Termin bitte vormerken: Am 9. November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt- Jeder ist willkommen.

Paris vs. Tianducheng

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    • Komisch die Chinesen machen das gleiche wie die Europäer im 1900 jh sie erweitern den Kultur Reichtum in dem sie, auch andere Kultur räume in die Städte, Gärten und Schösser holen. Das ist Globalisierung nach meinem Geschmack, solange das im rahmen bleibt und die originale Kultur nicht verdrängt wird. Es Schadet nie sich mit der Kultur Lebensart und letzten Endes auch den unterschieden auseinander zu setzen. Wir Europäer haben mit Kultur ja gefüllt fast abgeschlossen und nutzen sie fast nur museal. Sonst würden wir Auch Heute noch normale Gebäude bauen und nicht unseren abkapsel stiel verwenden, der uns von unserer Vergangenheit nicht nur optisch sondern auch real isoliert, stad darauf aufzubauen.

      Klar sied man bei den chinesischen nachbauten das, die Details etwas ärmer sind aber, wer sagt den nicht das so Stadt Erweiterungen von Paries aus sehen könnten, etwas moderner und dennoch passend.
    • Diese Fotos sind doch ziemlich ernüchternd: Luftbild und Satellitenaufnahme

      Ein Mini-Eiffelturm mit einem Drittel der Originalgröße und offensichtlich eine einzige Straße mit Gebäuden, die irgendwie an Paris erinnern. Daneben hundertfach derselbe Würfel und Hochhäuser im Hintergrund.
      Là où les idées manquent, un mot arrive toujours à temps.
      Johann Wolfgang von Goethe (Les maximes et réflexions)
    • Einfach absurd das ganze! Zuerst machen die Chinesen ihre eigene Altstädte platt, dann kopieren sie europäische Städte. Das ist genau das Gegenteil von dem, wofür wir hier kämpfen: Erhaltung von Altbauten und regionalbezogene Neubauten. Das ist wahrlich kein Vorbild für Europa.
      Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker
    • Ich würde es auch nicht so ernst sehen. Eine bessere Werbung kann es für die klassische Architektur nicht geben, sozusagen ein Exportschlager. ;)

      Und klar, mir wäre auch lieb, wenn jede Kultur ihren eigenen Baustil beibehält. Nur haben auch wir in Deutschland das eine oder andere Bauwerk aus der Ferne. Chinesische Restauranttempel zum Beispiel. Kann man als "Gag" mal bringen.
    • Vielleicht werden die Chinezen auf einen Tag der Kurfürstendamm nachbauen so wie sie vor dem Krieg war, oder der Berliner Stadtmitte!!! Oder die Kiezen um den Alexanderplatz mit der Frankfurter Allee!!!

      Ja die Deutschen selbst ist es Wurst!! Nicht einmal die einstige wuchtige Dächer werden irgendwo rekonstruiert, auch nicht einige der herzlos abgestuckten Fassaden der zehntausende Gründerzeitler in Berlin.

      Die Berliner Vorkriegsbilder lassen tausende tolle Strassen und Plätze sehen. Alles mit wuchtigen Dächer, Giebel und schwer bestuckten Fassaden. Heute ist das ein bedauervolle Sache...die meistem Bauten sind verschwunden.
    • Für mich ist das wirklich "Disneyland", denn es handelt sich um eine Art große importierte Kulisse, hinter der das eigentliche moderne China emporwächst - Hochhaus-Trabantensiedlungen. Ich fände es ebenso unpassend, wenn hierzulande einer eine chinesische oder arabische Stadt an die Lüneburger Heide stellt.
      Die Chinesen wären meiner Meinung nach besser beraten, sich um die Pflege und Rekonstruktion ihrer eigenen Altstädte zu kümmern, zudem um die Entwicklung einer eigenständigen modernen Baukultur.
    • Irgendwo im deutschen TV kam neulich eine Reportage über diese Nachbaustädtchen. Alles nicht so pralle, klar.
      Die haben ja sogar das österreichische Hallstatt 1 zu 1 nachgebaut (spiegelverkehrt), sowie in Teilen Venedig, London, Hannovers Altstadt... echt crazy.

      Andererseits überschätzen wir ein wenig die Tragweite des Ganzen. China ist nicht einfach riesig, es ist gigantisch! Diese Projekte sind ein kleiner Tropfen im Ozean. Und die meisten Chinesen sind es gewohnt, in absolut austauschbarer modernistischer Massenware zu wohnen. Da ist diese europäisierte "exotische" Massenware vielen doch ganz lieb als Abwechslung davon.

      Heimdall wrote:

      Die Chinesen wären meiner Meinung nach besser beraten, sich um die Pflege und Rekonstruktion ihrer eigenen Altstädte zu kümmern, zudem um die Entwicklung einer eigenständigen modernen Baukultur.
      Das tun sie zumindest in den letzten Jahren auch verstärkt. Sogar in gewaltigen Ausmaßen. Teils werden riesige Stadtmauern, Tempel, Paläste und ganze Altstädte (mitunter interpretierend) rekonstruiert. Ist der helle Wahnsinn.

      Hier habe ich eine umfängliche Übersicht dazu verlinkt:

      Qianmen Dajie - China geht Weg der Rekonstruktion

      Siehe auch: Renovierung von Altstädte in China

      Zudem haben wir ja bereits diesen Faden zum Thema: Kopien europäischer Architektur in China

      The post was edited 1 time, last by erbse ().

    • Hier gibt es nochmals Luft- und Satellitenaufnahmen:

      phantom-urbanism.com/tianducheng.html

      Letztlich nur eine einzige Achse mit drei Plätzen ... mich erinnert das Projekt fast ein wenig an die Latawiec-Siedlung in Warschau von 1956, als versucht wurde, sich bei der Bebauung vom Place des Vosges in Paris inspirieren zu lassen - herausgekommen ist dann aber ein langgestreckter sechseckiger Platz gleich östlich der Erlöserkirche, auch eine Art von Fremdkörper, auch architektonisch mit den betont "französischen" Dachformen:

      goo.gl/maps/8yxeBYTYR9ckCnsP8


      Für Fotos einfach nach Bildern für "osiedle latawiec" googeln.
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    • Witzig fand ich, dass im China-Paris am Eiffelturm Gemüse gezüchtet wird.
      Da frage ich mich, ob man diese großen Grünflächen später noch bebaut.


      Die Warschauer Osiedle Latawiec empfinde ich als gelungene Adaption. Gerade im Kontext der Mangelzeiten in den 50ern.
    • In Deutschland und davon ausgehend im ganzen Westen wird dir Kultur des "Schlechten Gewissens" gepflegt.
      Alein in Deutschland sind 80% der Bevoelkerung von PTSD betrofen. Weitere Stoerungen wie dem Stockholm Syndrom gar nicht mitgerechnet. Fuer die Architektur bedeutet dies ein serhr schweren Stand.

      Wenn wir Architektur des Westens neu starten wollen, muessen wir auch die Psychologie beachten und positiv beeinflussen.
    • Hier kann man übrigens ein wenig in die Umgebung eintauchen in diesem 360° Film von arte:



      arte wrote:

      China und der geklonte Eiffelturm



      China und der geklonte Eiffelturm" bietet ein immersives Erlebnis in nachgebaute europäische Stadtviertel unweit von Shanghai. Der Nutzer besucht "Paris Tiandu Cheng", "Venice Water Town" und die "London Tower Bridge". Bei kurzen Begegnungen erzählen die Bewohner von ihrer Verbundenheit mit diesen Orten, ihren Sehnsüchten und ihrem Alltag. Eine Reise in eine gespiegelte Welt, wo sich die Frage stellt, wie authentisch auch "Kopien" sein können.
      Einfach mit dem Mauszeiger ins laufende Video klicken und die Perspektive wechseln. Für eine Übersetzung die deutschen Untertitel dazuschalten.
      Die Moderne verleugnet ihre Herkunft, weil sie fürchtet, die Auseinandersetzung mit ihr könnte sie überfordern - oder ihr gar ihre eigene Banalität vor Augen führen. — Dr. Melanie Möller

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