Am 9.November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt. Unter der Rubrik "Aktuelles und Allgemeines" finden Sie alle Informationen vor.

Leerstand - Das Ende der Autogerechten Stadt

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    • Franka wrote:

      Die heutigen Menschen sind soziologisch so geprägt, dass sie kein Gespür, kein Blick für schöne Architektur haben.
      Aber(!) man kann sie überzeugen. Das geschieht nicht über Nacht! Steter Tropfen höhlt den Stein, manch harte Nuss konnte ich knacken, aber es ist Missionsarbeit.
      Genau das! Der Blick will geweckt werden. Es bringt wenig, immer zu klagen und zu jammern, dass dieses ästhetische Verständnis heute so wenig verbreitet sei. Wir müssen ran an die Wurzel und Augen öffnen.


      Franka wrote:

      Mittlerweile bin ich gezwungen, die Freunde separiert zu unterschiedlichen Festen einzuladen, weil sie aufeinander losgehen.
      Hm. Dann doch lieber das Umfeld neu sortieren und nur noch Leute mit denen man gut kann und die gut miteinander können. Leute mit ähnlichem Mindset, die dich wachsen sehen wollen, statt Energie zu saugen wie ein Vampir etc...
    • Was mich hier bei der Verkehrsdiskussion wundert, ist, daß von Taxis und Paketauslieferern nie die Rede ist. Der Onlinehandel ist ja nicht wirklich virtuell, denn es werden ja physische Gegenstände geliefert. Und entsprechend nimmt der Paketauslieferverkehr immer mehr zu. Wie es sich mit dem Taxiverkehr verhält, weiß ich nicht, aber die werden halt üblicherweise in Anspruch genommen, wenn man als autoloser Innenstadtbewohner was Schwereres zu schleppen hat oder eine mit ÖPNV ungünstige, nicht allzuweite Strecke hinter sich bringen muß.
    • Die Paketauslieferer stehen oft in der zweiten Reihe oder blockieren gleich ganz die Straße. Das sind teilweise Billigjobber, die mächtig unter Druck stehen und über 12 Stunden herumfahren. Unlängst kam bei uns mal ein ganz normales Paket nach 20 Uhr an.
      Taxis werden für Einkäufe eigentlich doch nur von eher begüterten und/oder älteren Leuten genutzt. Mir wäre das viel zu teuer. Als Innenstadtbewohner, wo es sich um 2 Kilometer Wegstrecke handelt, mag das noch gehen. Aber eine Fahrt von der Innenstadt in eine Anrainergemeinde wiegt teils schon die Kosten des Einkaufs auf.
    • Genau, für die Kosten eines Taxis kannst du dir auch zigmal deine Lebensmittel vom Supermarkt einfach liefern lassen.
      Der Lieferverkehr nimmt natürlich beständig zu. Da wird aber auch immer mehr über automatisierten Verkehr oder sogar Drohnen laufen:

      Amazon macht das schon seit 2016 teilweise..


      NZZ-Kurzdoku:

    • Um nochmal ein Beispiel wie der Titel des Strang zu nennen:

      Das Hansa Haus in Kassel.

      regiowiki.hna.de/Hansa-Haus

      Das gruselige Haus aus den 60ern an der ehemaligen Altstadt zerschneidenen Kurt-Schuhmacher-Straße verweist immer mehr.
      Die Läden an der KSS stehen seit Jahren leer.
      Hoffe es verschwindet bald.

      Noch ein paar HNA Artikel:
      hna.de/kassel/kassel-hansa-hau…-ohne-erfolg-2726352.html

      hna.de/kassel/fotos-hansa-haus…cher-strasse-2721118.html

      hna.de/kassel/marode-pavillons…l-abgerissen-3944133.html
    • Heimdall wrote:

      Eine nette Spielerei, die sich aber nicht durchsetzen wird.
      Hat man auch über Computer, das Internet, das Automobil und sonst was alles gesagt... Warte es ab.
      Sehr nahmhafte Unternehmen und Institutionen beschäftigen sich mit Drohnen, auch für Rettungsflüge usw. Da wird schon noch einiges passieren. Sicher auch mit weiterentwickelter Technik. Auf jeden Fall auch ein potenzieller Beitrag zu autofreieren Städten (worüber ich mich auch als enthusiastischer Auto-Fan freuen würde).
    • Heimdall wrote:

      Drohnen halte ich für zu teuer und zu gefährlich. Bei irgendwelchen technischen Ausfällen/Zusammenstößen fallen den Passanten die Geräte samt Paket auf den Kopf. Eine nette Spielerei, die sich aber nicht durchsetzen wird.
      deutschlandfunk.de/luftverkehr….html?drn:news_id=1003472


      Jeder, der sich die
      Fähigkeit erhält Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.

      www.archicultura.ch

    • Unser Verkehrsminister heißt zwar nicht mehr Do(of)brindt aber der neue ist genauso (be)Scheuer(t) :kopfwand:

      Von Verkehrswende keine Spur, immer nur "weiter so".

      Wenn ich sehe wie in den Städten das Geld für den Straßenverkehr weiterhin in Hülle und Fülle da ist, während man beim ÖPNV die Erbsen zählt, graust es mich.

      Warum wird immer nur genau vorgerechnet was der ÖPNV kostet, und keiner spricht von den Kosten für den städtischen Straßenverkehr?
    • Wie immer hängt alles miteinander zusammen. Was tatsächlich zutrifft ist, dass der ÖPNV keine Lobby hat. Eigentlich sollte es wohl das Verkehrsministerium sein, aber das wissen wir besser. Ja, die verquere Berechnung der Kosten für MIV vs. ÖPNV ist schon besorgniserregend skandalös. Dass sich der Bau einer Straßenbahn dringend rechnen muss, damit sie genehmigt und bezuschusst wird, dass so manche EU-Förderung dazu führt, dass beim Bau einer U-Bahn eine teilweise parallel laufende Straßenbahn stillgelegt werden muss, das ist doch alles zum aufregen.

      Und Straßen? Kein Mensch zahlt für das Befahren einer Straße in der Stadt, aber sie werden wie selbstverständlich gebaut, repariert, gereinigt und bewirtschaftet. Und wenn in manchen Gemeinden die Anwohner zur Kasse gebeten werden zahlen am Ende sogar solche, die zwar dort ein Grundstück haben aber womöglich kein Auto besitzen, aber diejenigen, die den Weg als Schleichpfad nutzen, zahlen grundsätzlich nichts. Von den zu unterhaltenden Autobahnmeistereien, Winterdiensten, Rettungseinsätzen, Umwelt- und Gesundheitsschäden, die grds. vergemeinschaftet sind, mal ganz zu schweigen. Das Auto ist die Spezies Nr. 1 auf diesem Planeten, und Menschen dienen ihm.
    • Naja. Ganz so pauschal will ich das dann doch nicht stehen lassen. In den meisten Gebieten außerhalb der inneren Ballungskerne ist das Auto schlicht und ergreifend das effizienteste und ökonomischste Fortbewegungsmittel.

      Es gilt aber definitiv den Verkehr smarter zu machen und umzubauen. Ich gehe davon aus, dass wir künftig eher nicht weniger Individualverkehr haben, sondern sogar mehr. Weil autonomes und sauberes Fahren sich durchsetzt und die Wege der Menschen nunmal sehr individuell sind. Das ganze wird aber wesentlich smarter gesteuert und vieles dürfte damit auch entfallen.
    • Das glaube ich nicht. Im Gegenteil.

      Ohne die augenzwinkernd geduldeten multiplen kleinen und großen Verstöße der Autofahrer gegen die Verkehrsregeln wären die innerstadtischen Straßenverkehre längst zusammengebrochen. Mal schnell im Halteverbot parken, nochmal fix durch die dunkelgelbe Ampel rauschen, mal ein bisschen zu kräftig aufs Gaspedal drücken, zu dicht auffahren, mal eben über den Gehweg / Radweg am Hindernis vorbei ... you name it.

      Tatsächlich hilft dies alles, den innerstädtischen Straßenverkehr vorm Erstickungstod zu bewahren.

      Autonome Fahrzeuge können und dürfen dies alles nicht! Die müssen, schon von rechts wegen, so programmiert sein, dass sie keinerlei Verkehrsverstöße begehen.

      Die Dinger werden sich also gegenseitig blockieren sowohl im ruhenden als auch im fließenden Stadtverkehr, solange die Straßen und Parkplatzflächen nicht noch mehr ausgebaut werden.... was kein Mensch wollen kann.

      Die einzige Lösung im städtischen Bereich kann also nur der konsequente Ausbau und Vorrang der öffentlichen Massenverkehrsmittel sowie ausreichend Raum für Radfahrer und Fußgänger zulasten des "Individualverkehrs" sein.
    • ^
      Du unterstellst aber zwingend, dass sich die Anzahl der Fahrzeuge nicht verändert. Das würde ich aber schon erwarten dass genau das passiert. Ich würde z.B. erwarten, dass insbesondere in der Großstadt mein Fahrzeug mich auffordert, ein anderes Verkehrssystem zu nehmen bei bestimmten Strecken, weil ich damit mglw. sicherer oder schneller am Ziel bin.
      Viel schwieriger glaube ich wird die Übergangszeit, wenn die ersten menschen schon "smart" im autonomen Kfz unterwegs sind, während sich andere noch manuell mit kleinen und großen Verstöße fortbewegen, sich dadurch Vorteile verschaffen wodurch der smarte Automfahrende am ende blöd aussieht.

      Wie gesagt, auf dem Lande sehe ich ehrlich gesagt kaum einen Grund für eine Verkehrswende. Da ist es sogar fast egal, ob ich von Adlshausen nach Odlshausen autonom elektrisch oder mit dem Traktor fahre... In den Städten und auf den Autobahnen ist das Problem, aber nicht der MIV auf dem flachen Lande.
    • Verkehrsströme werden sich intelligent selbst regulieren. Viele Verkehrsregeln können dann auch einfach wegfallen, bzw folgt alles einfach einer schnellen Schwarmlogik. Und durch die ganze Sensorik wird ohnehin erfasst wo Gefahrenzonen lauern.

      Öffentlicher Nahverkehr wird sich womöglich auch ganz anders bündeln durch neue Konzepte wie Hyperloop und andere.