Stuttgarter Bau- und Sanierungsgeschehen

  • Züblin-Parkhaus: Bezirksbeirat empfiehlt den Abriss


    "Um es vorweg zu nehmen: Die Mehrheit der Bezirksbeiräte ließ kein gutes Haar an der Machbarkeitsstudie. Dabei kleideten die Bezirksbeiräte ihre Argumente tatsächlich mit gefühlsbetonten Formulierungen aus. Angefangen bei Klaus Wenk (CDU). Er nannte den Plan, „eines der hässlichsten Gebäude“ der Stadt zu erhalten einen „Treppenwitz“. Man müsse zu viele Kompromisse machen. Etwa bei der Deckenhöhe von 2,30 Meter, die das beratende Mitglied Andreas Nikakis als „inhumanes Wohnen“ bezeichnete."


    https://www.stuttgarter-zeitun…ae-8e6e-ad84b77e6d11.html

  • Etwa bei der Deckenhöhe von 2,30 Meter, die das beratende Mitglied Andreas Nikakis als „inhumanes Wohnen“ bezeichnete."

    Tatsächlich gibt es noch Betonträger, die in Querrichtung verlaufen und die Deckenhöhe noch weiter verringern, ich würde mal schätzen auf unter 2 Meter.


    Und vor allem: Es gibt in diesem Parkhaus keine Auffahrten im klassischen Sinne, sondern die Parkdecks sind geneigt. Wie man das zu Büros oder Wohnungen umbauen will, war mir immer schleierhaft, da würden ja angesichts der abschüssigen Böden z. B. Bürostühle wegrollen.

    Starting a car company is idiotic and an electric car company is idiocy squared.


    Elon Musk (July 2016)

  • Ein weiterer wichtiger Satz:

    "Es ist eine hässliche Geschichte, von der wir uns verabschieden sollten."


    Wenn in Zukunft Abrisse aus klimaideologischen Gründen vermieden werden sollen, muss die Schönheit beim Bauen zurückkehren!

  • Stuttgart hat keine weiteren Parkhäuser und Betonklötze nötig. Hoffen wir das dieses Ding rasch verschwindet und einer passenderen, menschlichen Stadtplanung Platz macht. Kunst kann auch in anderem Kontext gezeigt werden.

  • Quote

    Halding-Hoppenheit hätte die Figuren der drei Mohren an der Fassade gelassen: „Ich hätte sie in Regenbogenfarben angemalt.“ Doch das Denkmalamt habe entschieden, sie einem Museum im Originalzustand anzuvertrauen.

    Ich stelle mir das gerade auf andere Zeitgeistigkeiten bezogen vor...

    Z.B. Halding-Hoppler äußert 1938: "Ich hätte die Mohren in arisch angemalt, mit weißer Haut und blondem Haar..."

    Oder z.B. Halding-Hobricht äußert 1960: "Ich hätte den Mohren die Zeichen des Arbeiterkampfes angemalt, also z.B. rote Fahnen hinzugefügt..." :lachen:

    So ist vermutlich das Beste, dass die Originale in einem Museumsarchiv gesichert sind. Auf diese Weise können sie irgendwann auch zurückkehren, wenn sich kein Mensch mehr für eine "Problematik" des Begriffs "Mohren" interessiert und sich ebenso niemand durch derartige politische Bekenntnisse beweisen muss.

  • Dann kann ja alles nur noch gut werden, wenn aus dem „Drei Mohren“-Traditionslokal(!) durch eine „Queer-Wirtin“ nun ein buntes „Juwel“ wird oder? :lachen: Was würde die Welt nur ohne diese engagierten Kämpfer für politisch korrekte Wirtshausnamen machen? Da kann man nur hoffen, dass es nicht bald heißt „Get Woke, Go broke“.

    Schön ist auf jeden Fall, dass das Haus saniert wird.

  • Quote from der Stuttgarter Zeitung

    Das Projekt Vier Giebel mit der hochwertigen Natursteinfassade werde „so durchgeführt wie geplant“, versichert Mathauer, nur eben später als zunächst geplant.

    Mal abwarten. Jede Bauverzögerung bedeutet auch höhere Kosten für den Bauherren. Die Energiepreise steigen, die potenziellen Käufer könnten aus Finanzierungsengpässen aussteigen.

    Dass es ausgerechnet bei den Behörden wegen Corona derartige Verzögerungen bei der Bearbeitung von Anträgen gibt, ist in Zeiten von Digitalisierung und Home Office natürlich ein weiterer Skandal. Allerdings einer, der möglichst nicht thematisiert gehört.