Städte und Sehenswürdigkeiten - die größten Enttäuschungen

  • Ich war eigentlich von vielen englischen Städten enttäuscht, wie von Chester, Shrewsbury und Norwich. In Oxford war ich noch nicht, aber die ausführlichen APH-Galerien legen nahe, dass die Stadt meinen Erwartungen ob ihren Rufes nicht entsprochen hätte.

    Gibt es jemanden der von Rothenburg enttäuscht ist? Ich war es übrigens nicht. Allerdings auch nicht überrascht. Das zeigt halt die Subjektivität weniger des Erlebens als vor allem der Erwartungshaltung. Daher verkehren sich bei mir Enttäuschungen bei wiederholten Besuchen ins Gegenteil. Musterbeispiel war Bamberg, das ich als Nürnberg-Ersatz erwartet habe und als genuines "Bamberg" wertschätzen lernte.

    Die Diskussion von kriegszerstörten Städten ist problematisch. Mancher hat sich eine Stadt als nicht so zerstört vorgestellt als sie dann war. Bei mir war das zB in Jena so. Ein umgekehrtes Beispiel wäre Ulm. So gesehen lässt sich die Frage stellen, was man von Magdeburg erwartet hat. dessen Totalauslöschung am 13.1. 45 dem Stadtbildfreund ja bekannt gewesen sein sollte. Natürlich ist es ein anderes, das Ergebnis dann an Ort und Stelle zu sehen.

    Die übelste Enttäuschung wird für mich immer Nürnberg sein. Diesen städtebaulichen Horror, noch gesteigert durch punktuelle Schönheiten, hätte ich nie erwartet, und es gelingt mir irgendwie nicht, ihn zu verinnerlichen. Jeder Besuch, jede Galerie, jedes Bild bekräftigt aufs Neue, was die Erinnerung dann doch zu beschönigen tendiert.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Gibt es jemanden der von Rothenburg enttäuscht ist?

    Ja, ich. Die Lage überm Taubertal und die Stadtmauern sind großartig, aber die allermeisten Gassen empfand ich als eher flau. Mein subjektiver Maßstab waren die mir altvertrauten schwäbischen Altstädte wie Esslingen und Tübingen und da sind die Häuser im Durchschnitt um ein Stockwerk höher und die Gassen enger und verwinkelter. Rothenburg ist zwar der Fläche nach größer, aber die Bebauung wirkt kleinstädtischer. Und die äußeren, nach dem Krieg wieder aufgebauten Bereiche kamen wir ziemlich öde vor. Kurz gesagt: Rothenburg ist eine große Kleinstadt.

  • Gibt es jemanden der von Rothenburg enttäuscht ist? Ich war es übrigens nicht.


    Die übelste Enttäuschung wird für mich immer Nürnberg sein. Diesen städtebaulichen Horror, noch gesteigert durch punktuelle Schönheiten, hätte ich nie erwartet, und es gelingt mir irgendwie nicht, ihn zu verinnerlichen. Jeder Besuch, jede Galerie, jedes Bild bekräftigt aufs Neue, was die Erinnerung dann doch zu beschönigen tendiert.


    Ad Rothenburg ob der Tauber: Ich war mittlerweile schon zweimal dort und kann Dir diese Stadt und unbedingt in Kombination mit Dinkelsbühl, das Dir vermutlich noch besser, weil beschaulicher), gefallen wird! Ein amerikanischer Freund hat mir vor 2 Jahrzehnten einmal von RoT erzählt und dass diese Stadt genau so ist, wie sich ein Amerikaner "Good Old Germany" immer vorstellt und dass die Stadt obendrein nur so von Amerikanern wimmelt. Es war dann auch so, wie er berichtete. Die Stadt selbst fand ich einfach wunderbar. Um es kurz zu machen, wenn Du Dir Rothenburg anschauen möchtest, dann würde ich das an Deiner Stelle heuer machen, weil die Massen an Amerikanern (und Japanern) dieses Jahr ausbleiben werden und diese Stadt womöglich die Beschaulichkeit von Dinkelsbühl heuer teilen wird!


    Ad Nürnberg: Leider für mich auch die größte Enttäuschung. Der einzige Licht(augen)blick war die perforierte Weißgerbergasse, aber ansonsten habe ich mich wirklich geärgert, dass ich den langen Weg überhaupt auf mich nahm. Da Rothenburg nur ca 1 Stunde von N entfernt war, gab es dann noch also noch ein 2. Mal Rothenburg innerhalb von wenigen Jahren, um die Enttäuschung über Nürnberg einigermaßen zu betäuben.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Heast Oida, ich kenne alle diese Städte, hab ja kschriem, dass ich von RoT NICHT enttäuscht war. Ob ich Dinkelsbühl mehr schätzen soll, weiß ich selber nicht. Ich kann mich erinnern, als ich dort in der Morgendämmerung einmarschiert bin, war ich überwältigt, schon von den Farben her. Ist man länger dort, kommt einem alles gleich und ziemlich bieder vor. Irgendwie entspricht das der Problemstellung Putz/Fachwerk. Es ist schwer, das zu lösen. Der Putz macht einen enormen Reiz Di.s aus, aber hin und wieder täten ein paar FWH mehr dann wohl doch nicht schaden. Letztlich bin ich mir nicht sicher, ob Nördlingen nicht doch die großartigste dieser Städte ist. Von der Substanz wohl sicher, aber leider immer ganz geschlossen.

    Ich weiß nicht, ob ich mal eine Reise machen soll nach Nürnberg mit Fürth, Ansbach, Amberg etc, da wäre sicher viel zu entdecken, aber irgendwie sträubt sich da was in mir.

    Was ist mit Münster? Soll man von Münster enttäuscht sein? Ich war es ehrlich gesagt nicht.

    @ Tübinger

    Das ist halt ein sehr tübingerischer Zugang. Ich war noch nicht in Tübingen und Esslingen, glaube aber trotzdem, verstehen zu können.

    In RoT kommt man bequem ohne die wiederaufgebauten Teile aus. Ich war vom Hauptplatz sehr angetan, obwohl er schon vollgerammelt war (dort ist wohl das halbe Jahr Voradvent(Weihnacht). Einen so perfekten Platzraum findet man nur in gewissen Oststädten, Görlitz vielleicht oder Bö/Mä. Generell hat der Althausbestand hohe Qualität. Tübingen wird halt eine reine Fachwerkstadt sein. Sicher großstädtischer, aber weniger pittoresk. Stell halt ich mir so vor.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Rothenburg finde ich fantastisch. Genau das, was man erwartet. Schöner gehts kaum, für meinen Geschmack. Neben dem ebenfalls unwirklich schönen Dinkelsbühl empfehle ich noch Nördlingen. Man kann alle 3 Städte schön entlang der Romantischen Straße "erfahren".


    Zu Nürnberg: ja, abseits der Hauptsehenswürdigkeiten ist es eine Enttäuschung. Deshalb empfehle ich auch, sich eine genaue Route zu planen, die die ganzen Hässlichkeiten ausspart. Dann ist es wirklich sehr schön.


    Siehe mein Beitrag in der Nürnberg (Galerie), Beitrag #148

    RE: Nürnberg (Galerie)


    Meine Route:


    23427-06b4723f.jpg

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Ja, ich. Die Lage überm Taubertal und die Stadtmauern sind großartig, aber die allermeisten Gassen empfand ich als eher flau. Mein subjektiver Maßstab waren die mir altvertrauten schwäbischen Altstädte wie Esslingen und Tübingen und da sind die Häuser im Durchschnitt um ein Stockwerk höher und die Gassen enger und verwinkelter. Rothenburg ist zwar der Fläche nach größer, aber die Bebauung wirkt kleinstädtischer. Und die äußeren, nach dem Krieg wieder aufgebauten Bereiche kamen wir ziemlich öde vor. Kurz gesagt: Rothenburg ist eine große Kleinstadt.

    Rothenburg ist eine Kleinstadt, ich kenne niemanden, der etwas anderes behauptet. Die aktuelle Größe entspricht nicht immer der historischen Bedeutung, das ist klar. Nur mal zum Vergleich die aktuellen Zahlen: Rothenburg 10.000, die von dir genannten Tübingen und Esslingen gut 90.000 Einwohner.


    Tübingen hält das Große, was es verspricht, Esslingen meiner Meinung nach nicht. Während Rothenburg ernsthaft kriegsversehrt wurde und man das Zerstörte maßvoll wiederaufgebaut hat, hat man aus Esslingen, das im Krieg nichts ernsthaft abbekam, 1/3 bis 1/2 der Altstadt ohne Not herausgerissen. Das Verbliebene bietet immer noch Hübsches, kein Zweifel, aber zu groß ist für mich der Verlust, zu brutal die Umgebung um die Altstadt herum.

  • Rothenburg ist eine Kleinstadt, ich kenne niemanden, der etwas anderes behauptet. Die aktuelle Größe entspricht nicht immer der historischen Bedeutung, das ist klar. Nur mal zum Vergleich die aktuellen Zahlen: Rothenburg 10.000, die von dir genannten Tübingen und Esslingen gut 90.000 Einwohner.

    Das ist mir alles klar. Rothenburg war nach den Maßstäben vergangener Zeiten, sagen wir: des Jahres 1600, keine Kleinstadt, sondern eine mittelgroße Stadt. Die Stadtbefestigung spiegelt das wider, das Rathaus und die Kirche auch, aber die restliche Bebauung kann, finde ich, da nicht ganz mithalten. Man merkt das auch im Vergleich mit anderen Mittelstädten der frühen Neuzeit, wie z.B. Tübingen, dessen Altstadt tatsächlich ein ganzes Stück kleiner ist als die von Rothenburg. Esslingen ist vielleicht ein bißchen kleiner als Rothenburg. Im übrigen will ich gar bestreiten, dass Rothenburg sehr hübsch ist und meinen Besuch habe ich auch nicht bereut. Ich bin nur mit übertriebenen Erwartungen hingefahren und somit milde enttäuscht worden.

    hat man aus Esslingen, das im Krieg nichts ernsthaft abbekam, 1/3 bis 1/2 der Altstadt ohne Not herausgerissen.

    Esslingen hat einiges erdulden müssen, aber gar so schlimm ist es dann doch nicht.

  • Tübingen hält das Große, was es verspricht, Esslingen meiner Meinung nach nicht. Während Rothenburg ernsthaft kriegsversehrt wurde und man das Zerstörte maßvoll wiederaufgebaut hat, hat man aus Esslingen, das im Krieg nichts ernsthaft abbekam, 1/3 bis 1/2 der Altstadt ohne Not herausgerissen. Das Verbliebene bietet immer noch Hübsches, kein Zweifel, aber zu groß ist für mich der Verlust, zu brutal die Umgebung um die Altstadt herum.

    Esslingen war ich auch etwas enttäuscht, vor allem wegen der vielen hässlichen Nachkriegsgebäuden, die das Gesamtbild leider immens beeinträchtigten.


    Tübingen war dafür DER Hammer! Hat mich sogar noch mehr beeindruckt als Heidelberg, aber vermutlich weil ich mir von Heidelberg mehr erwartet habe und von Tübingen wiederum weniger.


    @UC


    Oida, habe mich bei deinem Beitrag verlesen und dachte wirklich, dass Du noch nicht dort warst. Nördlingen war ich leider nicht...da habe ich vermutlich etwas verpasst.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Also Tubingen hat mich auch wahnsinnig Beeindruckt - es ist eng und fuhlt sich an wie ein echte Fachwerkgrosstadt!

  • Ich war letztes Jahr in Helsinki und bin dann mit dem Schiff nach Tallin. Beides mit Aufenthalt. Wünschte, ich hätte nur einen Tagesausflug nach Tallinn gemacht. Diese Stadtmauer ist sehr beeindruckend und die Altstadt ist natürlich schön. Aber drumherum nichts und nach 3 Stunden wusste ich nicht mehr, was ich die nächsten 2 Tage noch machen soll. Wäre lieber wieder nach Helskini rüber. Das hat mir richtig gut gefallen. Eine Großstadt eben.

  • Weiß jemand, warum die Altstädte von Bamberg und Regensburg, nicht aber die von Tübingen UNESCO-Weltkulturerbe sind?

  • Tübingen hats mal ohne Erfolg versucht, zusammen mit Marburg, als Musterbeispiel einer deutschen Universitätsstadt: https://www.tagblatt.de/Nachri…burg-bewerben-153642.html

    Die Idee kam wohl von den Marburgern und weil die alleine keine Chance hatten, haben sie Tübingen ins Boot geholt. Wirklichen Elan habe ich damals in Tübingen nicht gespürt. Auch als Lokalpatriot muss ich sagen, dass Tübingen an Bamberg und Regensburg nicht heranreicht und der Abstand ist kein geringer, v.a. zu Regensburg (sicher die großstädtischste Altstadt in Deutschland).

  • Tübingen hats mal ohne Erfolg versucht, zusammen mit Marburg, als Musterbeispiel einer deutschen Universitätsstadt:

    Die Idee ist eigentlich gar nicht so schlecht. Man könnte neben Marburg noch Heidelberg, Jena, Freiburg und Göttingen mit ins Boot nehmen und hätte dann ein schönes "Gesamtpaket".


    "Weltkultur" hat da nun wirklich stattgefunden: der Deutsche Idealismus (Tübingen, Jena, Heidelberg); Phänomenologie, Neukantianismus und Existentialphilosophie (Marburg, Heidelberg, Freiburg); die Blüte der modernen Mathematik und Physik in Göttingen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert (Werner Heisenberg, Paul Dirac, Otto Hahn, Max von Laue, Max Born, Herrmann Minkowski, David Hilbert etc.).


    Ich muss allerdings auch sagen, dass mir ein Tübingen ohne Weltkulturerbe-Rummel lieber ist.

  • Ich war letztes Jahr in Helsinki und bin dann mit dem Schiff nach Tallin. Beides mit Aufenthalt. Wünschte, ich hätte nur einen Tagesausflug nach Tallinn gemacht. Diese Stadtmauer ist sehr beeindruckend und die Altstadt ist natürlich schön. Aber nach 3 Stunden wusste ich nicht mehr, was ich die nächsten 2 Tage noch machen soll. Wäre lieber wieder nach Helskini rüber. Das hat mir richtig gut gefallen. Eine Großstadt eben.

    Umgekehrt - im Helsinki fehlt mich ein Altstadt genau so wie ein Neustadt fehlt im Tallinn. Ich finde Helsinki schön aber man merkt es ist eine Neugrundung.


    Warum Dresden nicht entäuscht und Nurnberg schon liegt ja an Anziehungspukten. Dresden lebt von ihre einzigartige Kunstschätzen. Dazu kommt auch Spitzenklasse Kultur.


    Nurnberg lebte von sein Stadtbild mehr als Einzelgebäuden. Jetzt ist Nurnberg eher eine Provinzstadt mit eindrucksvolle Scherben seine Vergangenheit.

  • Exilwiener: Ich denke, Heidelberg und Tübingen lassen sich nur sehr schwierig vergleichen. Erstere ist urban-lebendiger und in eine moderne Großstadtagglomeration eingebunden. Heidelberg ist insgesamt toll, manch ein Gebäude des 08/15-Arme-Leute-Barocks sieht allerdings auch nur ein bis zwei Stufen besser als angepaßter Wiederaufbau der späten 40er und 50er Jahre aus. Die Zerstörung Ende des 17. Jahrhunderts ist natürlich nicht zu übersehen.

    Tübingen besitzt hingegen viel mehr historische Tiefe, ist allerdings - nicht negativ gemeint - deutlich provinzieller. Gerade für das süddeutsche Geistesleben spielt diese Stadt mit Schwerpunkt spätes 18. und frühes 19. Jahrhundert eine sehr gewichtige Rolle, wie auch ich als Katholik zugeben muß.


    @Johan: Auch Dresden und Nürnberg sind trotz ähnlicher Einwohnerzahl grundverschieden. Dresden, eine ehemalige Residenzstadt, besitzt heute ein historisch sehr schön, allerdings flächenmäßig recht kleines und dazu museal-inselartiges Innenstadtviertel. Dieses ist recht geschlossen. Drumherum beginnt jedoch recht bald ein ziemlich suburbanes Einerlei.

    Nürnberg, ehemals freie Reichsstadt, ist viel dichter und enger bebaut, viel bürgerlich-urbaner. Die Stadtmauer markiert heute noch die relativ sehr große Fläche der (ehemaligen) Altstadt, deren Licht und Schatten hier schon oft genannt wurden. Nürnberg ist für mich auf einer großen Fläche eine sehr lebendige Stadt, bezeichnenderweise gibt es im Forum kaum Bilder und Beiträge über die Vorstadtviertel und historische Eingemeindungen (z. B. Mögeldorf).

  • "Weltkultur" hat da nun wirklich stattgefunden: der Deutsche Idealismus (Tübingen, Jena, Heidelberg); Phänomenologie, Neukantianismus und Existentialphilosophie (Marburg, Heidelberg, Freiburg); die Blüte der modernen Mathematik und Physik in Göttingen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert (Werner Heisenberg, Paul Dirac, Otto Hahn, Max von Laue, Max Born, Herrmann Minkowski, David Hilbert etc.).


    Das stimmt, ich möchte noch die Impulse in der Theologie anmerken, namentlich die "Tübinger Schule" oder in Freiburg u.a. Karl Rahner, einer der wichtigsten Theologen des 20. Jahrhunderts.

    In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.


    Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.

  • Löbenichter: Vade Retro, Satana!

    Ungeheuerlich, eine solche Schaudergestalt zu preisen.

    Ich empfehle die Lektüre von Solowjews Kurzer Erzählung vom Antichrist. Dort brüstet sich der Antichrist auch mit dem Doktorhut für Theologie, natürlich aus Tübingen. Von dort kommt nix Gutes.


    Tübingen kenn ich noch nicht. Von den Bildern her würd ich sagen: sicher eine Stadt die mehr hergibt als die Bilder vermeinen. Heidelberg war definitiv eine Enttäuschung, wobei ich für möglich halte, meine Meinung revidieren zu müssen.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • johan v2


    Helsinki ja nun auch nicht erst in den 1950ern gegründet worden. Ich stehe eben eher auf Klassizismus und Jugendstil, als auf Fachwerk. Altstadt ist naütlrlich dennoch was feines. Aber außerhalb der Mauern war aber wieder nichts zu sehen, außer Katharinental, das aber auch schnell abgegessen war. Helsinki ist auch nicht so touristisch überlaufen. Man konnte in Tallinn vor lauter Amis und Japanern nicht mehr treten. Helsinki hat mich an Hamburg erinnert. Auch weil das Wasser präsenter war, als in Tallinn.


    Im März war ich außerdem in Bordeaux. Natürlich auch ne schöne Stadt und die Mischung zwischen alt und neu ist ausgewogener. Aber wirklich interressantes war schnell abgegrast. Ich war zu optimistisch und wollte auch ins Umland, sodass ich doch einen etwas längeren Aufenthalt geplant hatte. Allerdigs hat es nuuur geregnet, sodass ein Ausflug ans Meer auch nicht infrage am. Bin dann nach 3 Tagen in den Zug und nach Paris gefahren, wo ich die nächsten/letzten 2 Tage verbracht habe.


    Naja, alles Geschmackssache. Weiter vorne wurde Lissabon "kritisiert". Fand ich toll. Würde ich auch gerne noch mal hin.

  • Eduard:

    na ja, das schaut ja gut aus:

    https://de.wikipedia.org/wiki/…._Nikolaus_und_Ulrich.JPG


    Vielleicht schaffst mal einen Anfang für eine Galerie von Mögeldorf.

    Edit: gibt es sogar schon:

    Nürnberg - Mögeldorf (Galerie)

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Nein Ich verstehe dich schon - ein Tagesausflug von Helsinki ist eigentlich fur Tallinn genug. Viele machen doch ein Spa-urlaub oder geniessen die Luxusrestaurants hier da Tallinn deutlich gunstiger ist. Warst du im Riga?