Magdeburg - Rekonstruktionsprojekt Prämonstratenserberg

  • Volksstimme Bild bringt tatsächlich ein wesentliches Teil von das verloren gegangen Magdeburg zurück und zwar in hochurbaner und Grztl. Still ohne die Platten zu verdrängen, die man dort offenbar so liebt. Dieses Rezept könnte und sollte man auch in der Mitte und Friedrichstadt Berlins, Kölns oder in Dresden rund der Ring angewendet werden.

  • .Und wenn es tatsächlich mal zu einer Flächenrekonstruktion wie auf dem Foto in MD kommen sollte ,werden wir Foristen das so nicht mehr erleben.

    Die Visualisierung auf dem Foto ist keine Flächenrekonstruktion, sondern eine gänzliche Neuschöpfung.

    Wir sollten uns lieber auf andere Städte konzentrieren wo Rekos tatsächlich geplant sind oder sich schon im Bau befinden.

    Nein, wir müssen uns um jede Stadt kümmern, gerade um die, die es am nötigsten haben. Außerdem wollen viele Magdeburger das. Bitte informieren Sie sich erst gründlich, ehe Sie hier Pessimismus verbreiten, der nicht angebracht ist. Und kommen Sie bitte nicht wieder mit dem Ulrichskirchen-Gejammere, das hat mit diesem Thema nicht viel zu tun.

  • Na ja, wenn man von vornherein alles schlechtreden will und ein Haar in der Suppe sucht, wird es überhaupt nichts. Wie Manuel Re geschrieben hat: was soll man dort sonst tun? Mehr vom Bisherigen?

    Natürlich ist das Translokationsprinzip in dieser Situation das einzig Wahre, siehe Berliner Nikolaiviertel und alle anderen oft erwähnten Beispiele. Die Rekobewegung muss an irgendeinem Stadium angelangt das Prinzip der Standorttreue aufgeben.

    Natürlich ist beim transloziierten Wiederaufbau besonders auf Qualität zu achten.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Die Rekobewegung muss an irgendeinem Stadium angelangt das Prinzip der Standorttreue aufgeben.

    Im Ausnahmefall sollte das erlaubt sein. Wenn eine Stadt so umgestaltet wurde wie Magdeburg -oft genug gegen den Willen der Bewohner- dann wäre es vermessen, Rekos zu verbieten, nur weil sie nicht am Originalstandort stehen. Etwas polemisch könnte man den Kritikern dann ja auch entgegnen: "Wir Magdeburger wollen diese Gebäude zurück. Ihr kritisiert das? Dann schafft Baufreiheit am Breiten Weg oder am Markt, wo sie einst standen. Könnt ihr nicht?! Dann hört auf, uns zu kritisieren."

    Es gibt verschiedene Aspekte und der Authentizitätsanspruch an den Standort ist nur einer davon. Wichtiger ist der städtebauliche und der emotionale Aspekt. Wenn die Magdeburger das WOLLEN, dann wird das der Stadt guttun. Und NUR darauf kommt es am Ende an.

  • Alles richtig ManuelRe, aber ich befürchte, dass es den Magdeburger Bürgern eben herzlich egal ist und ich bin der Meinung, dass eine wie auch immer geartete Reko stark vom Bürgerwillen getragen sein muss/sollte. Dort war dann der Druck auf Politik, Architekten und Planer so groß, dass etwas Gutes draus werden konnte.

    Hier sehe ich im Moment nur einen (oder auch mehrere) Politiker, der/die auf eine aktuelle Welle aufspringen will/wollen, um dementsprechenden politischen (!) Erfolg für sich zu kreieren. Vielleicht habe ich ja Unrecht, dann soll es mir auch recht sein (vielleicht lag es bei der U-Kirche ja allein daran, dass es eine Kirche war, dass man sie ablehnte).

    Aber es werden sämtliche Probleme einer Qualitätssicherung in städtebaulicher, architektonischer, planerischer und denkmalpflegerischer Hinsicht bleiben, die ein solches (und noch dazu, wie es jetzt scheint, nicht gerade kleines) Projekt schnell an den Rand der Lächerlichkeit und damit letztlich des Scheiterns bringen können.

    So etwas will schlichtweg sehr, sehr gut durchdacht und mit Fachwissen untersetzt sein.....

  • Oh je, hier ist ganz schön viel gefährliches Halbwissen im Raum, was ich so als Magdeburger nicht stehen lassen kann.

    1. Die Idee für die Rekonstruktion stammt von einem ehemaligen sehr verdienten Magdeburger Oberbürgermeister, Herrn Dr. Willi Polte. Dieser Mann hat viel für die Stadt getan, der DDR-Wüste in den schweren Nachwendejahren erstes Leben eingehaucht und hat sich seinerseits bereits in den 90ern für die Rekonstruktion einzelner Fassaden eingesetzt. Politisch waren Rekonstruktionen damals aber nicht durchsetzbar.
    Ähnliches gilt für seine Mitstreiter, welche die jetzige Idee mit ihrer jahrelangen beruflichen Expertise im Bereich Stadtplanung unterfüttert haben. Das sind alles längst pensionierte Herren, die daraus kein politisches Kapital mehr schlagen wollen und brauchen. Sie wollen dieser Stadt einen Dienst erweisen und ein Highlight für diese Stadt erschaffen.
    Das Projekt wird den Magdeburgern auch nicht von Außen aufgedrückt. Die o.g. Leute genießen in der Magdeburger Bürgerschaft und auf lokalpolitischer Ebene ein hohes Ansehen.


    2. Eine generelle Ablehnung ggü. Rekonstruktionen nehme ich in Magdeburg überhaupt nicht wahr. Im Gegenteil: Bei Neubauprojekten (z.B. Domquartier) wurde in den letzten Jahren aus der Bürgerschaft heraus immer lauter eine Rückbesinnung auf das alte Magdeburg und mehr architektonische Qualität im Allgemeinen gefordert. Das wird jetzt sogar in den neuen Rahmenplan Innenstadt Einzug halten, einfach, weil es bei den Bürgerversammlungen so oft genannt wurde.
    Die immer wieder vorgetragene Ulrichskirche ist und war ein gänzlich anders gelagerter Fall.


    3. Das jetzige Projekt wurde sehr positiv in Magdeburg aufgenommen. Die positiven Stimmen überwiegen deutlich ggü. den negativen. Es ist nicht auszuschließen, dass das auch kippen kann. Ich rechne aber im Moment nicht damit.

    4. Magdeburg ist kein hoffnungsloser Fall. Die Stadt wird zwar hier aus städtebaulicher Sicht zurecht sehr kritisch gesehen, weist aber eine hohe Dynamik auf. Die Wirtschaft entwickelt sich gut, der Bevölkerungsrückgang wurde durch immer stärkeren Zuzug gestoppt, die Nachfrage nach attraktivem Wohnraum ist groß, die Übernachtungszahlen sind in den vergangenen Jahren (vor Corona) immer schneller gewachsen und die Bürgerschaft erwacht 30 Jahre nach der Wende immer stärker zum Leben. Ich als gebürtiger Magdeburger habe in meinen 30 Lebensjahren diese Stadt noch nie so dynamisch erlebt. Hier kann man noch richtig was erleben und da müssen wir als Stadtbild-Initiative ordentlich mitspielen.

  • Na ja, wenn man von vornherein alles schlechtreden will und ein Haar in der Suppe sucht, wird es überhaupt nichts. Wie Manuel Re geschrieben hat: was soll man dort sonst tun? Mehr vom Bisherigen?

    Natürlich ist das Translokationsprinzip in dieser Situation das einzig Wahre, siehe Berliner Nikolaiviertel und alle anderen oft erwähnten Beispiele. Die Rekobewegung muss an irgendeinem Stadium angelangt das Prinzip der Standorttreue aufgeben.

    Natürlich ist beim transloziierten Wiederaufbau besonders auf Qualität zu achten.

    Das Translokationsprinzip ist in dieser Stadt auch nicht ganz neu. Als im ausgehenden 19. Jahrhundert und beginnenden 20. Jahrhundert einige kulturhistorisch wertvolle Gebäude den Neubauten des Historismus weichen mussten, hat man die Fassaden einiger alter Bürgerhäuser an anderer Stelle neu erschaffen.

  • Ich teile die Skepsis von Resurrectus . Im Berliner Nikolaiviertel bildet die Nikolaikirche einen authentischen Mittelpunkt. Auch das Knoblauchhaus und einige andere Häuser sind dort am Originalstandort erhalten geblieben. Das Ephraimpalais als bedeutendster Profanbau des Ensembles wurde nur wenige Meter vom Originalstandort versetzt wiederaufgebaut. Am Prämonstratenserberg muss man die historischen Bezugspunkte erst einmal herausarbeiten.


    Der Gedanke, dass die Grünfläche nördlich vom Kloster bebaut wird, ist für mich zunächst ungewohnt. Sicherlich wird das für viele Magdeburger erst recht gelten. Schauen wir uns das Gelände einmal näher an! Olaf Meister, der für die Grünen im Stadtrat sitzt, hat letzten Montag Fotos gemacht. Ich denke, mit Blick auf die anstehende Debatte.


    Blick von Süden über das Kloster Unser Lieben Frauen zur Johanniskirche (Foto: Gregor Rom, 4. Dezember 2020, CC-BY-SA-4.0)


    An der Nordseite der Klosterkirche liegen die Konventsgebäude. Dort gibt es Sanierungsarbeiten. Hinter dem roten Kran ist die Schmalseite des langgestreckten Plattenbaus zu sehen, der das zu bebauende Areal nach Westen begrenzt. Seine Schaufassade wurde 2013 neu gestaltet und sieht jetzt richtig schick aus. Man kann Ostmoderne auch sehr elegant herausputzen. Dieses Gebäude soll ja stehen bleiben und die neuen Häuser etwas Abstand halten. Das geht für mich dann in Ordnung. Nach Norden wird das Areal vom östlichen Ende des Allee-Centers und von der Ernst-Reuter-Allee begrenzt. Hinter der Straße folgt dann die Johanniskirche, die einen Altstadtanschluss gewährleistet. Westlich der Johanniskirche liegt das Rathaus und der Alte Markt. Nach Osten zur Elbe hin ist das Gebäude der Reichsbahndirektion (auf den Fotos nicht mit drauf) als einziges historisches Gebäude in dem Bereich erhalten. Direkt am Flussufer waren früher Bahnanlagen.


    Blick über das Gelände im Bereich der einstigen Heiligegeiststraße nach Westen. Links hinter den Bäumen liegen ein modernes Gebäude und das Kloster (Foto: Olaf Meister, 1. März 2021, CC-BY-SA-4.0)


    Blick über das Gelände im Bereich der einstigen Straße Pfeifersberg nach Süden zu einem modernen Gebäude und zum Kloster Unser Lieben Frauen (Foto: Olaf Meister, 1. März 2021, CC-BY-SA-4.0)


    Blick über das Gelände im Bereich der einstigen Weißgerberstraße nach Norden zur Johanniskirche

    (Foto: Olaf Meister, 1. März 2021, CC-BY-SA-4.0)


    Blick über das Gelände im Bereich der einstigen Straße Pfeifersberg nach Norden zum Allee-Center und zur Johanniskirche

    (Foto: Olaf Meister, 1. März 2021, CC-BY-SA-4.0)


    Blick vom Turm der Johanniskirche zum Allee-Center an der Ernst-Reuter-Allee, dahinter links der langgestreckte Plattenbau und ganz am Rand die Klosterkirche. In der Ferne die Grüne Zitadelle (in Rosa mit goldenen Kugeln) und die beiden Türme der katholischen Kathedrale St. Sebastian

    (Foto: Stefan Flöper, 18. Februar 2014, CC-BY-SA-4.0)


    Es gibt zu den verschwundenen Straßen Wikipedia-Artikel mit genauen Angaben zum Häuserbestand. Ich vermute, dass Olaf Meister diese Artikel angelegt hat. Er engagiert sich für den Denkmalschutz. Eine Wiederherstellung der historischen Straßenverläufe und Orientierung an den dort einst vorhandenen Häusern würde dem Projekt die von Resurrectus gewünschte historische Authentizität verleihen.

    Heiligegeiststraße

    Weißgerberstraße

    Pfeifersberg


    Wie man sieht, würde sich das Rekoprojekt Prämonstratenserberg doch gut in die Altstadt einfügen und eine Verbindung zwischen dem Kloster Unser Lieben Frauen und der Johanniskirche herstellen. Hinter dem Dom liegen zur Elbe hin Reste historischer Bebauung. Der Dom und das romanische Kloster sind die ältesten Teile der Stadt. Der schöne Skulpturenpark rund um das Kloster wäre von dem Bauvorhaben nicht betroffen. Vereinzelte Skulpturen befinden sich in der nördlichen Grünanlage. Sie können bleiben oder umgesetzt werden. Einer rekonstruierenden oder historisierenden Bebauung am Prämonstratenserberg steht aus meiner Sicht nichts entgegen.

  • Die Visualisierung auf dem Foto ist keine Flächenrekonstruktion, sondern eine gänzliche Neuschöpfung.

    Nein, wir müssen uns um jede Stadt kümmern, gerade um die, die es am nötigsten haben. Außerdem wollen viele Magdeburger das. Bitte informieren Sie sich erst gründlich, ehe Sie hier Pessimismus verbreiten, der nicht angebracht ist. Und kommen Sie bitte nicht wieder mit dem Ulrichskirchen-Gejammere, das hat mit diesem Thema nicht viel zu tun.

    Naja gut, es ist keine Flächenrekonstruktion dann eben eine Neuschöpfung in Traditioneller Form in Anlehnung an den historischen Stadtgrundriss.

    Manuel Re ,ich will Sie in ihrem Optimismus ja nicht bremsen, nur hier erinnern sich nicht zu sehr auf etwas zu versteifen.Pessimistisch bin ich überhaupt nicht,ich versuche die Dinge nur Realistisch und mit etwas

    Abstand zu sehen.Und was heißt viele Magdeburger?Gibt es Zahlen?Und Ulrichskirchengejammere ist es auch nicht.Die Ullrichskirche war ein Geschichtlich sowie Städtebaulich sehr wichtiges Gebäude für MD. Ich finde es schade das sie Abgelehnt wurde. Aber es handelte sich um ein Kirchengebäude und Atheisten mögen so etwas nun mal nicht in einer Stadtmitte.Manuel Re,wenn Sie und Ihre Mitstreiter die Zeit, Lust und Freude haben sich um all jene Städte(wie viele sind es eigentlich,5,10,20,oder mehr?) zu kümmern die Rekos (wie viele sind es insgesamt denn da,10,20,30,oder mehr?) besonders nötig haben,dann haben Sie alle ein sehr ausgefülltes Leben noch vor sich.

    Manuel Re,ich will kein Wasser in den Wein gießen,setzen Sie sich für das ein, was Sie für gut und richtig halten.:smile:

  • Also ich bleibe auch skeptisch, wünsche MD aber alles Gute.

    Schön, wenn man wenigstens die alten Straßenverläufe, die es dort wohl gab, wieder aufnehmen will. Das ist dann wenigstens ein authentischer historischer Bezug.


    Ich war noch nie da und kann eigentlich nicht mitreden (Frage: Wer vor Ort zeigt mir mal MD??)

    Schön, ist was ich auf Google sehe, dass man in den letzten 30 Jahren wohl doch sehr nachverdichtet hat. Ich habe das Stadtbild noch sehr viel zerfledderter in Erinnerung (aus Fotos). Ja und ich glaube, dass die Städte Ostdeutschlands prinzipiell boomen tun und werden. Und immerhin hat MD eine großartige Vergangenheit, an die man anknüpfen kann!


    Wie gesagt, wichtiger als verschobene Rekos finde ich das Nachverdichten und das Wiederaufgreifen des historsich kleinteiligen Stadtgrundrisses.


    Noch eine Frage: Wer hat denn diese (an sich ja schön gemachte) Strichzeichnung aus der BILD gemacht? Jemand aus dem APH hier? Ist as ein aktueller Planungsstand oder eine Träumerei von jemandem?

  • Ich biete mich da gern an!
    Einfach Bescheid geben, wenn du mal in Magdeburg bist. Gilt natürlich auch für andere hier. cheers:)

  • Nein, weil dieses gotisch war und daher sich nicht mit den geplanten Bauten, die ja eher barock sind, vertragen würde.

    Schade drum.

    Ist für mich eins der wichtigsten Häuser der Stadt.

  • Noch eine Frage: Wer hat denn diese (an sich ja schön gemachte) Strichzeichnung aus der BILD gemacht? Jemand aus dem APH hier? Ist as ein aktueller Planungsstand oder eine Träumerei von jemandem?

    Das war Pake Jeyabalan, Architekt aus Berlin.

  • Nein, weil dieses gotisch war und daher sich nicht mit den geplanten Bauten, die ja eher barock sind, vertragen würde.

    Das ist für mich jetzt allerdings wirklich nicht nachvollziehbar. Zum einen standen in jeder deutschen Stadt - und stehen in den unversehrten heute noch - Bauwerke aller Epochen dicht an dicht. In Magdeburg selbst ja auch. Alleine von daher finde ich dieses Argument komplett unverständlich.


    Und dann: Ich kann ja unter gewissen Schmerzen damit leben, dass Häuser an anderer Stelle rekonstruiert werden als sie standen, wenn der ursprüngliche Bauplatz nicht mehr zur Verfügung steht. Aaaaber: ein geschichtlich wichtiges Haus, das man an seinem Ort rekonstruieren könnte, nicht zu rekonstruieren, um an dessen Stelle ein anderes zu rekonstruieren, das da nie stand: Da ist für mich Schluß. Da mache ich nicht mehr mit.

    In dem Viertel müssen erst einmal alle wichtigen Häuser rekonstruiert werden, die da standen. Und dann kann man meinetwegen darüber nachdenken, die verbleibenden Lücken mit "translozierten Rekonstruktionen" zu füllen.

  • Aaaaber: ein geschichtlich wichtiges Haus, das man an seinem Ort rekonstruieren könnte, nicht zu rekonstruieren, um an dessen Stelle ein anderes zu rekonstruieren, das da nie stand: Da ist für mich Schluß. Da mache ich nicht mehr mit.

    Deine Argumentation teil ich wohl, allein, sie greift in diesem Fall auch zu kurz. Das besagte gotische Haus stand auch nicht am Prämonstratenserberg, sondern direkt hinter bzw. nördlich vom Landtag, bzw. direkt östlich des Hundertwasserhauses.

    In dem Viertel müssen erst einmal alle wichtigen Häuser rekonstruiert werden, die da standen.

    Dort standen eben KEINE wichtigen Häuser, es war eine vollkommen triviale 0815-Bebauung. Es sind auch kaum Fotos dokumentiert.

    ABER: Bis in die 60er Jahre standen dort noch einige Häuser, die erst danach abgeräumt wurden. Hier ein Foto aus den 60ern.


  • Das besagte gotische Haus stand auch nicht am Prämonstratenserberg, sondern direkt hinter bzw. nördlich vom Landtag, bzw. direkt östlich des Hundertwasserhauses.

    Oh, dann war das offenbar ein Mißverständnis. Ich hatte Fuldatalers Beitrag so verstanden, dass das Haus auf dem Areal des Prämonstratenserbergs gestanden hätte.

    Die Antwort: "Nein, weil es gotisch war" hat dann nicht unbedingt zur weiteren Klärung beigetragen.

  • Ich verstehe allerdings auch immer noch nicht so ganz, warum man ein Haus nicht rekonstruieren sollte, weil es aus einer anderen Epoche als die Mehrzahl der ins Auge gefassten Rekos stammt. Diese Mischung der Epochen machte doch gerade den Reiz der untergegangenen Städte aus.

  • Blick von Süden über das Kloster Unser Lieben Frauen zur Johanniskirche (Foto: Gregor Rom, 4. Dezember 2020, CC-BY-SA-4.0)

    Mal ehrlich, dieses Plattenbauviertel sieht ja dermaßen scheußlich aus. Wie kann ein normal denkender Mensch nur auf die Idee kommen, so etwas mitten in eine Stadt zu klotzen?