Nördliches Umfeld Berliner Schloss - Schlossterrassen - Lustgarten

  • Bis die Adlersäule und die Rossbändiger kommen,wird noch eine Endlosdiskussion mit der Gegnerschaft zu führen sein.

  • Bilderreihe 138 ist märchenhaft schön....im Schee. Apotheke und Rossbändiger fügen ungeheuer viel Reiz hinzu der Umgebung. Weil es quer steht auf der lange Schlossfassade und schönes Steildach hat gibt es eine intime platzartige Atmosphere. Die Rekonstruktion der Apotheke und vielen Bäume halte ich für äusserst erwünscht. Nun ist das Schloss Umfeld noch ziemlich leer.

  • Diese neuen Einfassungen sind einfach zu aalglatt; dafür kommunizieren sie besser mit der ach so herrlichen Ostfassade. Das ganze Areal ist und bleibt ein Gemischtwarenladen verschiedener Stilrichtungen (Wippe, Ostfassade, gepflasterte kahle Steinwüste, Beleuchtungsstelen, Terrassengestaltung), in dem auch Rossebändiger und Adlersäule nur noch bedingt etwas retten könnten.

  • Das stimmt leider. Ziemlich verlüschert das Ganze und da wird man zukünftig sicherlich daraufkommen, dass man da etwas viel Passenderes hätte machen können. Die Zeiten werden sich ja auch in Berlin hoffentlich einmal zum Besseren hin verändern. Vorlagen, wie es rchtig gemacht worden wäre gibt es ja zum Glück genug!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Man könnte fast auf die Idee kommen, dass versucht wurde die Barockfassade deplaziert wirken zu lassen in dieser ganzen modern getrimmten Umgebung. Ich hielt die Terrassenbrüstungen eigentlich für zur Architektur gehörig, denn sie waren stimmtig zum Dachabschluss des Schlosses. So hat sich das Schloss mit den umgebenden Flächen verbunden und stand nicht da wie ein freigeschnittenes Museumsobjekt.

  • Aus eigener Anschauung muss ich sagen, dass die Umgeldgestaltung auf der Lustgartenseite die einzige ist, die was taugt. Auch wenn das moderne Material der Umfassungen nicht optimal ist. Fehlen halt insbesondere noch die Rossebändiger.

  • Die Einfassung der nordwestlichen Pflanzbeete mit Granitmauern macht Fortschritte, auch einige frische Pflanzen wurden schon angeliefert. Ohne die Rossebändiger und die Adlersäule wird es der Lustgartenseite dennoch ein wenig an historischer Tiefe fehlen, das ist jetzt schon abzusehen. Dabei wäre es mit ein wenig gutem Willen einiger Akteure nicht schwer, diese schönen Kunstwerke des 19. Jahrhunderts wieder annähernd an ihren originalen Standorten aufzustellen. Die Rossebändiger sind im Original erhalten und wurden in der Nachkriegszeit in den Kleistpark verbracht. Von der Adlersäule ist das Kapitell erhalten, die bekrönende Adlerfigur des französischen Bildhauers Christophe Fratin müsste nachgebildet werden. Wikipedia schreibt: "Nachdem die Adlersäule den 2. Weltkrieg ohne Schäden überstanden hat, wurde sie bei der Sprengung des Schlosses 1950 zerstört. Erhalten blieb nur ihr Kapitell, das im Hof des Pergamonmuseums ausgestellt ist. Der letzte Schlossbaumeister Albert Geyer bezeichnete die Adlersäule als 'glücklichen Abschluss' der Lustgartenterrasse."



    Wikipedia: Von Autor unbekannt - Vintage postcards private collection, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36807974









    Blick zu den bereits fertiggestellten, nordöstlichen Terrassenbeeten:


    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir

  • Es ist schon mal gut das etwas grün Lustgartenseitig angelegt wurde.Aber gestalterisch passt es andererseits auch nicht gerade zur Barockfassade.Für eine Aufstellung der Rossbändiger und Adlersäule ist diese moderne Grünanlage jedenfalls (bewusst?) nicht ausgerichtet.

  • Ist das mittlerweile Berliner Standard eine solche Überwachungsmaschinerie? Ich sehe pro Laterne drei Kameras plus eine frei verschwenkbare. Muss ja sehr wertvoll sein, was da gepflanzt wird. Oder beherbergt das Museum eine Goldmünze? huh:)

  • Ist das mittlerweile Berliner Standard eine solche Überwachungsmaschinerie? Ich sehe pro Laterne drei Kameras plus eine frei verschwenkbare. Muss ja sehr wertvoll sein, was da gepflanzt wird. Oder beherbergt das Museum eine Goldmünze?

    Ich denke es geht mehr um den Schutz der Fassade und von Veranstaltungen.

    Bei Graffiti-Schmierereien z.B. käme ansonsten wohl schnell der Vorwurf, warum keine Kameras installiert wurden.

  • Ich denke es geht mehr um den Schutz der Fassade und von Veranstaltungen.

    Bei Graffiti-Schmierereien z.B. käme ansonsten wohl schnell der Vorwurf, warum keine Kameras installiert wurden.

    Klar wird die Schutzwirkung stets hervorgehoben, das macht China auch. Da stellt sich mir immer die Frage der Verhältnismäßigkeit. Würde es sich hier um einen bekannten Kriminalitätshotspot handeln, keine Frage, Kameras super. Veranstaltungen: Ja, sicher, paar Träger aufstellen und temporär Kameratechnik installieren. Das wäre alles mit einer Sachgrundlage. Aber mit welchem guten Grund rechtfertigt man dieses BND-Gelände Schutzniveau?

  • Traurig genug, dass die Kameras überhaupt nötig sind... Hätten die Menschen Respekt vor dem Eigentum anderer und sei es Öffentliches, wären die Kameras nicht nötig...

  • Ich kann mich gut erinnern, dass in diesem Forum (oder sogar in diesem Strang? Bin zu faul zu suchen) geunkt wurde, ohne Sicherheitskameras seien die rekonstruierten Schlossfassaden sicher bald beschmiert. Jetzt ist es natürlich auch wieder nicht recht...

  • Gehört zwar nicht direkt zum Thema Schloss, aber ich kann die deutsche Angst vor Kameraüberwachung nicht nachvollziehen.


    Wer keinen Mist baut, hat nichts zu befürchten. Und wenn die Leute einmal selber von Kriminalität betroffen sind, wünschen sie sich plötzlich eine schnelle Aufklärung der Tat, auch gerne mittels Videomaterial.


    In anderen Ländern ist die flächendeckende Videoüberwachung ganz normal. Beispielsweise in Bangkok, Thailand. Aber deutsche Touristen lassen sich im Urlaub nicht davon abschrecken. Nur innerhalb Deutschlands wird dann immer vom Überwachungsstaat und Datenschutz geschwafelt.


    Ich bin ganz klar dafür. Denn diese Kameras wirken nicht nur abschreckend auf die Täter. Deren Bewegung und Fluchtwege lassen sich so sehr gut durch die ganze Stadt nachvollziehen.

  • Wer keinen Mist baut, hat nichts zu befürchten.

    Tut mir leid, aber das ist reichlich naiv. Chinas rückwirkende Verfolgung von neu eingeführten Regelungen beweist bereits, dass Überwachungstechnik höchst fragwürdig ist. Wer jetzt ankommt damit, dass hier aber eine Demokratie darüber wacht und technisch noch nicht derart involviert: Das ist ja jetzt nicht in Stein gemeißelt, weshalb es in Deutschland auch zurecht Bedenken gibt, dem Staat ,,zuviele" Daten an die Hand zu geben. Es wäre heute schon möglich eine Person mit Aufnahmen aus dem öffentlichen Raum (z.B. im Zug) über soziale Netzwerke zu zerstören, jeder gibt sich auch in der Öffentlichkeit mal unvorteilhaft ohne dass es normalerweise dokumentiert würde. Es ist auch gesellschaftlich eine Bankrotterklärung, wenn ich Bürger nur noch mit Kameras davon abhalten kann ein Schloss mit Graffitis zu beschmieren. Wenn es soweit ist, dann muss ich auch im Laden in jede Regalreihe eine Kamera setzen, um Diebstahl zu verhindern. Oder wir brauchen auch in der U- und S-Bahn diese Türen, wo man nur mit Fahrschein zum Bahnsteig kommt. Soll der Staat einen noch mehr an die Hand nehmen, und wo es nicht so ist kann ich die Sau raus lassen? Da ist dann wohl was in den Köpfen falsch, wo man eher mal ansetzen sollte.

    Von diesen Aspekten mal abgesehen, sind die Häufung an Kameras hier an dieser Stelle auch teurer Schnickschnack. Wenn man die Überwachung will, hätte eine gute Kamera den ganzen Platz überblicken können. Oder sind die Kameras bewusst so platziert, um nur den Eindruck von Präsenz zu erwecken? Kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass da einer hockt und 50 Fassadenkameras des Schlosses ständig anschaut. Wenn die Täter sich vermummen, dann hilft nur ein sofortiges Aufgreifen, da helfen schöne Bilder von der Tat sonst gar nichts.

  • Hm ... Ich denke, wir überschätzen hier möglicherweise ein bisschen die Bedeutung, die die Verantwortlichen vor Ort, dem Wert unserer geliebten Schlossfassaden zubilligen. Ich kann's nicht beschwören, vermute aber, dass diese Fort-Knox-würdige Überwachung weniger zum Graffiti-Schutz als viel mehr zum Schutz der Ausstellungsstücke IM Gebäude aufgestellt wurde .... Schließlich sind das Objekte von z. T. unschätzbarem Wert - und ggf. will man v.a. vermeiden, dass da ähnliches wie in Dresden passiert ... oder wie nicht weit weg mit der ehemals größten Goldmünze der Welt, die dort entwendet und wenig später eingeschmolzen wurde - auch weil dort vermutlich zu wenig Kameras aufgestellt waren ...

  • Im DAF-Forum gibt es eine neue Bilderserie zum aktuellen Stand der Bauarbeiten im Bereich vor der Lustgartenfassade. Die nun neu dazu gekommen Birken sind deutlich höher als ihre vor zwei Jahren gepflanzten "Kollegen". Die neuen Birken reichen bereits teilweise an die Fenster im 1. OG heran. Was soll das? Warum setzt man so große und schnellwachsende Bäume direkt vor die Schlossfassade, während vor die öde Ostfassade nur eine einzige mickrige Weide gepflanzt wurde?? :kopfschuetteln:

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • So sah es dort gestern aus:



    Die dort lagernden Bäume sehen durchaus ziemlich groß und kräftig aus. Wie das Ganze schlussendlich vor der ja auch beachtlich hohen Fassaden wirken wird, bleibt abzuwarten. Grundsätzlich gibt es im direkten Umfeld des Schlosses ja eher zu wenig Grün.




    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir