Am 9.November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt. Unter der Rubrik "Aktuelles und Allgemeines" finden Sie alle Informationen vor.

Budapest (Galerie)

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    • Ich mache mal wieder den Übersetzer.

      @Platz hat ganz recht. Gemeint ist die U-Bahn-Linie M1 unter der Andrássy út. Auf Bild 6 im letzten Beitrag von @Ludolf sehen wir das gelbe Schild des U-Bahn-Eingangs. Da steht alles drauf: "Földalatti" in der Mitte des Schilds bedeutet "Untergrundbahn". (Der Wortbestandteil "Bahn" wird im Ungarischen weggelassen.) Darüber ist der Name der U-Bahn-Station angegeben: Kodály körönd. Das ist der Platz, den Ludolf fotografiert hat, benannt nach dem Komponisten Zoltán Kodály. Unter dem Wort "Földalatti" ist noch die Fahrtrichtung der U-Bahn angegeben, zu der der Abgang führt: "Mexikói út felé". Von dem Bahnsteig auf dieser Seite fährt die U-Bahn nach Mexikói út (Mexikostraße), also stadtauswärts.

      Zum zweiten Bauprojekt, das Ludolf fotografiert hat: Auf dem Baustellenschild (Bild 4 im Beitrag) steht schon die englische Übersetzung. "Főhomlokzat" heißt einfach "Hauptfassade". Das Gebäude selbst kann ich nach den zwei Fotos nicht identifizieren. Hier wird der aufwändige historistische Fassadendekor und die Dachlandschaft mit Türmen rekonstruiert.

      Zum ersten Bauprojekt: Auf dem Baustellenschild (Bild 2 in Ludolfs Beitrag) lesen wir:
      "In diesem Gebäude eröffnet in der zweiten Jahreshälfte 2020 ein Fünfsterne-Luxushotel." Von dem Namen des Hotelgebäudes, das nach Teilumbau eröffnen soll, ist auf dem Foto nur der Schluss zu lesen: "...ler palota". Es ist also ein "Palast", dessen Name auf "-ler" endet.

      Nachtrag: Atala hatte das Bauprojekt im andern Strang schon erwähnt. Das Gebäude heißt "Drechsler Palota" (Drechsler-Palast). Adresse: Andrássy út 25, gegenüber der Staatsoper. Erbaut 1883-1886 von Ödön Lechner und Gyula Pártos. Viele Jahrzehnte befand sich darin eine Tanzhochschule. Benannt ist das Gebäude nach dem Café Drechsler, das dort anfangs die Gäste empfing.

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    • Königsbau wrote:

      Es hilft nichts, zu jammern dass keine heutige deutsche Großstadt damit auch nur ansatzweise mithalten kann. Stattdessen sollte man sich freuen, dass es in unserem Europa noch immer solch grandiose Städte wie Budapest gibt.
      Nur ein schwacher Trost, aber ein wenig stolz darf man als Deutscher bei Budapest auch sein. Bis Mitte 19. Jahrhundert war Budapest noch eine ueberwiegende deutsche Stadt mit ueber 50 Prozent deutsche Budapester! Zu Ende 19. Jahrhundert war noch ca 1/3 der Bewohner Deutsche. Heute 1 Prozent nur noch... .
    • Schön dass die Dächer am KroKodály Körönd (Andrassy), dann endlich wiederherrgestellt wurden. Im Dezember 2018 waren sie noch nicht da nach dem Brand einige Jahren her. Jahren lang wurde nichts getan habe ich mit entsetzen beobachtet. So auch am Tanzhochschule am Andrassy die schon seit Jahren mit Gerüsten verdeckt ist......
      Mein Sohn wohnt seit Jahre in Budapest und ich geniesse von dieser Stadt, die glüchlich mit Wien noch so viel schöne grosse intakte historische Gebäuden hat. Vielen aber warten noch auf eine Sanierung......

      Wie anders sieht Berlin aus, wo die Mitte ausradiert wurde von Bomber, Behörden und SED und mann nur in einige Kieze noch geniessen kann von herrlichen intakten Gründerzeit Fassaden.

      Wie schon bekannt wurden Stuck, Pilaster, Balkone, Giebel, Dachaufbauten, Türmen von die meiste Berliner Gründerzeitler nach dem Krieg entfernt und bis jetzt sehr wenig rekonstruiert, obwohl dazu genügend Bausubstanz übrig ist. Was man in Leipzig alles leistet ist in Berlin leider nicht zu bewundern. Die Neubauten sind alle ohne Steildächer....und leider ein bisschen misserabel wenn verglichen mit einstige reich dekorierten und meistens auch vielformigere Vorkriegsbauten.

      Die triste Schnorkellose Bauten schreien fast um "ihre Kleider" aber sie Lüschers und Behörden haben keine Interesse daran die Stadt zu verschöneren.

      Glücklich ist in Budapest Orban da und dass Budapester Schloss soll seine Dächer, Fenster und anbauten wieder bekommen. Vielleicht braucht Berlin einer Figur wie Herr Orban!!

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    • Ich glaube kaum, dass Berlin einen wie Orban braucht, der EU-Gelder an Familie und Freunde verteilt, antisemitische Parolen verbreitet und unabhängige Universitäten dichtmacht. Die ganzen Rekos in Budapest haben - anders als in Deutschland - einen deutlichen rechtspopulistischen Hintergrund. Leider, aber so ist es.
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Danke für die vielen schönen Bilder, die meinen letzten Urlaub mir wieder ins Gedächtnis rufen.
      In Budapest gab es einige Monate lang Straßenkämpfe, aber wohl keine Flächenbombardements, oder?
      Ein paar Brüche gibt es im Stadtbild schon, z. B. auch gegenüber der Stephanskirche, insgesamt aber sehr schön und Lichtjahre vor allen Städten in der BRD; aber auch vor Wien.
    • Na, na - nicht so denkfaul solch populistische Meinungen aus der der Ferne verbreiten, bitte!
      In Budapest kann jedenfalls jeder mit 'ner Kippa rumlaufen, ohne bespuckt oder vermöbelt zu werden und die Synagogen brauchen auch keinen Dauerpolizeischutz wie in Schland. Mehr will ich zu obigem Unfug aus DK gar nicht schreiben.

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      Von Budapest habe ich auch noch einige hundert Aufnahmen.
      Ich denke, dass das Burgviertel bislang hier noch ein wenig unterrepräsentiert ist; daher mal 10 Bilder.









      Matthiaskirche


      Dreifaltigkeitssäule mit dem neugotischen Haus der ungarischen Kulturstiftung.

      Fischerbastei mit dem Reiterdenkmal König Stefan I.






      Blick von der Fischerbastei über die Donau zum ungarischen Parlament.
      Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
      (Immanuel Kant)

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    • Königsbau wrote:

      Es hilft nichts, zu jammern dass keine heutige deutsche Großstadt damit auch nur ansatzweise mithalten kann. (...)
      Das stimmt! Trotzdem fing ich, beim Anblick dieser wundervollen Bilder, innerlich zu jammern an.

      Paris, Wien, Prag, Stockholm, Budapest,... Da gibt es in Deutschland keine Perle mehr, die sich da einreihen könnte. Trotzdem versuche ich immer sofort zu vergleichen. Vielleicht bietet München noch einige großstädtische Pracht. Das war es dann aber.

      Von Budapest kannte ich bisher hauptsächlich das großartige Parlament. Die atemberaubend schöne Stadt rundherum, war mir bisher tatsächlich unbekannt. - Eine Schande. - Vielen Dank für die visuelle Aufklärung!

      Budapest gehört ab sofort nach oben auch meine Reise-Wunschliste.
    • @Rastrelli: Danke für die Hinweise. Den Platz habe ich leider bei Google-Maps nicht mit Namen angezeigt bekommen.

      @Mantikor: Auf deinen Fotos ist es so menschenleer. Ich konnte kaum Treten vor lauter Touristen. Der Tourismus erfässt die Stadt langsam ähnlich wie Amsterdam und co.


      @Däne: Einige dieser Rekonstruktionsprojekte/-Absichten sind älter als die Orban-Regierung. Etwas weit hergeholt, dass die Rekonstruktionen angeblich alle nur der Ablenkung dienen. :huh:
    • Neußer wrote:

      Königsbau wrote:

      Es hilft nichts, zu jammern dass keine heutige deutsche Großstadt damit auch nur ansatzweise mithalten kann. (...)
      Das stimmt! Trotzdem fing ich, beim Anblick dieser wundervollen Bilder, innerlich zu jammern an.
      Paris, Wien, Prag, Stockholm, Budapest,... Da gibt es in Deutschland keine Perle mehr, die sich da einreihen könnte. Trotzdem versuche ich immer sofort zu vergleichen. Vielleicht bietet München noch einige großstädtische Pracht. Das war es dann aber.
      Ja, Du solltest unbedingt nach Budapest fahren! Leider sind - das kommt auf den Bildern zum Glück nicht so gut herüber - sehr viele, ja die meisten historistischen Wohngebäude in einem sehr schlechten Zustand. Das liegt vor allem an der gut gemeinten, aber schlecht gemachten rechtlichen Situation, dass nach der Revolution die Mieter sehr günstig und leicht Eigentum an ihren Wohnungen erwerben konnten, mit dem Effekt, dass die Eigentümer leider die Sanierungen ihrer Häuser sich nicht leisten können.

      Ansonsten finde ich persönlich Leipzig und Hamburg als einzigste deutsche Großstädte noch mit Budapest, Stockholm oder Wien vergleichbar, was die historischen Gebäude betrifft. Dort findet man auch noch eine relative Menge an prachtvollen Gründerzeitlern in relativ geschlossenen Vierteln! Klar, schwacher Trost, aber immerhin!
      „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)








    • Das stimmt, es gibt noch ziemlich viele marode Altbauten, auch teilweise ziemlich verrußte Bauten.

      Von Bekannten, die jedoch öfter in Budapest sind, habe ich mir bestätigen lassen, dass in den letzen Jahren eine Menge gemacht wurde und wird.

      Ich kann es bestätigen, dass meinem Eindruck nach ähnlich wie in Berlin Prenzlauer Berg in den 2000ern eine Menge Häuser eingerüstet sind. Einige der Bauten, die hier noch vor paar Jahren im Forum eingerüstet oder verfallend gezeigt wurden, sind inzwischen saniert oder eingerüstet.

      Viele Häuser haben Holzvorbauten, die die Fußgänger vor Steinschlägen schützen soll.






      Ich habe sogar Warnschilder an Hausfassaden wegen "Steinschlag" gesehen, wobei ich mich frage, wozu solche Warnschilder da sind, wenn ich den Gehweg nun einmal eh passieren muss. :rolleyes:
    • Waren diesen Sommer auch in Ungarn - anlässlich des 30jährigen Jubiläum des Transeuropäischen Picknicks in Sopron - und auch ein wenig in Budapest:

      Mein Lieblingsplatz dort :

      abload.de/img/p1020315ipk8g.jpg

      abload.de/img/p1020314omjqe.jpg

      abload.de/img/p1020313v1kwa.jpg

      abload.de/img/p102031206kxv.jpg

      abload.de/img/p1020311u4j1l.jpg


      (Wieso ist die Bildeinbettungsfunktion nicht mehr da? Keine Ahnung wie man das macht, daher nur den Link.)

      de.wikipedia.org/wiki/Paneurop%C3%A4isches_Picknick

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    • Und wir waren auch im sehr schönen Gellert Jugendstilbad:

      abload.de/img/p10202765yj5c.jpg

      abload.de/img/p1020277stk82.jpg

      abload.de/img/p1020278aaj55.jpg

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      abload.de/img/p1020284e4k4a.jpg

      abload.de/img/p1020285dzkoa.jpg


      (Vielleicht kann ein Moderator die Bilder einbetten. Bitte nicht löschen, macht`ne Menge Arbeit alles hochzuladen.)


      Das im Jugendstil gebaute Gellért-Bad ist das berühmteste Bad Budapests. Die Quellen am Gellértberg, die es nutzt, waren bereits im 13. Jahrhundert bekannt. Das heutige Bad wurde als Teil des Hotel Gellért errichtet und 1918 eröffnet. Das, verglichen mit anderen Bädern der Stadt, sehr große Bad zeigt sich trotz der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg heute wieder in fast unveränderter Form. Das Außenbecken mit Wellenbad wurde 1927 eröffnet. 1934 kam ein Sprudelbad hinzu. Durch Renovierungen in jüngster Zeit erhielten die Sitzbecken in der Schwimmhalle und im Freien sowie das Kinderbecken moderne Filter- und Umwälzanlagen.
      de.wikipedia.org/wiki/Budapester_Thermalb%C3%A4der

      Die Ungarn haben das Innere des Gellertbades hervorragend rekonstruiert. Hier noch einige sehr schöne Bilder:

      reisewege-ungarn.de/gellertbad-budapest/
    • Henry wrote:

      Mein Lieblingsplatz dort :

      abload.de/img/p1020315ipk8g.jpg
      Ohja, der Platz ist sehr schön. Ansonsten kann ich den Freiheitsplatz in jedem Fall noch empfehlen und natürlich viele Orte mehr.

      Zu dem von dir erwähnten Platz und von mir bereits auch gezeigten noch ein paar Bilder.





      Das Parisis Udvar im einen Eckbau wie gesagt eine Wucht.


      Das Foyer noch einmal etwas größer...





      Und noch ein paar weitere






    • @Henry
      Wie du Bilder hier so einfügen kannst, dass sie im Beitrag direkt zu sehen sind, steht hier.

      Ich finde es ja schöner, wenn man die Bilder direkt sehen kann. Hier in der Budapest-Galerie haben bisher alle ihre Bilder als Dateianhänge (attachments) hochgeladen. Einige andere Foristen bevorzugen das zweite im Leitfaden genannte Verfahren zum Einbinden von Bildern. Funktionieren tut beides, wie du an den vielen Bildern im Forum sehen kannst.

      Etwas eigenartig, dass ihr - Ludolf und du - euch nicht traut, den Namen eures "Lieblingsplatzes" hier direkt zu nennen. Ein Geheimtipp ist es ja nun nicht gerade mehr. Es ist der Franziskanerplatz (Ferenciek tere) in der Pester Innenstadt. Hier seht ihr den Namen in der Station der Metrolinie M3. Das orangene Stationsdesign hat für mich Kultstatus. Es stammt von 1976.


      Metrostation "Ferenciek tere" (Franziskanerplatz), Bahnsteig (Foto: Christo, 2006, CC-BY-SA-4.0)

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    • Der Franziskanerplatz (Ferenciek tere) hat seinen Namen von der Minoritenkirche, die hier seit dem 13. Jahrhundert besteht. Inmitten der lauten Opulenz der umliegenden Jahrhundertwendepaläste und des Getriebes entlang dem wichtigen Verkehrszug Elisabethbrücke - Rákóczi út geht die stille und bescheidene alte Kirche heute etwas unter. So kommt es wohl, dass sie hier noch nicht gezeigt wurde.

      Die gotische Kirche wurde von den Türken zur Moschee umgebaut und war nach der Befreiung 1686 nicht mehr zu gebrauchen. Erst in den Jahren 1727 bis 1743 errichteten die Franziskaner, die schon Ende des 17. Jahrhunderts nach Pest zurückgekehrt waren, eine neue Kirche.

      Die Franziskanerkirche (Ferenciek temploma) am Franziskanerplatz (Ferenciek tere), Ecke Kossuth Lajos utca in der Pester Innenstadt (Belváros), V. Bezirk (Foto: hakan kozan, Mai 2015, CC-BY-3.0)

      Die starken Schatten in dem Bild vermitteln einen guten Eindruck von der Enge der Bebauung in der Pester Innenstadt. Ich habe hier bewusst Fotos ausgewählt, die den Großstadttrubel ausblenden. Auf dem folgenden Bild verstellt nicht eine einzige Menschenseele den Blick auf die wunderbar ausgewogene Westfassade. Die Aufnahme entstand an einem 19. Oktober um 08:32 Uhr morgens.


      Franziskanerkirche, Westfassade (Foto: desperado, Oktober 2011, CC-BY-2.5)

      Auf dem Giebel und in den Nischen an der Fassade insgesamt sieben Heilige. Der wichtigste steht in der mittleren Nische des Giebels. Es ist Petrus von Alcántara, dem diese Kirche geweiht ist. Sein Fest ist übrigens am 19. Oktober, also an dem Tag, an dem die Aufnahme entstand.

      Nach Morgensonne nun eine Ansicht mit Abendsonne, aufgenommen um 18:32 Uhr an einem 17. Mai.


      Franziskanerkirche, Westfassade (Foto: hakan kozan, Mai 2015, CC-BY-3.0)

      Wie bei den Bettelordenskirchen üblich hat die Westfassade keinen Turm. Über dem mittleren Fenster sehen wir das Wappen der Franziskaner: der bekleidete Arm des heiligen Franziskus und der nackte Arm Christi, beide mit den Wundmalen, darüber das Kreuz.


      Das Wappen der Franziskaner an der Westfassade (Foto: Yoav Dothan, Mai 2009, public domain)

      Im Giebelfeld das Auge Gottes im Dreieck mit Strahlenkranz.

      Der Giebel der Westfassade (Foto: Yoav Dothan, Mai 2009, public domain)

      Über dem Portal die in der Kunst der Gegenreformation beliebte Maria Victoria (Maria vom Siege) zwischen zwei Engeln. Das Bronzerelief darunter zeigt eine Kreuztragung.

      Der obere Teil des Portals mit der Maria Victoria (Foto: Yoav Dothan, Mai 2009, public domain)

      Ich finde die Figuren wunderschön, weiß aber den Namen des Bildhauers nicht. Auch der Name des Baumeisters dieser schönen Kirche ist nicht überliefert.


      Der linke Engel vom Portal ... (Foto: Yoav Dothan, Mai 2009, public domain)


      ... die siegreiche Maria ... (Foto: Yoav Dothan, Mai 2009, public domain)


      ... und der rechte Engel (Foto: Yoav Dothan, Mai 2009, public domain)

      Zum Abschluss dieses ersten Teils zur Franziskanerkirche noch die Kreuztragung über dem Portal, ein Bronzerelief.

      Kreuztragung über dem Portal, darunter wohl das Wappen der ungarischen marianischen Ordensprovinz der Franziskaner (Foto: Yoav Dothan, Mai 2009, public domain)

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    • Treten wir nun in die Franziskanerkirche ein! Sie wird als Pfarrkirche genutzt und seit 1990 auch wieder von den Franziskanern betreut, nachdem sie in der kommunistischen Zeit nicht tätig sein durften.

      Franziskanerkirche, Blick zum Hochaltar (Foto: Thaler Tamas, Februar 2017, CC-BY-SA-4.0)

      Im Inneren zeigt sich die dem heiligen Petrus von Alcántara geweihte Kirche als Wandpfeilerkirche. Dieser Typus war zur Bauzeit eigentlich schon recht altmodisch. Er verweist eher in das 17. Jahrhundert.


      Franziskanerkirche, Blick zum Hochaltar (Foto: Buchhändler, Mai 2013, CC-BY-SA-3.0)

      Das obere Bild lässt (bei Vergrößerung über den Link) interessante ikonografische Details erkennen. Die zentrale Figur des Hochaltars ist der 1669 heiliggesprochene Franziskaner Petrus von Alcántara. Darüber sehen wir in einer Gloriole das Auge Gottes im Dreieck mit Strahlenkranz, das wir vom Giebel der Westfassade bereits kennen. Hoch oben am Chorbogen das Wappen der Franziskaner, hier von Engeln gehalten. Im mittleren Gewölbefeld über dem Hauptraum dann die Taube als Symbol des Heiligen Geistes. Die Deckenmalereien wurden erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts ausgeführt.


      Der zentrale Bereich des Hochaltars (Foto: Thaler Tamas, Februar 2017, CC-BY-SA-4.0)

      Die Wandnischen dienen der Platzierung von Nebenaltären. Ikonografisch besonders reizvoll ist dieser:


      Franziskanerkirche, Nebenaltar: Der heilige Stephan trägt das Königreich Ungarn der hl. Jungfrau Maria an
      (Foto: Breznay, Oktober 2010, CC-BY-SA-3.0)


      Franziskanerkirche, Kanzel (Foto: Zello, Mai 2017, CC-BY-SA-4.0)

      Die Kanzel entstand um 1740. Sie ist aus Holz, das marmorimitierend bemalt wurde. Am Korb und am Kanzelaufgang sind die zwölf Apostel dargestellt.


      Die Kanzel von Osten (Foto: Zello, Mai 2017, CC-BY-SA-4.0)

      Wir treten nun wieder hinaus. An der Südostseite der Kirche wurde um 1860 ein Glockenturm ergänzt. Der untere Teil ist noch barock. Hier entstand eine ziemlich gewagte Stilkombination.


      Der Turm der Franziskanerkirche (Foto: Kovacs Daniel, Januar 2012, CC-BY-SA-3.0)

      Wir verabschieden uns nun in die Rathausgasse (Városház utca). Hier ein letzter Blick zurück:


      Városház utca (Rathausgasse) mit Blick zur Franziskanerkirche (Foto: Dezidor, Mai 2011, CC-BY-3.0)

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    • Die Rathausgasse (Városház utca) heißt nicht von ungefähr so. Aber bevor wir das Rathaus der ungarischen Hauptstadt erreichen, sehen wir das nicht minder eindrucksvolle Pester Komitatshaus, ein großes klassizistisches Gebäude, das in mehreren Abschnitten zwischen 1804 und 1841 errichtet wurde.

      Pester Komitatshaus (Pesti megyeháza), Városház utca 7 (Foto: Andrzej Otrębski, Juli 2010, CC-BY-SA-3.0)

      Im Hintergrund sehen wir schon das Rathaus. Vorn geht die Komitatsgasse (Vármegye utca) ab, eine jener altertümlichen schmalen Gassen, die den besonderen Reiz der Pester Innenstadt ausmachen. Werfen wir einen Blick hinein:


      Blick in die Vármegye utca (Komitatsgasse) von der Városház utca (Rathausgasse) aus, links das Pester Komitatshaus
      (Foto: Dezidor, Mai 2011, CC-BY-3.0)

      Pester Komitatshaus, Városház utca (Foto: Dezidor, Mai 2011, CC-BY-3.0)

      Das Gebäude ist Sitz der Verwaltung des Komitats Pest, also der Region rund um die Hauptstadt. Es dient damit heute noch seinem ursprünglichen Zweck. Die Hauptfassade mit dem eindrucksvollen Portikus schuf Matthias Zitterbarth ab 1811.

      Pester Komitatshaus, Innenhof (Foto: Vadaro, 2007, public domain)

      Das direkt anschließende Budapester Rathaus (heute offiziell "Amt des Oberbürgermeisters") ist das größte Barockgebäude der Stadt. Die Fassade zur Rathausgasse misst 190 Meter.

      Budapester Rathaus (Főpolgármesteri Hivatal), Városház utca 9-11, Hauptfassade (Foto: Dezidor, Mai 2011, CC-BY-3.0)

      Erbaut wurde es als Invalidenhaus von dem Wiener Architekten Anton Erhard Martinelli in den Jahren 1727 bis 1735. Zeitweilig diente das Riesengebäude als Grenadierkaserne. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde es für die Nutzung als zentrales Rathaus der ungarischen Hauptstadt umgebaut. Das ist der Grund, weshalb es in Budapest - anders als in Wien, München, Leipzig und vielen anderen Städten - kein pompöses Neues Rathaus im Stile des Historismus gibt. In der schmalen Rathausgasse bieten sich nur solche Seitenansichten auf die prächtige Barockfassade. Gehen wir in eine Seitengasse, um etwas Abstand zur Rathausfassade zu gewinnen, dann bietet sich dieser Blick:

      Párizsi utca (Pariser Gasse) mit Blick zur Városház utca (Rathausgasse), im Hintergrund das Rathaus
      (Foto: Dezidor, Mai 2011, CC-BY-3.0)

      Zu sehen sind die drei Fensterachsen rechts vom rechten der drei Rathausportale, nicht aber das Portal selbst. Das Gebäude links ist übrigens die Hauptpost, ein schöner Neorenaissancebau, der in der schmalen Gasse kaum zur Geltung kommt. Hier die bestmögliche Gesamtansicht der Fassade zur Pariser Gasse:


      Hauptpost (Főposta), Fassade zur Párizsi utca (Foto: Dezidor, Mai 2011, CC-BY-3.0)

      Der Haupteingang zur Hauptpost geht zur Petőfi Sándor utca, eine Parallelstraße zur Rathausgasse. Sie gilt als die wichtigste der drei Gassen, an die die Hauptpost grenzt.


      Hauptpost (Főposta) an der Ecke Petőfi Sándor utca, Párizsi utca (Foto: Perfectmiss, Mai 2011, CC-BY-SA-3.0)

      Der Eingang an der Pariser Gasse ist aber der schönste. An der Rathausgasse gibt es nur einen Hintereingang.

      Hauptpost, Eingang Párizsi utca 8 (Foto: Charlie, Juni 2009, CC-BY-2.0)

      So ist das in der Pester Innenstadt. Man geht in eine Seitengasse und entdeckt was Schönes. Über der Entdeckung der Hauptpost wollen wir aber das Rathaus nicht vergessen. Kehren wir also noch einmal dorthin zurück! Ein schönes Barockportal habe ich noch zu bieten. Es befindet sich nicht an der Rathausgasse, sondern an der nach Norden folgenden Seitengasse Bárczy István utca. Dort ist die Rathausgasse dann auch zu Ende.


      Budapester Rathaus, Portal mit dem Budapester Stadtwappen an der Bárczy István utca
      (Foto: Dezidor, Mai 2011, CC-BY-3.0)

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