Berliner Stadtschloss (Aktuelles und Baugeschehen)

  • Man kann nur hoffen wenn die Gerüste gefallen sind,das die drei dann verglasten Eingänge den Gesamteindruck des Eosanderportals nicht so sehr optisch beeinträchtigen.

  • ich bin Mal gespannt ob auch die Reliefplatten am Eosanderportal wieder hergestellt werden? Weiß da jemand Bescheid ?


    im Bild linke Reliefplatte unten am Eosanderportal, Grundsteinlegung des Schlosses

  • Auf die Schnelle habe ich sie im Spendenkatalog von 2012 (4. Katalog der Fassaden- und Schmuckelemente) für jeweils 430.000,- Euro gefunden. Spiegel Nord Art.-Nr. SF 004 und Spiegel Süd Art-Nr. SF 005) Quelle Seite 98-99

    Weiß nicht, ob sie mittlerweile finanziert wurden. Da fällt mir ein, ich könnte mal wieder spenden. :biggrin:

  • Die Debatte zum Ostflügel wie zu der Dachterrasse wird ja immer wieder geführt. Ich muss ehrlich sagen, ich kann auf den Apothekerflügel verzichten.


    Ich hätte mir gewünscht man hätte die Ostfassade den anderen Fassaden angepasst. Hier hat mir der Wettbewerb Entwurf 1103, aus dem Hause Achitekten: nps tchoban voss Architekten, Berlin sehr gut gefallen.


    https://berliner-schloss.de/ne…hitekturwettbewerbs-2008/

    (Quelle: Förderverein Berliner Schloss)

  • Der Entwurf simuliert, indem er die barocken Fassaden an der Ostseite einfach verlängert, einen historischen Zustand, den es nie gegeben hat. Das halte ich für sehr problematisch. Auch hätte die Fassade ohne Risalite o. ä. monoton gewirkt. Vor allem aber: Wer hätte sie bezahlt? Da wären auf den Förderverein gleich 20 Mio zusätzlich zugekommen.

  • Nein, entweder richtig oder gar nicht. Eine historisierende Verlängerung der Barockfassaden per ‚Kopierstempel‘ entwertet sie zwangsläufig. Es fehlte dann nur noch der Vermerk „made in China“, um das Bild abzurunden. Dann lieber modern, auch wenn es zwangsläufig gegenüber den Barockfassaden qualitativ arg abfällt.

  • Grundsätzlich bin ich aber lieber für eine Ostfassade die das Schloss harmonisch abschließt, als die jetzige Parkhausfassade, die dem Schloss wie ein Klotz am Bein hängt. Auch die jetzige Ostfassade, hatte kein historisches Vorbild.

  • laut Info der Berliner Morgenpost sollen am kommenden Donnerstag vom Verleger Hubert Burda und seinem Sohn Jacob Sandsteinfiguren auf den Kapitellen enthüllt werden. Na da schaun wir mal !


    Auch Info des Berliner Schlossförderverein e.V.

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Stella (oder die Erben) irgendwann einer teilweisen Begrünung der Ostfassade zustimmt, ist wohl noch höher (...also etwas weniger unrealistisch).

  • Die von Mantikor markierten Reliefs stammen aus der Erbauungszeit unter FW I (also nach 1713) und sind daher deutlich martialischer als der Figurenschmuck unter F I. Adlerkartusche sowie Volutengiebel und die unteren Reliefs wurden unter W II hinzugefügt (um 1890).

    Die steinernen Reliefs sind nicht barock, sondern 1890er Jahre; der Volutengiebel wurde unter Wilhelm II rekonstruiert, nicht hinzugefügt (Schinkel hatte ihn entfernen lassen).

  • Dass der Volutengiebel ursprünglich schon da war, ist mir bewusst. Mit hinzugefügt meinte ich auch nicht hinzuerfunden.

    Was die Reliefs betrifft, so danke ich für den Hinweis. Wie die älteren Bilder zeigen, waren Sie vor 1890 tatsächlich noch nicht da . Allerdings hatte ich vor einigen Jahren bei einer Gerüstbegehung eine anderslautende Information erhalten und diese dann nicht weiter hinterfragt - zumal der stilistische Unterschied zu den etwas tiefer gelegenen Historienreliefs ja evident ist.

  • Babber50 Haben Sie das Bild digital aufbereitet? Ganz herzlichen Dank!

    Ich finde es immer schade, wenn alte Fotos in schlechtem Zustand sind und es reizt mich, da was zu tun. Ich mache das sehr gerne.

    Und wenn das Ergebnis gefällt.... es ist ja immer eine subjektive Sache.


    Wenn jemand ein Foto hat, das er saniert haben möchte.... gerne - info@uwe-ernst-berlin.de


    Gruß nach Seinsheim :)

  • Sieht schon toll aus! Der Lieferanteneingang ist dezent in die Seitenfassade des Ostflügels integriert. Dadurch können die historischen Portale vom Wirtschaftsverkehr freigehalten werden. Für Kulturguttransporte ist eine geschützte Anlieferung wichtig. Und die gastronomischen Einrichtungen im Humboldt Forum brauchen auch immer wieder Nachschub. Dort an der Ostseite waren durch den Palast der Republik die historischen Kellerbereiche bereits zerstört, sodass man dort ohne Probleme eine Tiefgarage und technische Bereiche einbauen konnte. Irgendwo müssen ja auch Müllcontainer untergebracht werden. Ja, auch bei einem Schlossneubau muss man an derartige banale Dinge denken. Die Platzbereiche rund um das Schloss bleiben von Tiefgaragenzufahrten frei. Ein schöner Erfolg.


    Der Schlossplatz erhält eine hochwertige Pflasterung. Nichts da mit "Betonwüste", wie einige Foristen fälschlich behaupten. Vor der Ostfassade bleibt zur Spree hin doch relativ viel Platz - gut für einen Freisitz der Gastronomie, übrigens mit Blick ins Grüne. Die Südseite des Domes mit dem Eingang zur Tauf- und Traukirche kommt künftig besser zur Geltung als früher neben dem Palast der Republik. Vor dem südlichen Bereich der Ostfassade werden noch ein oder zwei Trauerweiden gepflanzt. Ein weiterer grüner Akzent im Schlossumfeld. Für die Kritiker des Stellabaus: Es sind TRAUERweiden!


    Die vorspringende Seitenwand des Ostflügels hat in Bezug auf das Schlütersche Eckrondell die richtigen Proportionen. Natürlich ist das ein Kontrastprogramm, aber doch auch anregend. Interessant finde ich die Bezüge, die sich zwischen den östlichen Bereichen der Südseite und der Nordseite des Schlosses durch den veränderten Wiederaufbau neu ergeben.