Berliner Stadtschloss (Aktuelles und Baugeschehen)

  • Och, einfallen täte mir sogar einiges. Von z.B. Neo Art nouveau, Art deco bis Steampunk...


    Aber hier sollten wird nicht über Science-Fiction-Phantasien sprechen, sondern über die realen Ergebnisse, die zur Auswahl stehen. Wer fordert, Architekten solle mehr freie Hand gelassen werden, um "mutig" zu sein, wird unter gegenwärtigen Bedingungen mehr Gehry und Libeskind erhalten. Oder Konstruktionen, die (siehe Hinrich und Inken Baller in Potsdam) nach 16 Jahren Schrott sind.


    Sagt Herr Jemand, der diese Diskussion zudem ziemlich off topic findet.

  • Frage?


    Bis Ende letzten Jahres war das Riesen-Reklame-Banner direkt am der Humboldtbox angebracht.
    Im Herbst wurde dann ein eigenständiges Gerüst für diese Werbung aufgebaut.
    Soll dieses Gerüst auch noch nach dem Abriss der Box stehen bleiben und den Blick verschandeln?
    Kennt jemand die Antwort?

  • Kann es sein, dass am Balkon 2.Og. Portal V noch Sandsteinelemente fehlen,
    sodass das Geländer nicht montiert werden kann?

  • Häßliche Spundwand an der Spreeseite


    Was mir schon lange negativ auffällt, ist diese hässliche – wie ein Provisorium wirkende – Spundwand an der Spreeseite. Die frühere Lösung mit den bis ins Wasser reichenden Steinverkleidung der Uferzone wirkte wesentlich repräsentativer und dem Herzen unsere Hauptstadt angemessener. In der jetzigen Fassung hat die Spree am Schloß die Anmutung eines vernachlässigten Schleusenkanals in Bremerhaven, Hamburg oder Duisburg-Ruhort…
    Wenn es bloß eine Kostenfrage sein sollte und die Spundwand lediglich deshalb gewählt wurde, weil sie dauerhafter ist als eine möglichereweise häufiger zu erneuernde Steinverschalung, dann sollte es uns als Steuerzahler und Staatsbürger eine Ehrensache sein, diesen finanziellen Mehraufwand zu stemmen !
    Da ich aber kein Wasserbauer bin, kann ich nicht beurteilen, ob der jetzige Zustand z.B. aufgrund baurechtlicher Normen alternativlos ist. Insofern hoffe ich auf die versammelte Sachkompetenz der Mitforisten…


    Anbei zwei Bilder vom jetzigen (Bild von Mantikor) und früheren Zustand der ‚Wasserkante’ (diese ist jeweils mit einem roten Pfeil markiert).







  • @Pagentorn


    Das ist eine provisorische Spundwand!!!


    Sie wird gebraucht um die eigentliche Wand trocken bauen zu können.
    Siehe auch alte Bilder vom Bau der James-Simon-Galerie.

  • Wenn ich ehrlich bin, sieht das gar nicht so schlimm aus....? Gestern wollte ich's noch sprengen.


    Am Dresdner Postplatz, so ziemlich der hässlichste der Republik (und das will etwas heißen), könnte man ja über so ein Gebäude froh sein. Aber bitteschön, das hier soll Teil des Berliner Stadtschlosses werden, oder....?


    Frechheit. Einfach nur eine bodenlose Frechheit. Arrogantes und unsensibles Modernisten-Gehabe. Dilettanten- und Scharlatanentum. Weiter nichts.


    (Wenn jetzt der Herr Weissenseer auftaucht, gibt's wieder erst einmal eine Beleidigung , und anschliessend wird mein Kommentar wieder gelöscht.)

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Lieber Petersburg,


    mein Hinweis auf eine evtl. "Bedürfnisanstalt" war selbstverständlich humorvoll gemeint, auch wenn mich die Gestaltung des Pavillons wirklich an derartige Bauten aus dem 19. Jh. erinnert. Außerdem ist doch der köstliche Humor die Würze des Lebens. Der Volksmund hat recht, wenn er sagt: "Lachen ist gesund". Das Lachen wirkt befreiend und löst unsere inneren Verkrampfungen.

  • Könnte es nicht auch eine "Bedürfnisanstalt" sein?

    haha was ein geiler Kommentar! Du hast mich inmitten dieser Misere zum Lachen gebracht. danke !! :lachentuerkis:cclap:):kuss:

    "Die Modernisten sollten sich endlich eingestehen, dass sich die Qualität einer Stadt konventioneller Architektur verdankt" - (H. Kollhoff).

  • Lieber Petersburg,


    mein Hinweis auf eine evtl. "Bedürfnisanstalt" war selbstverständlich humorvoll gemeint, auch wenn mich die Gestaltung des Pavillons wirklich an derartige Bauten aus dem 19. Jh. erinnert. Außerdem ist doch der köstliche Humor die Würze des Lebens. Der Volksmund hat recht, wenn er sagt: "Lachen ist gesund". Das Lachen wirkt befreiend und löst unsere inneren Verkrampfungen.


    Ich weiss ehrlich gesagt gar nicht mehr wie genau ich es aufgefasst hatte, ich musste einfach spontan laut lachen! Und das tut einfach gut, inmitten der Beton- und sonstigen Tristesse deutscher Innenstädte.


    Ausserdem finde ich dass es hier in diesem Forum manchmal zu ernst zugeht. Wenn man nicht mehr lachen darf, wäre ja sowieso Hopfen und Malz verloren. Von daher fand ich deinen knappen aber treffenden Kommentar einfach herrlich.
    Herr Villa, wir beide verstehen uns! :daumenoben:;)

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  • Manchmal muss eine Atmosphäre einfach mal durch einen Scherz aufgelockert werden. Gerade hier gibt's ja manchmal Streits die unnötig sind. Auf der einen Seite dachte ich bei den Bildern vom Schloss-Interieur auch, hopla, das sieht ja sogar für mich als (kunsthistorischen) Laien nicht so ganz korrekt aus.


    Andererseits ist es dennoch ein Meisterwerk was mit der Reko des Schloss überhaupt erschaffen wurde, es muss doch eine enorme Leistung sein, solche Details nur anhand von ein paar verstaubten S/W- Fotos erschaffen zu können. Das Schloss ist, ob die Details nun so perfekt sind oder nicht, eine unglaubliche Meisterleistung der Rekonstruktion. Von daher kann auch verstehen dass Oktavian das nicht so gut aufnahm, er fühlte sich dadurch persönlich angegriffen, denke ich. Man darf nicht vergessen was GHND und Kunsthistoriker hier in Dresden erreicht haben , ist eigentlich fast schon - ich übertreibe nicht sondern meine es ernst - fast übermenschlich.


    Man darf nicht vergessen, hier war ja fast alles weg. Und danach kam der Sprengmeister Ulbricht und zerstörte noch die wenigen Reste.......gemessen daran ist es doch phantastisch was hier entstand.

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  • Das Humboldtforum in Zeiten des Rückbaus der Humboldtbox, was durchaus noch den ganzen Monat andauern dürfte.






    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)