Termin bitte vormerken: Am 9. November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt- Jeder ist willkommen.

Metall und dessen Legierungen

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Metall und dessen Legierungen

      @Henry: Habe gerade mal Schmelzpunkte nachgeschaut. Blei (Pb): 327°C. Zinn(Sb): 232°C (das erreicht ein besserer Backofen!!), Zinn-Antimon-Legierungen recht unterschiedlich, manche bis 400°C, die mit Blei ganz leicht schmelzbar z.T. unter 100°C (Weichlot)! Wäre also möglicherweise ein bißchen länger vom Verflüssigen abzuhalten als Blei, aber ist wohl nicht so duktil (bricht leichter) und ist härter (was bei "Ziegeln" nicht unbedingt stören muß).
      @Riegel: Ja, die Giftigkeit des Abwassers... aber ich denke, in diesem Fall würde man sie (mittels "Ausnahmegenehmigung") wohl inkaufnehmen. Deine Besorgnis über die Optik teile ich nicht so sehr, ich nehme an, daß man ein graues Dach auch durch einen Überzug mit anderem Metall herstellen könnte.

      Im Sinne der Brandfestigkeit fände ich ja eher etwas mit einem hohen Schmelzpunkt interessant?!
      Oder ist die Überlegung falsch, daß es brandhemmend wirken würde, wenn die Dachabdeckung nicht schmilzt?
    • Loggia wrote:

      @Henry: Habe gerade mal Schmelzpunkte nachgeschaut. Blei (Pb): 327°C. Zinn(Sb): 232°C (das erreicht ein besserer Backofen!!), Zinn-Antimon-Legierungen recht unterschiedlich, manche bis 400°C, die mit Blei ganz leicht schmelzbar z.T. unter 100°C (Weichlot)! Wäre also möglicherweise ein bißchen länger vom Verflüssigen abzuhalten als Blei, aber ist wohl nicht so duktil (bricht leichter) und ist härter (was bei "Ziegeln" nicht unbedingt stören muß).
      @Riegel: Ja, die Giftigkeit des Abwassers... aber ich denke, in diesem Fall würde man sie (mittels "Ausnahmegenehmigung") wohl inkaufnehmen. Deine Besorgnis über die Optik teile ich nicht so sehr, ich nehme an, daß man ein graues Dach auch durch einen Überzug mit anderem Metall herstellen könnte.
      Eine recht harte und wiederstandsfähige Legierung ist Aluminumbronze, eine Legierung aus Kupfer und Aluminium. Diese Legierung wird gerne bei hochbelastbaren Werkzeugen verwendet - in wie weit diese Legierung beim Bau verwendet werden kann, weiß ich nicht. Die Verarbeitung dieser Legierung ist wohl "nicht so ganz einfach".

      Es ist schon seltsam, Alu als solches ist recht leicht und auch so bearbeitbar - die Legierungen hingegen lassen sich nur noch sehr schwer bearbeiten. Beste Beispiel ist "Lila Gold", eine Aluminium Gold Legierung welche wohl fast so gut wie nicht mehr zu bearbeiten ist.
      Mit Ziegelsteinen kann man Fensterscheiben zerstören, mit Glas, Stahl und Beton ganze Städte.
    • Daß Alubronze als Dachbedeckung verwendet wurde, da von ist mir jetzt nichts bekannt. Ich kann es allerdings auch nicht ausschließen.
      Allerdings neigen alle Kupferverbindungen da zu unter Luftfeuchtigkeit zu vergrünen (fälschlicherweise auch Grünspan genannt, Grünspan ist allerdings hochgiftiges Kupferacetat wo hingegen die grüne Kupferpatina aus Kupferhydroxydcarbonat besteht).
      Mit Ziegelsteinen kann man Fensterscheiben zerstören, mit Glas, Stahl und Beton ganze Städte.
    • Der Farbton würde ja hinkommen (lt. Wikipedia goldfarben). Ob man auch goldfarben (nicht nur gelb) eloxieren kann, ist mir unbekannt. Jetzt wo mein Hirn so etwas in den hinteren Spinnwebwinkeln wölkt - daß mir meine lang verstorbene Patentante von ihrer Jerusalemreise erzählt hat, ist sicher 40 Jahre her - meine ich, sie sagte auch was von "aus gegossenen Teilen zusammengesetzt" - das würde zu Aluminiumbronze passen.
    • Das entzieht sich meiner Kenntnis - ich weiß es nicht.

      Aber mal zum Thema; ich hab selbst mal mit Bronze experimentiert - also Kupfer geschmolzen und dann andere Metalle hinzugefügt wie zum Beispiel Blei, Aluminium oder Zinn und auch mal Silber. Je höher der Kupferanteil, umso goldener wird es. Nehme ich jetzt mehr Blei, Zinn oder Silber, bleibt die Legierung silberfarbend und nimmt eine höhere Festigkeit an, vergrünt dann aber auch mit der Zeit.
      Mit Ziegelsteinen kann man Fensterscheiben zerstören, mit Glas, Stahl und Beton ganze Städte.
    • Loggia wrote:

      Der Farbton würde ja hinkommen (lt. Wikipedia goldfarben). Ob man auch goldfarben (nicht nur gelb) eloxieren kann, ist mir unbekannt. Jetzt wo mein Hirn so etwas in den hinteren Spinnwebwinkeln wölkt - daß mir meine lang verstorbene Patentante von ihrer Jerusalemreise erzählt hat, ist sicher 40 Jahre her - meine ich, sie sagte auch was von "aus gegossenen Teilen zusammengesetzt" - das würde zu Aluminiumbronze passen.
      Man kann selbstverständlich auch wunderbar goldfarben eloxieren. Ein Beispiel für die Dachdeckung mit exoxiertem Aluminium ist das Dessauer Mausoleum. Aus Kupfermangel nahm man in der DDR im Jahr 1986 Reinaluminium, welches eine farblich undefinierbare Einfärbung erhielt. Es ist eine Art graugrün.
      de.wikipedia.org/wiki/Mausoleum_(Dessau)

      The post was edited 1 time, last by Elbegeist ().

    • Loggia wrote:

      @Henry: Habe gerade mal Schmelzpunkte nachgeschaut. Blei (Pb): 327°C. Zinn(Sb): 232°C (das erreicht ein besserer Backofen!!), Zinn-Antimon-Legierungen recht unterschiedlich, manche bis 400°C, die mit Blei ganz leicht schmelzbar z.T. unter 100°C (Weichlot)! Wäre also möglicherweise ein bißchen länger vom Verflüssigen abzuhalten als Blei, aber ist wohl nicht so duktil (bricht leichter) und ist härter (was bei "Ziegeln" nicht unbedingt stören muß).
      @Riegel: Ja, die Giftigkeit des Abwassers... aber ich denke, in diesem Fall würde man sie (mittels "Ausnahmegenehmigung") wohl inkaufnehmen. Deine Besorgnis über die Optik teile ich nicht so sehr, ich nehme an, daß man ein graues Dach auch durch einen Überzug mit anderem Metall herstellen könnte.

      Im Sinne der Brandfestigkeit fände ich ja eher etwas mit einem hohen Schmelzpunkt interessant?!
      Oder ist die Überlegung falsch, daß es brandhemmend wirken würde, wenn die Dachabdeckung nicht schmilzt?
      Das mit der Giftigkeit des Abwassers ist wieder mal eine typischen Korinthenkackerei. Schließlich wurden noch vor einigen Jahrzehnten Trinkwasserleitungen aus Blei hergestellt. Neue Leitungen sind gefährlich, aber nach einigen Jahren bildet sich eine Passivschicht, so dass kaum noch eine Gesundheitsgefährdung auftrat. Bei einzelnen Dachdeckungen sind die Folgen völlig vernachlässigbar.
    • Elbegeist wrote:

      Das mit der Giftigkeit des Abwassers ist wieder mal eine typischen Korinthenkackerei. Schließlich wurden noch vor einigen Jahrzehnten Trinkwasserleitungen aus Blei hergestellt. Neue Leitungen sind gefährlich, aber nach einigen Jahren bildet sich eine Passivschicht, so dass kaum noch eine Gesundheitsgefährdung auftrat. Bei einzelnen Dachdeckungen sind die Folgen völlig vernachlässigbar.
      Jetzt sind wir schon bei Metall und dessen chemischen Verbindungen - aber sei es drum; in der Tat bildet Blei gerade mit hartem Wasser eine Schicht von wasserunlöslichen Bleiverbindungen. Aber auch reines metallisches Blei ist nicht wasserlöslch. Gefährlich sind die wasserlöslichen Bleiverbindungen - das selbe gilt allerdings auch für zahlreiche andere Metallsorten.
      Hochgiftig sind allerdings auch Metalldämpfe - ist die Siedetemperatur von Blei zum Beispiel erreicht, kann es hier schon zu Vergiftungserscheinungen kommen.
      Mit Ziegelsteinen kann man Fensterscheiben zerstören, mit Glas, Stahl und Beton ganze Städte.
    • Henry H. wrote:

      Das entzieht sich meiner Kenntnis - ich weiß es nicht.

      Aber mal zum Thema; ich hab selbst mal mit Bronze experimentiert - also Kupfer geschmolzen und dann andere Metalle hinzugefügt wie zum Beispiel Blei, Aluminium oder Zinn und auch mal Silber. Je höher der Kupferanteil, umso goldener wird es. Nehme ich jetzt mehr Blei, Zinn oder Silber, bleibt die Legierung silberfarbend und nimmt eine höhere Festigkeit an, vergrünt dann aber auch mit der Zeit.
      Es passt zwar nicht zur Dachdeckung, aber trotzdem zum Thema: Kupferlegierungen, insbesondere mit Zink oder Zinn, erzeugen bei Oxidation einen nicht gerade angenehmen Geruch. Wenig bekannt ist, dass es in der Antike eine "wohlriechende Bronze" gab. Das Rezept ist verloren gegangen. Alle Bemühungen zur Rekonstruktion waren trotz modernster Mittel und Möglichkeiten bisher erfolglos.