Vacha (Wartburgkreis)

  • Vacha (wie Villach mit F gesprochen) ist eine Kleinstadt unweit von Bad Salzungen und direkt an der hessischen Grenze. Das stattliche Fachwerkhaus am Markt, das seit 1911 als Rathaus dient, wurde 1613 für einen landgräflich-hessischen Amtmann errichtet. Dank eines Förderbescheids über 4,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kann das Rathaus nun umfassend saniert werden. Die Gesamtkosten werden mit 7,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Arbeiten können bereits im Frühjahr beginnen. - Infos des MDR


    Vacha, Rathaus am Markt (Foto: 2micha, Mai 2008, CC-BY-SA-3.0)


    Die Rückseite (Hofseite) des Rathauses (Foto: Metilsteiner, August 2012, CC-BY-SA-3.0)


    Historische Ansicht der Hofseite, circa 1870-1885, aus Ludwig Bickell, Hessische Holzbauten, gemeinfrei


    Hofseite des Seitenflügels (Foto: Metilsteiner, August 2012, CC-BY-SA-3.0)


    Straßenseite des Seitenflügels (Foto: Metilsteiner, August 2012, CC-BY-SA-3.0)


    Der Erker der Marktecke, auf dem Bild oben bereits von der Seite zu sehen (Foto: Metilsteiner, August 2012, CC-BY-SA-3.0)


    Der Erker an der Schmalseite des Hauptbaus (vergleiche die historische Ansicht von Ludwig Bickell) (Foto: Metilsteiner, August 2012, CC-BY-SA-3.0)


    Hier die Hausecke, die oben links im Bild ist (Foto: Metilsteiner, August 2012, CC-BY-SA-3.0)


    Hier eine Detailaufnahme vom Erker der Schmalseite, rechter Eckbereich (Foto: Metilsteiner, August 2012, CC-BY-SA-3.0)


    Der reiche Dekor des Dachüberstandes an der Schmalseite, rechter Eckbereich (Foto: Metilsteiner, August 2012, CC-BY-SA-3.0)


    Beim Ordnen der Aufnahmen ist mir wieder bewusst geworden, wie detailreich ein repräsentatives altes Fachwerkhaus ist. Wie viel man hier doch entdecken kann!

  • Ich konnte zu den Umbauplänen keine näheren Informationen ermitteln. Mir ist nicht klar, wie ein Anbau an der südlichen Schmalseite denkmalschutzkonform realisiert werden könnte. Es ginge dabei ja nicht nur um die Beseitigung wertvoller Originalsubstanz, sondern auch um eine Veränderung der Kubatur des Hauses. Diese ist aber wesentlich für die Wirkung des Baudenkmals. Nach meinem Eindruck ist in Vacha das Bewusstsein vorhanden, dass es sich um ein herausragendes Fachwerkhaus handelt. Sollte ein Ergänzungsbau gebraucht werden, so könnte man ihn eventuell im südlichen Hofbereich (freistehend) errichten. Denkbar wäre auch noch ein Anbau an den Seitenflügel, der nicht die kunsthistorische Bedeutung des Haupthauses erreicht.


    Die Pläne für die Rathaussanierung müssten soweit fertig sein. Denn die Bauarbeiten sollen bereits im Frühjahr beginnen und im übernächsten Jahr abgeschlossen werden.

  • Der Meinung bin ich auch, dass der Anbau an dieser Stelle unpassend ist und dort mit dem Erker am meisten Substanz verloren geht. Deshalb hatte ich an das Landesamt für Denkmalpflege in Erfurt geschrieben, die mir bestätigten, dass der Abbruch des Erkers genehmigt ist.