Westliches Umfeld Berliner Schloss - Schlossfreiheit - ehem. Nationaldenkmal

  • Rückblickend bin ich froh, dass die damaligen Protagonisten des Wiederaufbaus des Schlosses eine überaus offene und langwierige Diskussion gewagt haben. Das gibt der Rekonstruktion eine starke zusätzliche Legitimation.


    Die Protagonisten der "Wippe vor dem Schlosstor" hingegen wissen ganz genau, warum sie eine derart offene (und auch ergebnisoffene) Diskussion gescheut haben.

    (...) Es genügt daher nicht, dass wir Demokratie nur dem Papier nach leben. Wenn wir uns damit zufrieden geben, dass die Demokratie formal richtig abläuft, obwohl sie von keinem demokratischen Geist erfüllt ist, haben wir schon verloren.

    Und genau deshalb dürfen wir nicht müde werden, den ausschließlich formal demokratischen Prozess hinter der Einheitswippe offen anzuprangern.


    Für eine echte Demokratie reicht es eben nicht, wenn die Mitglieder*innen :kopfschuetteln: eines Parlaments (Bund oder Land) eine persönliche Präferenz haben. Sie sollten letztlich doch das Volk repräsentieren.

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    Gutmensch = Gut gemeint, nicht zuende gedacht, schlecht gemacht

  • Das Zerstörungswerk wird in Augenschein genommen.



    Nordost-Rampe


    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Ich habe eine Frage wegen der Wippe.


    Gibt es nun ein Verfahren zum Ideenklau? Anscheinend nicht, sonst wuerde die Baustelle wohl nicht starten.

    Oder doch? Sind dies nur die Vorbereitungen zum Bau und der Bau selbst gestoppt?

    Dem Architekten wird doch vorgeworfen die Idee zu dieser Schale nicht selbst gehabt zu haben.

    Wie war das noch gleich?

  • Das sind wohl Ergänzungen für schadhafte alte Steine. Die Treppe scheint demnach nicht zu kommen.....

    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • Guten Morgen, nachdem ich nun schon knapp 3 Jahre hier mitlese, habe ich kürzlich anlässlich der "Krönung", endlich geschafft mich hier anzumelden. Nun folgt also mein erster sachdienlicher Post. :-)


    Seinsheim Die Ufermauer nach Abschluss der Bauarbeiten wieder herzustellen, war sicherlich Bestandteil der Ausschreibung. Die Errichtung der Treppe ist wiederum eine ( im wahrsten Sinne) andere Baustelle.

  • Die weißen Steine:

    Ich denke, daß das Steinmaterial zur Entstehungszeit der Ufermauer schon nicht so hell war.

    Da auch wohl nicht beabsichtigt ist, die Mauer tief zu reinigen - also so zu belassen - fallen die hellen Steine natürlich extrem auf.

    Bloß.... was hätte man anders machen können ?

    Und... kann man die hellen Steine irgendwie altern, also in der Farbe anpassen ?

  • Mal einen Blick auf die Wippenbaustelle - ohjeohe!!! Hieß es nicht es würden lediglich einige Betonpfeiler durch das Gewölbe gestossen. Jetzt sieht es aber nach großflächiger Abtragung eines größeren Gewölbebereichs aus. Das sollte von unabhängiger Seite fotografisch dokumentiert werden! Mantikor, oder andere Fotospezialisten, ... kommt ihr da nahe genug ran? Dann bitte die Bresche im Gewölbe aufnehmen.



    1_3.jpg

  • Schortschi, das ist nicht möglich, man soll wohl so wenig wie möglich davon sehen. Sieben Tiefbohrpfähle à 1,50 m Durchmesser mit bis zu 40 m Länge werden durch das Gewölbe getrieben werden. Ein sehr erheblicher Substanzverlust trotz Denkmalschutz (sh. auch hier), wie Du an dem Abraum in den folgenden Bildern erkennen kannst.

    Weiterer kritischer Bemerkungen enthalte ich mich im Hinblick auf die möglicherweise weiterhin aggressiven Milla-Seite oder gar der regierungskritikerfeindlichen [...] Moderationshinweis: Bitte andere Forums-Mitglieder nicht beleidigen.





    Der kleine grüne Kran der U-Bahnhofbaustelle ist der letzte solche; seit Beginn der Hochbauarbeiten ist seit gestern zum ersten Mal keine großer Kran mehr an der Baustelle.

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    (Immanuel Kant)

  • Ist schon interessant, dass sich ein Privatmann an die Denkmalschutzauflagen halten muss, aber die Politik es schafft den Denkmalschutz zu umgehen.

  • Die Pfahlgründung mit 150 cm Durchmesser sind mWn sog. Vollverdrängerpfähle. D.h. es wird nicht eine Hülse mit 150 cm eingebracht und ausgebohrt sondern der Pfahl eingedreht, d.h. zusätzlich zum Pfahldurchmesser wird nochmal etwa der gleiche Bereich drumrum zerstört.

    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Brutalität und Arroganz..... Insignien der Macht - ehemals und auch heute.


    Das Restfundament des Betondreieckes im Kupfergraben wird gerade zersägt. Ein Taucher fädelt die Seilsäge durch ein ausgewähltes Loch.



    Am 20.Mai hatte ich dem Grünflächenamt mitgeteilt, daß ein Pylon der Beetabgrenzung am Springbrunnen Schinkelplatz abgerostet im Beet liegt.

    Ich hatte den Pylon, nachdem ich die verbogenen Rohre einigermaßen gerichtet habe, provisorisch wieder aufgesetzt.




    Heute nun.... der Pylon ist zur Reparatur ausgebaut und - wie schön - die Umrandung neu gestrichen. Und das ohne Beschwerde.

    Allerdings hätte man die durch draufsetzen verbogenen Rohre auch noch richten können.





  • Apropos - das Ufergeländer am Kupfergraben.... wenn das erstmal auch neu gestrichen ist - herrlich.

  • Was für ein bedauernswerter Zustand der Bepflanzung. Da fehlt reichlich Dünger und Wasser! Und das in der Bundeshauptstadt. Nichts Neues. Trotzdem: "Schäm Dich, Berlin!"

    (... und schau wie's Deine Ahnen gemacht haben! :opa:)

  • Ich denke nicht mal, daß die heutigen Gärtner das nicht mehr drauf haben. Aber mit € 2,50 lässt sich eben nicht viel mehr machen.

    Ich glaube mich zu erinnern, gelesen zu haben, daß bspw. die Mittel zur Pflege des Tiergartens im Laufe der Jahre von 20 Mio auf 1 Mio zusammengestrichen wurden. Ebenso die Anzahl der hierfür zuständigen Mitarbeiter.

    Gleichzeitig rühmt sich der Herr regierende Bürgermeister:


    https://digital.zlb.de/viewer/…das_gruene_berlin2012.pdf

  • Na ja, zuerst machte Lauenstein seinen Kurzfilm 1989, als es noch gar keine Wiedervereinigung gegeben hatte. Einen Bezug zur deutschen Einheit kann ich nirgendwo erkennen. Zudem kann man dann jeden Film, in dem Ebenen schwanken (z.B. Schiffskatastrophenstreifen a la "Der Sturm", als Ideengeber nennen, wenn es etwas Kohle abzugreifen gibt. Auch z.B. die "Bayern-Wippe" könnte auch mal versuchen, 100.000 Euro zu bekommen. Ist Milla&Partner vielleicht auch bekannt gewesen. Ich selbst bin ja schon auf einem Jahrmarkt mitgefahren. Also, ich erkenne da nicht viel Bezug zum Einheitsdenkmal bei Lauenstein. Aber seht selbst:


  • Der Betonvorbau im Spreekanal ist jetzt bald beseitigt.


    Die Ufermauer ist bis auf den Übergang rechts (temporär?) wieder aufgebaut worden.


    Und nebenan gibt es nichts zu sehen, was nicht besser von oben aus der Ferne betrachtet werden kann.



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    (Immanuel Kant)

  • Die totale Zerstörung: geschätzte 30% des Gewölbes sind nun irreparabel zerstört. Von wegen minimal invasiv. Hätte man das nicht mit gering dimensionierten Bohrungen und dem Einbringen der Pfeiler durch diese Bohrungen lösen können. Dann wäre nach einem etwaigen Entfernen der Wippenschale in späterer Zeit eine Sanierung des Gewölbes ohne zu großem Aufwand möglich gewesen. Aber so!? Sieht aus wie Bombentrichter nach einem Angriff! :daumenunten::kopfschuetteln:


  • Bitte übertreibt mal nicht. Es handelt sich hier um kein unwiederbringliches Kunstwerk, sondern um ein technisches Bauwerk. Die Architektur ist seriell, wenn 30 % zerstört sind, sind 70 % noch existent und man kann das fehlende problemlos rekonstruieren. Zu guter Letzt sind diese Gewölbe völlig unsichtbar - keiner von Euch hat sie je gesehen oder wird sie je sehen, denn keiner von uns ist eine Fledermaus.

    Ich finde das Einheitsdenkmal auch medioker, und ich bedaure ebenfalls, dass die Mosaiken nicht zurückkehren. Aber wegen dieser historistischen Gewölbe jetzt so einen Aufstand zu machen, ist etwas unseriös.