Bamberg (Galerie)

  • Bamberg und Wernigerode zählen zu meinen absoluten Lieblingsstädten, Bitterfeld ist zwar bei weitem nicht so schlimm wie sein Ruf (da war ich schon 1994 zum ersten Mal), aber als angenehm oder sehenswert würde ich die Stadt auch nicht empfinden... Weißenfels hat ganz nette Ecken, aber ein gewisser Niedergang und Verfall sorgen doch für eine eher gedämpfte Atmosphäre.


    Bamberg ist meines Erachtens die schönste Stadt in Franken, von Coburg war ich hingegen etwas enttäuscht.

  • Allein der Bamberger Dom ist eine Augenweide, staufisch, an der Schwelle zur Frügotik, im Innern zahlreiche Schätze, wie der Bamberger Reiter, die Ecclesia, das Hochgrab von Tilman Riemenschneider, das Fürstenportal, das einzige Papstgrab nördlich der Alpen. Die Obere Pfarre ist einer der wenigen Pfarrkirchen in Deutschland mit einem Chorumgang, errichtet durch die Parlerwerkstadt. Im Innern ein Gemälde Tintorettos. Bamberg ist überdies total gemütlich. Wer das nicht zu schätzen weiß, dem entgeht etwas.

  • Ah, wieder zuhause. :computer:

    Die vergangenen Tage habe ich in Franken verbracht, und dabei habe ich auch Bamberg endlich mal besucht, zusammen mit Rothenburg, Dinkelsbühl, Harburg, Marktbreit, Nördlingen und "Schwäbisch" Hall (von der letzten zwei habe ich aber leider keine Bilder...). Ich fange an mit einer kurzen Vorschau auf Bamberg:






  • Ein tolles Portal!


    Für mich ist ja Bamberg die tollste Stadt in D. Hab ich glaub ich schon mindestens 1x geschrieben. Der endlos erscheinende Altstadtbereich (ganz was anderes als z.B. Leipzig), das ständige auf und ab, die vielen Kirchen, die unendlich erscheinende Zahl hübscher Bürgerhäuser, die Regnitz mittendurch, Details wie die vielen Hausmadonnen oder eben Portale etc. Man findet immer wieder was neues und interessantes, auch beim x-ten Besuch... Schlenkerla und Spezialkeller, Schäufele und Rauchbier, was braucht man mehr?

  • @Niederlander


    Ich wurde ja Eigeintlich Regensburg und Erfurt hoher schatzen als Bamberg - auf jedenfall von die Profanbauten gesehen. Klar, die Blicke auf die Bamberger skyline von Fluss aus ist schon einzigartig.

  • Regensburg dürfte als Ganzes Bamberg ja ziemlich ebenbürtig sein. Aber ich glaube irgendwie nicht, daß Erfurt das auch ist (in beide Städte war ich noch nie, und kann deshalb nicht wirklich urteilen).


    Sieht man die Liste von Mittelalterliche Grosstadten in Centraleuropa kommt ja weder Wurzburg oder Bamberg vor - mir kommt Stadt wirklich barock vor - die Inselstadt ist eine hubschere Variante von Bayreuth. Da strahlen Dinkelsbuhl und Rothenburg mehr Mittelalter aus als eine schmucke Barockstadt am hugeln.


    Köln und Prag mit etwa 40.000 Einwohnern
    Augsburg, Lübeck, Magdeburg und Nürnberg mit etwa 20.000 bis 30.000 Einwohnern
    Aachen, Basel, Braunschweig, Bremen, Breslau, Erfurt, Genf, Hamburg, Lüneburg, Metz, Mühlhausen, München, Münster, Regensburg, Rostock, Schwaz, Soest, Stralsund, Straßburg, Trier, Ulm und Wien mit etwa 10.000 bis 20.000 Einwohnern


    Lubeck, Regensburg und teilweiss Luneburg, Stralsund und Erfurt bietet da Strassenzugen und einzelne Profanbauten die ich noch hoher schatzen wurden als Bamberg. Die anzahl von romanische/gotische Gebauden durften in Regensburg und Lubeck in Deutschland heute unubertrofen sein.
    Was Bamberg hat im Stiftstadt ist Charme - Bamberg ist pitoresk.

  • Stimme Johansen vollinhaltlich zu. Unter uns gesagt, NL - ich war ja schon in allen drei Städten - kommt Bamberg weder an Regensburg noch, schon gar nicht, an Erfurt heran. Ja, es bleibt absolut chancenlos auf halber Strecke liegen. Bamberg ist eine charmante Kleinstadt mit einem Dom, einer nicht besonders großen und äußerst lieblos behandelten Altstadt (Franken!) ohne wirklich hervorragende Ensembles und Panoramen*, dazu vielen kleinweisen Verschandelungen, die das Ambiente ständig beeinträchtigen. Bamberg kannst du mit Naumburg vergleichen, oder mit Meißen (die mir beide - als nicht BRD-Malus-behaftet besser gefallen), aber niemals mit ER oder R.
    Bamberg habe ich als einzige Enttäuschung erlebt, wie so ziemlich alles in Franken.
    *Dass jener berühmte Blick nur von Schloss Geyerwörth aus aber nicht realiter erlebt werden kann, zählte für mich zu den schlimmsten Enttäuschungen.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Wenn du mir zeigst, wo ich was von "Vernachlässigung" geschrieben habe, könnte ich drauf eingehen.
    Der Vergleich mit Naumburg passt mE schon, wenngleich Bamberg doch einige große Kirche mehr hat. Deshalb wird sich zugegebenermaßen auch Meißen schwertun, wenngleich man hier die Albrechts- und Bischofsburg ins Treffen führen könnte, was den städtebaulichen Höhepunkt von Bamberg, den Domplatz, immerhin aufwiegt. In Bamberg fehlt halt so etwas wie ein Marktplatz, ein wirkliches Zentrum der Bürgerstadt.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Nein. Vernachlässigt heißt ungepflegt, verwahrlost. Das war es nicht. Bamberg ist mir stillos, modernistisch verunstaltet, postmodern grell, mit störenden Neubauten durchsetzt, eben lieblos hergerichtet vorgekommen. Man hat sich drum gekümmert, aber schlecht. Im Gegensatz dazu war das damals mitbereiste Eger tatsächlich etwas verwahrlost, hat mir vom Erscheinungsbild besser gefallen.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Oh, danke.
    Was die Blicke anbelangt:
    https://www.google.at/search?q…KSVMJHqwzeDVEVNKFTCCic%3D


    DEN Blick meine ich. Und den hat man eigentlich von (fast) nirgends.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • ja, das ist wahr, ich hatte ganz große Erwartungen.
    Aber Erfurt hat sie erfüllt. Gerade, was die Bürgerbauten betrifft, ist es einfach großartig.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.