Grünberg Lutherhaus

  • Riegel war etwas streng in seiner Formulierung, aber in einem hat er recht: wenn wir Forumsdiskutanten die Rekonstruktion propagieren wollen, dann brauchen wir schon ein wenig mehr Informationen. Und selbst die Fotos vom Bauplatz sowie das Modell reichen da nicht aus. Deine Aufgabe ist es, uns hier mit so vielen Hintergrundinformationen wie möglich zu versorgen, damit wir, wenn Rückfragen kommen, diese kompetent beantworten können. Ansonsten werden die wenigsten sich dem Risiko einer Blamage aussetzen.

    Das kann ich ja verstehen. Nur kann ich die Hintergrundinformationen und all das Material was (laut Geschichtsverein) vorhanden ist, erst präsentieren, wenn ich es habe. Diesrs bekomme ich im Laufe des Februars. Bisher ist das Projekt noch nicht öffentlich (sprich in der Presse). Ich wollte und will natürlich auch erstmal gucken, wie der Rückhalt für mich bei euch ist, da ich schon gerne mit Rückendeckung arbeite.

  • Wenn ich mir die beiden Fotos vom heutigen Zustand so anschaue,sehe ich nicht, das an der Stelle ein Gebäude fehlt.Ich weiß nicht ob die Grünberger Bürger wirklich etwas stark vermissen an ihrem Marktplatz.Ich sehe es so,wenn man dieses "Lutherhaus" irgendwann wieder aufbauen sollte ist es ok,wenn nicht ,ist es auch ok.

  • Wurde eigentlich schon mal bei den Besitzern des Hauses Marktgasse 2 in dem sich Elektro Licher befindet vorsichtig angefragt? Ich befürchte aufgrund des ziemlich geringen Abstands dürfte sich der Wiederaufbau sehr ungünstig auf die Lichtverhältnisse im Gebäude auswirken und daher der Wiederaufbau auf wenig Gegenliebe stoßen....

  • Wenn ich mir die beiden Fotos vom heutigen Zustand so anschaue,sehe ich nicht, das an der Stelle ein Gebäude fehlt.Das"Lutherhaus wurde schon Ende des 19Jh.abgerissen.Wenn das Lutherhaus der Stadt und seinen Einwohnern sehr wichtig ist, hätten sie es schon längst wieder aufgebaut.Anscheinend war und ist es bis heute nicht so.Ich sehe es so,wenn man dieses "Lutherhaus" irgendwann wieder aufbauen sollte ist es ok,wenn nicht ,ist es auch ok.

  • Vielleicht wäre ein Bisschen mehr Begeisterung angebracht? Ich finde es toll, dass janpmw sich für den Wiederaufbau des Lutherhauses engagiert - wenn sogar ein Investor Interesse hat...

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Ich freue mich über jedes rekonstruierte Gebäude. Leider stimmen mich mehrere Dinge skeptisch - insbesondere die Tatsache, dass für Neubauten die Vorschriften des Baugesetzbuchs gelten, mitsamt Abstandsgeboten etc. Solche Fragen müssten zuallererst geklärt werden, sonst hat kein noch so gut dokumentiertes Gebäude eine Chance auf Wiederaufbau

  • Das zweite Bild im Strang zeigt ja bereits eine Photomontage mit dem zu rekonstruierenden Haus. Der Abstand zum rechten Nachbarn erscheint da nicht so gering.


    Mich würde aber interessieren, was der Inhaber des "Neusehland" dazu sagt, daß ihm mit dem Bau ein Schaufenster verloren geht.


    Auch der Baum müsste weg. Gibt es da keine Umweltschützer, die deswegen einen Aufstand machen?


    Aber das wird janpmw sicher alles abklären. Meine Rückendeckung ist auf jeden Fall da.

    Es werden so viele Fachwerkhäuser abgerissen, daß man sich über jeden Neubau freuen muss.


    Die von Riegel erwähnten Fassadenpläne würden mich auch interessieren. Bekommen wir die zu Gesicht?

  • Jetzt baut doch nicht Hürden und Bedenken auf, während "janpmw" noch gar nicht mit der Idee richtig angefangen hat. Scheitern kann man immer. Was er aber schreibt, klingt doch erst mal recht positiv.

    Auch der Baum müsste weg. Gibt es da keine Umweltschützer, die deswegen einen Aufstand machen?

    Wie viele Bäume werden ständig gerodet für irgendwelche Neubauvorhaben auf Brachgrundstücken?... Der Bauherr kann ja eine ökologische Ausgleichsmaßnahme anbieten. D.h. an anderer Stelle der Stadt pflanzt er zwei neue Bäume. Das sollte bei diesem einen Bau nicht ein so großes Problem sein.

  • WAS erwartest du?

    Einfach mehr Hintergrund... jetzt ist es ja gegangen. :smile: Jetzt haben wir mindestens mal Fotos des Modells und des Bauplatzes. Weshalb muss man Dir denn alle Würmer aus der Nase herausziehen? Das jetzt da eine Komunalwahl dazwischen kommt, ist nun mal einfach so, aber dann hättest du auch mit dem Eröffnen eines Stranges bis dann warten sollen.


    Wie gross ist denn deine Faszination für das Haus? ist sie wirklich so gross (ich weiss, ich provoziere dich jetzt einbisschen)? Jedenfalls bist Du auf meine Ausführungen zu den Fotos nicht eingegangen, nicht mal auf die Inschrift im Türsturz, nicht zu meinen Angaben über die Auflösung von Fotos, nicht auf meine Einwände bezüglich möglicher Nutzungen, einfach auf nichts. Ich wiederhole: So rekonstruiert man keine Häuser.


    Zum Modell: Wann wurde das gebaut? ich denke eher, dass es als schönes Ausstellungsstück angefertigt worden ist, nicht aber als wissenschaftliches Anschauungsobjekt. Als solches ist es für eine Rekonstruktion nicht brauchbar, da muss man wirklich mit den vorhandenen Fotos arbeiten.


    Und was sagt der nordwestlich anstossende Grund- und Ladenbesitzer, wenn ihm nach über 100 Jahren einfach wieder was vor die Nase gesetzt wird? Das dürfte das grösste Problem sein, das sich einer Rekonstruktion des Lutherhauses in den Weg stellt.



    Und nun nochmals zu deinem Stil:

    WAS erwartest du? Ne riesen Vorstellungsrunde mit Powerpoint-Präsentation und anschließender Expertenrunde? Bevor du da urteilst, erkundige dich erst über andere Projekte von mir. Danke.

    [...]

    Im Anhang die gewünschten Bilder. Vielleicht stimmen diese dich ja optimistischer 😏✌️

    Ich hoffe, dass Du bei deinem Projekt künftig mit deinem Schreibstil keine Leute vergraulst. Ich habe um Informationen gebeten, die ich hier nicht gefunden habe. Ich habe vielleicht zu nachdrücklich geschrieben, dass man bei einer Initiative sehr viel arbeiten muss, und die Leute nicht warten lassen kann. Man muss die Leute im richtigen Zeitpunkt an sich ziehen und begeistern. Über andere Projekte von Dir werde ich mich nicht informieren; Du musst dich doch verkaufen, nicht wir. :wink:


    Grünberg Lutherhaus Südostfassade

    Durchzeichnung der Südostfassade aufgrund von Fotos in bildindex.de.

    (bitte Urheberrecht beachten!)

  • Seit doch bitte nicht so ungeduldig mit janpmw. Gut Ding will Weile haben.

    Ihr seit ja wie die Kanpfhunde die endlich ein neues Rekonstruktions-projekt gefunden haben! Lach...

    Ein Super Projekt! Man merkt, dass janpmw sich mit dem Projekt schon laenger beschaeftigt hat.

    Vieleicht will der Betreiber des Biergartens sich ja ins neue Haus vergroessern?

    Dann waere Dieser auch ein Unterstuetzer...

  • Wenn ich mir die beiden Fotos vom heutigen Zustand so anschaue,sehe ich nicht, das an der Stelle ein Gebäude fehlt.Ich weiß nicht ob die Grünberger Bürger wirklich etwas stark vermissen an ihrem Marktplatz.Ich sehe es so,wenn man dieses "Lutherhaus" irgendwann wieder aufbauen sollte ist es ok,wenn nicht ,ist es auch ok.

    Eben. Einfach Mal optimistisch und ohne Zwang denken und nicht alles gleich scjekcht reden. So werden solche Projekte gleich zu Anfang zerredet.

  • Jetzt baut doch nicht Hürden und Bedenken auf, während "janpmw" noch gar nicht mit der Idee richtig angefangen hat. Scheitern kann man immer. Was er aber schreibt, klingt doch erst mal recht positiv.

    Wie viele Bäume werden ständig gerodet für irgendwelche Neubauvorhaben auf Brachgrundstücken?... Der Bauherr kann ja eine ökologische Ausgleichsmaßnahme anbieten. D.h. an anderer Stelle der Stadt pflanzt er zwei neue Bäume. Das sollte bei diesem einen Bau nicht ein so großes Problem sein.

    Ich bin Skeptiker bei meinen anderen Projekten gewohnt. So etwas bestärkt nur im Erhalt und der Rekonstruktion von Gebäuden.

  • Eine Kommunalwahl hat nichts mit der Eröffnung eines Stranges hier zu tun. Schön wäre es wohl, wenn Kommunalpolitiker sich für uns (ohne das wir die Werbetrommel klopfen müssten) interessieren würden. Dafür bin ich und alle anderen von uns aber da, um diese für uns zu gewinnen und ich wage ganz stark zu bezweifeln, dass hier viele Politiker mitlesen.


    Meine Faszination für dieses Gebäude ist groß. Wie auch für einige andere Gebäude und auch Rekonstruktionen. Hier sei u.a. die Rettung der alten Post in Gießen, die Teilrekonstruktion des Wetzlarer Domplatz es und des Kornmarkt 1 (ebenfalls in Wetzlar), mein Engagement für die Altstädte der Region Mittelhessen zu nennen. Falls du social Media nutzt, kannst du gern Mal eine meiner Gruppen (; Historische Mitte Gießen, historische Mitte Laubach, Stadtbild Mittelhessen und noch einige andere) besuchen. Dort findet ein täglicher Austausch über Bauprojekte und Altstädte der Region statt. Ich bin daher (meiner Meinung nach) kein Unbekannter auf dem Terrain.


    Und zu deiner Info: Ich glaube ich habe genug Initiativen initiiert, um zu wissen, dass man scheitern kann. Das gehört leider dazu.


    Da man Projekte so wie du es ja anscheinend gern tust, sonst hättest du dir den 2. Kommentar sparen können, zerredest und mit kaltem Pessimismus abstrafst, poste ich dazu nichts mehr bzw. nur noch in meinen social Media Kanälen. Sollte es zum vorliegenden Thema eine Pressemitteilung geben, werdet ihr davon erfahren.

  • Gerne lasse ich dir natürlich den Jahresbericht meines Regionalverbandes zukommen, dass du dich selbst in Ruhe einlesen kannst, mit welchen Themen und Orten ich mich bisher (meist erfolgreich) beschäftigt habe.

  • janpmw Du missverstehst ein bisschen meine direkte Wortwahl, wofür ich Verständnis habe. :wink: Ich plaudere Dir jetzt mal ein bisschen aus meiner Tätigkeit (in der Facebook absolut keinen Platz hat): Seit Jahren bin ich aktives Mitglied in Heimatschutz. In gewissen Verfahren sind/waren gemeinnützige Vereine einspracheberechtigt. So konnten wir an diversen Rechtsverfahren teilnehmen und uns einbringen.


    Meine Taktik innerhalb des Vorstandes war jeweils jene, dass ich mich in die Rolle des Gegners hineinversetzte. So begann ein interessantes Streitgespräch innerhalb der Runde, in der es nicht auf dem Beharren seiner Standpunkte drauf an kam, sondern um Argumente und Gegenargumente des Gegners auszuloten. So eine Art Rollenspiel. Deshalb kann es sein, dass ich hier im Forum ab und zu fordernd wirke. Das erlaube ich mir halt manchmal, dafür liefere ich im Gegenzug auch mal was, was vielleicht nicht gerade jedermann hat.


    Ich kann Dir jetzt schon verraten, dass ich auch die nordöstliche Seitenfassade schon fast fertig gezeichnet und die Balkenlagen und Eckverbindungen bereits skizziert habe. Zu Aussagen zum ursprünglichen Aussehen des Erdgeschosses - auch in den rückwärtigen Bereichen - muss ich leider passen; da habe ich praktisch keine Hinweise ausmachen können. Dass das Dach ursprünglich mit einem Halbwalm abschloss, halte ich für praktisch gesichert. Die Halbwalmfläche könnte sogar nasenartig nach vorne gewölbt gewesen sein. Und am Eckpfosten des 1. Obergeschosses muss mal eine Statue mit Baldachin gestanden haben. Vielleicht Luther?


    Von der Grösse des Hauses, gleicher bis nachfolgender Zeitepoche und Art des Fachwerks ist die rekonstruierte Löwenapotheke in Aschaffenburg vergleichbar.


    Und das Haus dauernd schmackhaft machen gehört auch zu Öffentlichkeitsarbeit:


    Grünberg Lutherhaus Türsockel

    Hauseingang, Schnitzereien am Türsockel. Ausschnitt aus fm812195a von bildindex.de.



    Grünberg Lutherhaus Eckdetail 1

    Eckdetail 1./2. Obergeschoss. Ausschnitt aus fm812195a von bildindex.de.

  • Ich finde janpmw macht hier ordentlich Arbeit.


    Er wollte sich ja nur Vorsichtig Rantasten ob er auf Resonanz oder keine Gegenliebe trifft.


    Ich sehe gute Chancen das das Lutherhaus zurückkommt, den Grünbergern ist ihr Marktplatz wichtig denke ich.

  • Jetzt baut doch nicht Hürden und Bedenken auf, ... (...)

    Entschuldigung. Das war eigentlich gar nicht so beabsichtigt. Ich würde dieses Vorhaben nur zu gerne, im Rahmen meiner Möglichkeiten, unterstützen.


    Bei dem Baum dachte ich nur spontan an die Baumrodungen in Grünheide, für den Bau der Gigafactory von Tesla. Das war/ist eine Plantage für Nutzholz. Also nur für den Zweck der Fällung gepflanzt. Und selbst dort haben sich die so genannten Umweltaktivisten an Bäumen festgekettet und sind vor Gericht gezogen.


    Beim Dresdener Hotel Stadt Rom, wurden ebenfalls Stimmen laut, die temporär angepflanzten Bäume dort dauerhaft zu erhalten. Bäume sind immer ein Streitthema. Man muss da mit allem Rechnen.


    Damit es keine böse Überraschung im Verlauf des Projektes gibt, sollte nur an jede noch so absurde, aber mögliche, "Hürde" gedacht werden. Natürlich kann man Ersatzbäume pflanzen. Aber die stünden dann eben nicht am Marktplatz, wo das Grün und der Schatten gebraucht werden. :wink:


    Ich möchte diese Idee auf gar keinen Fall schlechtreden. Und ich bin auch keiner der Skeptiker. Ich freue mich auf den Fortgang dieser Geschichte und habe dabei, nach den Schilderungen von janpmw, auch ein gutes Gefühl. :daumenoben:

  • Der Marktplatz ist ja ansonsten nicht bepflanzt, wenn ich das richtig sehe. Dort könnte man ja auch einen Baum pflanzen, eine Linde zum Beispiel.

  • Aber warum sollte man das machen? Marktplätze sind i.d.R. unbebaut und unbepflanzt, weil auf ihnen Markt gehalten wird bzw. wurde. Einen Baum dort zu pflanzen wäre ahistorisch und unsinnig.