Berliner Schloss

  • ^Alles richtig, der Spruch passt wirklich nicht in die heutige Zeit. Aber reicht es nicht ihn historisch zu betrachten? Als Bestandteil eines rekonstruierten Ensembles (was er ja tatsächlich ist)? Es hat doch keiner gesagt, dass er in die Nationahymne oder ins Grundgesetz aufgenommen werden soll. Oder dass künftige Politiker ihn aufsagen und einen Eid darauf ablegen sollen. Um Himmels willen, gibt's keine anderen Probleme in diesem Land?

  • Am vergangenen Wochendende (2. Advent) habe ich mir meinen (aktuellen) Wunschtraum erfüllt und bin nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder nach Berlin gefahren um das fertiggestellte Stadtschloss, ähm Entschuldigung, Humboldt - Forum zu sehen, sowohl von außen als auch von innen. Bevorzug, neben den 3 herrlichen Fassaden, natürlich die historischen Reste der Schlosskellerfundamente aber auch die Dachterasse nebst Gastronomie und 360° - Aussicht auf Berlin.


    Hier also ein paar Impressionen vom 03.12.2021:






    Impressionen vom 04.12.2021:








    Nun geht es mit dem Fahrstuhl auf das Dach!

  • Impressionen vom 04.12.2021:













    Amen.


    Kurz noch ein paar persönliche Worte:

    Ich habe mich auf den Besuch des Gebäudes gefreut wie ein Kind auf den Weihnachtsmann. Und ich wurde nicht enttäuscht. Eher im Gegenteil! Beim Betreten des Gebäudes bekam ich eine Gänsehaut, beim Anblick der originalen Kellerfundamente überkam mich Ehrfurcht und beim Ansicht der meisterhaften Kuppel standen mir die Tränen in den Augen! Welch ein Meisterwerk! Auch wenn in diesem Gebäude kein Kaiser wohnte, dieses Gebäude "nur" eine Kopie ist, dieses Gebäude so umstritten ist, ... Es ist eine handwerkliche Meisterleistung. Egal, ob die Maurer aus der Türkei oder Polen kamen, die Elektriker und Schreiner aus Frankreich oder Russland kamen, die Dachdecker aus Italien oder Spanien kamen. Wir können uns nur bei allen Menschen bedanken, die ein solches Projekt geschaffen haben, egal ob mit Händen oder mit finanziellen Mitteln. Einfach nur: DANKE!


    Und an alle Kritiker des Dach - Restaurants: Es ist KEIN Schloss, sondern ein modernes Gebäude mit einer rekonstruierten Fassade. Dieses Gebäude wird nicht nur von Kunstkennern und Interlektuellen besucht, sondern auch von Familen mit Kindern. Und da eben diese Kinder unsere Zukunft sind, sollte man ihnen auch ermöglichen, auf einer außergewöhnlichen Terasse mit wundervoller Aussicht auch eine Pause mit Sprudel und Kuchen zu gönnen! Oder erinnern wir uns nicht an solche Momente in unserer Kindheit?


    :blumen:

  • Oh, wie herrlich die Kuppel und schön diese Pracht aus der Nähe zu sehen! Danke!


    Man sieht wie grandios die wiederaufgebaute Bauakademie im Stadtbild zusammen mit der Kirche im Hintergrund erst wirken wird! Die Neubauten rundherum sind leider komplett misslungen, aber die sind ja hoffentlich nicht für die Ewigkeit gebaut!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Wenn ich mir aber das geplante rosa LED-Band an der Kuppel vorstelle vergeht mir jede gute Laune. :kopfwand:

    .

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Wenn ich mir aber das geplante rosa LED-Band an der Kuppel vorstelle vergeht mir jede gute Laune.

    Seltsamerweise scheinen hier die Rechte des Architekten gar keine Rolle zu spielen.

    Bei ein bisschen Efeu oder Wildem Wein an der Ostfassade heißt es gleich: "das geht nicht, würde Stella nicht wollen und zulassen, der Gesamteindruck würde beeinträchtigt". Dabei wär dies bei einem rosla LED-Band doch viel stärker der Fall.

  • Steht beim Weihnachtsbaum im Schlüterhof eigentlich auch ein Schild, auf dem sich das Humboldt-Forum von dem christlichen Symbol des Weihnachts-, bzw. Christbaumes aufs Schärfste distanziert?! Oder reichen die bunten Lichter aus um ihn zu einem unproblematischen Multi-Kulit-Baum zu machen?!

  • Dir ist aber bewusst dass ein Weihnachtsbaum kein christlischen Symbol ist und dass es auf heidnische Rituale zurückgeht?ablachen:)

    Wäre es ein christlischen Symbol, würde mann in Frankreich Weihnachtsbaüme im öffentlichen Raum verbieten, wie es bei Krippen bereits der Fall ist.

  • Die "Heidnische Rituale"-These wurde schon lange ins Reich der Mythen zurück befördert aus Mangel an Beweisen, oder welche praktizierenden Heiden lebten im europäischen Mittelalter und konnten ihren Einfluss auf praktizierende Christen ausüben? Schmuckbäume gab es schon immer, z.B. im antiken Tempel in Jerusalem, der laut Bibel mit Palmen und Zedern aus dem Libanon dekoriert war oder antike Kirchen, welche mit floralen Motiven und Bäumen ausgestattet waren. Neu ist der starke säkulare Rummel, der aber keine "heidnischen Rituale" abbildet.


    Zedern in der Bibel:

    Die Zeder wird im Alten Testament mehrfach erwähnt. In Psalm 92, "Ein Lied für den Sabbattag", heißt es: Der Gerechte gedeiht wie die Palme, gleich der Zeder auf dem Libanon blüht er (Ps 92,13 EU). Der israelitische König Salomo soll die Zedern literarisch geehrt haben: Er dichtete von den Bäumen, von der Zeder auf dem Libanon bis zum Ysop, der aus der Wand wächst (1 Kön 5,13 EU). Darüber hinaus kaufte er sie für den Bau des Jerusalemer Tempels (1. Kön. 5,20 EU u.ö.).https://www.alaturka.info/de/l…-bizarr-die-libanon-zeder

  • Selbstverständlich sind Weihnachtsbäume Teil des christlichen Brauchtums. Der kulturgeschichtliche Hintergrund von Weihnachten ist christlich.


    Weihnachtsbäume kamen im 19. Jahrhundert in Mitteleuropa auf. Sie schmücken in der Weihnachtszeit selbstverständlich auch unsere Kirchen - katholische wie evangelische.

  • Klar klar, erklär uns mal wann sich die Kirche zum Weihnachtsbaum positioniert hat und es als Symbol offiziell anerkannt hat, dürfte faszinierend sein.

    Manchmal glaube ich echt im Beklopptenheim zu sein. Jetzt geht um Weihnachtsbaüme.

    Ich komme aus einem Land wo Laïzität zu Gegenreligion erklärt wurde, und wo jedes halbwegs religöses Symbol (oder als solches zu betrachten ist), vom öffentlichen Raum verbannt wird.

    Wie bereits gesagt sind Krippen im öffentlichen Raum nur erlaubt wenn die als kulturelle und traditionelle Erbschaften der Region anerkannt werden (es gibt jedes Jahr eine kleine Klagewell diesbezüglich), was halt eine kleine Minderheit von Ortschaften betrifft. Wenn der Weihnachtsbaum ein christlisches Symbol wäre, hätte es längst zu eine nationale Debatte geführt. Ausserdem habe ich davon nie ein einziges mal davon gehört während meine 15 Schuljahre in katholische Einrichtungen.

    Die einzige Debatte zum Thema Weihnachtsbaum betrifft den Bürgemeister von Bordeaux (ein fr. Grüne, nicht wirklich mit deutsche Grüne zu vergleichen), der es verbannt hat weil er "kein toter Baum sehen will".

  • Manchmal glaube ich echt im Beklopptenheim zu sein. Jetzt geht um Weihnachtsbaüme.

    Da du wenig bis nichts zu Architekturdiskussionen beiträgst (dabei gäbe es gerade aus „dem Land wo du herkommst“ sehr viel interessantes zu berichten) und offensichtlich nur ab und zu mal zum Blutdruck steigern/Mütchen kühlen vorbeischaust und um deine politische Gesinnung zum besten zu geben, wird dich hier niemand vermissen, wenn du dieses „Beklopptenheim“ verlässt. Offensichtlich nicht der richtige Ort für dich. Au revoir :*

  • Da du wenig bis nichts zu Architekturdiskussionen beiträgst ...und offensichtlich nur ab und zu mal zum Blutdruck steigern/Mütchen kühlen vorbeischaust...

    also wenn man die Beiträge durchliest, stimmt das so wirklich nicht.

    um deine politische Gesinnung zum besten zu geben, wird dich hier niemand vermissen,...

    Ich sehe nicht, dass in den letzten Beiträgen groß die politische Gesinnung zum besten gegeben wurde (da gibt es hierdrin ganz andere....). Es ist eben die Situation im laizistischen Frankreich, ist doch ganz interessant davon zu erfahren (wenn man den Weihnachtsbaum hier schon thematisiert).

  • Wir sind hier aber nicht in Frankreich. Der französische Laizismus bringt das Problem mit sich, dass eine genaue Trennlinie zwischen religiösen Symbolen und nichtreligiösen Symbolen gezogen werden muss. In den meisten Ländern Europas ist das anders. Da reicht die allgemeine kulturelle Bildung aus, um festzustellen, dass der Christbaum (!) sehr wohl zur christlichen Kultur des jeweiligen Landes gehört, da er Teil des Brauchtums rund um das Christfest (!) ist.


    Der französische Staat und Atheisten wie newly weigern sich nur deshalb, den christlichen Hintergrund von Weihnachten anzuerkennen, weil dieses Fest einfach zu wichtig ist und sie gerne Weihnachtsbäume aufstellen. Auch die Kommunisten in den Ostblockstaaten, die die Kirche zum Teil heftigst bekämpften, haben Weihnachten und Ostern nicht verboten. Diese Feste wurden nur mehr oder weniger uminterpretiert. Aber selbst in Russland ist der christliche Hintergrund des Weihnachtsfestes heute wieder allgemein präsent, und dort dürfen auch Krippen mit der Heiligen Familie in der Öffentlichkeit aufgestellt werden.

  • Uminterpretation - Stichwort: Jahresendfiguren

    Weihnachtsbaum - Das Wort Christbaum ist übrigens durch den Bombenkrieg negativ belegt.

  • Genau. Bäume gehören eh` in den Wald und nicht ins Wohnzimmer.


    Die Diskussion über Weihnachtsbäume scheint mir doch etwas oberflächlich.


    Das bei christliche Festen verwendete Symbole einen heidnischen Ursprung haben können, ist doch kein Widerspruch. Das dürfte im Übrigen die meisten Symbole in allen Weltreligionen betreffen.

  • Ich kann es leider nicht per Suchfunktion herausfinden, weil ich gar nicht weiß, wonach ich suchen muss, aber wann kommen denn die Figuren vor das kontroverse Spruchband? Die über dem Triumpfbogen sind schon da am Fuße der Kuppel.

  • Unsäglicher Beitrag.. Hetze wird auch dann nicht weniger hetzerisch, wenn der Sprecher in typisch betulichem Kulturradio-Flüsterton Neugierde simuliert, wo es eigentlich nur um Aburteilung, Verleumdung und Denunziation geht. In Stasi-Manier werden hier „Akten“ hervorgekramt, die „Verbindungen“ „aufdecken“ und einzig und allein „politisch verdächtige“ Personen (und damit natürlich das Schloss itself) diskreditieren sollen: und bewegten sie sich noch so sehr im rechtsstaatlich vollkommen unbedenklichen Bereich- das zählt nicht, wenn betreffende Personen „rechts“ sind (von „rechtsextrem“ war nicht mal mehr die Rede). Da werden JF-Autoren, die sich positiv zum Schloss äußerten und sogar spendeten, dargestellt, als seien sie die Wegbereiter einer neuen SS. Die Kuppelinschrift wird als Symbol der „Unterwerfung“ verurteilt (war es nicht eine andere Religion, die diesen Anspruch an ihre Gläubigen erhebt und vom Kulturflüsterer sicherlich als Bereicherung verstanden wird..?). Der Vorwurf der „Kontaktschuld“ wird schamlos zelebriert, indem drohend suggeriert wird, es handle sich bei den Spenden um eine Art ‚Blutgeld‘, das dringend rücküberwiesen werden muss- ansonsten macht man sich (ja, was wohl?) „politisch verdächtig“. Den ganzen Beitrag kann man wohl als Tiefpunkt der staatsnahen Kulturpropaganda werten und wüsste man es vorher nicht, kämen wohl die wenigsten ausländischen Zuschauer auf die Idee, dass er in einem demokratischen Staat gesendet wurde. Eine Propaganda, die sich nicht mal mehr zu schade dafür ist, „düstere“ Musik als Untermalung zu wählen, wie man sie sonst aus NS-Dokus kennt (und die im Zuschauer genau diese Assoziation wecken soll). Immerhin habe ich auf diesem Weg mal Oswalt in natura erlebt. Genau so habe ich ihn mir vorgestellt. Mehr sage ich dazu nicht, weil im Zweifelsfall justiziabel.