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Der Bau einer neuen Kirche

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    • Der Bau einer neuen Kirche

      Liebes Forum,

      bitte das Thema ernst nehmen, es liegt mir sehr am Herzen. Ich erkläre mal kurz, wie die Situation in unserem Stadtteil in Essen zurzeit aussieht. Wir haben fast 12.000 Einwohner. Im Jahr 2013 haben wir leider unsere Kirche verloren. Sie wurde profaniert, weil eine Restaurierung über eine Million Euro gekostet hätte. Diese Entscheidung hat damals viele von uns verärgert. 2015 wurde die Kirche schließlich abgerissen. Das Ende einer Ära. Ich habe aber noch Hoffnungen.

      Das ist ein ziemlich absurder Gedanke, aber es wäre einfach nur klasse, wenn unsere Gemeinde eine neue Kirche bekommt. Dazu muss ich auch was erwähnen. 2014 wurde das Kirchengrundstück an das benachbarte Krankenhaus verkauft, mit dem Ziel es dort zu erweitern. Jetzt ratet mal, was bis heute nicht passiert ist. Die Erweiterung des Krankenhauses. Und warum? Weil den Kliniken an allen Ecken und Kanten das Geld fehlt. Dieses Vorhaben scheint also in weite Ferne gerückt zu sein. Das Grundstück steht aktuell leer. Da steht zur Stunde absolut gar nichts. Das möchte ich als Anlass nehmen, die Diskussion wieder anzustoßen, ob bei uns ein neues Gotteshaus gebaut werden kann. Ich glaube, die Gemeindemitglieder würden die Idee begrüßen. Natürlich kommt dann gleichzeitig die Frage auf, wie das Ganze finanziert werden soll. Es ist das größte Problem, was dadurch entsteht. Wer bezahlt das alles? Ich will die Hoffnung aber noch nicht aufgeben und glaube an Wunder. Es wäre die Chance. Daher habe ich mal verschiedene Fragen.

      Ist es eine gute Idee, wenn ich diese Diskussion in unserem Stadtteil starte? Wie kommt das beim Pfarrer an? Wie reagiert das Krankenhaus? Kann man das Kirchengrundstück zurück in den Besitz der Gemeinde bringen? Derzeit gehört es ja den Kliniken bzw. dem Krankenhaus. Muss dafür eine andere Kirche aus der Pfarrei aufgegeben werden, damit man den Plan mit der neuen Kirche verwirklichen kann? Ihr merkt, ich mache mir unglaublich viele Gedanken. Mein Herz blutete, als wir die Kirche 2013 verloren haben. Das Gotteshaus fehlt uns allen und viele fühlten sich zu jener Zeit im Stich gelassen. Von Gott, von allem. Also, wie würden meine Chancen stehen? In Frankreich spenden sie Millionen von Euros für Notre-Dame, das ist schön. Nur wie wird sowas hier geregelt?

      Ich hoffe auf eine rege Diskussionsteilnahme. Ich werde niemals aufhören zu hoffen und eine solche Denkweise sollte eigentlich jeder haben. Dann sieht die Welt auch schon besser aus.

      Gruß
      Sebastian
    • Hallo Sebastian,

      Ich kann deinen Schmerz gut nachvollziehen. Wenn man mit einem solchen Gebäude viele Erinnerungen verbindet, tut es weh, wenn es auf einmal weg ist - und noch mehr, wenn das offenbar grundlos geschah (weil das Gelände noch immer nicht bebaut ist).

      Ich gebe aber folgendes zu bedenken:
      a) solche Grundstücksreserven liegen oft mehrere Jahrzehnte brach, bis sie dann bebaut werden. Gerade in Innenstadtlagen müssen Krankenhäuser, Schulen etc. viele Jahre vorausplanen. Da sind 5 Jahre fast nichts.
      b) Ich habe die Diskussion in Essen nur am Rande verfolgt, aber soweit ich das mitbekommen habe, sind mangelnde Finanzen nur einer der Gründe, warum so viele Kirchen profaniert und aufgelöst wurden. Es fehlt ja auch am Personal - damit meine ich nicht nur die Priester, sondern auch die Kirchgänger. Ob der Aderlass so radikal ausfallen musste, steht auf einem anderen Blatt... Jedenfalls hat sich an den Zahlen - sowohl Finanzen als auch Personal und Kirchenbesucher - nicht viel geändert, weswegen ein Vorschlag für einen Kirchenneubau wohl eher skeptisch aufgenommen würde.

      Sowieso ist der Ansprechpartner für ein solches Vorhaben wohl eher der Bischof als der Pfarrer...

      Trotzdem gesegnete Ostern!
    • Ich weiß nicht - handelt es sich hierbei um eine evangelische oder katholische Kirche? Ich bin sehr vorsichtig mit Neubauten von Kirchen da hier Modernisten oftmals ihr Unheil verbringen. Ich denke hier nur an die Kath, Kirche Sankt Florian in der Messestadt Riem - ein potthäßlicher Klotz welcher eher an eine modernistische Feuerwache, oder noch schlimmer, an eine Vernichtungsanstalt erinnert.
      Da muß ich wirklich die Orthodoxen bewundern welche einen vorgeschreibenen Baustil haben - ich wünschte die katholische Kirche würde sich daran ein Beispiel nehmen. Das protestantische Kirchen schlichter gehalten sind - gut, aber auch hier sind Möglichkeiten gegeben...ich erinnere mich an einen protestantischen neubau in Aschheim, welcher ein wenig wie ein Gewächshaus anmutet, aber architektonisch keineswegs uninteressant ist.
      Mit Ziegelsteinen kann man Fensterscheiben zerstören, mit Glas, Stahl und Beton ganze Städte.
    • Ja, also es handelt sich um eine katholische Kirche. Mal ganz nebenbei angemerkt wurden in den letzten Jahren in Bayern einige neue Kirchen gebaut. Die Gebäude sind zwar von außen jetzt auch nicht der Brüller, aber ich frage mich schon die ganze Zeit, wie die neuen Gotteshäuser finanziert wurden. Und warum gerade in Bayern? Bei anderen Bundesländern sieht das wiedermal anders aus. Wir leben durchaus in verrückten Zeiten. :huh:
    • Sebastian 99 wrote:

      Ja, also es handelt sich um eine katholische Kirche. Mal ganz nebenbei angemerkt wurden in den letzten Jahren in Bayern einige neue Kirchen gebaut. Die Gebäude sind zwar von außen jetzt auch nicht der Brüller, aber ich frage mich schon die ganze Zeit, wie die neuen Gotteshäuser finanziert wurden. Und warum gerade in Bayern? Bei anderen Bundesländern sieht das wiedermal anders aus. Wir leben durchaus in verrückten Zeiten. :huh:
      In Bayern werden neue Kirchen in Neubaugebieten gebaut - aber sie sind nicht immer schön. Ich selbst war heut um 5 Uhr zur Osternacht in diesem fürchterlichen Gebäude Sankt Florian in der Messestadt Riem da ich als Lektor mit einer Lesung dran war. Die Osternacht war absolut professionell gemacht mit allen drum und dran . aber des Bauwerk.....der Altar und Fenster nach Westen ausgerichtet, keine Chance den Sonnenaufgang zu empfangen. Die Halle absolut karg und modernistisch. In einem solchem Bau fällt es schwer den Zugang zum Herren zu erlangen. Ich meine, ein Architekt welcher ein Gotteshaus entwirft, sollte selbst gläubig sein um ein Gespür für das entsprechende Bauwerk mitzubringen.

      LG
      Henry
      Mit Ziegelsteinen kann man Fensterscheiben zerstören, mit Glas, Stahl und Beton ganze Städte.