Die Energie- und Klimawende in der Stadt

  • Es ist wie in der Natur: was nicht wächst, das stirbt. Das mag in manchen Bereichen sinnvoll sein, in der Gesamtbilanz ist es aber nicht wünschenswert.

    Während wir heute noch über "Überbevölkerung" sinnieren, werden die kommenden Generationen das gegenteilige Problem haben. Mit einem drohenden völligen Bevölkerungskollaps, angesichts der Geburtenraten in jedem halbwegs entwickelten Land. Selbst in China geht das ja schon massiv los.

    Hier ist das Ganze mal anhand eines Vierphasenmodells erklärt:

  • eine dicht bebaute Stadt vor Zersiedlung und damit vor ineffizienter und ökologisch nachteiliger Flächenversiegelung im Umland bewahren kann

    Schrumpfung ist nicht erwünscht. Siedlingsbrei ist nicht erwünscht. Die Lösung lautet demnach Stapelung, damit draußen das Sumpfbiotop unangetastet bleibt. Ein Blick in die Idealstadt von morgen (?):


  • Ach wirklich? Verzicht ist unredlich?

    Leider nicht ganz verstanden: ich finde es unredlich, von anderen Verzicht zu fordern, wenn Diese politische Forderungen stellen. Das Unredliche kommt nämlich daher, dass es häufig von jenen kommt, die überhaupt nicht verzichten wollen bzw. das nicht von den Jüngsten unserer Gesellschaft und so die Debatte über einen gesellschaftliches Umsteuern ersticken wollen mit der Forderung, erstmal sollen die anderen in Vorleistung gehen. Dazu kommt ständige Delegitimierung der Protestierenden entweder darüber, dass es heißt, das sind doch nur Kinder (instrumentalisiert?!), oder man kreidet ihnen zu wenig Eigenleistung an (was im Prinzip das Gegenteil ist von erstem Anwurf), oder man kreidet ihnen an zu sehr sich dafür einzusetzen (,,die sollen lieber ihre Schule machen") oder unterstellt ihnen mangelndes Interesse an der Sache (wiederum genau gegenteilige Vorwürfe). Da fehlt völlig ein inhaltliches Entgegensetzen, z.B. könnte man sehr kritisch reagieren auf Forderungen schon bis 2035 klimaneutral zu werden. Das wäre ernste auseinandersetzende Kritik an Forderungen von FFF, etc. und würde bedeuten, dass man tatsächlich aushandeln müsste, was und vor allem wie machbar ist. Wie gesagt wird das aber am liebsten erstickt.

    ...waren schon zu meiner Zeit: Schule schwänzen (habe ich selbst manchmal gemacht), sich wichtig machen, sich in der Gruppe möglichst nicht isolieren, ergo mitlaufen (habe ich schon damals nie gemacht), sich - ohne es zu raffen - vor den Karren von erwachsenen Lenkern spannen zu lassen. Damals ging die Krakeelerei gegen die Nato-Nachrüstung, das Waldsterben, die Startbahn West usw.

    Wer glaubt, Greta Thunberg sei authentisch, der glaubt das auch von der RTL-Dokumentarfilmerin Vera Int-Veen.

    Du unterschätzst die digitale Revolution, die seitdem stattgefunden hat. Heutige Kinder sind enorm informiert, können vielleicht noch nicht alles überblicken, aber sie verstehen grundlegende Probleme. Und reagieren mit einer unbefangeneren Herangehensweise eines jungen Menschen, den es nicht interessiert, was auf Kapitalseite passiert. Das ist durchaus wertvoll, um den eigenen Blick zu verbessern. Nehme ich z.B. einen Missstand nur in Kauf, weil ich davon selbst profitiere? Halte ich an Dingen fest, weil sie für mich normal sind? Ich glaube die Politik hat sich genau diese Fragen erst seit den Protesten gestellt und ist immer noch im Prozess. Im Prinzip schreibt Heinzer genau davon, wenn er sich wundert, warum selbst Fehlentwicklungen im Stadtbild verteidigt werden.


    Wikos Fand ich sehr treffend, was Du geschrieben hast, diese Moralschiene kostet viele Sympathiepunkte. Ich vermute, dass diese auch deswegen so stark bedient wird, weil sie das Belohnungssystem antriggert, was Verzicht ja eben normalerweise nicht tut. Jeder will etwas richtig machen. Man schaue sich nur mal den ganzen Mist an, der auf Lebensmittelverpackungen gedruckt wird. Alles voll von glücklichen Tieren und wertvollen natürlichen Zutaten.

  • "Majorhantines", Du hast vermutlich richtig verstanden, dass ich den FFF-Kids die Redlichkeit abspreche. Zugleich mache ich es ihnen nicht zum Vorwurf, weil sie großenteils Mitläufer und Verführte/Schreitruppe sind für dahinter stehende Interessen, die sie nicht überblicken. Ein (anderer) Bekannter von mir sagte zu seiner Tochter ganz am Anfang von FFF: "Du willst das Klima retten? Gut, dann fangen wir an. Wir schaffen die Smartphones ab. Zur Schule bringe ich Dich nicht mehr mit dem Auto, stattdessen nutzt Du den Bus. Und in Urlaub fahren wir die nächsten Jahre nicht mehr." Danach hatte sich das Thema "Klimaschutz" für seine Tochter sofort erledigt. Es ist eben die politische Instrumentalisierung von Kindern.


    Das Unredliche kommt nämlich daher, dass es häufig von jenen kommt, die überhaupt nicht verzichten wollen

    Erstens muss ich nicht freiwillig auf etwas verzichten, auf das ich nicht verzichten will. Gutes Beispiel, das ich gerne nenne: "Du willst mehr bunte Menschen hier haben, dann nehme welche bei Dir auf, verköstige sie und bürge für sie. Du willst aber gar nicht soviel dafür zahlen, sondern das sollen vor allem andere machen. Du verlangst somit von mir, dass ich diese mitbezahle, obwohl ich sie gar nicht will."

    Zweitens bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mehr Verzicht übe, als die FFF-Kids und deren familiärer Finanz-Hintergrund. Bei mir stellen enge Freunde umgehend fest, wenn ich mir mal etwas neues zum Anziehen gekauft habe. "War das erste mal nach drei Jahren mal wieder bei H&M. Die alten Sachen sind ja noch gut", antworte ich etwas verschämt. In der Zeit haben die FFFler und ihre Familien schon dreimal die komplette Markenklamotten-Garderobe gewechselt. Ich putze noch meine Wohnung alleine (auch wenn ich bei bestimmten Details mal Hilfe gebrauchen könnte), während sich die mir bekannten Eltern jener Kids, die Wohnung von Putzfrauen säubern lassen. Und die Kids nicht in der Lage sind, mal ihr Zimmer selbständig aufzuräumen. Ich bin es nicht, der ständig Fernreisen unternimmt, während die Kinder anderer, die ich kenne, ständig im Ausland sind - Sprachurlaub in England oder den USA, Auslandssemester in Fernost usw. Gerade aus "Grünen"-Wähler-Haushalten. Ich fahre einen 20 Jahre alten Kleinwagen, andere einen SUV. Jene aber sind es, im Gegensatz zu mir, denen es finanziell nichts ausmacht, wenn der Benzinpreis auf 2,50 Euro steigt oder der Zwang zum Elektroauto kommt, weil sie ausreichend verdienen. Ich kaufe meist bei Aldi oder Lidl, die kaufen bei Alnatura, schütteln den Kopf über meine Billig-Cola und kommen sich groß dabei vor. Also solle man mir nicht Verzicht kommen. Diese Bringschuld haben die Kids, die heute auf der Straße krakeelen. Und die Eltern, die nicht mit ihnen kritisch reden. Wenn ich noch lebe, gucke ich mir mal an, wie die in 20 Jahren leben und wieviel sie noch von Verzicht hören wollen.

  • Niemand will verzichten. Schon gar nicht die Emporkömmlinge, die sich den Zugang zu Wohlstand teils sehr hart erarbeitet haben.


    Drum wird mit Askese auch kein Blumentopf zu gewinnen sein. Eher mit Substituten und Alternativen. In der Metropole kann das zB heißen: Carpool/Carsharing statt eigenes Auto. Ist mittlerweile auch bei wirklich wohlhabenden Menschen akzeptiert. Und in vielen Fällen auch deutlich praktischer.

  • Das hatte ich mir schon beim Schreiben gedacht, dass ich das mit dem Verzicht zu schlampig formuliert habe. Es geht um Verzicht auf schmutzige Technologie, nicht um Verzicht auf Lebensqualität. Deshalb finde ich es so falsch, den Kindern dann ihre Smartphones wegzunehmen, das zeugt außerdem von totalem Unverständnis über die Lebensrealität junger Menschen heute. Der Verzicht auf schmutzige Technik bedeutet aber, dass es nur über einen gemeinschaftlichen Umstieg gelingt, ich als Einzelperson werde auch nicht durch einen Verzicht auf so ein Gerät die Branche dazu bewegen energiesparender zu arbeiten. Für reine Symbolik ist wohl jedem seine begrenzte Lebenszeit zu schade. Sprich die Forderung auf Verzicht für Umweltschützer, und da wiederhole ich mich, führt in die Irre.


    Heimdall Ich hoffe das konkretisiert meine Aussage. Dass es Menschen gibt, die nicht auf schmutzige Technologie verzichten wollen ist verständlich, z.B. bei E-Autos ist das mit viel Umgewöhnung verbunden und hohen Einstiegskosten. Das sollte aber doch nicht dazu führen, dass man sagt, gut, wir haben einige Leute, die das nicht mittragen wollen, also sollte die Gesellschaft als Ganzes drauf verzichten, sonst zwingen wir ja viele Menschen dazu etwas zu unterstützen, was sie gar nicht wollen. Das wäre die passende Analogie zu Deinem Migrationsbeispiel. Du verlangst quasi unbehelligt von der Verkehrswende zu bleiben und dass die Umweltschützer alle CO2 Einsparungen mal zunächst tragen sollen, weil die ja diesen Wandel wollen. (als Beispiel, ich weiß nicht, ob Du gegen die Verkehrswende bist)

    Zum zweiten Punkt, den finde ich sehr treffend: Natürlich sollten Umweltschützer nicht schmutziger auftreten als andere, die sich gar keinen Kopf unbedingt ums Klima machen bei ihren Konsumentscheidungen. Das zeigt ansonsten schon eine gewisse Unredlichkeit. Aber das ist genau der Reibungspunkt zwischen uns beiden: Du verlangst von den Umweltschützern drastisch mehr umweltschonenden Lebensstil, während ich sage, dass deren Lebensstil auch gleich sein kann wie bei anderen Mitmenschen, da es um einen globalen Umbau und keine persönliche Symboltraberei geht. Das war übrigens von Anfang an die Strategie der schmutzigsten Unternehmen: Erdölkonzerne haben z.B. den CO2 Fußabdruck entwickelt, Unternehmen mit viel Verpackungsmüll haben Werbungen geschaltet, um hinzuweisen, dass ihre Kunden verantwortlich sind, das Müllproblem anzugehen. Man sieht: stets der Versuch dem Individuum die Verantwortung zuzuschieben. Ich kann aber auch nicht selbst mit einem Verein z.B. Coca Cola stoppen Milliarden Flaschen in die Welt zu pusten. Taktik. Taktik, um die Politik von einer Regulierung der emitierenden Unternehmen abzubringen, weil die ,,ja nur die Nachfrage erfüllen". Es gibt aber keine Nachfrage auf nicht wiederverwertbaren Müll, der die Umwelt belastet. D.h. ja, es gibt Nachfrage auf das Produkt und eventuell die Eigenschaft Convenience, aber nicht wie diese Nachfrage bedient wird, ob sie zwingend umweltschädlich bedient werden muss. Die Unternehmen haben sich für einen umweltschädlichen Weg entschieden. Und das konnten sie nur, weil die Politik keine Rahmenbedingungen setzt, die Umweltverschmutzung unattraktiv macht für Unternehmen und damit dann für die Verbraucher. Und da setzen wiederum die Proteste an, bei den Rahmenbedingungen und der Politik.

  • Heutige Kinder sind enorm informiert, können vielleicht noch nicht alles überblicken, aber sie verstehen grundlegende Probleme. Und reagieren mit einer unbefangeneren Herangehensweise eines jungen Menschen, den es nicht interessiert, was auf Kapitalseite passiert.


    Du und andere schätzt diesen Aktivismus dieser Kinder und Heranwachsenden, weil ihr selbst das gesellschaftspolitische Ziel in den wesentlichen Punkten teilt.


    Würde die selben Kinder bei PEGIGA mit spazieren, wäre es mit eurem Verständnis für einen kindlich-naiven Ansatz schnell zu Ende. Ich persönlich, finde es grundsätzlich schäbig, Kinder und Heranwachsende für die eigenen politischen Ziele einzuspannen.


    Jede Staatsführung hat ein ureigenes Interesse daran, insbesondere die Kinder und Jugendlichen an sich zu binden und dies geschieht naturgemäß zunächst in den staatlichen Bildungseinrichtungen. Ein Freund von mir ist Lehrer im Berner Oberland und er erzählte mir von einem Kollegen im Raum Bern, dass auf dessen Schule die Schüler regelrecht angewiesen wurden auf die FFF-Demos in Bern zu gehen.


    Kinder sind sehr begeisterungsfähig und leicht für eine (vermeintlich) gute Sache zu entflammen.

    Chinas barbarische Jugend

    Im August 1966 liessen Millionen von fanatisierten Schülern und Studenten ihr Idol Mao hochleben. Sie waren die ersten Vollstrecker der Greuel der Kulturrevolution.

    "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)

  • Schrumpfung ist nicht erwünscht. Siedlungsbrei ist nicht erwünscht. Die Lösung lautet demnach Stapelung, damit draußen das Sumpfbiotop unangetastet bleibt. Ein Blick in die Idealstadt von morgen (?): Geflügelskandal bei V-Markt

    Dieses Zerrbild ist überaus unsachlich und wertet andere Beiträge, die nicht Ihrer Ansicht entsprechen, ab. Dass Sie nur zwischen Schwarz und Weiß unterscheiden können und keine Grautöne kennen, glaube ich nicht. Dass Sie nicht Bescheid um verschiedene heute in der Welt existierende Stadttypologien und Dichten wissen, ebenso wenig. Warum also diese unnötige Polarisierung mittels Geflügelmast?

  • Du und andere schätzt diesen Aktivismus dieser Kinder und Heranwachsenden, weil ihr selbst das gesellschaftspolitische Ziel in den wesentlichen Punkten teilt.


    Würde die selben Kinder bei PEGIGA mit spazieren, wäre es mit eurem Verständnis für einen kindlich-naiven Ansatz schnell zu Ende. Ich persönlich, finde es grundsätzlich schäbig, Kinder und Heranwachsende für die eigenen politischen Ziele einzuspannen.

    Das stimmt, ich bringe vermutlich mehr Verständnis auf für diese Proteste. Das kommt daher, dass ich es für schlüssig halte, dass man sich als junger Mensch um die Zukunft wie sie sich heute darstellt Sorgen macht. Wenn diese These stimmt, dann wäre nichts verwerflich daran, den Wunsch der Kinder auf eine stabile Zukunft ernst zu nehmen. Wenn sie nicht stimmt, und die Kinder heute werden tatsächlich misinformiert und dann ausgenutzt, dann stehen Wir vor der gleichen Diskussion, wie im Hochwasserthread über den Klimawandel. Nämlich, ob die zugrundeliegende Information falsch ist oder richtig. Wenn man die Wissenschaft dazu hier kritisch sieht, für denjenigen wird das natürlich wie eine Indoktrinierung von Kindern in der Schule vorkommen, wenn sie dort und im Internet über die Klimaveränderungen und Umweltschutz lernen. Für alle anderen dürfte das jedoch einfach der normale Gang der Dinge sein: Die Naturwissenschaft hat etwas neues entdeckt, findet mehr Belege, langsam setzt sich eine Theorie mit immer größerer Wahrscheinlichkeit durch. Dann beginnen diese Themen in der Gesellschaft Eingang zu finden, entweder durch neue Produkte, durch Behörden, oder durch Austausch interessierter Laien. Und dabei folgt dann der Schritt, dass es an den Schulen Eingang in Lehrpläne findet, sollte es um so eine Grundlage handeln wie das Klima. Deswegen ist es in Deutschland ja aber auch ganz schwierig Schulen zentral vorzuschreiben was gelehrt wird. Dazu müssen immerhin 16 Schulbehörden jeweils einzeln mithilfe von Fachvertretern zum Schluss kommen, dass dieser Inhalt Eingang finden sollte. Wie wahrscheinlich ist es, dass es manchen Bundesländern eigentlich mehr recht wäre den Klimawandel zu verschweigen? Es passiert aber trotzdem nicht, dass es in manchen Ländern uninformierte Kinder gibt. Wenn die Kinder dann einen Weg gefunden haben, sich hörbar zu machen, und das wird von Politikern dann aufgenommen. Wer hat dann wen eingespannt?

  • Die Naturwissenschaft hat etwas neues entdeckt ...

    Ich finde es prinzipiell schwierig, wenn von DER Naturwissenschaft gesprochen wird. Zumal kritische Stimmen unter den Wissenschaftlern in den Massenmedien ja kaum zu Wort kommen.


    Wie wahrscheinlich ist es, dass es manchen Bundesländern eigentlich mehr recht wäre den Klimawandel zu verschweigen?

    Genauso wenig wie man Journalisten der etablierten Medien vorschreiben muss, wie sie bestimmte gesellschaftspolitische Dinge einzuordnen haben, da sie den grundlegenden, vorherrschenden Meinungskonsens (sagen wir im Bereich Klimawandel, Migration, EU-Integration) längst aufgesogen und als den ihren über- u. angenommen haben, ist dergleichen nicht in Politik und Verwaltung notwendig.


    Von einem anzustrebendem Verschweigen kann keine Rede sein, sondern von einer nüchtern-sachlichen Einordnung dieses "Phänomens" und einer entsprechenden Diskussion.


    Und schließlich ob dieser Klimawandel menschengemacht ist? Und falls ja in welchem Umfang und welchen Anteil Deutschland daran hat?


    Eisschmelze legt verborgenen Handelspass der Wikinger frei

    1.000 Jahre alte Schlitten, Hufeisen und Werkzeuge zeugen in Norwegen von der Geschichte eines Bergpasses, der jahrhundertelang unter dem Eis lag.


    Das ist doch interessant. Das sich zurückziehende Eis gibt Spuren menschlicher Aktivitäten frei.


    Jahrtausende alte Funde

    Schmelzender Gletscher gibt seine Schätze frei

    Angesichts steigender Temperaturen prophezeien Gletscherforscher, dass 95 Prozent der rund 4000 Eisfelder in den Alpen bis Ende dieses Jahrhunderts verschwinden könnten. Zwar beklagen Wissenschaftler den verheerenden Verlust. Gleichzeitig bietet die Gletscherschmelze jedoch die Gelegenheit, Wissenslücken über das Leben vor tausenden von Jahren zu füllen.


    Nachfolgend ein Auszug aus der Schweizer Gewerkschaftszeitung "WORK" (hier)


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    Solch eine Illustration wie die obige ist alles andere als seriös aber derlei zielt auch nicht auf die rationale sondern auf die gefühlsbetonte Ebene und spricht daher besonders Kinder und Jugendliche an.


    Mit den Prinzipien "Angst" und "Schuld" werden die Menschen seit Jahrhunderten gelenkt und geführt.


    Im ausgehenden Mittelalter (Übergang zur Neuzeit) geschah dies noch sehr rustikal und wir modernen und ach so aufgeklärten Menschen lächeln mitunter über die "Naivität" der Menschen dieser Zeit.


    Der Tetzelkasten war der Kasten zum Sammeln der Erlöse aus dem Ablassverkauf. Um die Menschen zum Kauf zu bewegen, ließ Tetzel einen Teufel auf den Kasten malen, der die armen Seelen im Fegefeuer quält. Darüber stand geschrieben:

    „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt"


    Es musste den Menschen dieser Epoche aber erst einmal eine fürchterliche Angst eingeimpft werden, auf dass die Bereitschaft zu Geldspenden angemessen hoch wurde. Es war konkret die Angst im Fegefeuer Höllenqualen zu erleiden


    Auch das Prinzip des Ablasshandels wurde naturgemäß modernen Befindlichkeiten und Auffassungen entsprechend angepasst.


    Beispiel: MyClimate.org


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    "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)

  • Ich finde es prinzipiell schwierig, wenn von DER Naturwissenschaft gesprochen wird. Zumal kritische Stimmen unter den Wissenschaftlern in den Massenmedien ja kaum zu Wort kommen.

    Seriöse Wissenschaft lebt nicht von medialer Aufmerksamkeit, sondern von Fakten und präziser Forschung. Auf diese Weise wird ein wissenschaftlicher Konsens erreicht. In dem hier diskutierten Kontext des Klimawandels gibt der Weltklimarat und dessen Berichte den aktuellen Stand der weltweiten Forschung zum Klima wieder: https://www.nationalgeographic…rien-fuer-die-zukunft-auf


    Man kann sich natürlich auf den Standpunkt stellen, 99% der Klimaforscher würden sich irren oder wären irgendwie ideologisch gesteuert. Man kann der Jugend, die aufgrund der wissenschaftliche Erkenntnisse auf der Straße um ihre Zukunft kämpft, Unredlichkeit oder eine Fremdsteuerung unterstellen. Oder FFF mit Pigida auf eine Stufe stellen. Man kann das alles machen. Dann muss man sich aber nicht darüber wundern, als Schwurbler eingestuft zu werden.


    Diese ewigen Diskussionen um einen angeblich erfundenen Klimawandel sind nicht erst seit gestern müßig...


    Das ist doch interessant. Das sich zurückziehende Eis gibt Spuren menschlicher Aktivitäten frei.

    Für Archäologen und Historiker zweifelsohne.

  • Valjean Ich habe bewusst die Naturwissenschaft genannt, um sie etwas abzugrenzen von anderen Wissenschaften. Denn in den Naturwissenschaften kann man mit sehr genauen Beobachtungen und sauberen Experimenten Theorien entwickeln, bestätigen und falsifizieren. So nah an der Wahrheit ist man sonst eigentlich nirgends. Das merkt man sogar in scheinbar naturwissenschaftlichen Fächern, wie Ernährungswissenschaften, die sich an den Grenzen der Naturwissenschaften m. E. befinden, und schon merklich subjektiver arbeiten, mit der entsprechenden Konsequenz noch viel mehr widersprüchliche, teils sogar unwissenschaftliche Ergebnisse, zu liefern.


    Ich kann nachvollziehen, was Du da schreibst, man muss nicht etwas zentral steuern, um nicht dennoch gleiche Mechanismen an unterschiedlichen Stellen vorzufinden. Mein Problem ist nur jetzt, welchen Beweis bräuchtest Du, dass eben nicht alle in den Medien und Politik und Verwaltung ein (von der Wahrheit abweichendes) Einheitsbild vertreten, oder gibt es da für Dich keine Option, weil Du es ja so überall wahrnimmst? Daraus wäre dann für mich eine weitere Frage aufkommend, wenn jeder individuell zu einem gleichen Ergebnis kommt, z.B. dass man das mit dem Klima ernst nimmt, ist das nicht dann genau das was sachliche Berichtererstattung sein sollte, eine Wahrheit, selbst wenn sie schon tausendfach woanders zu lesen war (was ja für eine Zeitung z.B. eher schlecht ist. Für die Aufmerksamkeitsökonomie interessant wäre doch zu schreiben, wir haben herausgefunden, das und das und was jene Zeitung schreibt ist alles falsch)? Wir haben doch eigentlich ein System, dass es wirtschaftlich interessant macht Betrügerei in die Öffentlichkeit zu ziehen. Davon leben u.a. auch die ganzen alternativen Medien, indem sie behaupten, wir können alles aufdecken, riesiger Betrug überall. Von Ufos bis zur Manipulation durch Impfstoffinhaltsstoffe. Das schafft Aufmerksamkeit. Das Problem ist dabei, diese Konstrukte sind häufig sehr schwer zu widerlegen, gerade wenn es dann richtig wissenschaftlich wird, teilweise auch gar nicht zu widerlegen (wer kann die hundertste, die tausendste Ufosichtung widerlegen? Es wird schon ein paar geben, wo man es nicht beweisen kann, was es war). Das ist auch das Problem mit dem komplexen Thema Klima. Man kann empirisch wahrscheinlich unendlich viele Anhaltspunkte dagegen finden, schließlich ist es ein makroskopischer Effekt, d.h. nur die Summe aller Vorkommnisse ergibt das ganze Bild. Mikroskopisch werde ich also sehr sehr viel Gegenteiliges finden, das auch zweifelsfrei trotzdem wahr ist. Ich kann auch da jeden verstehen, der sagt, da vertraue ich doch lieber meiner direkten Wahrnehmung, als dass ich einem womöglich mir unbekannten Wissenschaftssystem einfach folge. Nur, und da komme ich zurück zum Anfang, scheinen mehr Menschen bereit nach Jahrzehnter des öffentlichen Diskurses sich der Fachmeinung anzuschließen, und es werden immer mehr. Weshalb wir zunehmend auch tatsächliche Maßnahmen sehen. Ist das ein zu kritisierender Meinungskonsens oder die zunehmende Erkenntnis, dass man wohl es riskieren kann, sich auf die Vorhersagen zumindest ein wenig zu verlassen?

  • Es wird immer Menschen geben, die sich nicht überzeugen lassen (wollen) oder Dinge selbst dann für unglaubwürdig deklarieren, wenn 99% der Wissenschaftler im Konsens übereinstimmen. https://de.wikipedia.org/wiki/…gnung#Klimawandelleugnung


    Solange das defensiv (leben und leben lassen) und nicht aggressiv (Polarisierung) gehandhabt wird, ist das für mich in Ordnung.


    Wissenschaft kann sich irren - besonders hinsichtlich physikalischer Fragen ist vieles offen, Stichwort Dunkle Materie. Der Unterschied zu früheren Zeiten ist, die Wissenschaft gibt heute offen zu, dass sie längst nicht alles weiß und gesteht sich Fehler ein. Mitte des 20 Jh. wurde von Physikern davon abgeraten, ein Physikstudium zu beginnen, denn es sei bereits in absehbarer Zeit alles erforscht, was erforscht werden könne. Es war die Zeit kurz nach Einstein, Plank, Heisenberg etc. Wie wurde die Physik eines besseren belehrt :D!

  • Dann muss man sich aber nicht darüber wundern, als Schwurbler eingestuft zu werden.

    Ich wundere mich keineswegs, von dir in irgendwelche Schubladen gesteckt oder mit abwertenden Bezeichnungen belegt zu werden - wobei es mE gleichwohl ein Schlaglicht auf dich wirft, wie du mit widersprechenden Auffassungen umzugehen pflegst - aber mir ist ehrlich gesagt meine Zeit und auch meine Lebensenergie zu schade, um näher darauf einzugehen. Es würde ohnehin zu nichts führen.


    Quote from tegula

    Diese ewigen Diskussionen um einen angeblich erfundenen Klimawandel sind nicht erst seit gestern müßig

    Das Austarieren verschiedener Positionen in einem offenen Diskurs wird eh vollkommen überbewertet. Schließlich gibt es zu verschiedenen Feldern einen von Experten verbrieften Meinungskonsens.


    Habe die Ehre

    "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)

  • „Schwurbler, Leugner, Verweigerer“. Das Vokabular, um Menschen mit anderen Standpunkten mundtot zu machen, bei gleichzeitigem Fehlen eigener, sachlicher Argumente. Nicht nur in den „sozialen“ Medien eine ganz traurige Entwicklung der Diskussionskultur.


    tegula, du empörst dich gar nicht über den Inhalt eines Beitrags, sondern darüber dass er überhaupt ausgesprochen werden darf. Das ist typisch für die Vertreter der Wokeness, hat aber nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun.

  • Wir Deutschen glauben dass wir mit unserem CO2-Anteil von 2,3% die Welt retten können, während die Chinesen, Inder sowie zahlreiche afrikanische Staaten fleißig mengenweise neue Kohlekraftwerke bauen und Verbrenner-Autos anschaffen. Ebenso verschwindet der größte CO2-Speicher der Welt, der Tropische Regenwald im Rekordtempo, für Soja, Palmöl und "Biosprit". Ist aber alles egal, wir Deutschen müssen ja Vorbild sein, am Deutschen Wesen soll mal wieder die Welt genesen...

    Noch viel schlimmer ist aber dies: Die Entscheidungen hinsichtlich der "Energiewende", die in der Ara Merkel getroffen wurden, werden sehr schmerzhafte und fatale Folgen haben. Den meisten Menschen in diesem Lande ist nicht klar dass wir in Zukunft regelmäßig Strommangel und Blackouts haben werden. Bahn fahren oder Tesla aufladen geht dann eben nur wenn der Wind weht, von den Folgen für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit ganz zu schweigen. Ideologie ist eben wichtiger als gesunder Menschenverstand, nicht zum ersten Mal in der deutschen Geschichte.


    Wer's nicht glauben mag schaue mal hier rein:

    „Die Freiheitsliebe ist bei den Deutschen nicht entwickelt“ (Madame de Stael)

  • Maecenas, Du verbreitest mal wieder eine Beruhigungspille für Deutschland, dass wir ja eh nichts machen können. Das ist genauso falsch, wie zu behaupten, dass Deutschland allein den Klimawandel aufhalten könnte. Diese berühmten 2% sind eine ganz billige Rechnung, bei denen einfach die Emissionen eines Landes für dessen Verantwortung stehen sollen. Das lässt in dreifacher Hinsicht uns kleinrechnen. Zum einen ist diese Zahl natürlich nicht auf die Bevölkerungszahl relativiert, sollen also Menschen in ärmeren Ländern mehr einsparen und ärmer leben für Deutschland? Zum anderen zählen wir zu den größten Exporteuren von Produkten, die dann im Ausland schön ihre Verschmutzung auf deren Konten verbuchen. Zum weiteren, und das liest man quasi nie, ist der EU-Binnenmarkt der größte Importeur der Welt von Produkten. Jetzt fragt man sich vielleicht, was sind das für Produkte: Es sind meist die energiehungrigen, die schmutzigen Prozesse, die aus der EU verlagert wurden. Beispiel Solarzellen: Deren energieauswendigster Teil ist die Waferproduktion. In ganz Europa gibt es diese nicht mehr. Das wird nahezu vollständig mit billigem schmutzigen Strom aus China produziert. Hier in Deutschland werden dann Module zusammengebastelt. Und so geht das mit einem riesengroßen Teil an Produkten. Wir rechnen uns künstlich sauber, nur um dann auch noch frech zu sagen, schau die anderen Drecksschleudern an, die für unseren Biosprit einfach den Regenwald abholzen. Die sind ja wohl in der Bringschuld, bevor wir hier irgend einen Finger krumm machen müssen ~:-[]:lachen:

  • Diese Jahr musste ich zum ersten mal im meinem Leben die Heizung schon im August anmachen, während die Klima-Computer mal wieder den heißesten August aller Zeiten modelliert haben (die publizierten Temperaturwerte sind keine Messwerte, sondern im Computer modelliert). Im September habe ich bereits meine Winterjacke ausgeholt, während die Hälfte der Wahlplakate die globale Erwärmung als größtes Problem der Menschheit darstellen. Die Klima-Modelle und Realität (empirische Beobachtungen und Messwerte) driften immer weiter auseinander. Die Erde brennt nicht, sondern ergrünt durch das Element des floralen Lebens: Co2.


    NASA Satellitenphotos:

    "[Es sind] ein Viertel bis die Hälfte der bewachsenen Flächen der Erde in den letzten 35 Jahren deutlich ergrünt, was vor allem auf den Anstieg des atmosphärischen Kohlendioxidgehalts zurückzuführen ist. Die Begrünung entspricht einer Zunahme der Blätter an Pflanzen und Bäumen, die einer Fläche entspricht, die zweimal so groß ist wie das Festland der Vereinigten Staaten."


  • Ich wundere mich keineswegs, von dir in irgendwelche Schubladen gesteckt oder mit abwertenden Bezeichnungen belegt zu werden - wobei es mE gleichwohl ein Schlaglicht auf dich wirft, wie du mit widersprechenden Auffassungen umzugehen pflegst

    Lies bitte nochmal. Ich habe dich als gar nichts bezeichnet. Ich habe lediglich geschrieben, dass Personen, die den wissenschaftlichen Konsens als falsch ansehen, sich nicht wundern müssen, wenn sie in einer bestimmten Weise eingestuft werden. Wenn du dir diesen Schuh anziehen möchtest, dann ist das halt so.


    Diese Jahr musste ich zum ersten mal im meinem Leben die Heizung schon im August anmachen, während die Klima-Computer mal wieder den heißesten August aller Zeiten modelliert haben (die publizierten Temperaturwerte sind keine Messwerte, sondern im Computer modelliert).

    Ich finde es bezeichnend, wenn man in einer solchen Diskussion noch immer nicht die Differenzierung zwischen Klima und Wetter vornimmt. Noch bezeichnender ist, dass es gerade die Klimaleugner sind, die beides in einen Topf werfen, um ihre Thesen zu untermauern. Ein Austausch auf Augenhöhe ist aber kaum möglich, wenn derartig elementaren Grundlagen nicht verstanden werden.