Paris - Notre Dame

  • Die Aussenmauern sind eher weniger gefährdet, wie steht es denn um das Gewölbe? Ist das schon durch? Das wäre verheerend.

  • Daß ein Turm einsturzgefährdet sei ist doch eine Falschmeldung. Kein Turm stand bisher lichterloh in Flammen. Bei den mächtigen Mauern kann das nicht sein.

  • Die ganze Insel ist geperrt. Der Brannt ist nur 10 Meter an Wohnhaeusern.
    Das ganze Dach ist weg. Eingestuerzt.
    Flugzeuge werden nicht genutzt, man hat angst dass dann alles einstuerzt.
    Die Kathedrale erfuhr gerade eine Renovierung von 6 Millionen Euro.


    In Bosten, Zentrale der Katholiken der USA, wo das meiste Geld fuer die Sanierung herkahm gibt es spezial
    Messen. Auch in Notre Dame Montreal, gebaut als mini Kopie wird schon gebetet in einer Spezialmesse.
    Hier, Ostkueste ist es jetzt 5 Uhr dreizig nachmittags

  • Wieso brennt eine steinerne Kirche eigentlich wie eine Fackel und lässt sich kaum löschen? Der Dachstuhl, die Kirchenbänke und die Orgel - wie kann das so ein Inferno verursachen -es ist doch kein Fachwerkhaus und keine Scheune. Ich hoffe nur, dass wenigstens die Außenmauern und die beiden Haupttüme stehenbleiben und immerhin eine ausgebrannte, aber wiederaufbaufähige Ruine bleibt, so wie bei den - meisten - Kirchen, die im Zweiten Weltkrieg in Brand gerieten.

  • Kann eine Falschmeldung sein! Kahm auf CBC News.


    Gerade gehoert: die ganze Kathedrale kann einsturzen.
    Ich weiss auch nicht. Ich schaue life Bericht im Fernsehen hier in Kanada.
    Die berufen sich auf den Feuerwehrsprecher.

  • Hier findet man einiges zum Dachstuhl (auf Französisch), auch eindrucksvolle Bilder:


    http://www.notredamedeparis.fr…rchitecture/la-charpente/


    Wenn ich den Text richtig verstehe, ist der Dachstuhl doch weitgehend noch mittelalterlich gewesen, mit Ausnahme des Dachreiters und des Querschiffs.
    "La charpente de Notre-Dame de Paris est certainement l’une des plus anciennes charpentes que l’on ait à Paris [...]. Dans le chœur, il a existé une première charpente avec des bois abattus vers 1160-1170 (on estime que certains pouvaient avoir 300 à 400 ans, ce qui nous amène au VIIIe ou IXe siècles !!!). Cette première charpente a disparu, mais des bois ont été réutilisés dans la seconde charpente mise en place en 1220. Ils sont toujours là aujourd’hui. [...] Dans la nef, la charpente est mise en place entre 1220 et 1240. En effet, les travaux de la nef sont commencés en 1182, après la consécration du chœur. [...] Si les charpentes du chœur et de la nef ont traversé les siècles, celles des transepts et de la flèche furent refaites au milieu du XIXe siècle lors de la grande campagne de restauration de la cathédrale sous la direction de Viollet-le-Duc."

  • Die Türme sind garantiert nicht einsturzgefährdet, sonst würden da im Moment nicht Leute drin rumlaufen...

  • Ich habe aber wieder gehoert, zum 10ten mal im Fernsehen, dass die Feuerwehr den einsturz des
    Nordturm befuerchtet!
    Kann eine Falschmeldung sein. Schlieslich wird das Personal noch nicht zurueckgezogen....

  • Auch wenn die Kathedrale wohl wieder aufgebaut wird, der Tag geht in die Geschichte ein. Das kam wie aus heiterem Himmel. Als hätte man die Kirche kürzlich entweiht und nun fällt sie Flammen zum Opfer. ;(

  • Die Türme sind garantiert nicht einsturzgefährdet, sonst würden da im Moment nicht Leute drin rumlaufen...

    Ja richtig, da laufen Leute. Sogar drinnen laufen Personen nun zum Tresor und versuchen mehr zu retten.

  • Das hatte ich also richtig in Erinnerung: Die Querhausdächer sind aus dem 19. Jahrhundert, genauso der Dachreiter. Danke, Tübinger! Französisch ist doch eine nützliche Sprache.


    Vergleiche zur Zerstörung von Kirchen im Zweiten Weltkrieg passen nicht ganz. Damals war man vorbereitet und hatte die Ausstattung ausgelagert oder speziell gesichert. Die Dresdner Hofkirche hat heute eine Silbermannorgel, weil das Pfeifenwerk vor der Zerstörung ausgebaut worden war. Die Frauenkirche hat keine Silbermannorgel, weil man dort die Orgel am Platz gelassen hat. Glasmalereien kann man in wiederaufgebauten Kirchen nur dann sehen, wenn sie rechtzeitig ausgelagert worden waren.


    Je suis un parisien!

  • Allein die Zahlen zum Vierungsturm, dem sog. Pfeil ("la flêche"), sind oder besser waren beeindruckend in der schieren Masse: "Quelques chiffres impressionnants : 500 tonnes de bois, 250 tonnes de plomb, une hauteur de 93 m depuis le sol."
    --> 500 Tonnen Holz, 250 Tonnen Blei, 93 Meter hoch
    (Quelle: http://www.notredamedeparis.fr…e/architecture/la-fleche/)

    „Sollt ich einmal fallen nieder, so erbauet mich doch wieder!“ (Inschrift am Schwarzhäupterhaus in Riga)


    Nach Baden-Baden habe ich ohnedies immer eine Art Sehnsucht.
    Johannes Brahms (1833-1897)

  • Der Dachreiter war das unwichtigste an der ganzen Kirche. Eine Zutat von Viollet-le-Duc, die man leicht rekonstruieren kann. Die Glasmalereien, die liturgische Ausstattung, die Orgel - hoffen wir, dass sie erhalten bleiben!