Wird New Orleans aufgegeben?

  • @ Hannoveraner:


    Schöne Ideen, aber würde New Orleans dadurch nicht zu einem starren Museum? Eine Stadt muss doch auch leben.



    Könnte man nicht auch (allerdings sehr teuer) auch die Höhe der Altstadt durch Aufschüttungen anheben und dann die Stadtt rekonstruieren bzw. die alten erhaltenen Gebäude anheben?

  • Ich habe heute im Weltspiegel gesehen, dass das French Quarter überwiegend im Trockenen liegt, also in dem Bereich über dem Meeresspiegel. Die weitläufigen Einfamilienhaussiedlungen sowie das Geschäftszentrum mit den Hochhäusern und dem "Superdome" wurden offenbar erst später in die Niederungen gesetzt...

    Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...

  • Die Bilder gestern in den Tagesthemen zeigten auch ein unzerstörtes French Quarter mit trockenen Straßen und eine Bevölkerung, die froh ist, dass sie nicht an der Evakuierung teilgenommen haben.
    Dass die Altstadt eine Art starres Freilichtmuseum wird glaube ich nicht, denn sie ist - im Gegensatz zum CBD und den Einfamilienhaussiedlungen - ein Stück funktinierende Stadt mit Mischnutzung und Leben auf den Straßen - rund um die Uhr. Kann mich aber auch irren, war noch nie da...

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • Quote from "Booni"

    Dass die Altstadt eine Art starres Freilichtmuseum wird glaube ich nicht, denn sie ist - im Gegensatz zum CBD und den Einfamilienhaussiedlungen - ein Stück funktinierende Stadt mit Mischnutzung und Leben auf den Straßen - rund um die Uhr. Kann mich aber auch irren, war noch nie da...


    Ich war schon da, wenngleich nur wenige Tage. Die "Altstadt", French Quarter und Umgebung, waren bereits damals eine Art Museum, aber eben eines, das auch aus Bars, Kneipen und Konzerträumen besteht. Deshalb war es auch lebendig, aber wohl hauptsächlich durch die dortigen Touris.


    Und zum Thema "Aufgeben" noch ein kleiner Verweis:
    Was wird aus New Orleans?
    Ich habe überhaupt keine Zweifel, dass es dort ruckzuck wieder weitergeht.

    Eine der vorzüglichsten Eigenschaften von Gebäuden ist historische Tiefe.
    Die Quelle aller Geschichte ist Tradition. (Schiller)
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten.

  • http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,387575,00.html\r
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 75,00.html


    Quote

    Die US-Katastrophenbehörde Fema hat in New Orleans erst für zwei Prozent aller hurrikanbeschädigten Gebäude Genehmigungen zur Reparatur erteilt. Denkmalschützer fürchten um Zehntausende historische Bauten - Immobilienhaie hoffen auf billiges Bauland.

    Wenn du ein Haus baust, denke an die Stadt (Luigi Snozzi)

  • Zwar ist dieser Faden sehr alt, doch wollte ich nach der längeren Zeit einfach mal vermelden, dass sich New Orleans trotz der schlimmen Hurrikane-Zerstörungen städtebaulich-architektonisch gut macht. Verlorene Urbanität wird wiedergewonnen, Neubauten werden meist an den regionalen Stil angepasst. An einigen Stellen gibt es sogar merkliche Verbesserungen gegenüber dem Zustand vor der Zerstörung.


    Hier wird zB eine Lücke mit einem toll eingepassten neuklassischen Neubau aufgefüllt: Kalorama Residences New Orleans (Quelle)


    Ein weiteres schönes Beispiel für ein neuklassisches Bauprojekt: 731 Street Charles Avenue (Rozas-Ward Architects)


    Hier ein Bild des historischen South Market Districts zum Vergleich.


    Und hier noch ein paar wunderschöne Bauten der Stadt, New Orleans boomt geradezu wieder!