Am 9.November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt. Unter der Rubrik "Aktuelles und Allgemeines" finden Sie alle Informationen vor.

Tauberbischofsheim, Ortsteil Dittigheim

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    • Tauberbischofsheim, Ortsteil Dittigheim

      Dittigheim liegt nur 2 km südlich von Tauberbischofsheim und wurde schon vor Jahrzehnten nach Tauberbischofsheim eingemeindet. Dennoch hat der Ortsteil, zumindest im alten Ortskern, seinen ländlichen Charakter bewahren können. Es wurden in Dittigheim viele prähistorische Funde gemacht, bis zurück in die Steinzeit. Der Grund dürften die fruchtbaren Lößlehmböden sein, die den Menschen größere Ernten bescherten und damit eine bessere Existenz sicherten.

      Hier sehen wir die Statue des Heil. Johannes von Nepomuk aus dem Jahre 1777, der wieder am östlichen Brückenkopf der Taubebrbrücke steht. Im Hintergrund grüßt die Dorfkirche St. Vitus (St. Veit) herüber, welche nach Plänen Balthasar Neumanns aus Würzburg 1748-1752 errichtet worden war.




      Hier der Sockel mit Rokokokartusche und Inschrift des Stifters:




      Es existieren im Ort nur noch wenige Fachwerkhäuser, hier eines davon. Das Fachwerk des Erdgeschosses scheint zwar nicht urspünglich zu sein, dennoch ergibt sich ein freundliches Bild:



      Ein Bildstock aum 1700 an der früheren Mühle:



      Das "Bild" in Nahaufnahme, es stellt eine Marienkrönung dar:




      Auf dem Weg von der Mühle zum Friedhof treffen wir auf diesen Kreuzschlepper "Jesus fällt unter dem Kreuz":




      Nachdem norddeutsche Truppen im Deutschen Bruderkrieg von 1866 die Cholera eingeschleppt hatten, kamen Ordensschwestern zur Pflege der Cholerakranken. Eine dieser Schwestern starb dann selbst an der Seuche. Man hat Ihr diesen Stein an ihrem Grab auf dem örtlichen Friedhof errichtet. Zur Erinnerung an die Choleraseuche läutet noch heute täglich nachmittags um vier Uhr die Pestglocke.





      Auch die Rückseite des Grabsteins ist beschriftet, m. E. lohnt es sich das Bild zu vergrößern und den Text zu lesen:





      An einem Haus bei der Kirche eine Statue des Hl. Johannes:





      Direkt gegenüber der Kiirche ist über der Eingangstür eines früheren Dorfladens dieser barocke Teil eines Bildstocks angebracht. Es stellt den "Hl. Wandel" dar, Jesus ist mit Maria und Joseph zusammen unterwegs:

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    • Die nach Plänen Balthasar Neumanns 1748-1754 errichtete Dorfkirche ist sehenswert. Neumann hatte eine Einwölbung vorgesehen, wovon man dann allerdings aus Geldmangel abgesehen hat. Deshalb wirkt der Saalbau innen ernorm hoch, die Flachdecke ist bemalt. Leider sind das ursprüngliche Altarblatt des Hochaltars sowie dasjenige des linken Seitenaltars verloren gegangen.Die übrige Ausstattung stammt einheitlich aus dem 18. Jh., lediglich die Wandbemalung und die Fenster sind aus dem 19. bzw. frühen 20. Jh. Leider wurde auch die elegant geschwungene Kommunionbank bei der letzten Renovierung raus geschmissen. Sehr hübsch finde ich auch die Zwiebelhaube des Kirchturms.






      Die südliche Seitentür:



      Blick in den Kirchenraum. Der Chor ist eingezogen, die Seitenaltäre sind übers Eck gestellt.Das Gemälde im Chor zeigt die allerheiligste Dreifaltigkeit, während die Deckengemälde im Langhaus im Wesentlichen Szenen aus dem Leben und dem Martyrium des Hl. Vitus darstellen.



      Der Hochaltar. Über dem großen Bild von 1880 ist das Wappen des Fürstbischofs von Würzburg angebracht (vielleicht ist es gar des Adam Friedrich von Seinsheim). Dittigheim gehörte bis 1803 zum Fürstbistum Würzburg. Die Fürstbischöfe trugen seit Kaiser Friedrich Barbarossa in Würzburg Beatrix von Burgund geheiratet hatte, auch den vom Kaiser verliehenen Eherntitel des Herzogs von Franken.



      Der linke Seitenaltar:



      Der rechte Seitenaltar besitzt noch das urspüngliche Gemälde, dessen Inhalt St. Anna zeigt, welche ihre Tochter, die kleine Maria die Hl. Schrift lehrt:



      Das Deckengemälde des Chores:



      Zwischen Chorgestühl und dem Hochaltar in einer Nische eine Strahlenkranzmadonna mit Jesuskind von Balthasar Estherbauer aus Würzburg um 1700.




      Hier ist die vorgenannte Strahlenkranzmadonna besser zu erkennen, rechts davon, schon zum Hochaltar gehörig, der Nährvater Jesu, St. Joseph, mit dem Jesusknaben auf dem Arm:






      Rechts vom Hochaltar die Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind, rechts davon eine Staue des Hl. Vitus um 1700:

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    • Hier sehen wir die Kanzel der Kirche von Dittigheim. Sie stammt aus der einstigen Klosterkirche der Prämonstratenser in Gerlachsheim. Auf dem Schalldeckel ganz oben der Hl. Norbert von Xanten, ein Heiliger des Prämonstratenserordens:






      Die Orgelempore mit der Orgel:



      Zwar sind die Kirchenbänke neu, doch hat man immerhin die elegant geschnitzten Bankwangen übernommen:





      Ein Fachwerkhaus in der Ortsmitte, leider ohne Sprossenfenster:




      Ein Haus mit großem, rundbogigen Kellertor. Da mussten große Weinfässer durchpassen. In Dittigheim wächst auf der Südseite des Höhbergs noch heute ein feiner Tropfen der Lage "Steinschmetzer". Links an der Giebelwand erkennt man einen prachtvollen, barocken Bildstock:




      Hier dieser Bildstock aus der Nähe. Das eigentliche "Bild" ist eine Darstellung des Gnadenstuhls, eine hautsächlich in Bayern beheimatetes Thema:





      In der Synagogengasse hat sich an einer Scheune ein Stein mit einem Davidstern nebst hebräi-schen Schriftzeichen erhalten. Vielleicht von der früheren Synagoge. Die jüdische Gemeinde in Dittigheim hat sich bereits in der ersten Hälfte des 19. Jh. aufgelöst, nachdem die Gemeindemit-glieder entweder nach Tauberbischofsheim, aber auch viele nach Frankfurt a. M. gezogen waren.




      Ein recht merkwürdiger Stein an einer Gartenmauer in der Synagogengasse, dessen Symbolik mir nicht bekannt ist.






      Ein Blick im Dorf Richtung Kirche. Das zweistöckige Buntsandsteingebäude links vor der Kirche war früher das Rathaus des Dorfes Dittigheim:




      Wieder ein barocker Bildstock:

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    • Hier noch ein Bildstock von 1594 in einem Vorgarten:

      Das Gasthaus zum Engel:



      Das Gasthaus "Zum Engel":




      Wenn auch manche Details modernisiert wurden, so vermittelt dieses Bild doch den Eindruck ländlicher Idylle:





      Ganz früher war dieses haus eine Schmiede, in den 1960 er und 1970 er Jahre wohnte hier ein Maler, der diese Wand bemalt hat:


      Eine Herz-Jesu-Statue an einem Haus um 1900:

      Ein freigelegter Balken, wohl




      Dieser reich geschnitzte, freigelegte Ständerpfosten wohl um 1600, leider liegt das übrige Fachwerk des Hauses unter Verputz:





      Eine Gasse in Dittigheim, gesäumt von alten Bauernhäusern:



      Eine Hausmadonna aus der Zeit um 1880:






      Ein Bauernhaus, wohl etwa Mitte des 19. Jh., leider mit Fenstern ohne Sprossen und mit einer Haustüre, die mich sehr an eine Baumarkttüre erinnert. Schön ist die Darstellung der schmerzhaften Muttergottes mit dem Leichnam ihres Sohnes auf dem Schoß, darüber ein kleines Wetterdach, unter der Konsole ein eiserner Schwenkarm, an dem früher wohl eine Laterne befestigt war. Darin befand sich eine Kerze, die in den Nächten der Mariensamstage leuchtete. Leider fehlt nun diese Laterne.

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