Bamberg (Galerie)

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    • Rosengarten



      Der Rosengarten befindet sich im Rücken der Neuen Residenz und wurde ab 1705, den engen Raum voll ausnutzend, in die Burgbefestigung eingefügt. Im Sommer macht er freilich einen noch weitaus schöneren Eindruck...:P


      Blick zum Kloster Michelsberg




      Die Figuren wurden 1760/61 von Ferdinand Tietz geschaffen. Die Originale befinden sich im Historischen Museum. Im Rosengarten werden lediglich Kopien ausgestellt.

      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • Dachlandschaft

      Zum Abschluss noch einige Bilder der wunderbaren Dachlandschaft vom Rosengarten über den Sand bis hinüber zur Bürgerstadt.:anbeten: Manch einem Rekonstruktionskritiker in Frankfurt oder anderswo ("Oh nein, man kann doch in der heutigen Zeit nie und nimmer mehr in solchen Fachwerkhäuschen leben...") sei gesagt, dass die Bamberger auch in einem solch eng bebauten Stadtgebiet offensichtlich gut leben können. Von Wohnungen über Kneipen bis hin zu kleinen Geschäften ist dort alles zu finden. Und die zu rekonstruierenden Häuser in Frankfurt wären überdies wahrscheinlich ohnehin größer und geräumiger...


      In der Bildmitte erkennt man die ehemalige Jesuitenkirche St. Martin...


      ... und nach einem kleinen Schwenk nach Rechts kommt die ehemalige Dominikanerkirche zum Vorschein.




      Im Hintergrund ist die etwa 14 km entfernte Giechburg zu sehen.




























      ENDE
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • Übrigens, im eigentlich ganz angenehmen "Board-Style" "SkyBlue" werden meine Bilder rechts ein wenig abgeschnitten. In der standardmäßig vorgegebenen Aufmachung werden die Bilder dagegen vollständig angezeigt, ebenso z. B. in "Milky Way Red". Wahrscheinlich lässt "SkyBlue" es bisher weder zu, einen Bildschirm nötigenfalls zu verschieben, noch werden Bilder herunterskaliert. Lassen sich die Layouts dahingehend modifizieren?

      Falls möglich, wäre es zudem sinnvoll, den in "SkyBlue" ohnehin viel zu großen Bereich für die Mitgliederprofile zugunsten des Textfeldes zu reduzieren.
      "Meistens belehrt uns der Verlust über den Wert der Dinge."
      Arthur Schopenhauer
    • Ja, tu das! Bamberg ist eine sehr schöne Stadt. Noch nicht durch neue moderne Bausünden verunstaltet und unbedingt eine Reise wert.

      Du musst unbedingt das Wirtschaus "Schlenkerla" besuchen. Ein uriges, herrliches Fachwerkhaus mitten in der Altstadt unterhalb des Doms. Hier wird seit hunderten von Jahren das berühmte Rauchbier gebraut.
      Damit Vergangenheít Zukunft hat!

      http://www.pro-ulma.de - Bürgergemeinschaft zur Erhaltung und Erneuerung des alten Ulm
      http://www.festung-ulm.de - Deutschlands größtes Festungsensemble
      http://www.ulmer-muenster.de - Der höchste Kirchturm der Welt
    • Re: Bamberg

      Genial, Bamberg scheint eine Perle zu sein, speziell die Lage am Fluss ist traumhaft.

      lg
      "Ich denke an Wien, so wie Sie an Brüder, an Freunde denken, die jetzt an der Front sind. Nun sind sie fern von Ihnen und Sie wissen sie in Gefahr, ohne ihnen beistehen, ohne diese Gefahr teilen zu können" - Stefan Zweig 1940
    • Bambergs Topographie und Physiognomie

      Seit alters her habe ich Schwierigkeiten, in Bamberg eine attraktive historische Stadt zu erkennen. Es gibt zwar massenhaft alte Gebäude, und trotz ihrer barocken Überformung hat sich noch viel Bausubstanz aus vorbarocker Zeit erhalten. Aber das alles will bei mir nicht ankommen. Was in meinem Gefühl eine historische Stadt ausmacht, lässt Bamberg vermissen.

      Bamberg sei ja - der barocken Physiognomie zum Trotz - eine wahrhaft mittelalterliche Stadt geblieben. Das sei ables- und erlebbar im Berggebiet, wo die Stadt eben nicht durch eine spät- oder nachmittelalterliche Stadtbefestigung von ihrer Umgebung abgeschnitten ist, sondern natürlich in ihre Umgebung übergeht. Das erfolgt vermeintlich ohne eine scharfe Trennlinie. Und dennoch gibt es diese Trennlinie, die schon deswegen schwerlich im Auge des Betrachters in Erscheinung tritt, als sie äußerst verzweigt und damit alles andere als geradlinig ist.

      Aber nicht nur im Berggebiet, sondern an nahezu allen Außenseiten der historischen Stadtanlage, im Inselgebiet bzw. Gärtnerstadt und Theuerstadt ja mehr als woanders, geht die alte Stadt kaum wahrnehmbar in den ungleich breiten Kranz der jüngeren Bebauung über. Deren Breite ist äußerst uneinheitlich. Im Berggebiet tritt die historische Bebauung ja fast in Berührung mit der unbebauten Landschaft. Dieses Ineinandergreifen, der natürliche Übergang der Stadt in die Landschaft, der hier noch stattfindet, ist einer der tiefen Werte Bambergs. Wer diesen Wert nicht erkannt hat, hat das Wesen Bambergs, hat Bamberg schlechthin nicht verstanden.

      Bambergs Topographie ist von großer Asymmetrie: Der Westen steil, geradezu gebirgig, die Mitte eben, der Osten eine riesige Ebene, an überdehnte norddeutsche Mittelstädte erinnernd. Wer auf dem Gipfelpunkt der Stadttopographie, der Altenburg, steht, sieht die urbs babenbergensis - oder jedenfalls einen größeren Teil davon - vor sich ausgebreitet. Im Süden der hochragende Bau des modernen Klinikums, östlich unterhalb der Domberg. Wiederum unterhalb die Kernstadt mit ihren unzähligen Bauwerken, die ein verwirrendes Bild ergeben. Und ganz im Hintergrund der ausgedehnte Hauptsmoorwald. Davor ein uneinheitlich gewachsener Siedlungsbrei mit so ziemlich allen Bauformen, die man so kennt. Die Spannung zwischen der bergigen Enge des Westens und der ebenen Weite des Ostens bleibt dem Betrachter als ein Paradoxon im Bewusstsein, dem er freilich auch im Alltag stets begegnet: Osten und Westen sind zweierlei. Und bilden doch das eine Bamberg. Bei näherem Hinsehen freilich zerfällt das Stadtgefüge in jede Menge Inseln, die für sich funktional und physiognomisch homogen auftreten, aber nicht selten mit benachbarten Inseln auf engste verwoben sind. Was in Bamberg so alles nebeneinander steht, ist geradezu sagenhaft.

      Bamberg ist wie eine Großstadt gebaut. Es besitzt ein unverkennbares Stadt- und Straßenbild, das nicht selten von unendlich anmutenden Aneinanderreihungen von kleineren und manchmal auch größeren Häusern besteht. Als Fremder muss man sich verloren vorkommen in diesen endlosen Straßenzügen und die Orientierung verlieren. Diese Bauweise, könnte man meinen, könnte in die diversen Richtungen noch kilometerlang so weitergehen. In dieser Hinsicht ist Bamberg ein Unikum.

      Aber diesem zweifellos (und auch in seiner Gärtnerstadt) urbanen Stadtgefüge, das mich auch nach Jahrzehnten stets fasziniert, fehlt etwas. Dieses Bamberg hat etwas Abstoßendes. Das auf sieben Hügeln gebaute fränkische Rom hat mein Herz nie ganz erreicht. Was mir an ihm fehlt, habe ich bereits genannt: Es ist die klare Trennung von Alt- und Neustadt, die in historischen Städten regelmäßig durch die Stadtbefestigung gebildet wird. Aber diese ist hier einfach nicht mehr zu sehen. Ich war ja bis vor wenigen Jahren ernsthaft der Meinung, Bamberg habe nie eine Stadtbefestigung besessen, so gründlich ist sie verschwunden und so versteckt sind die wenigen Reste. Nur die Kleberstraße hat so einen verdächtigen Verlauf, das war's. Bis zum heutigen Tag persistiert meine Vorstellung Bambergs als einer unbefestigten Stadt. Und genau das, das Fehlen einer wahrnehmbaren Trennlinie zwischen innen und außen, wenn man so will, nachgerade dieses wesensmäßig Bambergische, lässt mich in dieser Stadt die Gemütlichkeit vermissen. Oder mit einfachen Worten gesagt: Bamberg ist eine riesige, unüberschaubare Ansammlung von alten Häusern. Aber es besitzt nicht jene Gliederung, die das ganze fassbar macht. Es gibt nur das unendliche Häusermeer ohne Heimeligkeit.

      Kein Wunder, dass ich Schweinfurt lieber mag.
    • Zeno: interessante Sichtweise, die aber nicht die meinige ist. Das Vorhandensein von Stadtbefestigungen ist nur einer und zwar ein eher unbedeutender von vielen Aspekten für mich, um eine historische Stadt attraktiv zu finden. Auch was außerhalb des historischen Kerns liegt ist mir weitgehend egal.

      Viel wichtiger sind mir das Vorhandensein historischer Bauensembles gespikt mit zumindest ein paar eher herausragenden Einzelbauten und, ganz wichtig, zumindest ein bedeutender Sakral- und/oder Schlossbau als Krönung der Stadt. Wenn zudem noch verschlungene Wege und idyllische Impressionen dazukommen, um so besser. Das alles ist in Bamberg zweifellos vorhanden und deshalb liebe ich Bamberg.

      Wenn dazu noch eine weitgehend erhaltene Stadtbefestigung hinzukommt, wie z.B. in Rothenburg, Nördlingen, Dinkelsbühl oder anderen in der Neuzeit nicht mehr wesentlich veränderten und vergrößerten Städten, ist das natürlich auch wunderbar, aber für mich nicht so wichtig wie die anderen vorhergehend genannten Kriterien.

      Zwei weitere Beispiele:
      Neubrandenburg hat noch eine prächtige und sehenswerte historische Stadtbefestigung. Trotzdem ist die Stadt für mich kaum attraktiv, weil mir viel wichtiger ist, was innerhalb der Stadtmauern noch vorhanden ist und das ist in diesem Fall wegen der Kriegszerstörungen äußerst wenig.

      Mein anderes Beispiel sei Quedlinburg. Für mich bliebe Quedlinburg selbst dann der von mir geliebte Inbegriff einer deutschen mittelalterlich geprägten Stadt, wenn (was ich natürlich nicht will) ihre Stadtbefestigung komplett abgerissen würde.

      Die Geschmäcker sind (zum Glück) verschieden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von -Frank- ()

    • Ja, fur mich ist Bamberg immer noch eine sehr abwechslungsreiche Stadt. Bamberg war mein Startschuss fur Deutsche Stadten. Als Schwede kannte man damals Deutschland nur von Grosstadten wie Hamburg und Berlin.

      Bamberg ist dagegen ein Klassiker und gehort neben Quedlinburg, Gorlitz, Regensburg und Erfurt zu meine Favoritreisezielen in Deutschland. Fur mich ist das Rathaus im Fluss so etwas einzigartiges. Da brauche ich auch kein Stadtmauer. Das ist wie Kramerbrucke in Erfurt. :harfe:
    • Manchmal ist es schwer zu erklären, warum einem eine Stadt gefällt oder eben nicht. Mir ging es mit Lübeck so. Trotz ihrer historischen Bedeutung und vorhandener wertvoller Bausubstanz gefiel mir die Stadt überhaupt nicht. Anders Braunschweig, Lüneburg, Halberstadt, Forchheim, Mainz oder sogar Kassel. Von Bamberg war ich regelrecht begeistert, während ich von Stade wieder eher enttäuscht war, obwohl die Stadt objektiv schön zu nennen ist. Ich habe manchmal den Eindruck, dass das Kennenlernen einer Stadt etwas zwischenmenschliches hat. Man kann sich leiden oder eben nicht.
      Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.
    • Lübeck gefiel mir komischerweise auch gar nicht. Ich kann aber nicht wirklich erklären warum.
      Halberstadt sagt mir auch überhaupt nicht zu, dafür Naumburg, Freyburg sowie Tangermünde umso mehr (um mal in Sachsen-Anhalt zu bleiben).
      In Bamberg war ich noch nie, scheint sich aber zu lohnen. :daumenoben:
      Stadtbild Deutschland e.V. Ortsverband Magdeburg

      - Der Schönheit verpflichtet -
    • Schon vor meinem ersten Besuch in Bamberg habe ich es so empfunden, daß die Entwicklung eines ein Liter Bier fassenden, gläsernen Trinkgefäßes die interessanteste aller in Bayern gemachten Erfindungen ist. Insoweit finde ich es beruhigend, in dem Wissen leben zu dürfen, nach Bamberg nicht nur der enormen Denkmalsdichte wegen in eine schöne Stadt zu kommen, sondern auch regen Gebrauch von Bambergs Schlenkerla machen zu können.
      1816 - Rheinhessen - 2016
      rheinhessen-2016.de
      rheinhessen.de
      Sofern nicht anders vermerkt, liegen die Bildrechte meiner Beiträge bei mir.
    • Magdeburger schrieb:

      um mal in Sachsen-Anhalt zu bleiben

      Bei mir in Sachsen-Anhalt:
      Gefühlsmäßig eher angenehm sind für mich Halberstadt, Dessau-Roßlau, Lutherstadt Wittenberg, Bitterfeld-Wolfen (in Bitterfeld habe ich als erstes meinen Fuß auf sachsen-anhaltinischen Boden gesetzt), Freyburg (Unstrut), Naumburg (Saale) und Weißenfels.
      Gefühlsmäßig unangenehm sind für mich Wernigerode, Halle (Saale), Merseburg, Querfurt und Zeitz.
      Sehr ausgeprägt ist die Trennung aber nicht. Nur Zeitz ist für mich Weltuntergangsstimmung in Reinkultur.


      Magdeburger schrieb:

      In Bamberg war ich noch nie, scheint sich aber zu lohnen. :daumenoben:

      Bamberg lohnt sich absolut, das ist gar keine Frage. cheers:)
      Der Dom ist nicht weniger großartig als die Dome in Magdeburg, Halberstadt, Mainz, Worms und Speyer. Fast noch großartiger.
      (Dass mein persönlicher Dom in Augsburg steht, seht Ihr ja unentwegt an meinem Avatar und muss daher nicht besonders erwähnt werden.)
    • Hmm...Dessau und Bitterfeld auf der Positiv- und Wernigerode und Halle auf der Negativseite? Die Eindrücke sind scheinbar wirklich sehr unterschiedlich und subjektiv. Mein Eindruck von Halle war allerdings auch nicht sehr gut, als ich es vor ein paar Jahren mal besucht habe. Das Gemisch aus sanierten Altbauten, unsanierten Altbauten und Plattenbauten hat mich eher enttäuscht, aber in der Zwischenzeit hat sich gewiss viel verändert. Die Eindrücke, die man von Städten gewinnt, sind natürlich immer auch von subjektiven Einflüssen geprägt. Bei schlechtem Wetter erscheint eine Stadt gleich weniger reizvoll oder wenn gerade irgendein lautes Volksfest dort stattfindet und alles überfüllt ist. Manchmal hat man auch nur wenig Zeit und läuft schnell die Hauptstraße und den Marktplatz entlang, übersieht dabei aber die vielen hübschen Nebenstraßen und Gassen. Wie man aber, selbst wenn all das erfüllt ist, von Wernigerode nicht angetan sein kann, bleibt mir ein Rätsel :wink: Für mich ist eigentlich immer die Geschlossenheit des Stadtbildes von größter Bedeutung, weniger herausragende Einzeldenkmale oder die Stadtmauer. Eine Stadt kann einige tolle Einzeldenkmale haben, aber wenn alles dazwischen nur billige neue Investorenarchitektur ist, entsteht keine Atmosphäre. Und die sorgt dafür, wie ich einen Ort aufnehme. Daher kann ein einziges hässliches Gebäude an einer wichtigen Stelle eine ganze Stadt für mich kaputt machen. Goslar ist für mich schöner als Quedlinburg, weil es ein (fast) geschlossenes Stadtbild hat. Lüneburg fand ich aufgrund der vielen Nachkriegswunden an zentralen Stellen des Stadtbildes eher enttäuschend.
      Die Welt muss romantisiert werden! - Novalis
    • Für mich zählt Bamberg zu den besuchenswertesten und interessantesten Städten überhaupt. Das ständige auf und ab, die vielen reizvollen Durchblicke und Ansichten, auch in den verschiedenen Jahreszeiten, das viele Grün, da kann ich immer wieder hinfahren und etwas neues entdecken.
      Am allerbesten gefällt es mir dort im Biergarten bei der Sternwarte, mit 4-Kirchenblick, da muss ich nirgendwo sonst mehr hin. Und Sehnsucht nach Praha kommt bei mir dort auch immer wieder auf, zumindest geht es in Bamberg wenigstens nicht so zu...