Termin bitte vormerken: Am 9. November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt- Jeder ist willkommen.

Marienthal & Kloster St. Marienthal (Galerie)

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    • wenigstens gibt es auf "polnischer Seite" noch keine Windradeln. Unerträglich, diese Barbarei, auch in diesen schönen und so melancholischen Winkel diese bescheidenen Spargelstangen zu setzen. Man hat schon richtig Angst, die östl. Bundesländer zu bereisen.
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • Auf die Gefahr hin jetzt Ironie und Sarkasmus nicht erkannt zu haben: Schon auf Bild 2 und 3 sieht man die Windräder auf der polnischen (oder tschechischen) Seite (welche ich jetzt nicht weiter bemerkt hatte). Auf der deutschen Seite hingegen sind in der Region keine zu sehen gewesen, zumindest erinnere ich mich nicht daran.
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • Nein, das war kein Sarkasmus.
      Auch nicht erfreulich, dass das woanders auch schon losgeht.
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • Ursus, Polen ist kein Paradies. Östlich von Kloster Marienthal verläuft eine Hochspannungsleitung, die das Braunkohlekraftwerk Turów mit dem übrigen Polen verbindet. Die Windkraftanlagen auf den Fotos von Fusajiro können nur auf polnischem Territorium stehen. Die Licht- und Schattenverhältnisse sowie das Landschaftsbild lassen keine andere Möglichkeit zu. Der Blick geht in eine nordöstliche Richtung.

      Das nahe an Marienthal gelegene böhmische Gebiet ist der Friedländer Zipfel. Der ist noch sehr idyllisch. Marienthal ist übrigens ein schönes Beispiel für die Selbstbehauptung des Katholizismus in der DDR.

      Lieber Fusajiro, hast du mal von den Äpfeln genascht, die der Herrgott als Wegzehrung so vorausschauend bereitgelegt hat? Ich freue mich schon auf deine weiteren Bilder. Bei so einer Kulturlandschaft geht mir einfach das Herz auf.
    • Rastrelli wrote:

      [...] Die Windkraftanlagen auf den Fotos von Fusajiro können nur auf polnischem Territorium stehen. Die Licht- und Schattenverhältnisse sowie das Landschaftsbild lassen keine andere Möglichkeit zu. Der Blick geht in eine nordöstliche Richtung. [...]
      Mein Blick ging so ziemlich genau gen Osten, eher schon ein klein wenig nach Süd-Osten. Und ich bin mitlerweile überzeugt, das die Räder in Tschechien stehen.

      Würde man eine Linie von meinem Standpunkt auf dem dritten Bild zu den Windkraftanlagen machen, so würde diese genau zwischen den Dörfern Bratków und Posada entlang laufen. Desweiteren befindet sich dort ein Wald, welcher sich südlich von Lutogniewice befindet und sich auf dem Bild vom Neißetal bis hoch zum Horizont vor die Anlagen erstreckt. Dahinter, also östlich davon, befindet sich die polnisch-tschechische Grenze und noch weiter östlich eine recht große Ackerfläche, auf welcher die Anlagen wohl stehen (lässt sich nur nicht abschließend prüfen, da die aktuellsten Bilder von Google Maps und Google Earth von 2004 sind).


      Rastrelli wrote:

      Lieber Fusajiro, hast du mal von den Äpfeln genascht, die der Herrgott als Wegzehrung so vorausschauend bereitgelegt hat?
      Nun, ich selbst nicht, aber die Begleitung hat sich mit Äpfeln eingedeckt.
      Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.
    • Lieber Fusajiro, vielen Dank für die präzisen geografischen Angaben! Solche Details interessieren mich immer sehr.

      Der Grund für meinen Irrtum in der Himmelsrichtung ist einfach: Ich hatte angenommen, der fromme Pilger sei zu morgendlicher Stunde aufgebrochen. Doch es war Abend. Die letzten Bilder zeigen auch deutlich eine abendliche Lichtstimmung. Dementsprechend war meine Sonnenuhr falsch eingestellt.

      Mit Hilfe tschechischer Quellen kann ich nun detaillierte Infos zu dem Windpark im Hintergrund liefern. Er wird nach dem benachbarten Dorf Andělka (Engelsdorf) genannt und steht auf dem nordwestlichen "Eckpfeiler" des Friedländer Hügellandes, dem 384 m hohen Větrný, was soviel wie Windberg oder Windmühlenberg bedeutet. Doch damit der hübschen Namen nicht genug. Die einzelnen Windräder heißen: Andělka, Anička, Barbora, Hubert, Florián und Petr. Das siebte Kind ist ein Nachzügler, dessen Namen ich nicht weiß. Der Windpark Andělka ist - nach offizieller Statistik, Stand Ende 2017 - der einzige in der Tschechischen Republik, der sieben Windräder hat, und mit einer installierten Leistung von 14,35 MW der viertgrößte des Landes. Seit August 2013 speist er Strom ins allgemeine Netz ein.

      Ich habe noch zwei Fotos aufgetrieben, auf denen der Windpark Andělka im Hintergrund zu sehen ist. Ihr müsst die Bilder vergrößern, um ordentlich was zu erkennen, denn die langen Lulatsche sind zwar 146 m hoch, aber doch ziemlich dürre Gestalten. Beide Bilder stammen von dem exzellenten Fotografen Martin Veselka aus Liberec (Reichenberg), weshalb es ein Genuss ist, sie zu betrachten:

      Bild 1: Friedländer Zipfel, Dorf Loučná (Lautsche), Bushaltestelle an der Straße nach Andělka, Januar 2017.
      Bild 2: Friedländer Zipfel, Dorf Kunratice (Kunnersdorf) nahe Friedland, Wegkreuz an der Straße Friedland-Staatsgrenze südöstlich vom Dorf, Oktober 2017. Nach Norden blickend sehen wir in der Ferne Andělka, Anička, Barbora, Hubert, Florián, Petr und das siebte Kind. Wer von den Windrädern wer ist, könnt ihr euch selbst überlegen.

      Ich freue mich schon auf die nächsten Bilder vom Kloster Marienthal.
    • Ostersaatreiten

      Auf der Homepage von Ostritz wird über das jährliche "Ostersaatreiten" berichtet.

      Auszugsweise zitieren wir aus dem Bericht von Günter Vallentin:
      "An jedem Ostersonntag erklingen Punkt 13.00 Uhr in Ostritz alle Glocken, um die Saatreiterprozession anzukündigen. Der jeweilige Pfarrer übergibt den Kreuzträgern das mit einer Stola umwundene Kreuz, und nach einem Segensgebet begeben sich Fahnenträger, Geistliche und Reiter auf den Weg in Richtung Marktplatz.
      Die Bläser stimmen in das Glockengeläut mit ihrer Intrade ein.
      Die Reiter machen sich nun vom Markt aus auf den Prozessionsweg, der als Umritt um die Stadt Ostritz angelegt ist, so daß man an verschiedenen Stellen dem Zug begegnen kann.
      An 5 Stationen wird Halt gemacht, bei denen Texte aus den Osterevangelien gelesen werden und der Segen für die Stadt, ihre Menschen, für eine gute Ernte und die Bewahrung vor Unwettern und allem Unheil erbeten wird.
      Die Station im Klosterhof St. Marienthal bildet einen Höhepunkt des österlichen Umrittes. Die Äbtissin (Vorsteherin des Klosters) begrüßt die Reiter, sie bedankt sich bei ihnen für die Überbringung der Osterbotschaft."

      Anlass für uns, diese seit Jahrhunderten stattfindende Veranstaltung in Bildern festzuhalten.

      Die Klosterschänke


      Einige Impressionen








      Die Ruhe vor dem Sturm


      Nun geht's langsam los. Touristen waren aus ganz Deutschland angereist.


      60 Reiter nahmen an dieser Prozession teil.




      Dreimal musste der Platz umrundet werden. Hier kann man weitere Infos zu dieser wunderschönen Prozession finden.
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      Meine Video-Sammlung: https://www.youtube.com/user/MrPotsdamfan/videos