Dresden - Neustädter Markt

  • Wie jetzt?! Ist das Narrenhäusl jetzt begraben? Wenn das tatsächlich so ist, ist es eine sehr,sehr niederschmetternde Nachricht aus Dresden und ein herber Rückschlag für die positive Entwicklung des N.Marktes.Wer oder welche politischen Kräfte haben es denn geschafft,es zu Fall zu bringen? Diese Nachricht schlägt ja ein wie eine Bombe.Ich bin jetzt echt Platt! :sad:

  • Die Veranstaltung, von der die DNN berichten, war eine Privatveranstaltung der "MSAO Future Foundation", einer Stiftung also. Zu Gast waren neben Vertretern der "Neustädter Freiheit" laut dem DNN-Artikel u.a. auch solche der GHND. Man darf also gespannt sein, was letztere darüber berichten. Dass das dort Diskutierte/Vorgeschlagene allerdings irgendeine Relevanz hat, kann ich derzeit nicht erkennen.


    Im Gegenteil erscheint mir der Bericht ziemlich paradox, da einerseits Stimmen genannt werden, die den Postplatz und den Straßburger Platz als unattraktiv bezeichnen, gleichzeitig aber dieses seltsame Projekt der Architektin Ines Miersch-Süß namens "Agora Königsufer" vorgestellt wird, von dem man noch nie gehört hat und das nach einem diffusen Wunschkonzert mit Begriffen wie "digitale Medien", "Archive", "MakerSpaces" und "Spielplätze im Freien" klingt.

  • ^^ Hah,Hah Mattielli. Ich finde das nicht zum lachen.

    Nun müssen wir aber weitere Informationen dazu abwarten.

  • Halt, halt!

    Das ist doch nur reine Idee von dieser Gruppe und in keinster Weise etwas Bindendes.

    Hier hat letztlich der Stadtrat zu entscheiden.

  • Danke, Resurrectus für das Zurechtrücken! Der Stadtrat hat sich meines Wissens für eine Umsetzung des Narrenhäusels ausgesprochen. Die (intrigante) Stadtplanung muss es „nur“ noch genehmigen…und die sollen endlich ihr verdankte Aufgabe erfüllen! Irgendwie arg, wie die Stadtplanung dem Stadtrat mit seinem nackten Arsch in Gesicht fährt (noch sehr nobel ausgedrückt)!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Die Initiative Neustädter Freiheit und Frau Ines Miersch-Süß haben nichts miteinander zu tun. Im Gegenteil, hier sind die Balzversuche wohl auch auf breite Ablehnung gestoßen. Die "Foundation" von Frau Süß rekrutiert sich pikanterweise augenscheinlich auch aus der weiteren Süß Verwandtschaft. Eine schreckliche Mischung aus Eigeninteresse, Nepotismus und Geltungsstreben offenbart sich da. Ihre Basslinie ist dabei das herausstellen Ihrer sächsischen Landesliebe. Für mich hört sich das alles aber viel eher nach sehr gelbem Wirtschaftslobbyismus an.


    Von dem Hokuspokus dieser Dame zurück zu echten Tatsachen. Den Arbeiten am Sockelbau beispielsweise. Gespannt wäre ich ja auch, welche Gartengestaltung letztlich angestrebt wird. Weiß hier jemand Genaueres? Anders als in der Umbau-Posse aus Altenburg wurde hier das Haus nicht verhohnepipelt. Es steht weiterhin fest am Elbufer:


  • Da tauchen modernistische Entwürfe auf, dann geht die Sache mit dem Narrenhäusl nicht voran.

    Ein Narr, wer Böses dabei denkt.

  • Bzgl. dem Narrenhäusel:

    - Der Stadtrat hat den Wiederaufbau beschlossen, den Entwurf für das Narrenhäusel abgesegnet und das Grundstück an Herr Wießner verkauft.

    - Der Baubürgermeister Stefan Kühn setzt sich zumindest offiziell für die Umsetzung des Projektes ein.

    - Mir ist keine alternative Bebauung für das Grundstück bekannt.


    Wenn das Narrenhäusel dann nicht realisiert wird, wären meines Erachtens Stadtrat und Baubürgermeister bis auf die Knochen blamiert.


    Wichtig ist halt das Herr Wießner durchhält.


    Ich sehe die neuen Entwürfe eher als Konkurrenz zu den weiteren angedachten Rekonstruktionen am Neustädter Markt.


    Das Palais Oppenheim konnten sie nur verhindern in dem sie es bei der Aufstellung des Bebauungsplans für die Lingnerstadt nicht berücksichtigt haben, was wohl der Stadtrat nicht bemerkt hat und als es dann auffiel wären die Kosten für die Umplanung so hoch gewesen, dass das Palais nicht mehr wirtschaftlich umsetzbar war.

  • Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung am 6./7. Oktober über die Sanierung des östlichen Brunnens auf dem Neustädter Markt entscheiden. Interessant ist eine ausführliche Dokumentation mit vielen Detailfotos des Brunnens im Rahmen des Förderantrags in der Vorlage.

  • Junge, Junge. Die beiden Kracht-Brunnen sind die allergeringsten Probleme, die wir gerade am Neustädter Markt haben.


    Vielleicht kommt demnächst die Situation (eigentlich ist die mit der Unterschutzstellung der gesamten Plattenbauanlage einschl. der B 170 (!!) und auch des Nachkriegs-Trümmergrüns anstelle der Barockhäuser schon längst eingetreten), dass du dich über die beiden Brunnen noch freust.


    Da kommt noch viel Schlimmeres .

  • Den Ostalgikern und besonders den charakterlosen Widerlingen der Neustädter Feigheit geht es auch nicht um den Erhalt von Ostdingen, denen geht es in erster Linie darum, prominent zu stören, Veränderungen im Sinne der Stadtreparatur zu verhindern und ihre eigne verwirrte Ideologie möglichst breit zu fächern.


    Wenn es denen nämlich um die angebliche Einzigartigkeit der Ostarchitektur in Dresden gehen würde, dann wären die Sanierungsergebnisse nämlich original und nicht gedämmt, verplankt und gestrichen. Genauso würde sich der Fokus dieser penetranten und hinterlistigen Lobbyisten dann nicht komischerweise nur auf innerstädtische Objekte beschränken oder eben auch Innenraumarchitektur oder in nicht so prominenten Ecken der Stadt. Denen geht es nur um Machtdemonstration und ein ostverpeiltes Ego mit Machenschaften aus rotester Vergangenheit der Parteienkungelei zu füttern. Und all deren Wünsche sollen bitte andere bezahlen, vorzugsweise die Stadtkasse (Brunnen, die blöde Kantine) oder man bürdet das Paket den Eigentümern (Denkmalstatus der Vonoviabauten, Cityherberge, etc.) auf.


    Und vor diesem Hintergrund sind die beiden Brunnen und deren Erhalt wirklich noch ein Momentum, mit dem man durchaus weiter am Platz leben kann. Schrecklich ist, das alles andere drum rum, dank ihrer Kungelei so bleiben wird.

    Schonmal bemerkt, dass sie für den Baumbestand am Königsufer die Prüfung der Gehölzschutzsatzung auf den Weg gebracht haben? Dann wär dort nämlich auch Sense mit dem Albersentwurf.

  • Schonmal bemerkt, dass sie für den Baumbestand am Königsufer die Prüfung der Gehölzschutzsatzung auf den Weg gebracht haben? Dann wär dort nämlich auch Sense mit dem Albersentwurf.

    Die vorderen Baäume stehen jetzt bereits unter Denkmalschutz. Deshalb plant man die Baulinie um 2 m nach hinten zu verschieben.

    Ergo kein Schließen des Raumes.

    Ergo Albers-Entwurf in seiner bisherigen Form (wenn nicht ganz) obsolet

    Ergo keine Reko an Kloster- und Großer Meißner Gasse (dort auch Reko von GrM 5 unmöglich, da Denkmalschutz vom Bellevue)


    Basta.

    Danke an Frau Prof. Schmidt nebst Anhängern und an die Sächsische Denkmalpflege.

    Für nichts!

  • Den Ostalgikern und besonders den charakterlosen Widerlingen der Neustädter Feigheit geht es auch nicht um den Erhalt von Ostdingen, denen geht es in erster Linie darum, prominent zu stören, Veränderungen im Sinne der Stadtreparatur zu verhindern und ihre eigne verwirrte Ideologie möglichst breit zu fächern.

    Siehe Potsdam.Da wird aus der linkspolitischen Ecke auch auf die städtebaulichen Veränderungen in der Stadtmitte seit Jahren unerbittlich Opponiert.

  • Dran bleiben, unterstützen und weiter stören. Wenn ihr das nicht könnt, wer sonst? Die Dresdner Bevölkerung? Die haben gerade andere Sorgen. Ihr habt doch mehr Ahnung von diesen Themen und schaut den Entscheidern zurecht auf die Finger. Ohne euch würden die doch machen was sie wollen.


    Wenn man alles den „Ostalgikern“ überlässt (was die sicherlich freuen würde), würde der Neumarkt heute anders aussehen. Im Osten gibt es gefühlt ein weit aus höheres Engagement für Städtereparatur, als in Westdeutschland (Ausnahme evtl. Nürnberg). Im Südwesten geht man schulternickend an solchen Themen vorbei. Ob ein historisches Gebäude abgerissen wird oder nicht, ist doch Wurscht! Finden viele Schade, aber was soll man machen!


    Es braucht ein Gegenpol, und der seit ihr! Bleibt dran!

  • Genau! Ich bin immer noch davon überzeugt, dass die Südseite/Königsufer bebaut wird - allein wegen der Einnahmen der Stadtkasse, wenn die Grundstücke verkauft werden. Das Narrenhäusl spielt dabei eine sehr wichtige Vorreiterrolle - ähnlich wie die Frauenkirche am Neumarkt. Wenn das Narrenhäusl steht, werden die meisten sich weitere Rekos vorstellen können.

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker