Dresden - die Innere Neustadt

  • Vielleicht sollte man das Hotel Stadt Leipzig direkt mit machen. Tut sich da eigentlich mal was?

    APH - am Puls der Zeit

  • Seit vielen Jahren frage ich mich schon, warum dieses prachtvolle Gebäude überhaupt leer steht. Seit wann steht es denn überhaupt schon leer und gibts evt. auch Innenansichten?

  • Es dürfte wohl am heftigen Verkehr an der Ecke liegen. Im SSC-Forum schlug ein Nutzer vor, einen Tunnelbau entlang des Neustädter Ufers anzulegen, mit einer Tunnelzufahrt in der Hainstraße. Die Diskussion gab's ja auch schon mehrfach, es würde die Verbindung Altstadt-Neustadt erheblich verbessern und die Gegend beleben. Gerade auch in der Meißner wären erst dadurch auf beiden Seiten Rekos möglich, und auch Neustädter Rathaus usw. dürften realistischer werden. Alles viel zu autozentriert dort bislang.

  • Ich denke auch, dass Tunnel die beste Lösung wären. Siehe Wiener Platz oder Waldschlösschen-Tunnel. Aber solche großen Lösungen halte ich im Moment für utopisch. Man ist ja schon mit dem Projekt "Stadtbahn 2020" beschäftigt bzw. überfordert.

  • Ich halte von Tunneln in der Innenstadt überhaupt nix. Man verwandelt damit an den Tunnel-Ein- und Ausfahrten große Areale in tote Gegenden, siehe Wiener Platz. Sowas halte ich für schädlich für ein Stadtzentrum. Meine Meinung.

  • Verstehe ich nicht. Dass westlich und östlich vom Wiener Platz alles tot ist, liegt doch nicht an den Tunneleinfahrten. Der Platz der an den Ein- und Ausfahrten verloren geht, wird ja oberhalb des Tunnels mehrfach kompensiert.

  • Die Dresdner müssen dem Stadtplanungsamt nun ganz genau auf die Finger schauen und wenn es notwendig ist auch hauen, dass aus dem Neustädter Markt kein zweiter seelenloser Postplatz wird! Die Orientierung muss der Neumarkt sein!


    An diesem Platz wird sich entscheiden, ob Dresden wieder eine zusammenhängend urbane Stadtlandschaft erhält oder ob der Neumarkt eine paradiesische Insel inmitten eines furchtbaren Ozeans bleibt.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Das folgende Bild zeigt den Zustand der Dreikönigskirche im Sommer 1984 – vom Kirchenschiff standen nur noch die Umfassungsmauern. Glücklicherweise war der barocke Altar, eine Schöpfung des großen Benjamin Thomae, in seinem wesentlichen Bestand erhalten geblieben.



    Eine analoge Aufnahme von 1951:
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    Heute sieht der Altar so aus, bekanntlich erfolgte keine rekonstruktive Ergänzung:



    VonUser: Kolossos - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3970843



    Das freilich war ursprünglich anders geplant. Ende 1985 wurde in der Sächsischen Zeitung folgender Artikel über den seit reichlich einem Jahr laufenden Wiederaufbau der Dreikönigskirche veröffentlicht (man beachte den letzten Satz):





    Der Zeitungsbericht verschweigt, dass die Baumaßnahme von der westdeutschen Schwesterkirche finanziert wurde; vollständig oder jedenfalls zum weitaus größten Teil (das entzieht sich meiner Kenntnis). Für die chronisch devisenklamme DDR war das ein lukratives Geschäft: Baumaterialien, Bautechnik und das – in Anbetracht des Vorwende-Lohnniveaus - recht „preiswerte“ Personal (incl. erstklassiger Restauratoren) wurden mit der „Binnenwährung“ DDR-Mark bezahlt, die Finanzierung erfolgte aber in Westmark.
    1989 kam es dann zur politischen Wende in der DDR und in der Folge zur Währungsunion (1. Juli 1990). Jetzt waren die echten Preise zu berappen – in „Westgeld“. Damit war es wohl unumgänglich, das Projekt hier und da etwas „abzuspecken“.


    Letztlich können wir aber froh sein, dass die Kirche überhaupt noch existiert (was die Gesamtkubatur betrifft). Denn nach den beschlossenen Planungen von 1969 sollte das Kirchenschiff abgerissen werden, lediglich der Turmbereich wäre stehengeblieben. Dort hatte die Gemeinde schon in den Jahren zuvor einige Räume für sich nutzbar gemacht. Das betreffende Modell sieht man hier (wie gesagt, das waren keine Planungsspielchen, sondern bestätigte Bauprojekte für die Zeit bis etwa 1980 – der Albertplatz wäre nicht mehr wieder zu erkennen gewesen:
    Klick

  • Hotel an der Marienbrücke


    Die Bodenplatte ist fast vollständig und es entstehen die ersten EG-Wände


    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Die Stadt Dresden hat einen Gestaltungs-Wettbewerb für den Bereich Neustädter Markt ausgelobt. Hier einige Auszüge:



    Quelle (vollständige Fassung):
    http://www.aksachsen.org/filea…2018-OJS087-196109-de.pdf

  • Antonstraße 43 - Super8 Hotel


    Blick auf das Hotel von der Marienbrücke aus. Es dürfte bald Richtfest sein, da man schon am Staffelgeschoss arbeitet.


    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.

  • Richtfest ist am Donnerstag 14 Uhr. Unpassende Bemerkung gelöscht; bitte nicht auf dem Niveau (Der Moderator). Die Benchmarks waren sogar so dreist die GestaKo dazu einzuladen. Leider haben normale Menschen da leider ja nen Job zu erledigen. :thumbdown:

    Edited once, last by Der Moderator ().

  • Königsufer und Neustädter Markt


    https://www.neustadt-ticker.de…fer-und-neustaedter-markt

  • Ich muß gestehen, ich schwanke zwischen freudiger Erwartung und absoluter Panik.
    Dürfen denn die Entwürfe dann jetzt gezeigt werden?

    "Willst du eine Stadt vernichten, baue Kisten, Kisten, Kisten!"

  • Nein. Erst nachdem die Jury ausgewählt hat.
    Es gelten die selben Regeln wie in der ersten Runde

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.


  • Zitate aus dem Barock in zeitgenössische Architektur übersetzt: So sollen die Neubauten aussehen.
    Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten



    http://www.dnn.de/Dresden/Loka…igshoefe-startet-im-Maerz

  • Das Schweigen hat ein Ende und dies ist ein Gutes!!
    Der Sieger für das Königsufer-Neustädter Markt steht fest.
    https://www.dresden.de/de/stad…fer-neustaedter-markt.php


    In meinen Augen der zweitbeste Entwurf wurde zum 1. Preis gekürt. Der beste wäre jener gewesen, welcher eine identische Straßenraumgestaltung, wie vor 1945 gehabt hat, also eigentlich unrealistisch gut war.
    Ich war bei beiden Runden zum Kommentieren der Entwürfe anwesend und kann sagen, das von den 28 Entwürfen am Anfang in der zweiten Runde 3 gute, einer mit Altmarkt-Niveau und ein moderner mit Flachdächern war. Also am Ende ist dank Bürgerbeteiligung alles gut ausgegangen.



    Der Entwurf ist sehr kleinteilig, hat eine sehr gute Struktur, welche z.B. den Durchbruch zur Rähnitzgasse, ebenfalls einen Durchbruch auf der anderen Platzseite, einen einstöckigen Pavillion an der Stelle des Biergartens, sowie eine Rekonstruktion der Ecke neben dem Blockhaus vorsieht.
    Des weiteren bleiben die Brunnen erhalten und die Dachlandschaft an der Elbe wird abwechslungsreich mit ein paar kleinen Details, wenn die denn wirklich kommen.
    Der Platz könnte noch ein paar Bäume mehr bekommen, aber auch die Quartiere dort sind nicht zu übertrieben groß und gestalten die Platzform natürlicher.
    Seht selbst und bildet euch ein Urteil




    Quelle:
    Stadt Dresden
    https://www.dresden.de/de/rath…lungen/2019/02/pm_044.php


    Die Sieger sind BERND ALBERS Gesellschaft von Architekten GmbH, Berlin mit Prof. Günther Vogt, Landschaftsarchitekt in Berlin/Zürich

    Wenn nicht anders angegeben, sind alle Bilder von mir.