Marienthal & Kloster St. Marienthal (Galerie)

  • Auf der Homepage von Ostritz wird über das jährliche "Ostersaatreiten" berichtet.


    Auszugsweise zitieren wir aus dem Bericht von Günter Vallentin:
    "An jedem Ostersonntag erklingen Punkt 13.00 Uhr in Ostritz alle Glocken, um die Saatreiterprozession anzukündigen. Der jeweilige Pfarrer übergibt den Kreuzträgern das mit einer Stola umwundene Kreuz, und nach einem Segensgebet begeben sich Fahnenträger, Geistliche und Reiter auf den Weg in Richtung Marktplatz.
    Die Bläser stimmen in das Glockengeläut mit ihrer Intrade ein.
    Die Reiter machen sich nun vom Markt aus auf den Prozessionsweg, der als Umritt um die Stadt Ostritz angelegt ist, so daß man an verschiedenen Stellen dem Zug begegnen kann.
    An 5 Stationen wird Halt gemacht, bei denen Texte aus den Osterevangelien gelesen werden und der Segen für die Stadt, ihre Menschen, für eine gute Ernte und die Bewahrung vor Unwettern und allem Unheil erbeten wird.
    Die Station im Klosterhof St. Marienthal bildet einen Höhepunkt des österlichen Umrittes. Die Äbtissin (Vorsteherin des Klosters) begrüßt die Reiter, sie bedankt sich bei ihnen für die Überbringung der Osterbotschaft."


    Anlass für uns, diese seit Jahrhunderten stattfindende Veranstaltung in Bildern festzuhalten.


    Die Klosterschänke


    Einige Impressionen





    Die Ruhe vor dem Sturm


    Nun geht's langsam los. Touristen waren aus ganz Deutschland angereist.


    60 Reiter nahmen an dieser Prozession teil.



    Dreimal musste der Platz umrundet werden. Hier kann man weitere Infos zu dieser wunderschönen Prozession finden.

  • Weitere Bilder vom Kloster Marienthal an der Neiße.


    Einfahrt am äußeren Torbogen


    Blick zurück.


    Im Hintergrund der innere Torbogen.


    Hinten Gästehäuser, rechts Gesindestube und Mensa.


    Blick in den großen Hof.


    Auf der rechten Seite eine Statue von Papst Johannes Paul II.


    Die zentral auf dem Platz befindliche Dreifaltigkeitssäule mit Brunnen.


    Zentrales Empfangsgebäude mit Klostermarkt.


    Weitere Gästehäuser.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Blick von Süden zurück zum zentralen Hof. Hier sind Weinreben zu sehen, die auch auf dem links außerhalb des Bildes gelegenen Hügel in Reihen stehen.

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    Das mit Wasserkraft betriebene (heutige Schau-)Sägewerk auf der Neißeinsel.

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    Nordwärts zwischen Neiße und zentralem Empfangsgebäude.

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    Erinnert sei an die große Flut von 2010 die diese Mauerhöhe überwunden hatte! Auf dem Weg spaziert übrigens eine Zisterzienserschwester.


    Rechter Flügel des Klosterhauptgebäudes.

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    Das Hauptgebäude ist zu breit für diese Aufnahme.

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    Pforte zum Ehrenhof und Hauptportal.

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    Seitlich liegt die Michaeliskapelle.

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    Ein Blick hinein.

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    Abtei.

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    Abteihof.

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    Einige Aufnahmen folgen (bald) noch.

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Und noch die letzten Bilder vom Kloster Marienthal.


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    Ein weiteres Gästehaus liegt gegenüber der Propstei.

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    Orangerie.

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    Die Propstei.

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    Und um die Kurve...

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    ...geht es zum unscheinbaren Eingang der Klosterkirche.

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    Die Kirche ist seit der 2010er-Flut seit Ende 2014 wieder geöffnet.

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    Es folgt das letzte Bild vom Kloster, das wieder den zentralen Hof zeigt.

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    Entlang der Neiße kann man übrigens auf überwiegend schönem Wege ins 20 km entfernte Zittau gelangen.

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    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Als Ergänzung zu Mantikors wunderschönen Bildern von Kloster St. Marienthal sei es mir gestattet, noch einige Fotos vom 09.07.2020 hinzuzufügen:


    Blick von außen durch das Klostertor des Zisterzienserinnen Klosters St. Marienthal, des einzigen heute noch bestehenden Frauenklosters der Zisterzienserinnen in Deutschland:





    Der barocke Dreifaltigkeitsbrunnen im Klosterhof. Die Brunnensäule stellt Woken mit Engeln dar. Oben ist die Allerheilgste Dreifaltigkeit, Gott Vater, Gott Sohn und der Hl. Geist, über der Weltkugel zu sehen:



    Das Wappen der Äbtissin, die den Brunnen errichten ließ:













    Der Gebäudeteil, in welchen die Klosterfrauen in strenger Klausur lebten. M. E. in wunderschönem böhmischen Barock erbaut:



    Das Kloster unterstand bis 1783 dem Bischof von Prag und dann dem Bischof von Bautzen.



    Im Vordergrund eine Statue des Hl. Johannes von Nepomuk in der bewegten Formen des Rokoko, ebenso die Kartusche auf dem Sockel:



    Dieser Gebäudeflügel gemahnt mich an bayerische Lüftelmalerei, entstanden in der Zeit des Rokoko:

  • Nochmal der Hl. Johannes von Nepomuk frontal gesehen:







    Das Kloster wurde nach dieser Inschrift 1234 durch König Wenzel von Böhmen und dessen Ehefrau Königin Kunigunde (Tochter Phillips von Schwaben) gegründet:



    Nun befinden wir uns in der Klosterkirche. Nachdem das Neiße Hochwasser von 1897 ("die sächsische Wassernot") das Kloster verheerend zerstört hatte, war auch die Klosterkirche in all ihrer barocken Pracht untergegangen. Die Innenausstattung wurde nun, aus welchen Gründen auch immer, im neoromanischen Stil neu geschaffen. Es ist ein schöner, stimmungsvoller Raum entstanden. Der Wiederaufbau hatte seinerzeit über 10 Jahre gedauert. Das Neiße Hochwasser vom August 2010 hatte wieder schwere Schäden in Millionenhöhe, auch in der Kirche, verursacht. Inzwischen ist die Instandsetzung der Kirche abgeschlossen.



    Über diesem flachen, niedrigen Gewölbe befindet sich, wie bei Frauenklöstern üblich, die Nonnenempore.




    Da die Kirche nur einschiffig ist, befinden sich die Seitenaltäre an den Außenwänden aufgestellt:














  • Bei den Schnitzereien der Wandverkleidungen und Brüstungen der Emporen macht sich der Jugendstil bemerkbar:



    Der Chorraum hat blau gemalte Gewölbe mit goldenen Sternen, was das Himmelszelt darstellen soll:











    Hier kann man noch ganz gut erkennen, welche Schäden das Hochwasser 2010 hinterlassen hat und wie hoch das Wasser wohl stand. Interessant, wie man im 18. Jh. der Symmetrie halber Bilndfenster auf die Fassade gemalt hat. Das reale Fenster samt Gitter im Erdgeschoss ganz links war älter und schon vorhanden, als die Fassade bemalt worden war. Es passt nicht genau, weshalb man nur ein halbes Blindfenster gemalt hat.



    Zu guter Letzt ein noch Blick in den Klostergarten:

  • einzigen heute noch bestehenden Frauenklosters der Zisterzienserinnen in Deutschland

    Nicht ganz :) Es ist das älteste durchgehend bestehende Kloster der Zistenzienserinnen. Gar nicht so weit weg von Marienthal gibt es noch Marienstern in Panschwitz-Kuckau, sonst noch Lichtenthal bei Baden-Baden, Seligenthal in Landshut, Oberschönenfeld bei Augsburg, Thyrnau bei Passau, Waldsassen, und Helfta bei der Lutherstadt Eisleben.

    Herzliche Grüße


    Bilder von mir finden sich auch bei Wikimedia.