Städte und Sehenswürdigkeiten - die größten (positiven) Überraschungen

  • Ach ja: Triest. Eine der schönsten Städte der Welt.


    Ich finde Triest ist halt in eine der spannendsten Ecken Europas eingebettet. Das Viereck Kärnten-Slowenien-Istrien-Friaul ist wo die romanische, slawische und germanische Welt aufeinandertreffen und sich vermischen. Und das schlägt sich auch in der Architektur nieder. Es gibt unzählige attraktive Städte wie Udine, Piran, Muggia, Skofja Loka (Bischoflack) oder Motovun. Ebenso beeindruckend die Karstlandschaft und das Flusstal des Isonzo. Und nicht zu vergessen die hervorragenden Tropfen welche an den Karsthängen reifen sowie Trüffel und Schinken. :smile:

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Ich liebe Triest auch - ist wie Wien am Meer! Es gibt sogar eine Bewegung "Triest zurück zu Österreich" oder so, die sogar eine Demo in Wien veranstalteten und durch die Innenstadt zur Wirtschaftskammer wanderten, um dort die Petition abzugeben!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Quote
    und durch die Innenstadt zur Wirtschaftskammer wanderten

    da hams wenigstens gleich die maßgebliche Stelle erkannt. Art I B.VG 1929: Österreich ist eine demokratische Republik. Alles Recht geht von der Wirtschaftskammer aus.

    Triest hat mir übrigens niemals etwas bedeutet. Die Stadt ist völlig langweilig und architektonisch belanglos. Weder Fisch noch Fleisch, weder Österreich noch Italien. Und diese industriell verwüstete und autobahnzerfurchte Ecke kann mir schon überhaupt nicht zusagen. Derartige Träumereien scheinen mir überdies so anachronistisch wie nur irgendwas zu sein. Italien wird Triest verlieren, und ist wohl am besten Wege dorthin, aber nicht an Österreich. Und ich will kein Triest, Südtirol oder Friaul oder sonstwas, sondern mein Land zurück, wie es vor zwanzig, dreißig Jahren so war. Unlängst war ich in Weitra, das ich hier schon galeriemäßig gezeigt habe. Ganz abseits inmitten einer idyllischen Landschaft gelegen. Am Hauptplatz: Kebabstand. Die sehr schöne und stimmungsvolle Kirche war geschlossen, auf Nachfrage ist das jetzt immer so: nicht wegen Corona, sondern weil seit vier Jahren "Kirchendiebstähle" mit starken "Verwüstungen" stattgefunden haben. Komisch, meinte ich, warum gerade seit vier Jahren? Die Grenze zu Tschechien ist doch viel länger offen? Ich pfeif auf Triest und will Weitra zurück, so wie es war. Weitra war übrigens keine besondere "Überraschung" beim ersten Mal, eher das Gegenteil, das aber auch nicht wirklich. Wirkliche überwältigende Überraschungen waren 1985 Krumau, Budweis, Prachatitz, Zlabings, Neuhaus etc. Mit solchen Altstädten hab ich wirklich nicht gerechnet. Dort haben heute übrigens im Gegensatz zu damals die Kirchen offen. Dafür können sie gastronomisch nicht mit dem Weitraer Angebot mit.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Ja, Weitra gefällt mir auch sehr gut! Vor allem das Schloß und die Brauerei unterhalb. Überhaupt fand ich Weitra schon sehr südböhmisch bzw - mährisch mit dem einen oder anderen Skraffitohaus! Warum die Tschechen die Kirchen noch offen haben...und wir leider immer öfter nimmermehr. Die Antwort hat Uwe Steimle im MDR zu offen ausgesprochen und ist dafür aus dem Staatsfernsehen geflogen...


    ad Triest: Den Innenstadtbereich zwischen Schloß Miramar und dem Kaiser Maximilian Denkmal finde ich aber schon sehr schön. Die Stadtautobahn iss zugegebenermaßen eine Katastrophe, ebenso wie der Krankenhauskomplex am Berg, aber es gibt auch den wunderbaren St. Anna Friedhof, wo man die altösterreichische Geschichte so richtig inhalieren kann, falls es Dich doch einmal noch nach Triest verschlagen soll nur so als Tipp.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Schöne Überraschungen für mich waren Turin, Nancy, Altenburg, Flensburg, Helmstedt, Karlsruhe, Chemnitz, Rostock, und-- vor allem-- Troyes, mit ihren vielen kunstgefüllten Kirchen und unzählbaren Fachwerkhäuser!!


    Stendal war auch eine positive Überraschung, nicht nur wegen ihrer größtenteils unzerstörten Altstadt, sondern auch wegen dem herrlichen Gründerzeitviertel zwischen Bahnhof und Stadtzentrum. Von Salzwedel habe ich zwar viel erwartet, aber die Wirklichkeit hat's noch um einiges übertroffen.


    Ulm ist tatsächlich großartig, mit vielen erhaltenen Fachwerkstraßen und Altstadtwinkeln. Soest war angeblich stark kriegszerstört, erscheint aber eine intakte mittelalterliche Großstadt zu sein! Es wird sogar in Pablo de la Riestra's Buch Das Unzerstörte Erbe Deutschlands behandelt!


    Das eigentliche Altstadtzentrum von Koblenz ist ja erhalten und reizend! Ähnliches könnte man auch über Aachen sagen.


    Würzburg : ich werde nie vergessen wie wir vor vielen Jahren auf der Mainbrücke standen, da sagte meine Schwiegermutter plötzlich, "gei, do gibts aa in Deitschland scheene Flecken!"

  • Chemnitz wundert mich etwas. Was hat dich dort positiv überrascht? Was ich bisher davon zu sehen bekam war - aus Sicht des Liebhabers historischer Bausubstanz - eher deprimierend. Das zu DDR-Zeiten leergeräumte Zentrum jedenfalls bietet m. W. nicht mehr viele Anknüpfungspunkte an die Stadt vor der Zerstörung.

    In dubio pro reko

  • Wann warst dort? Jetzt ist es doch nicht mehr leergeräumt. Mir hat es eigentlich in seiner Vielschichtigkeit sehr zugesagt.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Ich kenne die Stadt nur von Bildern. Davon ausgehend würde ich sie in Sachen erhaltene Bausubstanz im Zentrum auf eine Stufe mit Dortmund stellen, das halt nur dichter mit westdeutschem Nachkriegsschrott bebaut ist. Ich lasse mich durch eine Galerie gerne eines Besseren belehren, weil ich ja der Überzeugung bin dass keine Stadt komplett hässlich ist sondern jede ihre attraktiven, sogar liebenswerten Seiten hat.

    In dubio pro reko

  • Chemnitz hat seinen Platz in diesem Strang verdient. Ich hab die Stadt nur auf Dias dokumentiert und kann daher keine Galerie bestellen. Ich war von der Innenstadt eigentlich ziemlich angetan. Man findet dort alles auf engstem Raum. Die Leere des soz. Wiederaufbaus ist überwunden. Ein Vergleich mit einer Ruhrgebietstadt ist mE völlig fehlt am Platz. Wo findest du dort so einen Platz: ,https://de.wikipedia.org/wiki/Theaterplatz_(Chemnitz)

    Aber auch der Neuaufbau ist für mich so gut gelungen wie nirgendwo. Stalinbarock, klassischer Sozialismus, dazu soz. Realismus, Ultramoderne, sogar ein Kolhoff-Haus, historisierender Wiederaufbau... und dazu sehr gut "inszenierte" erhaltene Bauten, alles vielschichtig und sogar mit Ansätzen von Kleinteiligkeit. Außerhalb des eigentlichen Zentrums Ansätze einer Altstadt am Schlossberg und sehr viel Historismus.

    Alle sächsischen Großstädte verfügen heute über ein sehenswertes Zentrum. Chemnitz sicher noch am wenigsten, keine Frage, aber das ist immer der Fall gewesen. Aber auch hier gibt es so etwas wie monumentales Pathos, ja eine gewisse Großartigkeit und Größe, die man in vergleichbar zerbombten Städten des Westens lange wird suchen können.

    Der Vergleich mit Dortmund ist schwierig, nicht nur, weil ich nie dort gewesen bin. Dortmund war immerhin Reichstadt. Chemnitz verglichen damit ein Nichts. Die erhaltene Substanz in Chemnitz ist natürlich marginal, da haben die die Bilder nicht getrogen. Aber am Markt ist ein tolles vieltürmiges Ensemble geblieben, die Stadtkirche, die beiden Rathäuser geben schon was her. Dazu ein altes Bürgerhaus und ein Jugendstilhaus, und der Rote Turm. Das ist alles um den Markt, aber zusammen mit der wilden Neubebauung ergibt das ein schönes Bild. Mir gefällt sogar der Kaufhof, https://de.wikipedia.org/wiki/Theaterplatz_(Chemnitz), er fügt sich auf seine Art ein. Wo hast du sonst so ein Stadtbild?

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Chemnitz hat seinen Platz in diesem Strang verdient. Ich hab die Stadt nur auf Dias dokumentiert und kann daher keine Galerie bestellen. Ich war von der Innenstadt eigentlich ziemlich angetan. Man findet dort alles auf engstem Raum. Die Leere des soz. Wiederaufbaus ist überwunden. Ein Vergleich mit einer Ruhrgebietstadt ist mE völlig fehlt am Platz. Wo findest du dort so einen Platz: ,https://de.wikipedia.org/wiki/Theaterplatz_(Chemnitz)

    Aber auch der Neuaufbau ist für mich so gut gelungen wie nirgendwo. Stalinbarock, klassischer Sozialismus, dazu soz. Realismus, Ultramoderne, sogar ein Kolhoff-Haus, historisierender Wiederaufbau... und dazu sehr gut "inszenierte" erhaltene Bauten, alles vielschichtig und sogar mit Ansätzen von Kleinteiligkeit. Außerhalb des eigentlichen Zentrums Ansätze einer Altstadt am Schlossberg und sehr viel Historismus.

    Alle sächsischen Großstädte verfügen heute über ein sehenswertes Zentrum. Chemnitz sicher noch am wenigsten, keine Frage, aber das ist immer der Fall gewesen. Aber auch hier gibt es so etwas wie monumentales Pathos, ja eine gewisse Großartigkeit und Größe, die man in vergleichbar zerbombten Städten des Westens lange wird suchen können.

    Der Vergleich mit Dortmund ist schwierig, nicht nur, weil ich nie dort gewesen bin. Dortmund war immerhin Reichstadt. Chemnitz verglichen damit ein Nichts. Die erhaltene Substanz in Chemnitz ist natürlich marginal, da haben die die Bilder nicht getrogen. Aber am Markt ist ein tolles vieltürmiges Ensemble geblieben, die Stadtkirche, die beiden Rathäuser geben schon was her. Dazu ein altes Bürgerhaus und ein Jugendstilhaus, und der Rote Turm. Das ist alles um den Markt, aber zusammen mit der wilden Neubebauung ergibt das ein schönes Bild. Mir gefällt sogar der Kaufhof, https://de.wikipedia.org/wiki/Theaterplatz_(Chemnitz), er fügt sich auf seine Art ein. Wo hast du sonst so ein Stadtbild?

    Ich wurde sagen dass allgemein Sachsen einer Uberraschung ist. Die Erhaltungsgrad manchen Städten ist in restliche Europa unbekannt. Kassberg ist auch attraktiv.

  • Tja, Chemnitz. Fürwahr ein sehr gemischtes Bild, aber für mich gerade in der Vielfalt irgendwie reizend. Wir waren nur an einem sonnigen Nachmittag auf der Durchreise dort. Das Viertel in der unmittelbaren Umgebung vom Bahnhof ist noch gründerzeitlich. Unweit davon liegt der Theaterplatz, der m.E. zu den allerbesten noch vorhandenen gründerzeitlichen Ensembles in Deutschland zählt: Opernhaus, Kunstmuseum, neugotische Petrikirche! Das Museum ist übrigens wunderbar: die weltweit größte Schmidt-Rotluff Sammlung umrahmt von einem prächtigen Jugendstil Gebäude. Chemnitz ist schon deswegen eine Reise wert.


    Ein angenehmer Spaziergang führt, an einigen feinen Gründerzeitlern vorbei, zum Schloßteich und Schloßberg. "Schloß" besteht eigentlich aus der ehemaligen Klosterkirche (spätgotisches Netzgewölbe, einmalige spätgotische Skulpturen vom Meister Hans Witten) mit Kreuzgang, heutzutage als sehenswertes Museum für Sächsische Skulpturen des Mittelalters eingerichtet. Am Fuße des Schlossberges findet man sogar noch ein paar Fachwerkhäuser (Wirtshäuser). So weit ich mich erinnern kann, gibt's auch ein anständiges DDR Nachkriegsgebäude (eine Schule?) in der Nähe.


    Jetzt kehrt man zum Stadtzentrum zurück, das allerdings sehr undicht bebaut ist: angenehm grün beim Maiwetter. Ganz nach meinem Gusto sieht man auf dem Weg ein Paar schön restaurierte Industrielle Gebäude, die sicherlich für Altchemnitz typisch waren. Das alte und das neue Rathaus, eine einzige Rokoko Fassade, und die große im Jugendstil umgearbeitete Jakobikirche sorgen dafür, daß es mindestens ein paar historische Höhepunkte gibt. Man geht nach Norden vorbei an dem berühmten/verruchten Karl-Marx-Kopf-Komplex, das immerhin großzügig angelegt ist, und sicherlich einen zeithistorischen Wert hat. Ausnahmsweise fand ich hier die Zusammenstellung von gegensätzlichen Stilrichtungen echt interessant, im Vergleich zu vielen anonym-langweiligen Westdeutschen Stadtzentren. Bald landet man wieder beim Theaterplatz.


    Es empfiehlt sich so eine Stadt nur beim schönsten Wetter zu besuchen (und sich vorher um die Öffnungszeiten der Kirchen zu informieren)! Damit ist mein Lobgesang auf Chemnitz beendet. Bei Gelegenheit werde ich vielleicht eine kleine Bildergalerie zusammensuchen.

  • Schöne Überraschungen für mich waren Turin, Nancy, Altenburg, Flensburg, Helmstedt, Karlsruhe, Chemnitz, Rostock, und-- vor allem-- Troyes, mit ihren vielen kunstgefüllten Kirchen und unzählbaren Fachwerkhäuser!!


    Stendal war auch eine positive Überraschung, nicht nur wegen ihrer größtenteils unzerstörten Altstadt, sondern auch wegen dem herrlichen Gründerzeitviertel zwischen Bahnhof und Stadtzentrum. Von Salzwedel habe ich zwar viel erwartet, aber die Wirklichkeit hat's noch um einiges übertroffen.


    Das eigentliche Altstadtzentrum von Koblenz ist ja erhalten und reizend! Ähnliches könnte man auch über Aachen sagen.

    Das über die nördlichen Sachsen-anhaltinischen Kleinstädte wusste ich so nicht, interessant! Zum Thema Koblenz von mir nur folgendes, da ich dort letztes Jahr durchgekommen bin. Die kleine Altstadt in Richtung der Flussufer ist wirklich schön. Unser Hotel lag aber in einem wirklich fürchterlichen Nachkriegsgebiet, das auch schon innerstädtischen Charakter hatte und Fußgängerzone war. Ich dachte die ganze Zeit, wir wären schon in der "Altstadt" und war erschüttert. Von dort waren es etwas 15 min strammen Marsches zu Fuß in die Altstadt - vorbei an einer gründerzeitlichen Kirche - der Weg gehört zum Schlimmsten, was ich in deutschen Städten gesehen habe, und ich habe viel gesehen.


    Positiv überrascht an Koblenz hat mich neben der genialen Lage in der Tat die kleine Altstadt, die Lebendigkeit (es war gerade Altstadtfest) und die überraschende Dichte und Urbanität der Stadt, die man ihr beim bloßen Blick auf Einwohnerzahlen nicht zugetraut hätte, muss an der recht engen Lage im Tal liegen, aber selbst die wenigen erhaltenen Gründerzeitbauten wirkten eher großstädtisch und nicht wie in einer mit Mühe über 100.000 EW liegenden Stadt.

  • Ich wurde sagen dass allgemein Sachsen einer Uberraschung ist. Die Erhaltungsgrad manchen Städten ist in restliche Europa unbekannt. Kassberg ist auch attraktiv.

    Ja, wie Goethe sagte: "Sachsen Sachsen! Ey! ey! Das ist starker Tobak." Jetzt, da das wesentliche vom barocken Dresden wieder erlebbar ist, könnte man Sachsen als guterhaltene Kunstlandschaft betrachten. Die Stadtbilder sind absolut erstklassig. Leipzig, Görlitz, Bautzen, Meissen, Torgau, Pirna, Freiberg, Kamenz, Zittau, Schneeberg! Auch wohl Rochlitz, Marienberg und Annaberg. Noch dazu Zwickau, trotz Abrisse, und Plauen! Und, wie Ursus sagt, das fehlende Glied, Chemnitz, war nie eine der wichtigsten Altstadtbilder.

  • Zwei positive Uberraschungen waren fur mich Lyon und Genf.


    Besonders will ich hier erwähnen -zwei unterschiedliche Altstädte die nicht besonders gross sind - aber grossartig auf jedenfall.


    Carouge - mittelmeer im Schweiz - eine eingemeindete Unikat

    https://de.wikipedia.org/wiki/Carouge


    Rue du Marché

    https://maps.app.goo.gl/mySW1UrcsHmVtqs16



    Die eigentliche Altstadt - grossartig Erhalten

    https://maps.app.goo.gl/zDU3j3hEWVneiAj2A


    In solche gute Zustand

    1 Grand-Rue

    https://maps.app.goo.gl/S76LvVzmoTqvdDHD7



    Place de Neuve - direkt ausserhalb die Altstadt

    Place de Neuve

    https://maps.app.goo.gl/fmepLnMtqTofoSMv7


    Neustadt

    9 Rue François-Diday

    https://maps.app.goo.gl/1b64Xne4NV8kdshi8

  • Überraschungen trotz gewisser Erwartungen: Olmütz, Eperijes, Kuttenberg, Zagreb, Krumau, Zlabings, Jindr. Hradec, Hradec Králové, Pardubitz. Allem voran aber Olmütz.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Eine positive Überraschung war für ich Schwäbisch Hall. Ich habe damals noch gelegentlich mal eine geraucht und war auf einer Fahrt zu einer Tagung. Ich hatte noch etwas Zeit und dachte: "Rauchst Du noch eine und vertrittst Dir mal ein halbes Stündchen die Beine." Also bin ich Schwäbisch Hall herausgefahren. Ich wusste von der Stadt nichts, nur von der Bausparkassen-Werbung war sie mir ein Begriff. Und plötzlich stand ich auf der Freitreppe am Marktplatz und war begeistert.

  • Eine positive Überraschung war für ich Schwäbisch Hall

    Das ist in der Tat eine wunderschöne, sehenswerte alte Reichsstadt. Bei einem Besuch empfehle ich außerdem gleich noch das nahe gelegene, Kloster Großcomburg zu besuchen:


    1280px-Comburg_-_S%C3%BCdostansicht_aus_dem_Tal_2.jpg?uselang=de

    Quelle: Wikimedia Commons, Bild von Roman Eisele


    Hier rechts im Hintergrund:


    1280px-Schwaebisch_Hall_Historic_Center_and_Comburg.jpg?uselang=de

    Quelle: Wikimedia Commons, Bild von Weberjn

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Es gibt einen US-amerikanischen Football-Spieler, der in Schwäbisch Hall wohnt und dort wohl auch spielt. Er stellt auf youtube regelmäßig Liebeserklärungen an diese Stadt ein. Schön sind auch die Reaktionen seiner Verwandtschaft, als sie einmal zu Besuch waren. Ich glaube, die konnten das kaum von Disneyland (positiv gemeint, d. h. als nicht real-alltäglich) unterscheiden.

  • Es gibt einen US-amerikanischen Football-Spieler, der in Schwäbisch Hall wohnt und dort wohl auch spielt. Er stellt auf youtube regelmäßig Liebeserklärungen an diese Stadt ein. Schön sind auch die Reaktionen seiner Verwandtschaft, als sie einmal zu Besuch waren. Ich glaube, die konnten das kaum von Disneyland (positiv gemeint, d. h. als nicht real-alltäglich) unterscheiden.

    stimmt genau! Das habe ich auch gesehen auf Youtube. Seine Mama hat quasi spitze Schreie der Begeisterung ausgestoßen :biggrin:

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Bei solchen Geschichten denke ich, dürfen wir darauf nicht auch stolz sein? Auf unsere "german attractions"? Ich empfinde so etwas, wenn Touristen von unseren Städten und unserer Kultur begeistert sind. Daran ist nichts auszusetzen, auch wenn manche Zeitgenossen glauben das tun zu müssen.


    Übrigens finde ich die Wörter "Germany" oder "Allemagne" viel schöner als "Deutschland". Letzteres klingt so emotionslos.