Juwelenraub aus dem Grünen Gewölbe

  • Da haben die Remmos ja ganz schön Aufwand betrieben. Einen Mercedes mit Folie beklebt und zum Taxi gemacht, das Fenstergitter schon Tage vorher angesägt... Seltsam, keiner hat was mitbekommen von der Sägerei. Ob das am Berliner Kanzleramt oder der Sächsischen Staatskanzlei auch so möglich wäre?? ... Kulturgüter sind eben nicht so wichtig ... Vielleicht ist der "Schatz des Priamos" in Moskau doch sicherer untergebracht als im besten Deutschland aller Zeiten...

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Ich finde es toll, dass die Ermittler diesen Ungustln daraufgekommen sind! Immer wieder erstaunlich, dass selbst bei der besten Vorbereitung, den Verbrechern immer Fehler passieren. Die abschreckendste Wirkung wäre, wenn man diese Clan-Mitglieder nach der eigenen Scharia richten dürfte...dann würden sie im wahrsten Sinne des Wortes keine Hand mehr an fremdes Eigentum mehr anlegen können und die Gesellschaft wäre dauerhaft geschützt. Nicht ganz ernst gemeint, aber wer weiß, vielleicht erzählt ja einer dieser Primitivlinge ja vor dem Richter, wo die Juwelen sind? Das würde mich am meisten interessieren. Jedenfalls eine tolle Leistung der Kriminalisten! Hoffen wir, dass die Justiz ähnlich gut agiert!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Der Prozess um den Einbruch ins Grüne Gewölbe beginnt am 28. Januar. Das Landgericht Dresden hat die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen sechs Tatverdächtige unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen.


    Infos des MDR

  • Die wesentlichen Punkte aus der Saechsischen sind:


    - "Der veraltete Standard der Kameras war bereits als Problem bekannt" und hätte ursprünglich 2020 erneuert werden sollen. Ich gehe mal davon aus, dass dies mittlerweile geschehen ist.


    - Das Vitrinenglas würde mit 50 Schlägen durchbrochen. Laut dem Direktor des grünen Gewölbes trägt hierfür der Hersteller des Glases die Schuld, da davon ausgegangen sei, dass das Durchbrechen mind. 15 Minuten dauern würde. Möglich ist aber auch, dass die Anforderungen des Denkmalschutzes (Reflexion/Farbwiedergabe) hier für Einschränkungen gesorgt haben, restlos aufgeklärt scheint dies wohl nicht zu sein. Es ist aber davon auszugehen, dass diese Schwachstelle behoben wird


    - Der Fassadenbereich an dem die Täter das Gitter Tage zuvor präparierten lag im toten Winkel der Kameras


    - Die Bewegungsmelder (Fassadenscanner) haben zum Zeitpunkt der Präparation der Gitter nicht ordentlich funktioniert und somit keinen Alarm ausgelöst. Zur Tatnacht selbst waren sie erst gar nicht aktiviert, da der Wachschutz ihn aufgrund eines Fehlalarms am Vortag deaktiviert hat

    Zitat: "Der Verdacht, dass die beiden in der Nachtschicht eingesetzten Sicherheitsleute an dem Einbruch beziehungsweise an den Vorbereitungen beteiligt gewesen sein könnten, habe sich bisher nicht erhärtet. Ausgeräumt ist er allerdings auch noch nicht."


    - Für die verbesserte Sicherheitsausstattung steht ein einstelliger mittlerer Millionenbetrag zur Verfügung, die Arbeiten werden im Februar abgeschlossen sein


    - Weitere Angaben zum neuen Sicherheitskonzept werden nicht gemacht, jedoch "wird es künftig zusätzliche Mitarbeiter mit entsprechender fachlicher Ausbildung geben. Eine spezielle Abteilung soll sich auf den umfassenden Schutz vor kriminellen Handlungen auf allen Ebenen konzentrieren."

  • Wenn man den Hauptverdächtigen nachweisen kann, dass diese den Raub begangen haben und zur Rechenschaft gezwungen werden, müssen diese dann auch den Schaden auch begleichen?


    Der Betrag ist jetzt nicht gerade gering. Gegebenenfalls werden weiterhin Immobilien und Autos des Clans beschlagnahmt.

  • Wenn man den Hauptverdächtigen nachweisen kann, dass diese den Raub begangen haben und zur Rechenschaft gezwungen werden, müssen diese dann auch den Schaden auch begleichen?


    Der Betrag ist jetzt nicht gerade gering. Gegebenenfalls werden weiterhin Immobilien und Autos des Clans beschlagnahmt.

    Nein, leider nicht. Ich denke hier kann man den Raub der Goldmünze aus dem Bode Museum heranziehen. Hier haben die Täter 4,5 Jahre Haft bekommen. Eine vorzeitige Haftentlassung ist frühestens nach der Hälfte der zu verbüßenden Strafe möglich und wird auch häufig erlassen, solange die Täter eine günstige Sozialprognose aufweisen und nicht bereits eine Haftstrafe absitzen mussten.


    Es gibt auf YouTube ("Wie ist das RÄUBER ZU SEIN?") ein Interview mit einem der Täter zu dem Raub von 120 kg Gold aus einem Geldtransporter. Darin hat er behauptet, dass er das Gold an einen Übergabeort gebracht hat und einer anderen, ihm unbekannten Person, übergeben hat. Er selber hat kein Geld, die fremde Person konnte nicht ermittelt werden. Dementsprechend hat er finanziell nach Verbüßung der Strafe nichts mehr abzubezahlen. Die Mitglieder seines Clans, denen nichts nachgewiesen werden konnte, müssen dafür logischerweise ebenfalls nicht aufkommen.


    Ich denke in solchen kriminellen Großfamilien läuft es so ab, dass jemand ohne Vermögen und Vorstrafe einmal im Leben einen Coup landen muss. Wird er nicht erwischt, hat er Glück gehabt. Andernfalls muss er seine 4-7 Jahre in Haft verbringen und wird dann für den Rest seines Lebens von der Familie finanziell versorgt. :cursing:

  • Deshalb muss das Recht auch konsequent auf die veränderten Strukturen angepasst werden. 4,5 Jahre sind zudem zu wenig.

    Eine wesentlich längere Zeit wäre hier angemessen. Das hat auch mit dem Rechtsempfinden der Bevölkerung zu tun und diese bewertet solche Strafen in der Tendenz als zu milde. Die Vernichtung von wertvollem Kulturgut (Goldmünze gehört nicht dazu, aber eben diese Juwelen) ist ein Angriff auf Staat, Gesellschaft und Politk und sollte mit schweren Straftaten in der zugemessenen Haftstrafe vergleichbar sein (> 12 Jahre).

  • Der Prozess läuft zäh an. Das Landgericht hat auf Antrag der Verteidigung den Freistaat Sachsen (SKD) nicht als Nebenkläger zugelassen. Diskutiert wird über mögliche Verfahrensfehler und deren Auswirkungen. Der MDR berichtet. Auf der Seite findet ihr unten auch weiterführende Links. Der MDR hat das Material in einem umfangreichen Dossier gut aufgearbeitet.


    mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/dresden-radebeul/prozess-einbruch-gruenes-gewoelbe-100

  • Leider inhaltlich unbrauchbar. Selten so einen juristisch substanzlosen Käse gelesen. Etwas unseriös, dass sich Herr Becker als mutmaßlicher Laie in dieser Breite und so reißerisch zu Fachthemen äußert.

    Platzt der Prozess um den Juwelen-Diebstahl in Dresden?


    Wieso sollte der Prozess "platzen", was soll das überhaupt bedeuten?


    Ob der Freistaat Sachsen als Nebenkläger zugelassen wird oder nicht ist für den Verfahrensfortgang im Wesentlichen irrelevant. Auch eine zu Unrecht oder zu früh gewährte Akteneinsicht ist mit Sicherheit kein Verfahrensfehler, der zur Einstellung des Verfahrens führen wird.


    Die Ablehnung der SKD als Nebenkläger bedeutet zwar nicht das vorzeitige Ende des Prozesses, könnte aber zu einem Revisionsgrund nach dem Urteil führen.

    Erster Halbsatz korrekt. Zweiter Halbsatz missverständlich bis irreführend:


    Erstens ist die SKD überhaupt nicht zur Revision berechtigt, solange sie als Nebenklägerin nicht zugelassen wird.


    Zweitens besteht der Revisionsgrund in diesem Falle nur "zugunsten" der SKD, d.h. sie kann Revision zulasten der mutmaßlichen Täter einlegen.



    Ganz im Gegenteil könnte allenfalls die fälschliche Gewährung von Akteneinsicht einen Revisionsgrund zugunsten der Angeklagten darstellen. Dazu müssten die aber erst mal darlegen, dass das Urteil infolge dieses Verfahrensverstoßes inhaltlich falsch ist. Dies wird niemals gelingen, weil das Urteil inhaltlich denklogisch nicht auf der fälschlichen Gewährung von Akteneinsicht an die SKD beruhen kann.


    Auf keinen Fall gefährdet dies also eine Verfolgung / Verurteilung der mutmaßlichen Täter durch das Gericht, wie der Artikel aber insinuiert.


    Quote from MDR

    Doch selbst wenn das Gericht auch zu diesem Schluss kommen sollte, heißt das nicht, dass der Prozess platzen muss. Das Gericht kann auch bei einem Verfahrensverstoß den Prozess fortführen.

    Eben.


    Quote from MDR

    In diesem Fall kann dies aber dazu führen, dass Beweismittel wie Zeugenaussagen weniger stark gewichtet werden können oder überhaupt nicht verwertet werden dürfen - ein Vorteil für die Angeklagten.

    Brutaler Schwachsinn. Dies ist nur der Fall für diejenigen Beweismittel, die infolge des Verfahrensfehlers erlangt wurden. ZB, wenn die Polizei Beweismittel ohne Durchsuchungsbefehl aus der Wohnung des Beschuldigten beschlagnahmt. Infolge fälschlich erlangter Akteneinsicht der SKD wurden aber keine weiteren Beweismittel zulasten der Angeschuldigten erlangt, um deren Verwertung man nun bangen müsste.


    Quote from MDR

    Dass damit der gesamte Prozess gefährdet sein könnte, ist also eher unwahrscheinlich.

    Eben.


    Quote from MDR

    Das Gericht kann die Entscheidung über den Antrag der Verteidigung im Übrigen auch vertagen, um das Verfahren zu beschleunigen.

    Ist doch ebenfalls Käse, auch über einen vertagten Antrag muss man entscheiden, das Verfahren wird dadurch nicht beschleunigt.

  • Man hat das Gefühl dass die Remmo-Anwälte das "Geschäft" ihrer Schützlinge gewissermaßen weiter führen, nur mit anderen Mitteln. Nachdem die Remmos beim Einbruch die Museumsleitung und den Freistaat (als Besitzer der Schätze) verarscht haben, wird diese Verarsche nun gegenüber der Justiz fortgesetzt:

    Gleich zu Beginn des Prozesses versuchten die Anwälte, die Verhandlung durch eine Flut von Anträgen zum Erliegen zu bringen. So beklagte ein Verteidiger, dass das Schöffengericht nicht auch Personen des dritten Geschlechts umfasse.

    Da unser Rechtsstaat mittlerweile leider sehr schwach ist, ist nicht auszuschließen, dass sie mit dieser Strategie bzw. deren kontinuierlicher Fortsetzung Erfolg haben könnten. :kopfwand:

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Das mit den Schöffen muss man verstehen. Ich glaube, es gibt wenige gesellschaftliche Gruppen, die sich die Förderung der Genderideologie so zur Lebensaufgabe machen, wie die Angehörigen eines arabischen Clans.