Westliches Umfeld Berliner Schloss - Schlossfreiheit - ehem. Nationaldenkmal

  • Im Bereich Lustgarten ist nach diesem Plan keine Freitreppe geplant. Freitreppen gibt es am Kupfergraben Nähe Schloß/Denkmalssockel, Schloßplatz und Auswärtiges Amt! (rot eingezeichnet)


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    Axonometrie des Gesamtgebiets, cc Flussbad-Berlin e.V., realities:united, 2019

  • Die Infrastruktur, also Umkleide etc. wird gegenüber des Bodemuseums installiert, entlang der Ufermauer auf Wasserhöhe:


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    Axonometrie an der Monbijoubrücke mit Ansicht auf Wasserzugang und Infrastruktur gegenüber des Bodemuseums, cc Flussbad-Berlin e.V., realities:united, 2019


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    Schwimmbereich zwischen ESMT und Auswärtigem Amt, Blick auf die neue Wehranlage, den Filter (im Hintergrund) und Umkleiden am neu gestalteten Schlossplatz, Projektdarstellung 2019, cc Flussbad Berlin e.V., realities:united


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    Schwimmbereich an der Monbijoubrücke: hier die Option des permanenten Wasserzugangs an der Straße am Kupfergraben gegenüber des Bodemuseums, Projektdarstellung 2019, cc Flussbad Berlin e.V., realities:united

  • Hab eine bessere Idee: Baut Schloss Monbijou ausserlich wider auf und packt

    die Baeder und Tennisplaetze und was sonst noch in dem Park Monbijou alles

    steht da in dem Schloss hinein! Muss sowiso Saniert werden und die Entfernung

    zum Stadtschloss ist ein Schertz. Macht als Versoehnung ein Schloss fuer Kinder.

  • Und so soll's am Schloß aussehen. Siehe die Wippe ist NICHT dargestellt!!!


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    Wasserzugang über großzügige Freitreppe am Schlossplatz/ Humboldt Forum, Visualisierung cc Flussbad Berlin e.V., realities:united, 2016 (diese Treppe wird bis 2023 fertig gestellt)

  • Danke für die Aufklärung Schortschi. Damit sind doch jetzt einige Fragen beantwortet. Trotzdem finde ich die ganze Idee einfach nur durch und durch bescheuert. Es ist einfach unwürdig, im Herzen einer Hauptstadt, zu Füßen der wichtigsten Gebäude zu schwimmen und plantschen. Es ist kaum denkbar, dass dies in Paris zu Füßen des Louvre oder Notre Dame geschehen würde, ebenso wenig zu Füßen der Engelsburg in Rom, den Houses of Parlament in London oder der Gamla Stan in Stockholm. Und auch die Berliner Mitte ist kein großes Spaßbad wie der Wannsee, sondern eine Kulmination aus großartigen Bauwerken und Museen. Irgendwo hat doch auch alles seine Grenzen. :augenrollen:

  • Na ja, jetzt komm' Maecenas zu engstirnig mußt Du das jetzt auch nicht sehen. Dät paßt doch zu Berlin. Hat doch ooch'n Hauch von 20er Jahre. Kommt Leben in die Bude, sprich in den Kanal, der sonst nur stinkend vor sich hin dümpeln würde. Ich erinnere daran, daß es das schon mal gab mit viel mehr architektonischen Aufwand:


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    Die Vereinsleute, die das vorantreiben, sehen mir auch eher wie fitte Sportler aus. Also Spaßbad wird das keines. Dafür gibt's genügend Seen um Berlin. Und im Winter ist eh nix los. Wenn' s die Wippe verhindert soll's mir recht sein


    In Basel zu Füssen des altehrwürdigen Münsters ist das schon lange Tradition:

    https://www.google.de/search?q…oECA4QAw&biw=1314&bih=651

    Schaut mal was da los sein kann. Im Normalbetrieb läßt man sich einfach von der starken Strömung flußab treiben!

  • Hier werden Flußbadeanstalten als Denkmale beschrieben, mit Fotos:


    https://www.monumente-online.d…nstalten.php#.XmDj9qC_jIU


    Quote


    „Mehr Licht, Luft und Sonne“ lautete der Leitsatz der Lebensreformer. Im 21. Jahrhundert hat dieser Ansatz eine neue Dimension erhalten. Die Rückkehr an den Fluss als im wörtlichen Sinne „Lebensader“ wird nicht nur in groß angelegten Stadtplanungen verfolgt, sondern auch im Praktischen: Die Flussbadeanstalten erleben eine Renaissance. Chlorfrei, in die Natur eingebettet und ressourcenschonend entsprechen sie einer neuen Achtsamkeit gegenüber der Umwelt. Die Begeisterung zeigt sich an Neubau-Planungen, so wie in München, wo man sich an der Isar seit Jahren ein Flussbad herbeiwünscht. Hier würde wegen der starken Strömung – und wegen des kalten Wassers – eher die sportliche Variante entstehen. Die wenigen überlieferten historischen Schwimmbäder an Flüssen dagegen haben einen ganz besonderen Zauber inne – und immer mehr Bade-, Natur- und Denkmalfreunde verfallen ihrem Charme. Sie lassen sich im wörtlichen Sinne mitreißen für die Bewahrung eines Kulturguts mit Kultcharakter.

  • Meiner Meinung nach ist das die beste Idee, die es seit langem gab. Wie unfassbar schön muss es sein, vor dem Schloss oder dem Dom zu schwimmen. Das würde die Mitte Berlins zu einem lebendigen Ort für das gesamte Volk machen. Das, was der Ort sein soll, nämlich für alle offen, für alle Identifikation mit ihrer Stadt, das würde dadurch direkt körperlich erfahrbar. Und ich denke man muss sich keine Sorgen machen, dass überall Menschen in Badebekleidung umherlaufen würden. Das müsste man unterbinden.

    Ganz nebenbei würde die Spree erheblich gesäubert (dass sie oft ein sehr schmutziger Fluss ist, wurde ja schon angemerkt) und es würden an heißen Tagen (die ja deutlich mehr werden) mehr Menschen angelockt, die sich sonst eher nicht hier aufhalten würden (auch wegen der menschenfeindlichen Gestaltung der Schlossumgebung, die ja viel Betonfläche aufweisen wird). Meiner Meinung nach ein ganz ganz großer Gewinn für Berlin. Und wenn dann noch die Einheitswippe nicht kommen würde, das wäre ein Traum.

  • Ich kann einem Badebetrieb im Kupfergraben beim Schloss, dem Dom und den Museen absolut nichts abgewinnen!


    Ein Zugang als breite Treppe zwischen der Schlossbrücke und dem Denkmalsockel entwertet einen der schönsten Blicke auf das Schloss nachhaltig. SchortschiBähr ich bin entsetzt! Der Zusammenhang der symmetrischen Fassade mit dem Eosanderportal, der Kuppel darüber, den Flügeln des Schlosses und der Mauer zum Kupfergraben samt mittig angelegtem Denkmalsockel wäre durch eine breite Treppe zerstört. Die Westfassade braucht die Senkrechte der Mauer zum Wasser, die Schräge einer asymmetrisch zur Schlossfassade angelegte Treppe brächte Unruhe und Disharmonie. Ästhetisch möglich wäre vor einer barocken Fassade nur eine zu ihr symmetrische Treppenanlage. Die ist aber an dieser Stelle nicht möglich. Und wer würde sich vor dem Eosanderportal ein Freibad wünschen!


    Das Freibad des 19. Jhdt. im Kupfergraben war eine in sich durch Bretterwände und Bretterbauten geschlossene Badeanstalt, kein wirkliches Flussbad in einem freien Gewässer. Zudem bestand hier noch als Blickschranke zum Schloss die Bebauung der Schlossfreiheit, mit deren Ende auch sein Ende kam.


    Mit Basel, Zürich, Lübeck, Bamberg, Ulm und anderen Bädern in altstadtnahen Gewässern hat das Baden im Kupfergraben weiß Gott nichts gemein. Mit Rhein, Limmat, Donau und Wakenitz kann dieser schmale Kanal zwischen zwei Mauern nicht verglichen werden: die Breite des Rheins und der anderen Flüsse, die Entfernungen zu Baudenkmalen, die naturnahe Umgebung wie auch in Bamberg das hat alles ganz andere Dimensionen als hier ein Baden zwischen Verkehr und Kulturdenkmalen, die durch zusätzlichen Lärm und Hektik noch mehr entwertet würden, als es bereits durch den Verkehr geschieht - andere haben es hier ja schon überzeugend dargestellt.


    Dass das Baden im Kupfergraben die Wippe verhindert, glaube ich nie und nimmer. Wer hier ein Bad plant, plant wie mit so Vielem die Schädigung des Schlosses, und die Anhänger der Wippe rechne ich fast alle dazu.

    Alles prüfe der Mensch, sagen die Himmlischen,

    Daß er, kräftig genährt, danken für Alles lern‘,

    Und verstehe die Freiheit,


    Aufzubrechen, wohin er will.


    Hölderlin

  • Zu Grimminger: Ich denke nicht, dass man beim Schwimmen im Kupfergraben vom Dom, von den Museen oder vom Schloss überhaupt viel sehen kann. Ich muss diese Gebäude nicht schwimmend erleben.

    Alles prüfe der Mensch, sagen die Himmlischen,

    Daß er, kräftig genährt, danken für Alles lern‘,

    Und verstehe die Freiheit,


    Aufzubrechen, wohin er will.


    Hölderlin

  • Wer im Freien schwimmen möchte, dem bieten sich in Berlin die Havel mit ihren Buchten und der Unterlauf der Spree mit den Müggelseen, die Dahme und einige Seen an, die alle über ständig überprüfte Wasserqualität verfügen. Dazu braucht es nicht diese Schnapsidee!


    Ich glaube hier geht es um Fördermittel, also Steuergelder, die man abgreifen möchte.


    Bei einem Diskussionsabend mit Bürgerbeteiligung in der Karl-Liebknecht-Straße wurden mir bezüglich diese Themas keine Antworten auf meine Fragen gegeben, nur Abwiegelung aller vielseits vorgetragener Bedenken.

  • an dieser Stelle ist ein Flussbad sehr gewagt, ich Stelle mir gerade leicht bekleidete Mädels vor und dann dazu eine Gruppe Muslima die ins Museum wollen, das geht nicht gut. Lieber sollten Flussbadeanstalten an anderen Orten in Berlin entstehen.

    1905 gab es 15 Flussbadeanstalten in Berlin. Von 1927 bis 1950 wurde die größte neben dem Kraftwerk Rummelsburg betrieben ( hier gibt es noch die Straße " Zur alten Flussbadeanstalt " ). Es gab 3 Schwimmbecken , davon 1 Warmwasserbecken. Das Kühlwasser des Kraftwerkes sorgte für eine Temperatur von 30 Grad. So konnte man schon im zeitigen Frühjahr oder im Spätherbst baden. Zu Spitzenzeiten besuchten 10 000

    Badegäste das Bad. Die Fläche des Bades hatte eine Größe von 26 000 Quadratmeter, auch ein großer Sandstrand war vorhanden.


    Flussbadeanstalt Lichtenberg- Rummelsburg





  • Vom Schloß bis nach Klingenberg ist aber schon ne ganz schöne Ecke hin - seine Majestät wäre sicher nicht angetan gewesen, dieses Kraftwerk nebst Volksbad in seiner unmittelbaren Umgebung zu wissen :biggrin:

    Oberst, Musiker und Klavierbauer

    Hat sich für den Verein den Arsch aufgerissen!

  • SchortschiBähr

    Danke für die Hintergrundinfos zum Flussbadprojekt! Wenn die Freitreppe am Lustgarten vom Tisch ist, dann fällt mir schon ein Stein vom Herzen. Die Uanantastbarkeit der Ufermauer an der Museumsinsel (im engeren Sinne) ist für mich der wichtigste Punkt.


    Das Flussbad hat aber mit dem Freiheitsdenkmal nichts zu tun. Für das Denkmal ist der Bund zuständig, das Flussbad ist eine Berliner Angelegenheit. Der Flussbad e.V. hat das Copyright für den Denkmalsentwurf nicht. Deshalb ist das Denkmal auf der Visualisierung nicht dargestellt. Für die Planung des Flussbades ist es völlig unerheblich, was auf dem alten Denkmalssockel steht. In der Realität wird man erst das Denkmal bauen und später gegebenenfalls das Flussbad verwirklichen. Das Denkmalprojekt ist in der Planung weiter fortgeschritten und hat Priorität. So liegen die Dinge.


    Das Flussbadprojekt ist ein Antiprojekt. Es ist gegen die traditionelle Hochkultur gerichtet. Das Freiheitsdenkmal ist dagegen als Denkmal Teil der Hochkultur, ein mit großem Aufwand gebautes zeichenhaftes Werk. Auch wenn es vielen nicht gefällt und vielleicht wirklich nicht gut ist. Je länger die Ereignisse von 1989/90 her sind, desto wichtiger erscheint es mir, ein solches Denkmal in der Mitte Berlins zu haben. Eine große Schale, die sich leicht bewegt. Und auf ihr stehen die Sätze: "Wir sind das Volk! Wir sind ein Volk!" Das sind wichtige Sätze. Sie geraten zunehmend in Vergessenheit. Im Humboldt Forum geht es um die Völker der Welt. Was macht ein Volk aus? Wann sind wir ein Volk? Wer ist das Volk? Wichtige Fragen, über die man gerade im und vor dem Humboldt Forum nachdenken sollte.


    Das alte Nationaldenkmal ehrte den Kaiser als Garanten der deutschen Einheit. Und nun ist es das Volk selbst, das die Einheit herbeigeführt hat und sie garantiert. Und auf dem alten Sockel steht das neue Nationaldenkmal von unten. Also ganz so schlecht, wie es von vielen dargestellt wird, ist das Denkmalsprojekt nicht.

  • Lustigerweise gibt es schon ein Freibad ein paar hundert Meter weiter.

    Das Freibad im Park Monbijou!


    Die spinnen, die Roemer!

  • Fassen wir zusammen:


    Berlin Stadt hat kein Geld fuer die "Umfeldgestaltung".

    Berlin hat auch kein Geld fuer die Sanierung des Freibades im Park Monbijou.

    Dies muss saniert werden, ausserdem ist es zu klein geworden, daher als "Kinderbad" betitelt.

    Fuer das Bad und den Tennisplatz usw. fehlt das Geld. Die Anlage kann nur im Sommer bespielt werden,

    das es an gebauten Raeumlichkeiten fehlt.


    Die Berliner loesung: Machen ein Freibad im Fluss.

    Problem hierbei ist das die Spree ein CO2 neutrale Autobahn ist.

    Loesung Berlins: Wir sperren eine Seite der Insel.

    Naehchtes Problem: Wasserqualitaet, Loesung Berlins: Mit viel Geld wird der Arm

    flacher geschuetet, Sumpf wird angelegt mit Sumpfpflanzen und die Leute

    springen dazwischen hinein! Ach wie toll! 100 weitere Probleme wie die Umkleide,

    Toiletten und Wellenschlag der Schiffe oder die Boots-Liefereingaenge der Museen lassen wir mal

    links liegen.

    Alles kostet einen haufen Geld und die fertige Kaimauer reissen wir auch mal schnell weg.

    Die neue U-bahn drunter wird sicherlich auch kein Problem machen! Man kan ja alles mit

    anderer Leute Geld machen. Gegen die vieleicht auftretenden Muecken koennte man auch die

    Fledermaeuse wider ansiedeln! Kostet ja nur etwas Geld!

    Jetzt weiss ich aber wenigstens, warum Berlin kein Geld fuers Humbold-forum hat!

    Ja, man braucht das Geld dringend fuers anpflanzen von Schilf!

    Man investiert im neuen Morast der Hauptstadt, in die Zukunft, sozusagen!


    Spass beiseite: Was pasiert dann mit den Freibad Monbijou?

    Muss ja immernoch saniert werden und ist nicht Winterfest;

    Ich pediere fuer einen Teilaufbau des Schlosses Monbijou!

    Vieleicht einen Fluegel als Bad, einen fuer die Sauna, einen fuers Tennisspielen?

    Felsenklettern? Mit Eintritt natuerlich!

    Man braucht ja nicht alles wider aufbauen. Die Steinhuette das Hombold-forums

    ist auch noch da mit gerade geschuhlten Personal. Das wuerde viel Geld sparen!


    Hier der Grundriss vom Schloss Monbijou:

    zeichnungmonbi.gif

    quelle etielle.de des Foerdervereins.



    Ich weiss, dass diese Forderung Unsinn ist, will aber auf die Doppelmoral hinweisen!

  • Ich habe mal ein Bild von 1903 mit 13,4 MByte vergrößert und da kann man sehen, dass da nichts drauf stand. Vielleicht war da mal was geplant, aber nie ausgeführt. Hier ein Ausschnitt:


    Nationaldenkmal

  • Es war sowohl in barocker, als auch in neo-barocker Architektur verbreitet, Schmucktafeln unbeschriftet zu lassen.

    Besonders in wilhelministischer Architektur ab 1895 war dies ein beliebtes Stilmittel.