Ursachenforschung der Abrißwut in Bremen und anderswo

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Neu

      Solange der Souverän schweigend, schmollend und grantelnd in seinen eigen vier Wänden auf und ab läuft, wird sich an der vorherrschenden Meinung in den Baudirektionen, der Politik, dem Investment und der entwerfenden Architektenzunft nichts ändern.

      Wo sind die Spruchbänder? Die Plakate? Die Mahnwachen? Die Petitionen? Die Bürgerinitiativen? Wo sind die Demonstrationen, die Vereine, die die innig gehortete Meinung des Souveräns bündeln und dem Establishment vortragen und verbreiten?

      Demokratie ist keine Statue, die man anguckt und sagt: Doll, dass das jetzt auch bei uns auf dem Marktplatz steht! Applaus, Applaus Applaus! Demokratie ist ein Werkzeug des Souveräns. Demokratie funktioniert nur, wenn man sie mit den eigenen Händen gestaltet. Demokratie hängt vom Gestaltungswillen des Souveräns ab. Bleiben die Hände des Souveräns in den eigenen Hosentaschen, ist diese Untätigkeit nicht der Fehler der Demokratie – sondern des Souveräns. Immerhin: Deutschland ist das Land mit der höchsten Dichte an Baumärkten. Er baut und werkelt gerne, der deutsche Michel. Nur baut und werkelt er lieber an seinem Eigenheim in der Michelstraße – nicht aber am „Deutschen Haus“ oder hier: Dem „Bremer Haus“.

      Grundsätzlich fehlt dem Souverän die Motivation, die Bereitschaft und der Wille, seine Meinung frei und umunwunden in der Öffentlichkeit zu äußern oder sie vorzutragen und zu vetreten.
      Dem Souverän ist nicht geholfen, wenn er vor dem PC hockt und seinen Frust in die Tastatur hackt. Hier kann man sich bestenfalls austauschen und organisieren. Aber die Werkzeuge des demokratischen Handelns finden abseits eines Forums Anwendung. Dem Establishment kann ich nur von Angesicht zu Angesicht begegnen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jakku Scum ()