Architektur im Schulunterricht

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    • Architektur im Schulunterricht

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      Hallo,

      habt ihr Informationen oder eigene Erfahrung über das Lehren von Architektur und Bauwesen in der Schule? Mir fällt da nur das Fach "Bildende Kunst" ein in dem das behandelt werden könnte.

      Ich kann mir vorstellen, dass das Thema für Kinder eher langweilig ist oder es wurden Methoden entwickelt, diese Themen spannend (durch neue Medien) zu vermitteln?

      Beste Grüße,
      Markus
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      Aus meiner noch nicht extrem lange zurückliegenden Schullaufbahn erinnere ich mich, dass wir in Bildender Kunst während der Mittelstufe das perspektivische Zeichnen und den goldenen Schnitt geübt haben. Es gab auch mindestens eine Unterrichtseinheit zur Architekturgeschichte, aber nicht so umfangreich oder interessant, dass es bleibende Spuren in meinem Gedächtnis hinterlassen hätte (möglicherweise ging es um Gotik und Romanik). Ich weiß auch nichts davon, dass wir jemals etwas von moderner Architektur gehört hätten. Das Zeichnen ist mir dafür noch sehr gut in Erinnerung, wir sollten unter anderem ein A2-Blatt füllen mit einer ganzen Stadt perspektivisch gezeichneter Gebäude. Fassadengestaltung haben wir nicht geübt, aber das tun moderne Architekten ja anscheinend auch nicht ;)

      Der Lehrer war selbst gelernter Architekt und als Quereinsteiger in den Schulbetrieb gewechselt, seine Begeisterung für das Thema war sichtlich zu spüren. Wahrscheinlich nicht der Normalfall. In der Oberstufe kann man Kunst abwählen, was ich leider tun musste, weil ich auf Kriegsfuß mit "GIMP" stand, dem Lieblings-Bildbearbeitungsprogramm des Lehrers.

      Ansonsten haben wir uns noch im Fach Religion in der Oberstufe mit Kirchenbau beschäftigt. Das war auch didaktisch gut umgesetzt, wir haben im Rahmen einer Exkursion nacheinder eine mittelalterliche, eine neogotische und eine moderne Kirche besichtigt. Dort haben die Schüler Referate (die sie vorher zu Hause erarbeiten sollten) über die Hintergründe der Erbauungszeit und die Verbindung mit der architektonischen Gestaltung vorgetragen. So haben wir unter anderem über das Eigenkirchenwesen und den Ultramontanismus erfahren. Ein ziemlich spannender Ausflug, der den meisten Spaß gemacht hat, aber ob etwas von dem Wissen hängen geblieben ist, ist natürlich eine andere Frage.
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      Ich war immer auf dem Kunstzweig. Und Kunstgeschichte war mein absolutes Lieblingsfach. Ich hielt viele Referate, hauptsächlich über ägyptische Baukunst. Wir mussten auch Schulaufgaben über antike Tempel und Säulen schreiben. Die Gotik ist mir auch noch leibhaftig in Erinnerung geblieben, auch der Barock und Rokoko. Am besten waren die Schulausflüge nach Prag und Weimar, dort mussten wir architektonische Skizzen zeichnen, die ausgestellt wurden. Es war eine tolle Zeit.
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      In meiner Schulzeit, die etwas mehr als eine Dekade zurückliegt, haben wir eigentlich immer wieder Architektur im Kunstunterricht durchgenommen. Architektur der Antike, Romanik, Gotik, Renaissance, Barock und Klassizismus, danach keine Stile mehr bis zur frühen Moderne. Da ich Graphik und Design und Kunstgeschichte studierte, war Architektur im Rahmen der Kunst einer Epoche wieder oft ein großes Thema. Ich würde sagen, der besondere Fokus lag immer auf dem Übergang der Gotik zur Renaissance und dann die Renaissance im Detail. Diese Themen wurde mindestens drei mal in meiner kompletten schulischen/studentischen Laufbahn tiefgehend durchgenommen.
      Interessanterweise war die Moderne nie ein besonders großes Thema, nicht im Gymnasium und nicht im späteren Studium. Ich denke dieser Umstand hat mich auch ziemlich in meinen Vorlieben geprägt, auch dass ich aus einer Stadt (Trier) mit sehr reichem, historischen Architekturerbe komme. Da waren wir natürlich sehr oft unterwegs, haben uns alles mit eigenen Augen und im Detail angeschaut und gezeichnet.