Hamburg - Hafen-City

  • In der Hafencity ist der Bau von drei, bis zu 200 m hohen Bürotürmen geplant.


    Siehe folgende Artikel:
    https://www.piqd.de/hamburg/bi…ue-hochhauser-fur-hamburg


    http://www.abendblatt.de/hambu…n-Manhattan-Hamburgs.html




    Die Neubauten mit dieser Höhe werden Hamburgs Skyline enorm verändern... Früher einmal zählte der Kirchturm des "Michel" als das höchste Bauwerk in der Skyline - doch das ist lange her. Nun bekommt er, auch schon durch die Elbphilharmonie, gehörig Konkurrenz...

  • Die Neubauten mit dieser Höhe werden Hamburgs Skyline enorm verändern...

    - eher nicht.


    Der Standort ist dafür von den Hauptkirchen einfach zu weit entfernt. Z.B. von der Lombarsbrücke aus (der Postkartenblick-Standort für die Hamburger Skyline schlechthin) werden die Gebäude gar nicht zu sehen sein, da die Bockrandbebauung längs der Binnenalster bereits ausreicht, den Sichtkontakt zu verhindern. Nähert man sich hingegen der Stadt auf der Elbe von Westen, werden die Gebäude zwar unauffällig in der Ferne sichtbar sein, aber in deutlich anderer Blickrichtung als die Kirchtürme (viel weiter "rechts", also südlicher).


    Schade finde ich eher die langweilige Ausgestaltung des Konzeptes (Abstandsflächen fast wie in den 70ern, die kaum urbane Atmosphäre aufkommen lassen).

  • Danke HelgeK, für die Berichtigung! Wie gut, dass die berühmte Hamburger Skyline mit den Kirchtürmen doch so bleibt, wie sie war und ist. Ja, die Bürotürme in dem Modell wirken auf mich auch 70er-Jahre-mäßig langweilig...

  • An dieser Spitze sind schon seit mindestens 15 Jahren Hochhäuser geplant. Ich erinnere mich an weit anspruchsvollere Hochhausentwürfe für diesen Ort. Er sollte ja mal "Chicago-Platz" heißen.


    Ich hoffe doch sehr, daß diese "Grobplanung" nur ein Platzhalter ist.


    Sehr schade finde ich, daß das tolle Science Center, des niederländischen Architekten Rem Koolhaas, nicht realisiert wird. Das Bauwerk hätte ein echtes Wahrzeichen für die HafenCity werden können.

  • Die HafenCity bringt meine Seele zum frieren. Ich möchte in diesem sterilen, globalisierten Quartier nicht leben, um nichts in der Welt.

  • ^ Du wirst sicher anderer Meinung sein, wenn du mal dort warst. Der Bau ist genial und wunderschön.
    Genau das Richtige für diesen Ort. Dort ist wirklich mal Platz, an dem zeitgenössische Architektur sich entfalten kann, ohne ein historisches Ensemble merklich zu beeinträchtigen. Ein würdiges modernes Wahrzeichen für Hamburg, neben den klassischen wie Michel, Landungsbrücken und Rathaus.

  • Achso. Die HafenCity finde ich persönlich aber durchaus hinsichtlich der Stadträume angenehm und bzgl. der Architektur sehr abwechslungsreich. Auch dominiert zum Glück wie bei anderen modernen Quartieren nicht allein Beton und Glas und hässlicher heller Putz, sondern es gibt viele warme Materialien wie Klinker/Backstein, Holz, Stein und verschiedene angenehme Farbtöne. Von "Retortenquartier" kann man auch weniger sprechen, da fast alle Bauten unterschiedliche Bauherren und Architekten haben und lediglich die Anordnung der Baukörper halbwegs vorgegeben ist, was aber vernünftige Stadtplanung auch ausmachen sollte (spätestens seit dem 19. Jahrhundert).


    Je weiter die HC wächst, desto mehr scheint es auch ein sehr vitales, belebtes und durchmischtes Viertel zu werden, zugleich zieht es die angrenzende Speicherstadt hoch. Ich denke, man kann die HafenCity als großen Erfolg werten und auch als längst fällige Abkehr vom aufgelockerten, anti-urbanen Bauen nach der Charta von Athen - auch wenn dieser Prozess freilich schon länger läuft. Aber die HC hat in ganz Hamburg diesbezüglich ein Umdenken bewirkt, mittlerweile wird fast überall urban, kleinteilig, durchmischt im Blockrand gebaut.


    Ich kann die NDR-Nordreportage zum Leben in der HafenCity empfehlen, die zeigt das Viertel mal in einem anderen, auch persönlichen Licht:


    Großstadt-Traum: Hafencity

  • Ich war über Silvester mehrere Tage in Hamburg, das erste Mal seit über einem Jahr. Und ich muss sagen: Die Hafen-City hat einen ganz ganz großen, gewichtigen Pluspunkt: Die Elbphilharmonie. Als ich 2015 das letzte Mal in HH war wirkte die Hafen-City quasi tot, sie war menschenleer und ausgestorben. Die Eröffnung der Elbphilharmonie hat das geändert, Menschenmassen pilgern regelrecht in die Hafen-City, die Elphie wirkt wie ein überdimensionaler Magnet. Nur: Verlässt man die unmittelbare Umgebung der Elphie und geht Richtung Magellan-Terrassen, Am Sandtorpark oder auch zum Überseeboulevard, dann ändert sich dieses Bild merklich. Ich weiß nicht, ob es am Zeitpunkt meines Besuchs (Also direkt nach Neujahr) oder dem eher mäßigen Wetter lag, aber die Straßen der Hafen-City wirken tatsächlich immer noch großteils wie verwaist.


    Ich persönlich muss sagen, dass ich tausend Mal lieber durch die Speicherstadt, das Kontorhausvirtel, St. Georg oder sonst wo spaziere, als mich in der Hafen-City aufzuhalten. Meine vier Begleiter, allesamt wohnhaft in HH, sahen das im Übrigen auch so.


    Ich hoffe, dass sich das Ganze noch mehr zum Positiven wendet und die Hafen-City wenigstens im Sommer einigermaßen Aufenthaltsqualität bieten kann. Da ich zu dieser Jahreszeit noch nicht dort war, kann ich das auch nicht beurteilen.


    Abschließend bleibt zu sagen, dass die Elbphilharmonie so etwas wie der große Motor der Hafen-City ist, ohne den sich hier im Prinzip kaum etwas bis nichts tun würde. Der Bau hat sich somit, trotz der wahnwitzigen Kosten, definitiv gelohnt.

  • Nein, die Stiefmutter trägt Hosenanzug.


    Ich finde den Saal geisterhaft. Das zerfallende Gespinst einer Monsterspinne.


    Und klingt das nicht alles etwas mager? Da bin ich auf die Stimmen der "Fachhörer" gespannt.

  • Das Viertel dort ist etwas für die degenerierte Elite, über die hier auch geschrieben wird. Einfach seelenlos und potthässlich. Kalt. Kein Ort zum Verweilen. Und wirkt vermutlich auch noch negativ auf die Leute, die diesen Mist aushalten müssen, weil sie arbeiten bis zum Umfallen, um Geld zu verdienen, was sie eigentlich nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die sie eigentlich überhaupt nicht mögen.