• Diese grossartige Meldung möchte ich niemandem vorenthalten und in allen Landen verbreiten. In Stettin wurde die 1880 im klassischen Stil erbaute, verfallene Villa Nelle saniert. Für mich bereits jetzt die Sanierung des Jahres. Perfekter kann man einen Altbau nicht wiedererwecken. :applaus:



    Szczecin ul Slowackiego 3 zabytek

    Kapitel / Public domain



    Szczecin Słowackiego 3 willa (2020)

    Hoa binh / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Inzwischen wird auch fleissig an den Straßenbahngleisen der Stadt gearbeitet. Bislang sind 3 mustergültige Orte entstanden.

    Man kann nach der Sanierung nichts mehr von irgendeinem Unterschied zur deutschen Bauqualität erkennen.

    Die Strecken sind der Hingucker:

    Pogodno - Arkonska

    (Neue Verbindungsstrecke mit Sanierung der Wendeschleife in Arkonska und Stichstrecken im Bau; derzeit Linien 1, 3, 9 und 10)

    Plac Szarych Szeregow

    (Dreieck mit Strecke zum Plac Grunwaldzki, derzeit Linien 1, 5, 11 und 12) und ganz aktuell

    Kreuzung an der Hansabrücke

    (Komplettneubau, derzeit kein Linienverkehr, sonst Linien 2, 6, 7 und 8 )

  • Architektonische Rundschau 1903:

    Gedächtnisturm für Johannes Quistorp bei Stettin/Pommern. Architekt: Baurat Franz Schwechten in Berlin.


  • Architektonische Rundschau 1886.



    Das neue Konzert- und Vereinshaus in Stettin, entworfen und ausgeführt von dem Architekten Franz Schwechten in Berlin:



  • Der Quistorp-Turm wurde 1944 oder 1945 zerstört. Die genauen Umstände sind unklar. Seit 2009 arbeitet man in Stettin an Plänen für einen Wiederaufbau als Aussichtsturm. Auch die Erinnerung an Johannes Quistorp wird in der Stadt wiederbelebt.


    Ruine des Quistorp-Turmes (Wieża Quistorpa) auf dem 70 m hohen Arkonahügel (Wzgórze Arkony) im Ortsteil Wussow (Osów)

    (Foto: StasiÓ Stachów, 5. April 2016, CC-BY-3.0)


    Recht gut erhalten ist das neoromanische Sockelgeschoss aus Granit. Der eigentliche Turm war aus Ziegeln und ist fast völlig verschwunden.

  • Das Konzerthaus von Franz Schwechten wurde im Krieg beschädigt, war aber zunächst für den Wiederaufbau vorgesehen. 1962 wurde die Ruine schließlich doch abgetragen. Die 1948 gegründete polnische Philharmonie gab ihre Konzerte über Jahrzehnte im Rathaus. Erst 2011-2014 wurde ein neues Konzerthaus am alten Standort errichtet. Die Hausnummer ist sogar gleich geblieben. Architektonisch ist der Entwurf von Fabricio Barozzi und Alberto Veiga aber ganz anders.


    Stettin, ulica Małopolska 48 (ehemals Augustastraße 48), Neubau der Philharmonie (Foto: DrKssn, 3. Mai 2015, CC-BY-SA-3.0)


    Das Gebäude wurde 2015 mit dem Mies-van-der-Rohe-Architekturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. Die Fassade kann bei Dunkelheit in verschiedenen Farben leuchten - an patriotischen Feiertagen sogar in Weiß und Rot, den polnischen Farben.


    Das Gebäude der Philharmonie, rechts die Einfahrt zur Tiefgarage (Foto: MOs810, 28. Dezember 2015, CC-BY-SA-4.0)


    Mieczysław-Karłowicz-Philharmonie (Filharmonia im. Mieczysława Karłowicza w Szczecinie), Blick zum Haupteingang (Foto: DrKssn, 3. Mai 2015, CC-BY-SA-3.0)


    Mieczysław-Karłowicz-Philharmonie, im Hintergrund der Turm der Jakobskathedrale (Foto: DrKssn, 3. Mai 2015, CC-BY-SA-3.0)


    Stettiner Philharmonie, Detail der Fassade (Foto: Evidamii019, 24. September 2019, CC-BY-SA-4.0)


    Stettiner Philharmonie, Detail der Fassade (Foto: Evidamii019, 24. September 2019, CC-BY-SA-4.0)


    Die Fassade ist schon ungewöhnlich. Leider habe ich kein Foto, dass sie bei nächtlicher Beleuchtung zeigt. Deshalb hier noch eine Visualisierung, die 2008 von der Stadtverwaltung veröffentlicht wurde. Es gibt einige Abweichungen zum später realisierten Bau.


    Neubau der Philharmonie, Visualisierung von 2008 (Quelle: UMSzczecin, 2008, CC-BY-SA-4.0)


    Nachtrag: Hier gibt es noch ein schönes Foto, das die Philharmonie am frühen Abend des 10. April 2018 in patriotischer Illumination zeigt:

    24kurier.pl/media/5306728/20180410_200705.jpg (Foto: Katarzyna Lipska-Sokołowska)


    Die Leserkommentare auf der zugehörigen Internetseite (24kurier.pl/aktualnosci/wiadomosci/bialo-czerwona-filharmonia) diskutieren über das Datum 10. April. Es ist der achte Jahrestag des Absturzes der Regierungsmaschine bei Smolensk - aber auch der Todestag des Liedermachers Jacek Kaczmarski.

  • Als ich den Nachfolgebau sah, war ich wirklich enttäuscht. Der erinnert mich an eine fabrikmäßige, billige Verkleidung mit Wellblech. Dieses neue Haus kann dem massiven und wirklich edlen Stettiner Konzert- und Vereinshaus nach Plänen von Franz Schwechten nicht das Wasser reichen. Wirklich schade, dass man sich dagegen entschieden hat, das originale Haus wieder aufzubauen, wie dies ursprünglich ja mal vorgsehen war. Eine vertane Chance.