Juwelenraub aus dem Grünen Gewölbe

  • Die Suchmaschinen geben mehr und mehr gefilterte und gesäuberte Informationen wieder. Manches erfährt man nur noch in Fachkreisen und durch den Buschfunk.

    Es ist erst wenige Posts her, dass ich in mühevoller Kleinarbeit deine nicht richtigen Behauptungen über das Internet widerlegen musste. Und nun haust du gleich die nächste Behauptung raus. Wenn du bei Google etwas nicht findest, dann gibt es nur drei Möglichkeiten:


    1. Der Webseitenbetreiber möchte nicht, dass es gefunden wird.
    2. Die Auffindbarkeit ist aus rechtlichen Gründen erschwert. Stichwort: Datenschutz und Recht auf Vergessen (ist leicht umgehbar)
    3. Es existiert nicht im Netz.

    Da wird nichts gefiltert und gesäubert. Google ist eine Datenkrake und genau das ist auch das Geschäftsmodell.


    Mir fällt es auch schwer zu glauben, dass über eine gestohlene 500 kg schwere Statue in Wernigerode nichts im Netz existieren soll.

    Kunsthistoriker, Webdesigner und Blogger

    Hat die Website für Stadtbild Deutschland erstellt und war eine Zeit lang als Webmaster für Forum und Website verantwortlich.

  • In diesem, übrigens völlig nebensächlichen Fall habe ich jedenfalls nichts gefunden. Du darfst es gern selbst versuchen. Vielleicht steht es jetzt drin:

    Bild Halle vom 28.Nov.2020, Seite 9, links unten.

  • In diesem, übrigens völlig nebensächlichen Fall habe ich jedenfalls nichts gefunden.

    Wenn man etwas nicht sucht, erweist sich auch das finden als schwierig :biggrin:


    Aber mal Schmerz beiseite - ich hörte auch von diesem Fall, es stand auch mal eine kurze Mitteilung darüber in der Zeitung.


    Recht häufig stecken hinter solchen Taten oft nur Buntmetalldiebstähle - den Tätern ist da die kulturelle Bedeutung völlig wurscht.


    Ich bin mir fast sicher, wäre die Berolina nach dem Krieg noch auf dem Alexanderplatz gestanden, wäre sie in der heutigen Zeit wohl auch schon längst von Buntmetalldieben geklaut worden.


    Das Verbrechen im Grünen Gewölbe ist meines Wissens nach auch auf das Material abgesehen. Die Diamanten werden wohl einfach mal umgeschliffen, das Edelmetall eingeschmolzen so daß nur noch der Materialwert vorhanden ist.


    Solchen Lumpen ist es doch völlig wurscht, welch kulturellen Schaden sie angerichtet haben.

  • Wenn man etwas nicht sucht, erweist sich auch das finden als schwierig :biggrin:


    Aber mal Schmerz beiseite - ich hörte auch von diesem Fall, es stand auch mal eine kurze Mitteilung darüber in der Zeitung.

    Vermutlich hatte ich die Suchmaske mit dem Begriff "Bildzeitung" überlastet. Aber die Quelle ist bei diesem Vorgang nicht von einer so großen Wichtigkeit, dass man darüber viele Worte verlieren sollte.

  • Fußnote zum Thema:

    Die Berliner SPD diskutiert derzeit emsig darüber ob es eine Möglichkeit gibt den Begriff "Clankriminalität" zu verbieten. Es ist gut zu wissen dass die größte Berliner Regierungspartei sich stets auf die gravierendsten Probleme der Hauptstadt fokussiert und dessen Bewohnern helfen will zu verstehen, dass die Remmos eigentlich eine schrecklich nette Familie sind. :blink:

  • Du hast da, glaube ich, etwas nicht kapiert. Probleme entstehen und vergehen über die Nomenclatur. Etwas, für das es keine Bezeichnung gibt, kann per se nicht existieren. So gesehen ist das eine genial pragmatische Vorgangsweise.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Es sagt aber schon etwas über die jeweilige Arbeitsgruppe, also eine bestimmte Gruppe von Parteimitgliedern, und deren Denken aus, welcherlei Inhalt ein eingebrachter Antrag aufweist... :zwinkern:

  • Einer der beiden am Einbruch ins Grüne Gewölbe beteiligten Remmo-Brüder wurde heute verhaftet. Endlich! Offen bleibt aber weiterhin die Frage, ob die Juwelen nicht längst "weiterverarbeitet" wurden und ihr "Erlös" in Lamborghinis, Champagner, Penisverlängerungen oder andere für diese Herren bedeutsame Dinge investiert wurde. Es ist leider so zu befürchten. :weinenstroemen:

  • Es ist gut, dass der vierte Tatverdächtige nun auch gefasst ist. Jetzt wird noch nach einem gefahndet. Außerdem gibt es wahrscheinlich weitere Tatbeteiligte. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Der MDR hat einen guten Überblick über die Ereignisse vom 25. November 2019 bis zum 25. November 2020 zusammengestellt. Dort findet man auch weitere Links zum Thema.


    mdr.de/sachsen/dresden/dresden-radebeul/einbruch-diebstahl-gruenes-gewoelbe-chronologie-100.html

  • In Berlin-Neukölln hat es gestern Durchsuchungen in mehreren Juweliergeschäften und Wohnungen gegeben. Es geht um das Ausprägen gefälschter Goldmünzen aus gestohlenem Gold. Dieses könnte von der riesigen Goldmünze stammen, die 2017 aus dem Bode-Museum gestohlen wurde.


    rbb24.de/panorama/beitrag/2020/12/razzia-polizei-juweliere-neukoelln-goldmuenze


    Die Nachricht zeigt, dass die Ermittlungsbehörden an so einem Fall dranbleiben. Vielleicht findet sich ja auch von den Dresdner Juwelen noch eine Spur im Berliner Kiez.

  • Gefälschte Goldmünzen zu verkaufen ist natürlich nicht so clever. Denn mancher Käufer merkt das (und zeigt das dann womöglich an). Und da Münzen meist einen eingeprägten Nominalwert, z.B. in Euro oder Dollar, haben (auch wenn der deutlich unter dem Materialwert liegt), ist das Geldfälschung. Cleverer wäre es gewesen, aus dem Gold irgendwelche Phantasie-Barren zu prägen, deren Herkunft kaum zu überprüfen ist. Mit aufgedruckter Mickey Mouse oder nur der Aufschrift "1 Oz Au".


    Da hat aber wohl Gier zugeschlagen, denn Anlagemünzen kann man für etwas mehr Geld verkaufen als Medaillen ohne Nominal oder Barren. Das liegt daran, dass Anlagemünzen (z.B. den Krügerrand; auch wenn dieser ein blödes Beispiel ist, weil er nun ausgerechnet keinen aufgedruckten Nominalwert hat) nicht eingeschmolzen werden müssen, da man sie international einfach weiterverkaufen kann. Ein Phantasiebarren, also mit irgendeinem erfundenen Motiv, hingegen wird in der Regel nur zum Schmelzpreis aufgekauft, da Kosten für die Schmelze anfallen. Das kann dann schon mal pro Unze Gold 50 bis 60 Euro Mindereinnahme bedeuten.

  • Wenn man nicht mehr gültige Münzen nachprägt, ist das wohl keine Geldfälschung. Das Problem bei anderen Formen, z.B. Barren, ist der Echtheitsbeweis der Legierung. Hier müsste man auch einen Prägestempel nachmachen.

  • Wenn man nicht mehr gültige Münzen nachprägt, ist das wohl keine Geldfälschung.

    Das ist richtig.


    Der Verkauf von nachgeprägten außer Kurs gesetzten Münzen kann aber ein Betrug sein, wenn man über das Alter oder den Feingoldgehalt täuscht.

  • Quote

    Den Angaben zufolge gibt es acht Tatverdächtige im Alter von 14 bis 51 Jahren. Sie werden verdächtigt, sich gestohlenes Gold beschafft zu haben, um dieses einzuschmelzen und daraus gefälschte Goldmünzen in Form von Anlagemünzen herzustellen, heißt es in einer Mitteilung.

    Früh übt sich, wer im Clan was werden will...

  • Früh übt sich, wer im Clan was werden will...

    Nun ja, hier müßte überlegt werden in wie weit es unser Grundgesetz zuläßt wieder Jugendwerkhöfe einzurichten um entsprechende Jugendliche wieder auf den rechten Weg zu bringen.


    Im übrigem war ein sogenannter Jugendwerkhof keine Erfindung der DDR , auch in den Jahren zu vor gab es entsprechende Erziehungsanstalten.

  • Nun ja, hier müßte überlegt werden in wie weit es unser Grundgesetz zuläßt wieder Jugendwerkhöfe einzurichten um entsprechende Jugendliche wieder auf den rechten Weg zu bringen.

    Nein, das müsste nicht überlegt werden. Nicht eine Sekunde!

    Kunsthistoriker, Webdesigner und Blogger

    Hat die Website für Stadtbild Deutschland erstellt und war eine Zeit lang als Webmaster für Forum und Website verantwortlich.