Lübeck (Galerie)

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    • Wir erreichen das Kanzleigebäude am Rathaus


      So, jetzt gibt es noch einige Innenansichten des Lübecker Bahnhofs










      Schön, dass hier die Fenster und sogar einige Türen noch original sind




      Und dann wurde es Nacht


      Es folgt dann noch der letzte Tag (leider war das Wetter nicht auf meiner Seite). Es gibt dann noch Aufnahmen aus dem Südosten, von der Kapitelstraße bis zur Hüxstraße, aber dann war es das so langsam, also bis später :) :)
      APH - am Puls der Zeit
    • Es startet der letzte Tag in Lübeck, vor uns liegen noch einige Teilbereiche im Süden und Südosten, also los geht´s.

      Beginnen wir mit dem Modell des vorgelagerten, leider abgerissenen zweiten Holstentores, welches heute im Miniaturformat zu begutachten ist. Immerhin!








      Es geht die Holstenstraße hinauf


      Über Kolk



      Und Kleine Kiesau




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    • Es geht weiter in der Kapitelstraße


      Pferdemarkt


      Dann Blick zum Lübecker Dom und zur Herz-Jesu-Kirche (hier war ich leider nicht drin, es wäre schön, wenn Frank hier vielleicht Bilder ergänzt)


      Wer seit Beginn des Rundgangs dabei ist, der wird sich an die Herz-Jesu Kirche erinnern, nur kamen wir da von der anderen Seite an dem Bau vorbei.

      Dom und Schloss Rantzau


      Kapitelstraße


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    • Wir erreiche die Mühlenstraße mit für Lübecker Verhältnisse sehr viel Gründerzeit!


      Am Ende der Straße folgt der Klingenberg








      Baustelle Richtung Osten. Egal wie der Bau aussieht, allein wegen der fehlenden Parzellierung kann das nichts werden, wieder eine vertane Chance.


      Und dann diese Unart von Gebäude, einer der heißesten Abrisskandidaten in der gesamten Innenstadt. Widerlich! <X <X <X


      :kotz: :kotz:
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    • Wir erreichen den Platz vor St. Aegidien, hier waren wir bereits, ich bin extra hierher zurück gekommen, um in die Kirche hinein zu gehen, aber leider hatte sie wieder geschlossen. :wuetenspringen: Daher wird auch hier Frank mit Innenaufnahmen helfen müssen. Ansonsten schauen wir uns aber nochmal den Platz im Detail an, wenn wir schonmal da sind :thumbsup:





















      Hier geht es später weiter, nach dem Aegidienvorplatz fehlt dann noch die Wahmstraße und die Hüxstraße, dann ist der Rundgang beendet :thumbsup:
      APH - am Puls der Zeit
    • Es geht die Wahmstraße entlang Richtung Westen




      Leider wurde dieser schöne Bau vom Transporter verdeckt




      Die Wahmstraße ist für Lübecker Verhältnisse ein Sonderfall, weil sie Mischgebiet ist. Oft ist in Lübeck entweder alles erhalten oder alles weg. Hier ist einer der wenigen Orte, wo wir eine Grenzsituation vorfinden.




      Der aufmerksame Betrachter sieht schon wieder das Unheil am Ende der Straße, das berüchtigte Haerder-Center
      APH - am Puls der Zeit
    • Wissen.de schrieb:

      Dann Blick zum Lübecker Dom und zur Herz-Jesu-Kirche (hier war ich leider nicht drin, es wäre schön, wenn Frank hier vielleicht Bilder ergänzt)

      Von Herz Jesu habe ich tatsächlich nur die folgende, leider ziemlich unscharfe Innenaufnahme von 2003, als ich noch keine gute Digitalkamera hatte:


      Propsteikirche Herz Jesu Lübeck, Foto von mir

      Herz Jesu ist übrigens keine "alte" Kirche, sondern neugotisch von ca. 1890. Sie passt sich aber mit ihrer Bauweise und den natürlich aussehenden Steinen in passender Farbe gut in die Altstadt mit den original gotischen Kirchen ein. Etwas unschön ist lediglich, dass sie verkehrt herum steht: Turm im Osten und Chor im Westen.

      Mehr Infos und auch ein besseres Innenraumfoto gibt es im zugehörigen Wikipedia-Artikel.
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)
    • Nach dem Konzil von Trient war es für die Errichtung katholischer Kirchen nicht mehr verpflichtend, dass die Kirche "geostet" ist, also der Chor des Gotteshauses nach Osten ausgerichtet ist.

      Was mich aber immer wieder entsetzt, was im Zuge des sog. "zweite Bildersturm" etwa ab 1955 alles in den im Historismus errichteten Kirchen vernichtet wurde. Beispielhaft hier im Falle der Herz-Jesu-Kirche in Lübeck wurde nahezu die gesamte Innenausstattung ab 1955 vernichtet, welche den II. Weltkrieg offenbar überstanden hatte. Man erkennt daran auch, dass damals die Neugotik von Seiten der Kunsthistoriker weitgehend als "wertlos" erachtet wurde. Für die einfachen Gläubigen, deren direkte Vorfahren für diese sicherlich gediegene Ausstattung gespendet hatten, wurde dies in aller Regel als schmerzhafter Verlust empfunden, der ausgeräumte Kirchenraum als öde und kahl.
    • Hier findet man ein Bild des Inneren vorm Bildersturm:

      bildhauer-seling.de/detailsStandort.php?id=41

      Der Hochaltar war anscheinen bei einem Brandanschlag 1972 schwer beschädigt worden. Der Rest der Ausstattung wurde aber 1955/1972 mutwillig aus der Kirche entfernt.
      Was man in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg alles noch in katholischen Kirchen im Zuge des Konzils (in Deutschland wohl besonders eifrig) zerstört hat, macht mich jedes mal wieder fassungslos. Eine beispiellose kulturelle Barbarei, die noch der wissenschaftlichen Aufarbeitung harrt.
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller
    • Wissen.de schrieb:

      Wir erreichen das Kanzleigebäude am Rathaus


      Von mir dann auch noch eine Bilderserie und Infos zum Kanzleigebäude, dessen erster Abschnitt am Rathaus gotisch ist und es dann zur Mengstraße hin in der Renaissance erweitert wurde. Das zweischiffige Erdgeschoss war ursprünglich zum größten Teil offen und an Händler/Handwerker vermietet. Um 1820 wurde die Seite zur Breiten Straße hin geschlossen und mit Fenstern versehen. Dieser Zustand blieb bis 2005 bestehen, als die Arkaden wieder geöffnet und verglast und an kleine Geschäfte und ein größeres Café vermietet wurden. Ich war zuerst komplett gegen diesen gravierenden Umbau und befürchtete eine Entstellung, aber das Ergebnis hat mich dann doch überzeugt, so dass ich nun gut damit leben kann und mittlerweile sogar finde, dass das Gebäude dadurch gewonnen hat. Die Seite zur Marienkirche blieb als Arkadengang immer offen. Zudem war ein Joch in der Mitte unter dem Erker als Durchgang auch immer offen geblieben.

      Zunächst Bilder von 2004 vor dem Umbau:


      Kanzleigebäude, Nordfassade mit St. Marien mit Anklängen an für Lübeck seltener niederländischer oder Weserrenaissance.



      Kanzleigebäude, Ostseite an der Breiten Straße 2004 mit noch geschlossenem EG. Die ursprünglichen Öffnungen lassen sich im Mauerwerk sogar noch ablesen.



      Kanzleigebäude, Ostseite mit Erker, Durchgang und St. Marien 2004



      Kanzleigebäude mit St. Marien, imposanter Anblick vom Schrangen 2004



      Kanzleigebäude mit St. Marien und Schwibbogen-Übergang zum Rathaus (links)


      Jetzt folgen Bilder vom Umbau 2005:


      Kanzleigebäude, Adlersaal im nördlichen Teil des 1.OGs. Die Gewölbebemalung mit Wappenadlern aus verschiedenen Epochen der deutschen Kaiser von 800-1800. Diese Bemalung stammt allerdings erst aus dem Jahr 1939. Heute ist hier und im EG ein Café mit besonderem Ambiente drin, war neulich erst da, sehr zu empfehlen! :thumbup:



      Kanzleigebäude, Adlersaal, Gewölbedetail



      Kanzleigebäude, Säulenkapitell im Adlersaal



      Der Erker an der Breiten Straße von innen



      Ladenlokal im wieder geöffneten EG kurz vor Fertigstellung. Ganz rechts ist Karstadt zu sehen.



      Der Durchgang unter dem Erker in der Mitte des Gebäudes. Die Wand hinten ist der östliche Abschluss der Marienkirche, die hier bis auf wenige Zentimeter an das Kanzleigebäude heranreicht! Dazu das nächste Foto:



      Marienkirche und Kanzleigebäude berühren sich fast! 8o Über dem Dach des Kanzleigebäudes ist der Turmhelm von St. Jakobi zu sehen.



      Kanzleigebäude, Saal im südlichen Teil des 1. OG mit - ich meine - originaler Renaissance-Vertäfelung. Durch die Fenster ist St. Marien zu sehen.



      Detail der Vertäfelung.



      Detail, Durchgang zum breiten Schwibbogen zum Rathaus. Am anderen Ende liegt das Büro des Bürgermeisters.



      Kanzleigebäude, Arkadengang am Marienkirchhof



      Und jetzt noch eine Ansicht von Mai 2017:


      Kanzleigebäude mit 2005 geöffneten und verglasten EG-Arkaden und Café. Im Gegensatz zu 2004 ist es hier jetzt sehr belebt und beliebt. Die Schirme stehen da jetzt allerdings immer und stören die Ansicht leider ziemlich... :thumbdown:

      Alle Fotos von mir von 2004-2017
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)
    • thommystyle™ schrieb:

      Hier findet man ein Bild des Inneren vorm Bildersturm:

      bildhauer-seling.de/detailsStandort.php?id=41

      Der Hochaltar war anscheinen bei einem Brandanschlag 1972 schwer beschädigt worden. Der Rest der Ausstattung wurde aber 1955/1972 mutwillig aus der Kirche entfernt.
      Du meine Güte :schockiert: - das war mir ja gar nicht bekannt! Die haben ja sogar die Kanzel rausgerissen - unglaublich! :kopfwand: :kopfschuetteln:
      Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)