter (Jg. 1884) erzählte aus ihren Erinnerungen, wie sie das Hochwasser 1911 erlebt hatte. Sie war in Tauberbischofsheim auf dem Feld, als im September 1911 innerhalb von ganz wenigen Minuten, das Wasser schon über einen Meter hoch zu Tal rauschte. Mit Mühe und Not erreichten sie noch das sog. "zweite Bahnwärt(er)shäusle" an der Bahnstrecke der Taubertalbahn. Man ließ sie allerdings nicht mehr ins winzig kleine Häuschen hinein, mit der Begründung, es sei alles schon überfüllt. Dann gingen meine Großmutter und ihr Mann in den Geisenstall des Bahnwärters und stiegen dort in die Futterkrippe, hoben auch die Geis (Ziege) mit hinein. An den Hängen des Taubertals hatte dieses Unwetter etliche tiefe Gräben gerissen und den wertvollen Lößlehm fortgespült.

  • Also wenn das das angebliche Problem ist, ist ja alles super. Einfach immer alle Leute rechtzeitig warnen. Hammer. Wir haben endlich die Lösung auf die größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte gefunden. Wahnsinn.

    ich glaube nicht, dass Deutschland es schafft, innovative CO2 arme Konzepte zu entwerfen, die Nachahmer im Ausland (beispielsweise China) finden. Sorry, da ist das Vertrauen nicht groß. Das Klima wird sich wandeln. Deshalb halte ich es nicht verkehrt, Maßnahmen zu entwickeln, mit dem Wandel umzugehen bzw. mit dem Wandel zu leben

  • Genau das ist das, was man immer wieder an den Kopf geworfen bekommt. Und hier ist ganz klar zu sagen, dass die momentane rapide Erderwärmung eben absolut nichts mit periodischen Schwankungen welcher Parameter auch immer zu tun hat. Das ist einfach zu 100% ausgeschlossen. Dass man das immer wieder erklären muss, ist einfach nur nervig.


    Also wenn das das angebliche Problem ist, ist ja alles super. Einfach immer alle Leute rechtzeitig warnen. Hammer. Wir haben endlich die Lösung auf die größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte gefunden. Wahnsinn.

    Es gibt keine hundertprozentige Wahrheit, sondern nur Annahmen. Und was die Warnung betrifft: Schuldige an der Tschernobyl-Katastrophe gibt es viele. Schuldige an dem mehrtägigen Schweigen bei der lebenswichtigen Information der strahlenexponierten Bevölkerung nur ganz wenige.

  • ich glaube nicht, dass Deutschland es schafft, innovative CO2 arme Konzepte zu entwerfen, die Nachahmer im Ausland (beispielsweise China) finden. Sorry, da ist das Vertrauen nicht groß. Das Klima wird sich wandeln. Deshalb halte ich es nicht verkehrt, Maßnahmen zu entwickeln, mit dem Wandel umzugehen bzw. mit dem Wandel zu leben

    Das ist natürlich eine Möglichkeit, eine fatalistische Herangehensweise. Das kann man machen. Mein Anspruch ist es nicht. Obwohl ich keine Kinder habe. Natürlich muss man Maßnahmen entwickeln, um sich anzupassen. Bei einem anzunehmenden RCP8.5-Szenario brauchst du aber keine Maßnahmen mehr. Da ist nichts mehr mit höherentwickeltem Leben auf diesem Planeten. Kleiner Spoiler: Wir befinden uns genau auf diesem Weg. Bitter, aber wahr.

  • Fatalistisch nur durch die Verkehrs- und Infrastruktur-Politik. Ich werde mich im Strang Städtebau und Mobilität erklären.

  • Dass ich Youtube nochmal empfehlen muss...

    Das solltest Du auf keinen Fall. Ebenso Dich auch möglichst nicht in einem solchen Forum herumtreiben, sondern den Rechner ganz schnell ausmachen.


    Denn es ist zu bedenken, dass 25% des privaten Stromverbrauchs allein durch TV, Computer, HiFi, Smartphone ausgelöst werden. Hier ist also enormes Einsparpotenzial, wenn man alles verschrottet und sich statt dessen im Bücherregal bedient.


    Weitere 17 % wären durch den Verzicht auf Kühlen und Gefrieren einsparbar. Da trinkt man das Bier eben mal warm. Warmes Wasser benötigt 14 %. Man kann sich kalt duschen und im Winter zwei Pullis anziehen. Und auch mit dem Waschen kann man zurücktreten. Etwas Schmutz stärkt die Immunabwehr, gerade in Corona-Zeiten.


    (Quelle: https://www.stromauskunft.de/s…braucht-am-meisten-strom/)


    Das blöde ist nur, dass trotz des guten deutschen Willens die Weltbevölkerung wächst und ihr Energiehunger dazu:

    https://www.en-former.com/stro…als-die-weltbevoelkerung/

    https://ed-info.de/ausblick-de…edarfs-der-welt-bis-2040/

    https://de.statista.com/infogr…everbrauch-nach-regionen/


    Somit. Was sollen wir tun? Alles verschenken? Alles abschalten?

    Die Welt wird sich freuen. Vor allem in Fernost. Viele günstige deutsche Putzhilfen und McDonalds-Thekenmitarbeiter werden sich weltweit bewerben, um etwas zu beißen zu bekommen. Vorbei die Zeiten von Tastentipperei und Rekonstruktionsfreude. Die Probleme werden flächendeckend in Deutschland sozial elementarer.


    Gerade hatte ich den Schornsteinfeger im Haus. Die Heizung ist nicht die neueste, aber tiptop. Ich solle sie schön drinnen lassen, sagte er. Trotz Förderung lohnen sich neuere Modelle in der Anschaffung kaum. Und sie seien viel häufiger und schneller kaputt.


    Also, was sollen wir tun, um eine derartige Flutkatastrophe in Zukunft zu vermeiden, wenn Dir Deiche, Warnsysteme und andere pragmatische Lösungen nicht reichen?

  • Also wenn das das angebliche Problem ist, ist ja alles super. Einfach immer alle Leute rechtzeitig warnen. Hammer. Wir haben endlich die Lösung auf die größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte gefunden. Wahnsinn.


    Ich war für viele Jahre als Projektingenieur in Afrika und im Nahen Osten unterwegs. Immer wieder mal kamen mir die Worte meines einstigen BWL-Professors (ein ehemaliger BAYER-Manager) in den Sinn. Er sagte zu uns Studenten, dass er ungern mit Arabern (in arabischen Ländern) zusammenarbeiten würde, denn immer wenn etwas schief ging (und es ging wohl oft etwas schief) , hieß es nur: "Das Projekt hatte nicht Allahs Segen" oder "Das war Allahs Wille" und "Da könne man halt nichts machen".


    Und du hörst dich genauso an: "Das ist halt der menschengemachte Klimawandel"


    Selbst wenn ich daran glaubte, muss das nicht bedeuten den Katstrophenschutz zu vernachlässigen. Menschen, die rechtzeitig gewarnt werden, können sich vom Tal weg in höhere Lagen begeben oder das gefährdete Gebiet gleich komplett verlassen. Und darum geht es und zwar vollkommen unabhängig davon, was in einem größerem Zusammenhang für dieses Unwetter verantwortlich war.


    Aber wie ein Marxist bei jedem gesellschaftlichen Thema seine marxistische Ideologie ins Feld führt und gar nicht mehr anders kann als nur in diesen Schemata zu denken, so sind auch die Verfechter des "menschengemachten Klimawandels" in ihren eindimensionalen Gedanken-Strukturen gefangen.



    ---

    Im ausgehenden Mittelalter wird es auch in unseren Breiten Priester gegeben haben, die bei Naturkatastrophen von einer Strafe Gottes gesprochen haben und ein gottgefälligeres Leben anmahnten. Und ansonsten half nur beten.


    Heute hilft hüpfen und streiken:

    Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat wegen der Hochwasserkatastrophe in Westdeutschland 40 Streiks angekündigt.

    "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)