Westliches Umfeld Berliner Schloss - Schlossfreiheit - ehem. Nationaldenkmal

  • Kann man die ungeliebten Mosaike vllt für ein Neubauvorhaben günstig erwerben?

    Günstig wohl auf keinen Fall. Denn auch wenn man an den entsprechenden dafür zuständigen Stellen dem Kaiserreich eher ablehnend gegenübersteht, würde man sich für sie "monarchistischen" Mosaike sicherlich "fürstlich" entlohnen lassen :biggrin:

  • Da trinkt eher der Teufel Weihwasser, als dass man die Mosaike des Denkmals bereit wäre im HUF aufzustellen. Man wollte sie doch unbedingt am orignalen Platz vor dem Schloss weg haben, dann wird man sie doch jetzt nicht rein holen.

    Nicht unbedingt. An der Einheitswippe will man die Mosaike nicht, um am "neuen Nationaldenkmal" jede klitzekleine Verbindung der Bundesrepublik mit dem Kaiserreich zu vermeiden.

    Im Humboldt Forum wäre es im Museum ein Ausstellungsstück von vielen, von einer alten, untergegangen Kultur.


    Alternativ könnte man die Mosaike auch als Leihgabe Museen der Welt zur Verfügung stellen. Da fänden sich bestimmt interessierte Häuser, z.B. in Ostasien.

    So schließe sich dann der Kreis...

  • Die Mosaike sind in unterschiedlichen, nicht zusammenhängenden Teilen erhalten. Was spricht dagegen, einzelne, gut erhaltende und dekorative Stücke - ohne jede kontaminierte Verbindung mit "ungewollten, weil verwerflichen kaiserkultischen Nebenabsichten" an passender Stelle aufzustellen oder auszulegen?





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  • Ich habe ein weitere mini Möglichkeit entdeckt um gegen die Einheitswippe vorgehen zu können. Die dort vertriebene Fledermaus ist nach EU Recht besonders geschützt. Für die vermeintliche Umsiedlung wurden oder sollen Ersatzquartiere geschaffen werden. Nun beschließt die EU, Deutschland wegen mangelhafter Umsetzung der Habitat Richtlinie zu verklagen. Da Deutschland die Habitat Richtlinie zum Schutz wildlebender Tier und Pflanzen nicht eingehalten hat. Hier könnte man ansetzen, da EU Recht über deutschem Recht steht. Vielleicht wiederspricht die geplante Ersatzmaßnahme dem EU Recht und ist somit nicht ausreichend für die Fledermäuse.


    Eine kleine Anfrage an der richtigen Stelle kann, vielleicht dass Kartenhaus zum Einsturz bringen. nono:)


  • Also mir gefällt die Wippe an dieser Stelle auch nicht, aber ehrlich gesagt, ist die Hoffnung doch sehr utopisch.

    Die Fledermäuse wurden inzwischen doch umgesiedelt bzw. sind jedenfalls nicht mehr da und können auch nicht so einfach wieder zurückgeholt werden.

    Faktisch gesehen sind die Fledermäuse also kein Hinderungsgrund.


    Auf der Seit von Milla steht übrigens, dass es falsch sei, dass wegen des Einheitsdenkmals geschützte Fledermäuse umgesiedelt werden mussten.

    https://www.milla.de/uploads/s…r_das_Einheitsdenkmal.pdf


    Dort steht: "Richtig ist, dass das historische Gewölbe unterhalb des zukünftigen Denkmals nach 100 Jahren feucht, rissig und marode war, weswegen es ohnehin dringend saniert werden musste. Diese Arbeiten wurden, vollkommen unabhängig von der Planung des Denkmals vom BBR durchgeführt. Dabei sind die besagten Fledermäuse wegen des Baumlärms und –Lichtes eigenständig in den Plänterwald ausgewichen. Sie werden immer wieder mit dem Denkmal in Verbindung gebracht, weil aus unerfindlichen Gründen die nach den Umweltgesetzen erforderliche Ausgleichszahlung des BBR an den Umweltsenat des Landes in Höhe von 137.000€ zu den Kosten des Denkmals addiert wurden."

  • "Dabei sind die besagten Fledermäuse wegen des Baumlärms und –Lichtes eigenständig in den Plänterwald ausgewichen."

    Das gilt als Argument?? Vielleicht sollten die deutschen Straßenbauer mal mit dieser Logik kommen, wenn wieder irgendwo eine vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke herhalten muss, um ein Infrastrukturprojekt zu behindern. Das gäbe ein Geschrei!

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    Gutmensch = Gut gemeint, nicht zuende gedacht, schlecht gemacht

  • Vielleicht sollten die deutschen Straßenbauer mal mit dieser Logik kommen, wenn wieder irgendwo eine vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke herhalten muss, um ein Infrastrukturprojekt zu behindern. Das gäbe ein Geschrei!

    Welche Straße wurde denn konkret wegen der Gelbbauchunke oder einem sonstigen Vogel nicht gebaut? Das sind doch alles nur Verzögerungen... und mit der Fledermaus beim Bau der Wippe wird es (wenn überhaupt) genauso sein.


    Martintre Das Argument ist, dasses dort keine Fledermäuse mehr gibt.


    Ansonsten soll als Begründung für ein dauerhaftes Bauverbot ernsthaft ausreichen, dass dort einmal in der Vergangenheit Fledermäuse waren?

  • Das hier ist die Firma die, die Bodenmosaike eingelagert hat. Sie haben auf Ihrer Homepage auch Bilder von der Aktion.

    Das Mosaik war fast vollständig erhalten, z.T. in sehr gutem Zustand! Bei der Anzahl der Kisten muss es eine ganze Lagerhalle füllen.

    Ein ungeheuerliches Kultures Verbrechen seitens der Denkmalpflege so einer Kulturbarbarei zuzustimmen.

    Ich muss mich nochmal selbst zitieren. Ich habe die Firma gefunden, die die Bodenmosaike restauriert hat.


    Hier der Link


    Und ich habe dem Berliner Senat mit Bitte um Weiterleitung an die zuständigen Stellen, folgende Anfrage gesendet:


    • Wie ist der aktuelle Stand zur Umsiedlung der Fledermäuse die im Sockel des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals lebten?
    • Wie werden diese umgesiedelt? Welche Maßnahmen werden getroffen?
    • Wie ist die Umsiedlung der Fledermäuse insb. der Zwergfledermaus und Wasserfledermaus mit der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) vereinbar?
    • Verstößt die Umsiedlung der Zwergfledermaus und Wasserfledermaus gegen die Richtlinie 92/43/EWG?
    • Wie ist die Umsiedlung der Fledermäuse insb. der Zwergfledermaus und der Wasserfledermaus im Zusammenhang mit der Klage der Europäischen Kommission gegen Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof zu bewerten?
    • Erfüllt die Stadt Berlin, die festgelegten Erhaltungsziele der 92/43/EWG im Hinblick auf die Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen bezogen auf die Zwergfledermaus und Wasserfledermaus? Sind diese hinreichend quantifiziert und messbar?
    • Wurde der Denkmalschutz des Sockel des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals aufgehoben?
    • Wie ist die Errichtung des Freiheits- und Einheitsdenkmals mit dem Denkmalschutz des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals vereinbar?
    • Sollte es eine Denkmalrechtliche Erlaubnis zur Errichtung des Freiheits- und Einheitsdenkmals geben, kann man diese einsehen?
    • Wie ist die Entfernung der Bodenmosaike mit dem Denkmalschutz vereinbar?
  • Wie der Berliner Senat reagieren wird ist eigentlich doch klar.

    Falls es nicht sofort in den für solche Anfragen eingerichteten Spamordner rutscht, der einmal pro Monat automatisch geleert wird, wird einfach mit einem leichten Kopfschütteln auf die Löschtaste gedrückt und das war es dann. Kurz und schmerzlos wird bei denen so eine Anfrage behandelt.

  • Ach quatsch, die sind verpflichtet zu antworten. Daher wird es auf jedenfall eine Antwort geben. Die Frage ist, wann und wie.

    Auf jedenfall werden meine Fragen dort durch die Behörden wandern.

    Vielleicht macht es auch den ein oder anderen nervös. Sollte etwas brisantes dabei rumkommen wo man ggf. wieder ansetzen kann werde ich dies an die Presse und zum Nabu weiterleiten.


    Vertraut mir, ich mach sowas nicht zum ersten mal 😉


    Es ist zwar fast aussichtlos, aber immernoch besser als aufzugeben!

  • Ach quatsch, die sind verpflichtet zu antworten.

    Echt? Und die Pflicht ergibt sich aus welcher gesetzlichen Grundlage?


    Also inhaltlich bin ich ja z.T. auf deiner Linie. Nur eine Pflicht, jedem Bürger auf alle möglichen Fragen zu antworten gibt es doch nicht. Warum auch, solange keine subjektiven, individuellen Rechte betroffen sind.

    Wäre es anders, könnten in den Verwaltungen allein schon für Beantwortung solcher Fragen tausende Beamte mehr eingestellt bzw. durch den Arbeitsaufwand der Apparat stillgelegt werden.

    Allein schon für die Beantwortung deiner Fragen bräuchte es wohl mehrere Stunden und ganze juristische Abhandlungen.


    Eine Verpflichtung zur Auskunft hat der Senat jedoch gegenüber Parlamentariern des Abgeordnetenhauses bzw. einzelnen Fraktionen.

    Es wäre daher sinnvoll, wenn sich ein Abgeordneter auf Landesebene oder im Bezirk Mitte findet, der solche Fragen stellt. (Traurig und bezeichnend genug, wenn sich keiner finden lässt).


    Im Umweltrecht haben wohl auch Umweltverbände ein Klagerecht und damit ein Auskunftsrecht. Insofern wäre es sinnvoll, dies irgendeinem Verband (BUND o.ä.) zuzuleiten, dass die sich der Sache annehmen.


    Auch ohne Rechtsanspruch wäre zumindest die Chance höher, dass solche Schreiben Ernst genommen werden, wenn sie durch einen Verein erfolgen.

  • Im Umweltrecht haben wohl auch Umweltverbände ein Klagerecht und damit ein Auskunftsrecht. Insofern wäre es sinnvoll, dies irgendeinem Verband (BUND o.ä.) zuzuleiten, dass die sich der Sache annehmen.

    Mutmaßlich fehlt bei so einer Antwort die Kenntnis der tatsächlichen Aktionen von sir moc, der nicht nur negative Tendenzen bejammert und Wunschträume äußert.

    Größtenteils seiner direkten Kommunikation mit dem Naturschutzinstitutionen ist es zu verdanken, dass die Schritte zur Errichtung der Verschaukelungswippe mehr als ein Jahr verzögert wurden und daher tatsächlich jetzt noch eine theoretische Möglichkeit existiert, den endgültigen Bau zu vehindern. Einziger Fehler von sir moc: er hat es nicht selbstwerbend auf der aph-Website propagiert, was allerdings auch kontraproduktiv sein könnte. Daher, vielen Dank sir moc, machen Sie bitte weiter so!cclap:):applaus:

  • Mutmaßlich fehlt bei so einer Antwort die Kenntnis der tatsächlichen Aktionen von sir moc, der nicht nur negative Tendenzen bejammert und Wunschträume äußert.

    Größtenteils seiner direkten Kommunikation mit dem Naturschutzinstitutionen ist es zu verdanken...

    Ich kenne die "direkte Kommunikation von sir moc mit dem Naturschutzinstitutionen" tatsächlich nicht, woher auch?

    Und das ist natürlich toll, wenn er oder andere sich tatsächlich engagieren.


    Das ändert jedoch nichts daran, dass solche o.g. Briefe einzelner an die Verwaltung so nichts bringen...außer in dem Forum hier Likes zu bekommen.

    Die Verwaltung kann im Gegenteil fast schon davon ausgehen, dass solange sich keine "Naturschutzinstitution" selbst bei ihr meldet, soviel mit dem Schutz der Fledermäuse einschließlich dem Verstoß gegen EU-Normen nicht falschlaufen kann.

    Denn BUND, Greenpeace, WWF usw. nutzen auch sonst gern jede Möglichkeit sich medienwirksam zu Wort melden zu können (und das mein ich gar nicht negativ).


    Verzögern tut sich i.Ü. doch fast jedes Bauvorhaben in Berlin, ob mit oder ohne Protestschreiben.

  • Du hast recht, ob der Brief was bringt in Form von jetzt wird alles gut weis ich natürlich auch nicht. Aber ich hab viel Erfahrung mit Behörden da ich in mehreren gearbeitet habe. Daher bin ich mir ziemlich sicher das der Brief bei allen zuständigen Ämtern und Fachdiensten hin und her geschoben wird. Er wird auch auf jedenfall beantwortet werden Da bin ich mir zu 100% sicher. Da sich die Behörden untereinander manchmal auch nicht grün sind, wird dieser zumindest für Unruhe und Ärger sorgen. Im bestenfall kommt dann eine Antwort dabei raus, die ich dann an den Nabu (Fledermäuse) weiterleiten werde.

    Warum? Weil die eine starke Rechtsabteilung haben und über sehr viel Geld verfügen und eine erfolgreiche Fledermausverteidigung ein riesen PR Erfolg für die wäre.


    Fakt ist, Deutschland als ganzes wird verklagt weil Deutschland die Habitat Richtlinie nicht einhält. Die Fledermaus fällt unter diese Richtlinie. Der Berliner Senat ist links/grün. Vielleicht sagt sich dort jemand Moment mal, wir können so vor den Wahlen nicht weitermachen und stoppt den ganzen ****.


    Das ist unsere 0,1% Restchance 😊

  • Lächerlich. Glaubst Du das ernsthaft?

    Was ist daran lächerlich? Nur durch die Macht des Nabu war der Bund als Bauherr der Wippe ein Jahr lang zur Tatenlosigkeit gezwungen. Es gab in diesem Jahr durchaus noch die Chance, das Ding noch zu drehen. Leider gab es außer sirmoc zu wenig Leute, die initiativ tätig wurden. Ich beließ es aus Zeitnot bei Korrespondenz mit entsprechend gesinnten Journalisten.

    Haben Sie, lieber UrPotsdamer, mit Ihren Initiativen denn schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht?