Düsseldorf-Düsseltal

  • Düsseldorf-Düsseltal ist ein "besserer" Stadtteil östlich des Zentrums. Wegen des bis zum Zweiten Weltkrieg existierenden Zoos wird die Gegend bis heute auch "Zooviertel" genannt. Das Quartier ist überwiegend durch Nachkriegsarchitektur geprägt, allerdings von der gehobenen Sorte. In den letzten Jahren sind hier zudem viele Wohngebäude und Villen im Stil des, wie ich ihn nenne, "Neoneoklassizismus" entstanden, für den in Düsseldorf insbesondere der Name Ralf Schmitz steht (nicht der Komiker, der Architekt). Die meisten dieser Bauten sind recht geschmackvoll, bei einigen wird die Grenze zum Kitsch definitiv überschritten. Man sollte nicht zu lange darüber nachdenken, welche Preise für derlei Architektur verlangt und bezahlt werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass man auf seine alten Tage zum Marxisten-Leninisten wird.


    Beginnen wir mit diesen eleganten Eckgebäuden unweit des Schillerplatzes, die ich den 50er/60er Jahren zuordne. Wie man sieht, konnte man selbst in dieser bauästhetisch finsteren Epoche ansprechend bauen. Man musste nur wollen.





    Der letzte Schrei: Wohnen wie im Führerbunker



    Dieser gefällige Neubau befindet sich ín der Graf-Recke-Straße




    Sein Gegenüber: auch nicht so schlecht



    Stilsicherer Neubau in der Achenbachstraße: So wollen wir (Anwälte, Zahnärzte etc.) heute wohnen!



  • Gleich daneben: das neueste Ralf-Schmitz-Projekt



    So soll es mal aussehen


    Quelle: Ralf Schmitz


    Jetzt wird's richtig teuer








    Spanien? Mexiko? Düsseltal!



    Oder auch im Südstaaten-Look


  • Dann doch lieber mit Giebel à la hollandaise



    Doch auf jeden Giebel folgt irgendwann ein Riegel



    Schnell zurück ins warme Nest





    Was so ein Säulenportal aus einem belanglosen Kasten doch macht



    Oder ein Paar Löwen links und rechts




    Alt oder neu? Man weiß nicht so recht



  • Die ersten beiden Gebäude könnten auch aus den 30er/40er-Jahren stammen.

  • Der Ralf-Schmitz-Bau in der Achenbachstraße nähert sich seiner Vollendung. Ein Neubau im traditionellen Stil von dieser Qualität dürfte selbst in Berlin schwer zu finden sein. Nett anzuschauen sind vor allem die Erker in Ziegelstein-Optik. Gelungen finde ich auch das zurückgenommene, hanseatisch anmutende Dachgeschoss, das den Bau würdig nach oben abschließt.











  • Einfach nur genial! Meine Damen und Herren, es handelt sich hierbei um das Gebäude des Jahres 2021! Applaus, Applaus 👏!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)