Juwelenraub aus dem Grünen Gewölbe

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!
  • Genau, denn Vorurteile und Ressentiments gegenüber arabischen Clans sind natürlich gänzlich unangebracht. Du sagst es, tegula. So wie du Vorurteilen gegenüber Trump-Wählern und AfD-Mitgliedern immer wieder entschieden entgegentrittst.

    In dubio pro reko


    Die Deutschen sind ein Volk, das auf die Regierung hört. Die Franzosen sind ein Volk, auf das die Regierung hört.

  • Genau, denn Vorurteile und Ressentiments gegenüber arabischen Clans sind natürlich gänzlich unangebracht. Du sagst es, tegula.

    Nein, ich habe gesagt, dass Vorurteile und Ressentiments in einem Ermittlungsverfahren nichts zu suchen haben. Genauer: Ich ging davon aus, dass Frau Ackermann dies gemeint hat. Das muss ja nicht zwangsläufig auch meine Ansicht sein.

    Kunsthistoriker, Webdesigner und Blogger

    Hat die Website für Stadtbild Deutschland erstellt und war eine Zeit lang als Webmaster für Forum und Website verantwortlich.

  • Ganz ohne rassistische, religiöse oder ideologische Vorurteile und Ressentiments.

    Achso. Das ist an diese Klaubanden gerichtet die sich vornehmlich in westdeutschen Großstädten eingenistet haben, kulturell überhaupt keine parallelen Aufweisen, den Staat und die hier Eingeborenen wegen ihrer Religion und Einstellung verachten, Ressentiments gegen dieses Land und ihre Bevölkerung hegen und daher die Polizei bei Ihrer Arbeit behindern geschweige denn mit ihr zusammenarbeiten?


    -Teile dieses Textes können Spuren von Ironie enthalten-

    Schöne Städte werden letztlich auch glückliche Städte sein.

  • Sebastian


    Worum geht es dir eigentlich? Dass ein Verbrechen vorurteilsfrei aufgeklärt wird und möglicherweise die Beute wieder zurück findet und der Öffentlichkeit als Kulturgut zur Verfügung steht? Oder darum, dass endlich unter all diesen kriminellen Ausländern aufgeräumt wird?


    Als Kulturförderer muss uns doch an ersterem gelegen sein. Als Befürworter eines ordentlichen Ermittlungsverfahrens ebenfalls. Alles andere ist Politik. Warum halten wir uns also nicht an den Aspekten, für die dieses Forum gemacht ist?

    Kunsthistoriker, Webdesigner und Blogger

    Hat die Website für Stadtbild Deutschland erstellt und war eine Zeit lang als Webmaster für Forum und Website verantwortlich.

  • Wir sind hier im Forum keine Kriminalisten (glaube ich) und wir sollten von der Bekämpfung der Ursachen Abstand nehmen.


    Ich möchte nur so viel dazu sagen, wenn nachgewiesen wird dann sollten die Täter tatsächlich die gestohlene Summe zurückzahlen und der Staat das einfordern, ganz egal wie das passiert. Man muss solche Straftaten so unattraktiv wie möglich machen, das der Raub von Kulturgütern in der Zukunft einfach nicht mehr passiert.

  • Worum geht es dir eigentlich?

    Mich regt diese Belehrung von Frau Ackermann auf. Zumal nicht klar ist an wen sie gerichtet ist. Ich finde es unverschämt von ihr, da es belehrend ist, von der Sache ablenkt, Misstrauen schürt als wenn die Aufklärung nicht so stattfinden würde und es der so oft aus linker Ecke kritisierte " Was ist eigentlich mit der Tatsache ", im englischen "Whataboutism" Stil ist.


    Zumal verhindert dieser Ansatz eben den Streit darüber ob es ein "strukturelles" Problem ist was da in unserem Land wohnt. Und ja, hier sage ich, auch wenn die nen deutschen Pass haben sind das keine Deutschen. Dieser Aussage würden die vermutlich sogar selber zustimmen.


    Außerdem ist es für den Staat viel gefährlicher, und ich sehe das als echte Gefahr für unsere Demokratie die ich gerne behalten möchte, dass hier permanent mit Moralpredigten und einer Rassismuskeule die Lösung des Problems auf Du-Du-Du Rufe, die hatten ja ne schwere Kindheit muss man halt hinnehmen und das waren ja Symbole eines autokratischen Systems beschänkt bleibt.

    Das bringt die Masse, in diesem Fall vermutlich nicht, erst recht auf und treibt sie in die Arme der extremen Ränder. Und dass schwächt wieder die kunstruktiv konservativen Kräfte. Eben die sind es ja die noch an ordentlicher Stadtraumgestaltung oder Kunst mit anspruch interessiert sind. Hmm, am Ende ist das noch Taktik vom linken Rand?


    Alles nur meine Vermutung Spekulation und Schlussfolgerung aus Beobachtung.


    Besser fände ich eine Diskussion wie man im Rahmen einer gesellschaftlich akzeptablen Lösung diese ganze Clanstruktur in Sippenhaft nehmen kann.

    Welche Stellen im Grundgesetz müssten dafür angegangen oder mittels neuer Gesetzgebung eingeschränkt werden?

    -mein Vorschlag: bei begründetem Verdacht auf Clanstruktur Beweislastumkehr von Vermögensherkunft. Ist ja nichtmal von mir der Gedanke.


    Wer zahlt für die Widerherstellung der Stücke?

    -Soweit ich weiß sitzt der Leihgeber der Goldmünze in Berlin bis heute teilweise auf dem Schaden-

    Die BRD-Politik möchte eine offene bunte Gesellschaft haben, dann soll sie bitte auch solche Schäden ersetzen.


    Wie sollen die Fehlstellen in der Vitrine aufgefüllt werden, Frau Ackermann möchte hier evtl. Künstler beauftragen, mir schwant nix Gutes?

    Wobei ich hier auch schon den Gedanken hatte Gerhard Richter anzufragen bestimmte Fehlstellen zu gestalten. Aus dem einfachen Grund weil etwas von ihm heute etwas wertvolles darstellt und den Repräsentationsgedanken von August dem Starken wieder aufnimmt. Nur mit Diamanten hat man heute keinen mehr vom Hocker da sie nicht mehr so selten sind wie damals. Wobei vieleicht gar nicht Fehlstellen sondern eine eigene Garnitur von Richter hergestellt werden sollte.

    -heute aus einem Interview in der SZ-

    -der sächsischen Variante-

    Schöne Städte werden letztlich auch glückliche Städte sein.

  • Seebastian, deine Wutbürgerattitüde nervt! Du redest dich in Rage über eine Überschrift (!) im "Spiegel". Für Fakten oder Sachinformationen interessierst du dich offenbar nicht. Meine Beiträge scheinst du eher nicht zu lesen.


    Im Spiegel gibt es einen Artikel mit einem Interview mit der Frau Generaldirektor. Steht da was erkenntissreiches drin?

    Frau Ackermann ist Generaldirektorin! "Frau Generaldirektor" ist sowas von outdated und peinlich! Zumal man in früheren Zeiten mit diesem Ausdruck die Gemahlin des Herrn Generaldirektor meinte. Kompensierst du damit deine Wut über das Gendern?


    Hier der Anfang des Spiegel-Interviews (19. November)


    Frau Ackermann sagt, dass sie sich über den Ermittlungserfolg der Polizei freut. Wörtlich:

    Mir erscheint dieses Ergebnis – die Verhaftungen, die Sicherung von Gegenständen – als Riesenschritt, es wird ja auch nicht der letzte sein. Vielleicht wissen wir wirklich bald mehr über den Verbleib der Juwelen.

    Seebastian, ist dies eine Äußerung, die dir einen Anlass gibt, dich aufzuregen?


    Oder bist du über das Folgende wütend?

    Wir haben unser Sicherheitssystem auf allen Ebenen angepasst, eine international besetzte Expertenkommission hat eine Begutachtung vorgenommen – und uns bescheinigt, dass das, was im vergangenen Jahr passiert ist, so nicht wieder passieren kann.


    Ich hatte auch schon MDR-Interviews und Statements von Frau Ackermann verlinkt. Wir wissen eigentlich, wie sie denkt. Für deine Wutbürgerrage gibt es keinen Anlass.


    Wer zahlt für die Widerherstellung der Stücke?

    -Soweit ich weiß sitzt der Leihgeber der Goldmünze in Berlin bis heute teilweise auf dem Schaden-

    Die BRD-Politik möchte eine offene bunte Gesellschaft haben, dann soll sie bitte auch solche Schäden ersetzen.

    Dazu hatte ich bereits was geschrieben. Aber das Thema scheint dich ja nicht zu interessieren. Leihgaben sind versichert. Für den Eigenbesitz staatlicher Museen gilt in Deutschland Staatshaftung. Was soll der Begriff "die BRD-Politik" ? Befasse dich mal mit der Bedeutung des Wortes "Politik"!


    Zur Versicherung der Goldmünze habe ich noch das hier gefunden:

    rsw.beck.de/aktuell/daily/meldung/detail/gestohlene-goldmuenze-aus-bode-museum-lg-berlin-weist-eigentuemer-klage-gegen-versicherung-ab


    versicherungswirtschaft-heute.de/politik-und-regulierung/2020-03-18/goldmuenzen-klau-landgericht-berlin-lehnt-schadenersatzklage-des-besitzers-gegen-versicherer-ab


    Besser fände ich eine Diskussion wie man im Rahmen einer gesellschaftlich akzeptablen Lösung diese ganze Clanstruktur in Sippenhaft nehmen kann.

    Auch dazu hatte ich schon was geschrieben bzw. hättest du aus den Medien was entnehmen können. "Abschöpfung von Vermögenswerten" ist das Stichwort. Ein anderes Stichwort: "Kampf gegen die organisierte Kriminalität". Die für OK zuständige Abteilung der Staatsanwaltschaft Dresden leitet die Ermittlungen (siehe hier). Die Haftbefehle wurden wegen "schweren Bandendiebstahls" erlassen.


    Wie sollen die Fehlstellen in der Vitrine aufgefüllt werden, Frau Ackermann möchte hier evtl. Künstler beauftragen, mir schwant nix Gutes?

    Dafür ist es noch zu früh. Hatte ich auch schon geschrieben. Es besteht schließlich noch Hoffnung, dass die Stücke oder Teile davon zurückkehren. Die SKD hatten bei der Wiedereröffnung des Historischen Grünen Gewölbes mitgeteilt, dass die betroffene Vitrine vorübergehend leer bleibt, um den Menschen Zeit zum Trauern zu geben. Später werden wohl andere Juwelen den Vitrinenbestand ergänzen. Ein großer Teil der Stücke aus der Vitrine ist ja noch vorhanden und momentan in zwei anderen Vitrinen ausgestellt (beiderseits des Obeliscus Augustalis). Deren bisheriger Bestand ist derzeit magaziniert.


    Mich regt diese Belehrung von Frau Ackermann auf. Zumal nicht klar ist an wen sie gerichtet ist. Ich finde es unverschämt von ihr, da es belehrend ist

    Und mich regt dein wutschnaubendes Geschreibe auf. Du gibst ja selbst zu, dass du eigentlich dafür keinen Grund hast. Beruhige dich bitte mal wieder!


    Gegen die verhafteten sowie die beiden zur Fahndung ausgeschriebenen Mitglieder des Remmo-Clans besteht dringender Tatverdacht. Die Polizei hat ihnen die Tat akribisch nachgewiesen. Mit Auswertung unzähliger Spuren. Deshalb erfolgte die Verhaftung so spät. Jeder, wirklich jeder (außer den Tätern und ihrem Umfeld) freut sich über den Erfolg der Polizei. Und nein, es gibt niemanden, der sich andere Täter gewünscht hätte. Es geht darum, den Fall aufzuklären.


    Und ja, hier sage ich, auch wenn die nen deutschen Pass haben sind das keine Deutschen. Dieser Aussage würden die vermutlich sogar selber zustimmen.

    Das ist der Unterschied zwischen Volkszugehörigkeit und Staatsangehörigkeit. Rechtlich relevant ist die Staatsangehörigkeit, kulturell relevant die Volkszugehörigkeit.

  • Zumal nicht klar ist an wen sie gerichtet ist.

    Ich dachte, du konntest das Interview wegen der Beizahlschranke nicht lesen. Woher willst du also wissen, dass nicht klar wird, an wen dieser Appell gerichtet ist?


    Zumal verhindert dieser Ansatz eben den Streit darüber ob es ein "strukturelles" Problem ist was da in unserem Land wohnt. Und ja, hier sage ich, auch wenn die nen deutschen Pass haben sind das keine Deutschen.

    Zum einen ist es weder die Aufgabe der Direktorin, noch der Polizei, noch unsere, dieses Problem anzugehen. Und was hat das damit zu tun, welchen Pass die Straftäter haben. Was tut das in einem solchen Forum zur Sache?


    Besser fände ich eine Diskussion wie man im Rahmen einer gesellschaftlich akzeptablen Lösung diese ganze Clanstruktur in Sippenhaft nehmen kann.

    Welche Stellen im Grundgesetz müssten dafür angegangen oder mittels neuer Gesetzgebung eingeschränkt werden?

    Du möchtest also Grundrechte aus dem Grundgesetz streichen lassen? Das Grundgesetz ist unser höchster Gut. Und du machst dir Sorgen wegen unserer Demokratie? Ich auch, wenn ich so etwas lese.

    Kunsthistoriker, Webdesigner und Blogger

    Hat die Website für Stadtbild Deutschland erstellt und war eine Zeit lang als Webmaster für Forum und Website verantwortlich.

  • Ist das hier eigentlich eine Fliesenleger Politweiterbildung, oder warum muss immer bis zu letzten Jota alles ausdiskutiert und bekehrt werden. Man kann ja auch mal grundsätzlich zustimmen. Hier wird schon keiner einen Clanchef erschlagen oder den Altmeier im Fahrstuhl deswegen ansprechen. Aber der Klassenkampf tobt bis in jede Ritze.

  • . Aber der Klassenkampf tobt bis in jede Ritze.

    Wir sollten das ganze Agitpropgeschwafel einfach nicht ernst nehmen und uns besser n Bier und Popkorn holen - sich auf Diskussionen damit einzulassen ist pure Zeitverschwendung ~:-[]


    Vielleicht gelingt es ja hier, irgendwie wieder zum Thema zu finden :smile:

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Mein letzter Beitrag hier enthielt Verweise zur deutschen Versicherungswirtschaft und zu einem Leitfaden für Sicherheitsmanagement im Museumsbereich. Der war also eindeutig zum Thema.


    Und auch zuvor wurde zum Thema diskutiert.

  • Wir sind hier im Forum keine Kriminalisten (glaube ich) und wir sollten von der Bekämpfung der Ursachen Abstand nehmen.


    Ich möchte nur so viel dazu sagen, wenn nachgewiesen wird dann sollten die Täter tatsächlich die gestohlene Summe zurückzahlen und der Staat das einfordern, ganz egal wie das passiert. Man muss solche Straftaten so unattraktiv wie möglich machen, das der Raub von Kulturgütern in der Zukunft einfach nicht mehr passiert.

    Das ist doch reine Utopie. Die Zahl der Kriminellen wächst mit der immer weiter klaffenden Schere zwischen arm und reich ins Uferlose, und mit der Verbesserung der Sicherheitstechnik wächst auch die Verbesserung der Einbruchstechnik. Wollte man dies verhindern, so müsste man nach DDR-Manier alle dafür verwendbaren Mittel und auch die drahtlose Nachrichtentechnik generell verbieten. Eine andere Seite stellt das Versicherungs (un)wesen dar. Die Auflagen werden immer höher und sind für Kleineigentümer und kleine Museen nicht mehr bezahlbar. Man frage mal im nächsten Museum nach, was die geforderte Sicherheitstechnik allein für die Ausstellung eines einzigen wertvollen Originals kostet! In der Folge verarmt das Angebot an solchen Dingen. Damit müssen wir zukünftig leben. Offene Grenzen verschärfen die Situation erheblich. Eine Lösung ist ohne Einschränkung persönlicher Freiheiten nicht möglich. Diese Gesellschaft ist nicht mehr reparierbar.

  • ...zumal das Interesse an solchen Dingen bei einem Großteil der Bevölkerung gering ist. Selbst in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, der zum größten Teil aus Akademikern besteht, geht nur eine kleine Minderheit von Zeit zu Zeit in ein Museum oder eine Ausstellung. Wie das beim Rest der Bevölkerung, der draußen auf der Straße ständig ins Phone quatschend und tippend herumläuft, aussieht, möchte ich mir erst gar nicht ausmalen. Die Leute haben die Spielkonsole, netflix-Abo und vielleicht noch eine Dauerkarte im Fußballstadion. Das reicht ihnen. Eine Meldung, wie die vom Juwelenraub, ist für sie ein Tagesthema aus den Boulevard-Medien, das morgen schon durch Pressemeldungen vom Wendler, einem spektakulären Autounfall oder den neuesten Corona-Zahlen überlagert wird.

  • ...zumal das Interesse an solchen Dingen bei einem Großteil der Bevölkerung gering ist. Selbst in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, der zum größten Teil aus Akademikern besteht, geht nur eine kleine Minderheit von Zeit zu Zeit in ein Museum oder eine Ausstellung. Wie das beim Rest der Bevölkerung, der draußen auf der Straße ständig ins Phone quatschend und tippend herumläuft, aussieht, möchte ich mir erst gar nicht ausmalen. Die Leute haben die Spielkonsole, netflix-Abo und vielleicht noch eine Dauerkarte im Fußballstadion. Das reicht ihnen. Eine Meldung, wie die vom Juwelenraub, ist für sie ein Tagesthema aus den Boulevard-Medien, das morgen schon durch Pressemeldungen vom Wendler, einem spektakulären Autounfall oder den neuesten Corona-Zahlen überlagert wird.

    Das Smartphone hat tatsächlich gewaltige Änderungen im Verhalten mit sich gebracht. Es genügt heute der flächige optische Eindruck einer Sache. Das prickelnde Gefühl, welches einst Besucher eines originalen Bauwerks oder eines wertvollen Gegenstandes befiel, scheint sich mehr und mehr zu verflüchtigen. Ein Handy oder Smartphone ist aber auch ein ideales Kommunikationsmittel für Kriminelle und im Gegensatz zur nahen Vergangenheit verschlüsselt und nicht mehr für Jedermann abhörbar. Ich bin mir sicher, dass es in der DDR nie erlaubt worden wäre, wenn auch aus anderen Gründen.

  • Mein letzter Beitrag hier enthielt Verweise zur deutschen Versicherungswirtschaft und zu einem Leitfaden für Sicherheitsmanagement im Museumsbereich. Der war also eindeutig zum Thema.


    Meine Antwort bezog sich auch an Naumburg mit der Empfehlung irgendwelche kruden Agitpropthesen zu ignorieren und sich besser mit dem eigentlichen Thema zu befassen :wink:

    Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

    Horst Seehofer

  • Das Smartphone hat tatsächlich gewaltige Änderungen im Verhalten mit sich gebracht. Es genügt heute der flächige optische Eindruck einer Sache. Das prickelnde Gefühl, welches einst Besucher eines originalen Bauwerks oder eines wertvollen Gegenstandes befiel, scheint sich mehr und mehr zu verflüchtigen.

    Ja, solche Argumente höre ich in meiner beruflichen Praxis gelegentlich. Ich kann dir aber aus meiner Erfahrung und der meiner Kollegen versichern, dass das Gegenteil richtig ist. Diejenigen Kulturinstitutionen und touristischen Destinationen, die ein vernünftiges Konzept für ihre digitalen Auftritt bereithalten, gewinnen nicht nur digitale Besucher, sondern vor allem auch analoge. Ein Vorreiter ist übrigens das Rijksmuseum, das einen Großteil seiner Objekte zur freuen Nutzung ins Netz gestellt hat (zur Zeit über 700.000). Dabei wird vor allem die Partizipation und Kreativität des Besuchers in den Fokus gestellt. Ich habe mal darüber ausführlich berichtet: https://www.zeilenabstand.net/…ie-zum-analogen-erlebnis/

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  • Einige Kommentar zur Diskussion.


    Hört man eigentlich was in Sachen Unschuldsvermutung? Ich meine nicht dieses Forum, sondern in den (Massen-Medien). Die müsste für missliebige Clans ja letztlich auch gelten.


    "Frau Generaldirektor" ist sowas von outdated und peinlich!

    Rastrelli, was Peinlichkeit betrifft, so führe ich diesen Satz mal nicht zu Ende, zumindest inhaltlich. Auf das Wort Outdated bin ich in der Praxis noch nie gestoßen. Du willst ja offenbar ganz … indated??? sein. Natürlich heißt das Frau Generaldirektor, was denn sonst? Außer allenfalls in der direkten Anrede. Sonst bräuchte man ja das "Frau" nicht.

    Die Belehrung der Frau Generaldirektor hatte natürlich etwas Albernes an sich.

    Was will die Frau damit eigentlich sagen?

    sie möchte appellieren, die Straftat als das, was sie ist, anzusehen und entsprechend zu ermitteln: eine Straftat. Ganz ohne rassistische, religiöse oder ideologische Vorurteile und Ressentiments.


    Vorurteile und Ressentiments haben in Strafverfahren bekanntlich nix verloren, und schon eine derartige Unterstellung wäre ein ziemlicher Affront. Die Frau Generaldirektor hat die StA bzw Polizei sicher nicht zu belehren. Sie weiß das natürlich und sie weiß auch, dass alle wissen, dass sie das weiß. So kann man das nur als rhetorische, sinnbefreite Floskel ansehen, mit welcher sich die gute Frau Generaldirektor ins rechte, nein, das ganz sicher gar nicht, das geht nicht, ins... richtige, ins gute Licht setzen will. Schauts doch her, wie gut ich bin. Ich mahne ein.

    An sich eine sinnbefreite Frechheit, die in unserer komplett verblödeten Medienwelt niemandem mehr auffällt.

    Wir sind alle keine Kriminalisten und wir sollten von der Bekämpfung der Ursachen Abstand nehmen.

    Was ist das für ein Satz. Erstens sind Kriminalisten für die Ursachen von Verbrechen nicht eigentlich zuständig, sondern für deren Aufklärung bzw deren Abwendung. Zweitens - wer hat von "uns" irgendwas bekämpft? Welche Ursachen? Da käme man ja ganz schnell ins Kriminal. Aber das Recht, Ursachen beim Namen zu nennen, fällt an sich unter Meinungsfreiheit. Das sollte man sich nicht nehmen lassen.

    Der Rest ist ja ganz lieb. Der STAAT hat übrigens gar nix einzufordern, sondern allenfalls abzuschöpfen. Einfordern muss der Geschädigte. Das wird er auch tun. Die Frage ist, ob mit wieviel Erfolg.


    Besser fände ich eine Diskussion wie man im Rahmen einer gesellschaftlich akzeptablen Lösung diese ganze Clanstruktur in Sippenhaft nehmen kann.

    Welche Stellen im Grundgesetz müssten dafür angegangen oder mittels neuer Gesetzgebung eingeschränkt werden?

    -mein Vorschlag: bei begründetem Verdacht auf Clanstruktur Beweislastumkehr von Vermögensherkunft.

    Das geht überhaupt nicht, das ist rechtsstaatlich völlig absurd. Sippenhaftung ist völlig daneben, widerspricht allen strafrechtlichen Grundsätzen und hat auch im Abschöpfungs- oder Exekutionsrecht nix verloren. Irgendwas in diese Richtung einführen zu wollen, ist blanker Wahnsinn. Seebastian, ehrlich, willst du DIESEM Staat derartige Instrumente in die Hand geben? Gegen wen werden sie wohl als erster eingesetzt, hast du eine Idee?

    Gegen die Clans hat man nur die Instrumentarien der OK-Bekämpfung. So wenig ist das übrigens gar nicht. Allenfalls natürlich hätte man eventuell fremden- oder staatsbürgerschaftrechtliche Optionen. Unter gewissen Bedingungen kann die Staatsbürgerschaft aberkannt werden, das könnte man ausweiten, zB wenn bei Gefährdung der allgemeinen Sicherheit oder was weiß ich. Darüber könnte man theoretisch nachdenken. Praktisch... na ja, frag mal Rastrelli oder Tegula, was sie davon halten. Aber die Sippenhaftung vergiss ganz schnell.


    Apropos:


    Quote from Tegula

    dass endlich unter all diesen kriminellen Ausländern aufgeräumt wird?

    Fändest du das wirklich so schlecht, Tegula?

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Fändest du das wirklich so schlecht, Tegula?

    Die Frage stellt sich mir in einem Architekturforum nicht.

    Kunsthistoriker, Webdesigner und Blogger

    Hat die Website für Stadtbild Deutschland erstellt und war eine Zeit lang als Webmaster für Forum und Website verantwortlich.

  • Nun, du hast sie aufgeworfen, wenngleich als Gegenfrage, aber immerhin...

    ICH hab nur zitiert...

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.