Lübeck (Galerie)

  • Vielen Dank für diese eindrucksvollen Impressionen! Und wie immer sehr gut gelungene Bilder (Lob, Lob - ich kanns nicht so gut).
    Man sieht auf alle Fälle, daß es mal eine Hansestadt war - ich finde viel Ähnlichkeit mit Stralsund, aber Lübeck war wohl über viele Jahrhunderte mehr DER Knotenpunkt zwischen Nord- und Ostsee.


    Wie ich den Bildern entnehme, gibt es auch in Lübeck "rot-schwarz-gestreifte" alte Gebäude: St. Katharinen und der "Laden15", z.B. Das Stralsunder Wulflam-Haus ist auch so gestreift (Wulflam war zeitenweise Bürgermeister und ziemlich reich, deswegen konnte er sich ein Haus ähnlich aufwendig wie das Stralsunder Rathaus leisten).
    Mich würde mal interessieren, was das für eine Fassadenmode war, wann und wie lange die hielt, und ob das eine eher höher- oder mittelpreisige Angelegenheit war. Jedenfalls finde ich es bemerkenswert, daß man schon vor Jahrhunderten Backstein engobiert hat, um damit Mustereffekte zu verstärken.
    Und wo außer Lübeck und Stralsund es solche Häuser noch gibt, wäre auch interessant.

  • Ein Teil von Lubecks Charm ist ja die grossartige Gangen und Hofen - wie zum Beispiel Fuchtingshof die auch als Hintergrund in die Klassiker Nosferatu diente (Nosferatu wurde ja auch in Wismar gedreht).


    Backers Gang
    https://www.360cities.net/image/bckers-gang-in-lbeck-germany


    Gruner gang
    https://www.360cities.net/image/l-beck-gr-ner-gang


    Fuchtingshof
    https://www.360cities.net/image/l-beck-f-chtingshof


    Eine andere Klassiker ist Glandorps Hof
    https://www.360cities.net/image/l-beck-glandorps-hof


    Die geniale Schonsteinfegergang
    https://www.google.com/maps/@5…-ro0-fo100!7i11064!8i5532


    Zum Schluss einfach einfach grossartig......


    Beim Heiligen Geist Hospital
    https://www.google.com/maps/@5…-ro0-fo100!7i10908!8i5454

  • Danke, "wissen.de". Du hast Dir eigentlich ein paar vom aph-Forum gespendete neue Schuhsohlen verdient. Oder eine Fest-Anstellung bei google streetview.


    Hierzu allerdings eine kritische Anmerkung:



    Ich habe ja, im Vergleich zum laissez-faire z.B. eines "erbse", womöglich das Image eines Dogmatikers in der Auseinandersetzung zwischen Modernismus vs. Traditionalismus. Aber, das ist in der Praxis gar nicht so dogmatisch. Diese von Dir gezeigten Gebäude finde ich gar nicht schlecht. Natürlich sind das modernistische Bauten, und solche sollten auch im Altstadtbereich von Lübeck keine allzu große Rolle spielen. Aber in überschaubarer Menge stören sie nicht, und diese Gebeäude zeigen durchaus eine gewisse Sensitivität für das Umfeld. Sie stehen auf kleinen Parzellen, sie halten Flucht und zumindest halbwegs die Traufhöhe ein, sie orientieren sich in der Geschosshöhe halbwegs am Bestand, sie haben stehende Fensterformate, sie verwenden teils ortstypisches Backstein-Material. Nur ein steiles Dach fehlt. Ansonsten ist das Spiel mit den Fenstern im vorletzten Foto durchaus interessant und keinesfalls abstoßend.
    Sogar mit den eher dezenten unmittelbaren Nachkriegsbauten der 1950er und 60er Jahre kann ich noch irgendwie leben, so lange es keine konkreten Verbesserungspläne gibt.
    Weit mehr stören mich aber z.B. neben dem Sport-Karstadt folgende Gebäude in dem Stadtbild (ich muss wohl nicht erklären, welche Häuser auf den Fotos gemeint sind):


    Und dann diese Unart von Gebäude, einer der heißesten Abrisskandidaten in der gesamten Innenstadt. Widerlich! <X<X<X

    :kotz: :kotz:


    Wahmstraße/ Ecke Balauerfohr


    Hinzu kommt manch wenig altstadttauglicher Bodenbelag und manch billige Stadtmöbelierung. Aber das ist wohl teils auch dem Umstand geschuldet, dass Lübeck eben auch eine "normale" funktionierende Stadt ist und nicht nur ein touristischer Anziehungspunkt. Außerdem gibt es noch ein paar unsanierte Schmuddelecken und Graffiti-Wände, die mal grundgereinigt gehören.
    Ansonsten aber eine sehenswerte Stadt. Also, nochmals Danke.

  • Mich würde mal interessieren, was das für eine Fassadenmode war, wann und wie lange die hielt, und ob das eine eher höher- oder mittelpreisige Angelegenheit war.


    Die glasierten Backsteine kamen in der Gotik vor. Sie waren sehr teuer und an Kirchen und den Gebäuden des Rates/Häusern der Ratsherren zu finden.


    Dazu zitiere ich mal aus dem Buch "Altstadt von Lübeck - Stadtdenkmal der Hansezeit" von Manfred Finke:


    Das Buch ist übrigens sehr zu empfehlen. Neben den sehr fachkundigen und interessanten Texten enthält es auf über 300 Seiten hunderte von Fotos, Grundrisse und Grafiken, darunter auch einen hoher Anteil an historischen Abbildungen. Für den geringen Preis von nur 25 Euro ist dieses auch in der Verarbeitung hochwertige Buch wirklich geschenkt.

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • Hierzu allerdings eine kritische Anmerkung:


    Ich habe ja, im Vergleich zum laissez-faire z.B. eines "erbse", womöglich das Image eines Dogmatikers in der Auseinandersetzung zwischen Modernismus vs. Traditionalismus. Aber, das ist in der Praxis gar nicht so dogmatisch. Diese von Dir gezeigten Gebäude finde ich gar nicht schlecht. Natürlich sind das modernistische Bauten, und solche sollten auch im Altstadtbereich von Lübeck keine allzu große Rolle spielen. Aber in überschaubarer Menge stören sie nicht, und diese Gebeäude zeigen durchaus eine gewisse Sensitivität für das Umfeld. Sie stehen auf kleinen Parzellen, sie halten Flucht und zumindest halbwegs die Traufhöhe ein, sie orientieren sich in der Geschosshöhe halbwegs am Bestand, sie haben stehende Fensterformate, sie verwenden teils ortstypisches Backstein-Material. Nur ein steiles Dach fehlt. Ansonsten ist das Spiel mit den Fenstern im vorletzten Foto durchaus interessant und keinesfalls abstoßend.
    Sogar mit den eher dezenten unmittelbaren Nachkriegsbauten der 1950er und 60er Jahre kann ich noch irgendwie leben, so lange es keine konkreten Verbesserungspläne gibt.

    Diese modernistischen Häuser in der Straße An der Mauer wurden gerade im letzten Jahr fertiggestellt. Sie stehen mit ihrer Straßenfassade auf dem Verlauf der ehemaligen Stadtmauer. Vorher waren die Grundstücke seit dem Abriss der Stadtmauer um 1850 unbebaut bzw. im Teil zum Hüxterdamm hin stand ein Bunker aus dem 2. Weltkrieg. Wie alle Bunker in der Lübecker Altstadt sollte auch dieser eigentlich mit Backstein verkleidet werden und sich so ins Stadtbild einfügen. Dazu kam es aber wegen des Krieges nicht mehr und danach auch nicht. Er wurde dann vor ein paar Jahren abgerissen. Eigentlich sollte er an die ehemaligen Wasserkunsttürme am Hüxterdamm erinnern.


    Mit einer Abrissforderung wäre ich bei diesem Haus nicht so voreilig. Unter der potthässlichen 70er-Jahre-Eternit(Asbest?)-Verkleidung befindet sich ein Gründerzeitbau. Vom EG wird wohl nicht mehr viel übrig sein, aber es könnte gut angehen, dass sich unter der Verkleidung noch einiges Alte erhalten hat. Jedenfalls wäre das eher ein Reko- denn ein Abrisskandidat - hoffen darf man ja.


    Hier ein historisches Foto, das Haus ist dort ganz rechts zu sehen:



    Quelle: Wikipedia, gemeinfrei.


    Und übrigens: Die im Kern mittelalterlichen Häuser mit klassizistischen Fassaden dahinter überstanden allesamt den 2. Weltkrieg - und wurden in den 60ern dann für das abartige C&A-Gebäude abgerissen! Dabei wäre auf der anderen Straßenseite ein große Bombenlücke gewesen, wo man es ohne Abrisse hätte hinbauen können! :wuetenspringen::kopfwand::aufdenkopf::kopfschuetteln:
    Diese Gebäude stand nach dem Auszug von C&A einige Jahre leer und wird nun zu einem Ärztehaus umgebaut (siehe Gerüst links auf wissen.de´s Foto). Ins EG zieht ein Supermarkt. Leider wird es durch den Umbau (Grafik) nicht besser werden - es kommen offenbar sogar noch irgendwelche Kästen aufs Dach. Man hätte ja wenigstens die lange Fassade wieder in mehrere Einzelabschnitte unterteilen können...

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • @frank1204


    Gibt es ein Name/Geschichte oder Fotos zu die grossartige Platz beim Heiligen Geist Hospital (siehe meine letzte Link)?


    Beim Heiligen Geist Hospital
    google.com/maps/@53.8709617,10…-ro0-fo100!7i10908!8i5454

    Hmmm...
    Eigentlich nur, dass der kleine obere Bereich an der Königstraße (inoffiziell?) "Geibelplatz" heißt und dort das Denkmal des Dichters Emanuel Geibel steht:



    Foto: wissen.de



    Dieses Denkmal stand zu Beginn des 19.Jhdts. erst auf dem Koberg, bis dieser in den 30ern verkehrsgerecht umgebaut wurde:



    Fotoarchiv der Hansestadt Lübeck, sollte inzwischen gemeinfrei sein.


    Der Rest dieses Bereichs hat meines Wissens nach keinen Namen. Es ist auch eher eine Zufahrt und Parkplatz als ein Platz oder eine öffentliche Straße.


    Ansonsten wäre noch zu sagen, dass man in die Bürgergärten gelangt, wenn man durch die auf dem von Dir verlinkten 360°-Bild rechts neben dem weißen Fahrrad hinter dem Mann mit dem Smartphone zu sehende Pforte in der Ecke geht.

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • @frank: Vielen Dank für den Buchhinweis und die Datierung. 13. Jhdt. ist das also.

  • Weihnachtliches Lübeck 2018 - Teil 1


    Mit zwei Bilderserien :foto: aus dem weihnachtlichen Lübeck möchte ich euch allen schöne Weihnachten wünschen.
    Viel Spaß beim Ansehen!




    Abb.1: Los geht´s am Holstentorplatz: Holstentor, St. Marien, St. Petri und Salzspeicher mit weihnachtlicher Beleuchtung. Rechts lugt die Turmspitze von St. Aegidien über die Salzspeicher.




    Abb.2: Das gleiche im Detail. Die aus Glühbirnen bestehende leuchtende Fassadenumrandung der Salzspeicher, die übrigens ganzjährig hängt, aber nur in der Weihnachtszeit eingeschaltet wird, weist von Jahr zu Jahr mehr Lücken auf. Wahrscheinlich hat man einfach keine Ersatzbirnen mehr, da diese nicht mehr verkauft werden dürfen. Aber dann soll man doch auf LED-Lampen umsteigen - so wird es jedenfalls langsam etwas peinlich...




    Abb.3: Stadtseite des Holstentores. Links der nördlichste der Salzspeicher mit diversen "Licht-Lücken".




    Abb.4: An der Untertrave mit St. Marien und St. Petri. Links die Fischstraße, halbrechts die Braunstraße.




    Abb.5: An der Obertrave, ebenfalls mit St. Marien und St. Petri. Ganz links die Holstenbrücke.




    Abb.6: Blick durch die wunderbare Kleine Petersgrube hinauf nach St. Petri.




    Abb.7: Westfassade von St. Petri mit weihnachtlichem Sternenschmuck. In der Kirche fand ein Kunsthandwerkermarkt statt.




    Abb.8: Auf dem Markt: Die strahlenförmigen Lichterketten überspannen den kompletten Platz. In der linken unteren Bildecke ist ein Teil des Rathauses zu sehen.




    Abb.9: Weihnachtsmarkt mit Rathaus bei Tageslicht.




    Abb.10: Rathaus-Nordfassade am Marienkirchhof, auf dem ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt zu finden ist.




    Abb.11: Rathaus-Nordfassade mit Weihnachtssternen im Detail.




    Abb.12: Blick in die umgekehrte Richtung nach St. Marien.




    Abb.13: Der Weihnachtsmarkt auf dem Marienkirchhof mit St. Marien und Kanzleigebäude, die sich am Ende dieses Platzzwickels fast berühren.




    Abb.14: Und wiederum in die umgekehrte Richtung mit Marienwerkhaus (hinten) und St. Marien (rechts).


    Fortsetzung folgt...


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  • Weihnachtliches Lübeck 2018 - Teil 2


    Den zweiten Teil der Bilderserie widme ich dem Weihnachtsmarkt auf dem Koberg. Dieser vollständig erhaltene Platz bietet architektonisch wunderschöne Perspektiven.



    Abb.1: Blick zum Heiligen-Geist-Hospital, in dem - wie auch in St. Petri - ein Kunsthandwerkermarkt stattfand. Rechts eine Fassade der Pastorenhäuser von St. Jakobi.




    Abb.2: Auf dem Koberg-Weihnachtsmarkt steht jedes Jahr ein Riesenrad. Die Aussicht muss atembraubend sein; ich muss gestehen, dass ich da aber noch nie mitgefahren bin. Im Hintergrund St. Jakobi.




    Abb.3: Noch einmal St. Jakobi durchs Riesenrad gesehen.




    Abb.4: Rechts an der Koberg-Westseite das Hoghehus mit klassizistischer Fassade; dahinter befinden sich aber zwei mittelalterliche Häuser.




    Abb.5: St. Jakobi hinter den renaissancenen Pastorenhäusern. St. Jakobi ist übrigens für mich von den Proportionen her die schönste der Lübecker Altstadt-Kirchen! Das Haus mit dem Treppengiebel rechts ist die historische Schiffergesellschaft.




    Abb.6: St. Jakobi und Heiligen-Geist-Hospital.




    Abb.7: Weihnachtliches Heiligen-Geist-Hospital




    Abb.8: Pastorenhäuser vor St. Jakobi. Unten, erkennbar an den geschlossenen grauen Fensterläden, wurden übrigens vor einiger Zeit öffentliche Toiletten eingebaut... :kopfschuetteln:




    Abb.9: Weil´s so schön ist, noch einmal der Blick zurück zum Heiligen-Geist-Hospital. Sehr interessant sind die aus dieser Perspektive und bei der Innenbeleuchtung gut zu sehenden Gewölbe des Kirchenraums!




    Abb.10: Blick auf das nördliche Seitenschiff von St. Jakobi. Links die Westfassade des westlichen Pastorenhauses.




    Abb.11: St. Jakobi, Innenraum, Blick nach Osten. Die Kirche ist im Krieg glücklicherweise unzerstört geblieben und hat so ihre alte Ausstattung bewahrt!




    Abb.12: St. Jakobi, Blick auf Altar und Chor im Detail - frohe Weihnachten! :)



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  • Hochwasser am 2.1.2019 - Teil 1


    In Lübeck gibt es bei starkem Ostwind hin und wieder mal Hochwasser. Wenn zuvor Westwind herrschte, der das Wasser aus der Lübecker Bucht drückte und so für Niedrigwasser sorgte, addieren sich das Zurückschwappen ("Badewanneneffekt") und die sturmbedingte Flut zu einem ziemlich hohen Wasserstand. Es war gestern mal wieder so weit. Der Pegel erreichte nachmittags 6,79m (der mittlere Wasserstand liegt bei 5,09m!). Die Straße An der Obertrave und die einmündenden Gruben standen wie immer als erstes unter Wasser, aber dass auch Teile der deutlich höher gelegenen Straße An der Untertrave gesperrt werden mussten, kommt dann doch nicht so häufig vor - ich kann mich nicht an das letzte Mal erinnern...


    Von diesem Ereignis zeige ich heute mal eine eindrucksvolle Bilderserie, die ich bei strahlendem Wetter und kurz vor dem Höchststand (bei ca. 6,70m) gemacht habe.



    Blick von der Wallstraße zur Obertrave. Die Fußgängerbrücke zur Musikhochschule war nicht mehr passierbar.




    Blick von der Dankwartsbrücke nach Nordosten mit St. Marien und St. Petri.




    Gleicher Blick im Detail




    Blick von der Dankwartsbrücke Richtung Südosten mit Domtürmen. Dieser Bereich der Obertrave liegt am tiefsten und wird bei Hochwasser stets zuerst überschwemmt.




    An der Obertrave von der Ecke Dankwartsgrube Richtung Norden gesehen.




    An der Obertrave zwischen Dankwartsgrube und Hartengrube mit Dom.




    Daraus Detail 1...




    ...und Detail 2




    Es folgen Bilder vom sogenannten "Malerwinkel" aus gesehen: Danktwartsbrücke vor St. Marien und St. Petri.




    Ecke Hartengrube/An der Obertrave mit Dom.




    Nochmal die südliche Obertrave mit Dom.




    Alte Speicherhäuser Ecke Dankwartsgrube/An der Obertrave. Links Turm von St. Petri, rechts St. Aegidien.



    Es folgen ein paar Bilder aus den betroffenen Rippenstraßen:



    Untere Dankwartsgrube Richtung Obertrave gesehen. Da war eine ganz ordentliche Strömung! Drei Minuten zuvor konnte ich noch von der Brücke hinten in die Straße gehen.




    Untere Hartengrube. Da hatten die neuen Bäumchen gleich ordentlich Wasser. Ich frage mich allerdings, wie hoch der Salzgehalt ist...




    Die Düstere Querstraße zwischen Dankwarts- und Marlesgrube - auch hier war kein Durchkommen mehr.




    Die untere Marlesgrube




    Marlesgrube, Nordseite.




    Marlesgrube, Südseite


    Fortsetzung folgt...


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  • Hochwasser am 2.1.2019 - Teil 2


    Es folgen die restlichen Bilder:



    Die Große Petergrube steigt ziemlich steil an, so dass das Wasser hier im Gegensatz zu den zuvor gezeigten Straßen hier kaum hineinreicht.




    Die Kleine Petersgrube ist ein wenig mehr betroffen, steigt dann aber auch schnell an.




    An der Untertrave (mit Salzspeichern und Holstentor): Hier stand das Wasser bis zum Rand. Normalerweise sind da fast 2m von der Kante bis zur Wasserlinie. Das Wasser quoll allerdings aus den Gullis der Straße, die etwas tiefer liegt als die Kaikante, so dass die Einmündungen von Beckergrube, Fischergrube und Große Altefähre unter Wasser standen, was ein ziemliches Verkehrschaos erzeugte, da der gesamte Verkehr durch die Engelsgrube umgeleitet werden musste, die normalerweise für den Durchgangsverkehr gesperrt ist.




    Nochmal an der Untertrave: Holstenbrücke und Salzspeicher. Wie auf dem Schild zu lesen, fahren dort normalerweise die Fahrgastschiffe durch!




    Wieder zurück an der Obertrave, nördliches Ende an der Holstenstraße.




    Die historischen Salzspeicher neben dem Holstentor




    Salzspeicher, Holstentor und -brücke. Da fahren sonst wirklich Ausflugsschiffe durch!




    Obertrave von der Holstenbrücke gesehen.




    Dito.




    Noch ein schönes Bild vom Abend - um 20:30 Uhr war der Wasserstand schon um ca. 40cm gesunken.




    Und zum Schluss noch ein schönes Panoramabild vom Malerwinkel. Den rechten Übergang habe ich nicht ganz sauber hinbekommen, mag da aber jetzt nicht noch länger dransitzen. Geht ja auch so. :D


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  • Architektonische Rundschau 1886.


    Eingebautes Wohnhaus in Lübeck, erbaut von Architekt Krüger in Kiel:


  • ^ Es handelt sich sich hier um das heute noch existierende Haus Musterbahn 3:


    Quelle: Wikipedia, gekennzeichnet als "free use", erstellt von Nutzer "Der Bischof mit der E-Gitarre"


    Die südliche Seite der Straße "Musterbahn" wurde nach dem Abriss der vormals hier stehenden Stadtmauer mit gründerzeitlichen Häusern bebaut. Das Haus Musterbahn 3 entstand 1878. Hier wurden die aus dem 16. Jahrhundert stammenden Terrakotten aus der Werkstatt des Statius von Düren vom im gleichen Jahr abgerissen Haus Braunstraße 4 wiederverwendet.


    Braunstraße 4, erbaut 1549, abgerissen 1878 :crying: (Quelle: Wikipedia, gekennzeichnet als "vermutlich gemeinfrei")

    Edit: Meiner Meinung nach ist das Bild seitenverkehrt - es ist aber so bei Wikipedia gespeichert.

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  • Lieber Frank,


    danke für deine Erläuterungen samt dem Foto. Diese Terrakotten hatten mich lebhaft an derartige Häuser von Statius van Düren in Mecklenburg, z. B. in Wismar, erinnert. Nun hat sich dies nach deinen Darlegungen bestätigt.

  • Architektonische Rundschau 1887.


    Singchor im Dom zu Lübeck, aufgenommen von Regierungsbaumeister U. Wendt in Eisenach:


  • Architektonische Rundschau 1887.


    Wohnhaus des Schlächtermeisters H. Heick in Lübeck, entworfen und erbaut von Architekt Julius Grube daselbst:


  • Ein respektabler Entwurf; wäre auch interessant zu sehen, die die Grundrisse über der kleinen Bodenfläche funktionierten. Allerdings muss ich auch sagen, dass das Haus mit seinen Erkern, dem Ecktürmchen und der Pseudomansarde ungefähr genauso wenig in die Lübecker Altstadt passt wie so mancher der in den letzten Jahren beseitigten Nachkriegsbauten im Gründerviertel.

  • Architektonische Rundschau 1887.


    Hier die Grundrisse vom Erdgeschoss und dem I. Stock des Schlächtermeisters Heick in Lübeck. Das kleine Haus auf unregelmäßigem Grundriss an der Ecke finde ich schon originell, interessant und malerisch. Die Erker waren wohl die einzige Möglichkeit, etwas Platz zu gewinnen. Allerdings stelle ich mir das Wohnen auf so engem Raum und über so viele Treppen, bzw. eine Wohnug verteilt über viele Etagen, recht beschwerlich vor.



    Hier der Text aus der Architektonischen Rundschau:

  • Architektonische Rundschau 1887.


    Wohnhaus des Schlächtermeisters H. Heick in Lübeck, entworfen und erbaut von Architekt Julius Grube daselbst:

    Allerdings muss ich auch sagen, dass das Haus mit seinen Erkern, dem Ecktürmchen und der Pseudomansarde ungefähr genauso wenig in die Lübecker Altstadt passt wie so mancher der in den letzten Jahren beseitigten Nachkriegsbauten im Gründerviertel.

    Das sehe ich genauso. Rein gründerzeitliche/wilhelminische Viertel, die als solche komlett neu gebaut wurden, können ganz fantastisch aussehen. Einzelne Häuser dieser Epoche, in mittelalterliche Altstädte eingestreut, sprengen dort jedoch fast immer die Proportionen und wirken zudem mit ihrem überladenen, meist ortsuntypischen Zierrat wie Fremdkörper.


    Wie auch immer - in diesem Fall hat es sich ohnehin erledigt, denn das Haus von 1886 mit der Adresse Kohlmarkt 14 wurde - wie der ganze Markt-Südriegel beim Bombenangriff 1942 zerstört.


    Hier zwei alte Ansichten:



    Quelle der Bilder: Wikipedia, dort als "vermutlich gemeinfrei" gekennzeichnet.

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