Bremen - St. Martini

  • Farb-Vandalismus im März 2021


    Die ehrwürdige St. Martini-Kirche in der Bremer Altstadt, die historische Kirche der Kaufmannschaft (daher auch Ollermannskaken genannt), ist jüngst von einem Fall besonders schlimmen Vandalismus heimgesucht worden. Sogenannte 'Aktivisten' haben die Außenwände des Gotteshauses großflächig mit Farbe besprüht - wohl mit umgebauten Feuerlöschern.


    Es bleibt zu hoffen, daß diese Farbe nicht zu tief in die - in vielen Bereichen noch aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts stammenden - Backsteine eingezogen ist. Ansonsten wäre der Schaden wahrscheinlich irreparabel !


    Hier Netzverweise zum Presse-Echo (mit erschütterndem Bildmaterial) :


    https://www.weser-kurier.de/br…reiben-_arid,1963326.html


    https://www.weser-kurier.de/br…latzel-_arid,1963653.html


    Wenn man Derartiges lesen muß, dann ist man - für einen kurzen Augenblick - dankbar, daß St. Ansgarii noch nicht wieder steht und folglich von derartigen 'Narrenhänden' (ich möchte sogar sagen 'Verbrecherhänden') nicht besudelt werden kann.


    :kopfschuetteln:

  • Was für Volli******. Hoffentlich findet man sie. Wie doof kann man sein?! Das schadet doch deren Anliegen in jedweder Hinsicht. Wahnsinn.

  • Der Vandalismus an St. Martini macht uns Freunde von St. Ansgarii auch deshalb so betroffen, weil beide Kirchen gewissermaßen Schwestern des gleichen Jahrganges sind: Beide Gemeinden wurden nämlich A.D. 1229 aus der Taufe gehoben, nachdem die - bis dato die gesamte damalige Altstadt (allerdings ohne die Steffenstadt) umfassende - Großpfarre von Unser Lieben Frauen / St. Veit wegen eklatanten Seelsorgenotstandes, durch päpstliche Weisung aufgeteilt wurde. Der Bau beider Gotteshäuser begann denn auch fast zeitgleich...


    Die Türme beider Kirchen sind im linken Viertel der unten stehenden historischen Ansichtskarte zu sehen:


  • Aber lests euch mal die Kommentare zu dem Weser-Kurier-Artikel durch...


    https://www.weser-kurier.de/br…reiben-_arid,1963326.html


    bist du deppat...

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Berlin und Bremen, die zwei Städte sind, was die gewählte Politik und die damit verbundene Entwicklung zu anarchischen Zuständen angeht, sehr ähnlich. Ich sage das aus maximaler Distanz.

  • Wie Grimminger schon sagte, schadet ein Farbanschlag auf ein Gebäude dem Ansinnen der Aktivisten (oder hier wohl eher Aktivistinnen) mehr als dass es ihnen nutzt (außer sie handeln nach der Maxime, dass negative Publicity besser sei als gar keine). Das Kirchengebäude selbst kann schließlich nichts dafür, dass es eine Gemeinde mit mittelalterlichen Moralvorstellungen beherbergt - mit einem Pfarrer, der wohl noch ein paar Jahrhunderte früher stehengeblieben ist.

  • Das ist wieder so eine typische Aussage. Der Farbanschlag ist und bleibt eine sehr qualifizierte Sachbeschädigung und das ohne irgendwie auf irgendwelche angeblich "mittelalterliche Moralvorstellungen" zu reflektieren - selbst dann, wenn das Kirchengebäude "etwas dafür gekonnt" hätte - warum eigentlich nicht, schließlich ist es ja auch "mittelalterlich".

    Dass das den "AktivistInnen" ernsthaft schaden würde, halte ich angesichts der vorliegenden Reaktionen für gar nicht ausgemacht. Schon allein die vielfachen Konsensäußerungen gegen den "stehengebliebenen Pfarrer" sind letztlich ein Erfolg und dienen ihnen zur Kosolidierung eines Standpunktes, der seinerseits einmal durchaus als linksextremistisch bzw antichristlich angesehen worden ist. Warum soll das denen eigentlich schaden? Leute wie ich haben für deren Agenda sowieso nur Abscheu übrig, und Leute, die um deren Ansehen besorgt sind, haben naturgemäß nach wie vor Ansätze von Sympathie. Sie sagen ja eben nicht: Jetzt haben die ihr wahres Gesicht gezeigt, ich habe es auch nicht glauben wollen.

    Und daran ändert auch der Umstand nichts, dass sie die Formel "Christentum = mittelalterliche Verbohrtheit= Rechtfertigungsgrund für schwere Sachbeschädigung" hinsichtlich der 2. Gleichsetzung (noch) nicht ganz mittragen wollen.

    Dabei übersehen sie geflissentlich, dass selbst wenn das Gebäude im Privateigentum des "mittelalterlichen Pfarrers" stünde und von keinem allgemeinen historischen/kulturellen Wert wäre, Sachbeschädigung ohne Wenn und Aber eine Straftat bleibt und, schlimmer noch, letztlich eine Handlung darstellt, die politischem Terrorismus entspringt.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Das ist wieder so eine typische Aussage. Der Farbanschlag ist und bleibt eine sehr qualifizierte Sachbeschädigung und das ohne irgendwie auf irgendwelche angeblich "mittelalterliche Moralvorstellungen" zu reflektieren - selbst dann, wenn das Kirchengebäude "etwas dafür gekonnt" hätte - warum eigentlich nicht, schließlich ist es ja auch "mittelalterlich".

    Dass das den "AktivistInnen" ernsthaft schaden würde, halte ich angesichts der vorliegenden Reaktionen für gar nicht ausgemacht. Schon allein die vielfachen Konsensäußerungen gegen den "stehengebliebenen Pfarrer" sind letztlich ein Erfolg und dienen ihnen zur Kosolidierung eines Standpunktes, der seinerseits einmal durchaus als linksextremistisch bzw antichristlich angesehen worden ist.

    Als "antichristlich" würde ich eher das bezeichnen, was die St.-Martini-Gemeinde unter Vorsitz ihres Pastors betreibt. Predigt das Christentum nicht eigentlich Nächstenliebe, Miteinander und Fürsorge? Stattdessen betreibt der Pastor eher Spaltung: gegen Frauen, gegen (gelebte) Homosexualität, gegen Ökumene. Und es sind gewiss nicht nur linke oder "linksextremistische" Gruppierungen, die sich gegen die fundamentalistische Auslegung des Christentums seitens der Gemeinde positionieren. Inzwischen hat sich ja selbst die Bremische Evangelische Kirche gegen die Gemeinde positioniert (viel zu spät meines Erachtens und wahrscheinlich erst auf die massive öffentliche Kritik hin).


    Das Erschreckende ist vor allem, dass diese (vermeintlich) christliche Radikalisierung nicht in irgendeiner verschrobenen Baptisten- oder neuapostolischen Gemeinde stattfindet, sondern in einer der ältesten und traditionsreichsten Bremer Kirchengemeinden. Und dass das "Opfer" des Konflikts eben in diesem Falle das Kirchengebäude an sich ist, ist ärgerlich - aber andererseits muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen. Ein Farbanschlag verursacht natürlich unter Umständen hohe Reinigungskosten, aber das war ja kein Brandanschlag oder Bombenattentat. So etwa würde ich wirklich als Terrorismus bezeichnen.

  • Ich glaube, wir sollten hier keine Diskussion über die Institution Kirche führen. Das würde einen eigenen Strang füllen. Ich habe mit der Kirche absolut nichts am Hut und will auch nicht über diese Institution sprechen. Dazu ist mir meine Zeit zu schade. Obwohl mir die christliche Kirche (sowie jede andere Kirche) völlig egal ist, geht es mir um das Gebäude, die Geschichte, den Respekt vor dem Alter, den Respekt vor den Erbauern, die Symbolik, das Stadtbild und den praktischen Nutzen solcher Gebäude als Orte der Stille und der Besinnlichkeit.


    Kritik an der Kirche lässt sich auch anders ausdrücken. Für mich hat das etwas mit Respekt zu tun. Man hätte ja Spruchbänder aufstellen können, offene Briefe oder Leserbriefe schreiben können, eine Demonstration anmelden usw. usf. Solche Aktionen sind wirklich kontraproduktiv. Und für den Niedergang der Kirche sorgt die ja mittlerweile schon selbst.

  • Berlin und Bremen, die zwei Städte sind, was die gewählte Politik und die damit verbundene Entwicklung zu anarchischen Zuständen angeht, sehr ähnlich. Ich sage das aus maximaler Distanz.

    Populistischer Unfug. Ich dachte, solche politischen Schuldzuweisungen wollten wir hier im Forum unterlassen?


    Das Kirchengebäude selbst kann schließlich nichts dafür, dass es eine Gemeinde mit mittelalterlichen Moralvorstellungen beherbergt - mit einem Pfarrer, der wohl noch ein paar Jahrhunderte früher stehengeblieben ist.

    Was genau wirfst du denn der Martini-Gemeinde vor? Vielleicht sollten man das erst einmal kommunizierenn, bevor man solch fundamentale Werturteile vom Stapel lässt.

    Kunsthistoriker, Webdesigner und Blogger

    Hat die Website für Stadtbild Deutschland erstellt und war eine Zeit lang als Webmaster für Forum und Website verantwortlich.

  • Zwar richtig, Tegula, was den zweiten Teil anbelangt, hinsichtlich des ersten bin ich einfach zu weit weg vom Schuss, aber das würde wirklich zu OT führen.

    Nur in Kürze:


    Dazu ist mir meine Zeit zu schade. Obwohl mir die christliche Kirche (sowie jede andere Kirche) völlig egal ist, geht es mir um das Gebäude, die Geschichte, den Respekt vor dem Alter, den Respekt vor den Erbauern, die Symbolik, das Stadtbild und den praktischen Nutzen solcher Gebäude als Orte der Stille und der Besinnlichkeit.

    Diese Einstellung ist in unserem Zusammenhang korrekt und nicht zu beanstanden. Es geht nur um Stadtbild und die entsprechende Bedeutung von Kirchen. Anderes ist grundsätzlich Themenverfehlung.

    Hingegen sollte man, wenn man sich schon auf diese Themenverfehlung einlässt, wenigstens sachlich Richtiges schreiben:

    Predigt das Christentum nicht ... Stattdessen ... gegen (gelebte) Homosexualität

    Tut mir leid, wurscht, wie man dazu steht - mit dem christlichen Glauben ist das unvereinbar, dh es ist eine noch dazu qualifizierte Todsünde. Diese Wertung fußt völlig eindeutig im NT und ist nicht verhandelbar. Wem das nicht passt, darf das Christentum natürlich kritisieren und seine eigene Religion gründen. Aber er sollte den einzelnen Priester in Ruhe lassen, der darf nicht anders. Und natürlich darf man, unabhängig von dieser Frage, kein Kirchengebäude anschmieren.


    Womit wir bei diesem da wären:

    Kritik an der Kirche lässt sich auch anders ausdrücken.

    Na gut, natürlich, aber vor allem nicht auf kriminelle Weise, wobei wir uns ja hier ganz eindeutig nicht im naturgemäß problematischen Bereich der strafrechtlichen Grenze von Glaubens- bzw Meinungsfreiheit befinden. Daher ist nicht einmal der Vergleich mit ua geschmacklosen oder lästerlichen Spruchbändern sehr gelungen.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Als "antichristlich" würde ich eher das bezeichnen, was die St.-Martini-Gemeinde unter Vorsitz ihres Pastors betreibt. Predigt das Christentum nicht eigentlich Nächstenliebe, Miteinander und Fürsorge?

    Wenn also die Predigten dieses Pfarrers (mit denen ich mich inhaltlich übrigens nicht gemein mache, aber ich bin ja auch gar nicht in der Kirche) "eher" unchristlich sind, dann heißt das also, solche Farbanschläge sind von mehr Nächstenliebe, Miteinander und Fürsorge geprägt?


    Ein Farbanschlag verursacht natürlich unter Umständen hohe Reinigungskosten, aber das war ja kein Brandanschlag oder Bombenattentat.

    Das ist natürlich richtig. Aber würdest Du das auch schreiben, wenn die Synagoge besprüht worden wäre? Ich frage das vor dem Hintergrund der Religionsfreiheit und Gleichbehandlung der Religionen.

  • Das Erschreckende ist vor allem, dass diese (vermeintlich) christliche Radikalisierung nicht in irgendeiner verschrobenen Baptisten- oder neuapostolischen Gemeinde stattfindet, sondern in einer der ältesten und traditionsreichsten Bremer Kirchengemeinden. Und dass das "Opfer" des Konflikts eben in diesem Falle das Kirchengebäude an sich ist, ist ärgerlich - aber andererseits muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen. Ein Farbanschlag verursacht natürlich unter Umständen hohe Reinigungskosten, aber das war ja kein Brandanschlag oder Bombenattentat. So etwa würde ich wirklich als Terrorismus bezeichnen.Ein Farbanschlag verursacht natürlich unter Umständen hohe Reinigungskosten, aber das war ja kein Brandanschlag oder Bombenattentat. So etwa würde ich wirklich als Terrorismus bezeichnen.

    An dem Absatz ist nichts so ohneweiters hinnehmbar. Weder die Vereinnahmung christlichen Glaubens zugunsten einer leicht zeitgeistigen Privatüberzeugung bzw dessen Verunglimpfung, noch die folgenden Relativierungen einer politischen Straftat nur aus Gründen politischer Sympathie. Die beschönigende Privatauslegung des Begriffes "Terrorismus" mag ja sehr interessant sein, ist aber eindeutig unrichtig: Terrorismus ist die [systematische] Verbreitung von Angst und Schrecken durch Terror (besonders zur Erreichung politischer Ziele). Terror umfasst auch jeglichen Druck und Zwang bzw wirtschaftliche Beeinträchtigung. All diese Voraussetzungen sind hier erfüllt.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Leider haben ja die Sachbeschädiger ihr Ziel, dass über deren Anliegen öffentlich diskutiert wird, erreicht. Sowohl in der verlinkten Seite des Weser-Kurieres, als nunmehr auch hier wird sich nicht nur mit der Sachbeschädigung als solche, sondern mit den Hintergründen auseinandergesetzt.


    Eigentlich sollte in einer Demokratie Einigkeit darüber bestehen, dass man seine Meinung nicht mittels Straftaten kund tut (insoweit gebe ich UC uneingeschränkt Recht). Aus meiner Sicht sollte daher auch nie eine Diskussion auf eine solche Tat hin aufgenommen werden, die nur dazu dient Aufmerksamkeit für eine vertreten Position zu erlangen.

  • meiner Sicht sollte daher auch nie eine Diskussion auf eine solche Tat hin aufgenommen werden

    Fünf Ausrufungszeichen (!!!!!).

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • An dem Absatz ist nichts so ohneweiters hinnehmbar. Weder die Vereinnahmung christlichen Glaubens zugunsten einer leicht zeitgeistigen Privatüberzeugung bzw dessen Verunglimpfung, noch die folgenden Relativierungen einer politischen Straftat nur aus Gründen politischer Sympathie. Die beschönigende Privatauslegung des Begriffes "Terrorismus" mag ja sehr interessant sein, ist aber eindeutig unrichtig: Terrorismus ist die [systematische] Verbreitung von Angst und Schrecken durch Terror (besonders zur Erreichung politischer Ziele). Terror umfasst auch jeglichen Druck und Zwang bzw wirtschaftliche Beeinträchtigung. All diese Voraussetzungen sind hier erfüllt.

    Resolution 1566 des UN-Sicherheitsrats: "[Terrorism consists of] criminal acts, including against civilians, committed with the intent to cause death or serious bodily injury, or taking of hostages, with the purpose to provoke a state of terror in the general public or in a group of persons or particular persons, intimidate a population or compel a government or an international organization to do or to abstain from doing any act."


    Es ist aber wirklich eine ätzende Aktion, die den Idioten rein gar nichts nützt, sondern eher dem verurteilten Pfaffen.

  • Das ist, wie du richtig zitierst, eine völkerrechtliche Definition, auch zur Schaffung von Straftatbeständen, bzw zur Normierung oder Rechtfertigung gezielter staatlicher oder überstaatlicher Maßnahmen wie "Terrorismusbekämpfung". Natürlich muss diese relativ eng gefasst sein, da sie uU Kriege zu legitimieren hat. Diese Definition hier heranzuziehen, ist absurd. Hier gilt der normale Sprachgebrauch etwa laut Duden.

    Nimm mal folgendes an: das Haus eines Homoaktivisten wird von vorgeblich "christlichen" Splittergruppen oder Anhängern "eines verurteilten Pfaffen" beschmiert. Würde dann jemand daherkommen und sagen: Das ist ja gar kein Terror, denn es wurde keine körperliche Gewalt ausgeübt??.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Am Ende stehen nur Gewinner. Die Farbwerfer werden in ihren Kreisen gefeiert und der Pfarrer bekommt die ihm wohl beliebte Aufmerksamkeit, wenn er Christentum statt Zeitgeist predigt.

  • Andere Legaldefinitionen - auch außerhalb des Völkerrechts - sehen es ähnlich. Ich habe vorher auch Definitionen, die sich auf den "normalen Sprachgebrauch" beziehen durchgesehen, man will ja nicht überrascht werden. Auch das passt einfach nicht, die Tat bekomme ich da nicht drunter subsumiert. Für mich hat Terrorismus eine andere Qualität. Ich möchte in einem Architekturforum aber ungern darüber diskutieren und mich in ideologische Grabenkämpfe verwickeln lassen. Weiterhin gutes Gelingen!

  • Ein filmisches Porträt der Kirche:


    Nun gut, die Kirche ist keine tausend Jahre alt. Aber ansonsten ein recht guter Überblick zum Kirchengebäude und seiner Verflechtung mit der Kulturgeschichte Deutschlands.



    Ein - leider zu oft überhörtes und den meisten Gästen Bremens unbekanntes - Kleinod: Das Glockenspiel von St. Martini. Wenn der auf der Martinistraße vorbeiflutende Autolärm einmal nachläßt, fühlt man sich fast ein wenig an Potsdam erinnert...