Im Übrigen: in einer Demokratie entscheidet die Mehrheit, und diese hat sich mehr als eindeutig in dieser Hinsicht positioniert:
Ich verstehe nicht, inwiefern die Demokratie und Verkehrskonzepte sich hier berühren sollen. Noch weniger kann ich nachvollziehen, weshalb nur ein Entweder-oder möglich sein soll. Ich bin gerade wieder in den Niederlanden. Meine Beifahrerin, die zum ersten Mal in diesem Land ist, war erstaunt darüber, wie durchdacht die Verkehrskonzepte für Autofahrer sind. Und das in einem Land, das weltweit wohl die beste Infrastruktur für Fahrradfahrer bereithält. Will sagen: Es ist beides parallel möglich, es widerspricht sich in keiner Weise! Entscheidend ist auch, dass beide Systeme möglichst wenig Berührungspunkte haben. Auf diese Weise ist das Gefahrenpotenzial für Fahrradfahrer minimiert und der Verkehrsfluss für Autofahrer nicht über Gebühr beeinträchtigt. Dort, wo beide unvermeidbar zusammenkommen, hat meist der Fahrradverkehr Vorrang. Das sind alles Konzepte, die auch in süddeutschen Regionen funktionieren können, erst recht seit dem Siegeszug des E-Bikes. Ich kann diese ideologische Verteufelung des Fahrradverkehrs nicht verstehen, zumal es alles andere als zukunftsträchtig und nachhaltig ist.

