Berliner Schloss

  • Und das hat jetzt mit dem Berliner Schloss genau was zu tun? Wenn Euch eine Zeitung nicht gefällt, kauft sie einfach nicht. Mache ich auch so ohne dies in einem Architekturforum jedem mitzuteilen.

  • Was der Spiegel schreibt macht aber Stimmung gegen Rekonstruktionen im Allgemeinen und die sind ja eines unserer Hauptanliegen. Es geht ja in dem Artikel sogar darum wie politisch ARCHITEKTUR ist.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Dann setzt euch mit dem Inhalt des Artikels (den ja offensichtlich niemand gelesen hat) auseinander und nicht mit der Zeitschrift und deren Auflagenentwicklung im Allgemeinen.

  • Dann setzt euch mit dem Inhalt des Artikels (den ja offensichtlich niemand gelesen hat) auseinander und nicht mit der Zeitschrift und deren Auflagenentwicklung im Allgemeinen.

    Warum nicht? Erstens finde ich es Interessant meine Meinung zu diesem Märchenblatt hier bestätigt zu sehen. Und dann ist der Umstand, dass die Auflage sinkt, insofern Interessant, dass die dort verbreitete Propaganda offensichtlich auf immer weniger Resonanz trifft.


    Von daher ein Grund zur Hoffnung. Und architektonisch interessant da solche Kohorten uns ja das Leben schwer machen.

    Schöne Städte werden letztlich auch glückliche Städte sein.

  • Naja.... das geht dank Internet doch nahezu allen Printmedien so. Der Focus z.B. hat im gleichen Zeitraum seine Auflage sogar halbiert.


    Das hat aber alles nichts mit der Architektur des Schlosses zu tun.

  • Der Spiegel ist das Sturmgeschütz der Schlosshasser. Googlet man "Der Spiegel Humboldt Forum" findet man seitenweise negativ-gehässige Propaganda, über Jahre ins Netz geschissen.

    Da die Stammleserschaft langsam rar wird kommen zunehmend andere Geldquellen ins Spiel, z.B. die unglaublich philantropische Gates-Stiftung. Sicherlich sehr förderlich für die Unabhängigkeit und Qualität der Berichterstattung... Gleichzeitig rutscht das ohnehin seit jeher stramm linke Blatt noch weiter nach links, als verlängerter Arm und Plattform militanter Fanatiker, wie dieses aktuelle Beispiel zeigt.

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Gleichzeitig rutscht das ohnehin seit jeher stramm linke Blatt noch weiter nach links, als verlängerter Arm und Plattform militanter Fanatiker, wie dieses aktuelle Beispiel zeigt.

    Das ist aber


    1.) keine Primärquelle

    2.) kein Nachweis, dass sich der Spiegel mit dem Aussagen des Herrn Müller identifiziert oder diesem zustimmt

    3. ) ein erneuter Versuch ein stramm rechtes Blatt ins Gespräch zu bringen

    4.) ohne irgendeinen Zusammenhang zum Thema dieses Forums noch gar zu dem dieses Stranges


    Auf die Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Spiegelartikels wartet man statt dessen vergebens.


    Ich kenne auch nur die ersten Zeilen des Artikels, wie diese oben abgebildet sind. Diese scheinen ja inhaltlich leider zuzutreffen.

  • Bitteschön Andreas, hier ist deine Primärquelle (leider aber hinter einer Zahlschranke verborgen).


    Wenn dir die von mir verlinkte Seite zu "rechts" ist solltest du dir aber Mühe machen diese inhaltlich widerlegen. Alles andere wäre Spiegel-Niveau.

    "80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wiederholen Politiker jedes Jahr die Worte 'Nie wieder'. Und nun sehen wir, dass diese Worte wertlos sind." (Wolodymyr Selenskyj)

  • Bitteschön Andreas, hier ist deine Primärquelle (leider aber hinter einer Zahlschranke verborgen).


    Wenn dir die von mir verlinkte Seite zu "rechts" ist solltest du dir aber Mühe machen diese inhaltlich widerlegen. Alles andere wäre Spiegel-Niveau.

    Den Inhalt des zitierten Artikels widerlegen muss und möchte ich in diesem Forum nicht. Hier geht's um das Berliner Schloss nicht um das Durchsetzen von politischen Zielen mit Gewalt. Ich habe auch nicht behauptet der Artikel sei "rechts" oder gar, dass ich der Auffassung von Herrn Müller auch nur im Ansatz zustimme. Bitte lies meinen Beitrag schon richtig.


    Im Übrigen verstehe ich auch euren Widerspruch nicht so recht. Mit der Verwendung von Kampfbegriffen kann man zwar vielleicht bei dem ein oder anderen das Gefühl mit seiner Meinung nicht alleine zu sein befriedigen, gewinnt aber nicht die Mitte und schon garnicht die die über Rekonstruktionen entscheiden.


    Und wenn jetzt das Argument kommt, die "Linken " machen es auch so: Das macht's nicht besser und führt nicht zum Erfolg, nämlich das auch zukünftig Rekonstruktionen wie das Berliner Schloss gebaut werden.

  • nämlich das auch zukünftig Rekonstruktionen wie das Berliner Schloss gebaut werden.

    Welche Rekonstruktionen könnten das sein, die mit dem Berliner Schloss vergleichbar sind?


    Ich meine damit nicht einzelne Rekonstruktionen, die es immer geben wird. Z.B. den Karstadt am Hermannplatz. Der wird aber privat gestemmt und hat nicht solche Symbolkraft, um Reko-Gegner zum Schäumen zu bringen. (Von gerellen Gentrifizierungsängsten, die bei jeder Aufwertung in Berlin hochkochen, mal abgesehen.) Die Potsdamer Garnisonkirche ist schon im Bau, jedenfalls der Turm. Die Bauakademie ist ideologisch eigentlich unbedenklich, aber womöglich ist sie den Gegnern zu viel Rekonstruktion am Platz, da gegenüber dem Schloss gelegen. Die Verhinderungsbemühungen haben also primär mit der prominenten Lage zu tun.

    Ansonsten aber, welche dem Schloss vergleichbare Rekonstruktionen stehen in absehbarer Zeit an, deren Erfolg durch Abschreckung "der Mitte" (wer immer das ist) verhindert würde? Ich habe gerade keine Idee dazu...

  • Vergleichbare Rekonstruktionen können selbstredend die für die jeweilige Größe einer Stadt entsprechenden Projekte sein. .

    Die Rekonstruktion von kleineren Bauten in kleineren Städten können für diese durchaus vergleichbare Bedeutung haben.


    Das Berliner Schloss in der Hauptstadt könnte und sollte ein Leuchtturm für Rekonstruktionen sein, deutschlandweit.

    Umso wichtiger ist es, dass nicht ständig der Anschein erweckt wird, das Schloss sei das Projekt eines bestimmten politischen Lagers, einer bestimmten politischen Strömung, was es tatsächlich auch nie war.

    Es konnte nur Erfolg haben, weil es gelang, einen breiten Konsens herzustellen. Ein breiter gesellschaftlicher Konsens scheint mancheinem hier jedoch ein Fremdwort, ja geradezu unerwünscht zu sein.


    Über jeden kritischen Aufsatz den irgendwer irgendwo geschrieben hat, springt man hier wie bei einem Pawlowschen Reflex an und regt sich langatmig auf, nur um ausgiebig rechts-linke Grabenkämpfe zu zelebrieren (die ohnehin m.E. aus der Zeit gefallen sind, die meisten Probleme des 21. Jahrhunderts lassen sich doch nicht mit einem plumpen rechts-links Denken lösen).

    Als ob die Getreuen zur Fahne gerufen werden müssten.

  • Das Problem ist doch nicht der Spiegel. Das Problem ist, dass er mit diesem Artikel (vermutlich) sehr recht hat. ("Vermutlich" deswegen, weil ich den Artikel auch noch nicht gelesen habe, aber das wohl am Samstag nachhole).


    Dass die Rechten unserem gemeinsamen Anliegen hier einen Bärendienst erweisen, ist doch offensichtlich. Dazu bedarf es doch eigentlich gar keiner intensiven Recherche durch den Spiegel.


    Dieses Forum ist doch das beste Beispiel dafür: die stramm-rechten politischen Kommentare, die hier teilweise ohne Scham geäußert werden, kann man eigentlich niemandem zumuten. Und alleine der Aufruhr in den letzten Beiträgen enthält doch schon den ganzen Werkzeugkasten dessen, was man aus der rechten Ecke seit Jahren gewohnt ist: Ad-hominem-Argumentation, Unwahrheiten, Diffamierungen, Verhöhnungen, Falschbehauptungen, unangebrachte Vergleiche, Whataboutism - nur leider keine Spur einer sachlichen Diskussion.


    Da muss es doch niemanden wundern, dass Rekonstruktionen in Deutschland vielfach schon deshalb abgelehnt werden, weil sich der Bauherr gar nicht erst dem Verdacht ausgesetzt sehen möchte, mit dieser politischen Gesinnung irgendetwas gemein haben zu können. Ich glaube, das ist auch der Grund, warum gerade in Deutschland praktisch überhaupt nicht historisch gebaut wird - wie etwa in den USA oder UK - sondern bestenfalls historisierend, d.h. sich dabei bewusst vom echten historischen Vorbild abgrenzend. Und echte Rekonstruktionen gibt es deswegen hierzulande auch sehr selten - eben nur bei besonderen Gebäuden wie dem Berliner Schloss oder dann, wenn der Bauherr ein besonderes Interesse daran hat.


    (Ich könnte jetzt auch noch einiges zum Thema Spiegel richtigstellen, lasse es aber, weil es nicht zum Thema gehört. Der Shitstorm aus einer Richtung kommt wahrscheinlich sowieso... )

  • So, bevor hier weitere Nettigkeiten ausgetauscht werden, noch einmal an alle der Hinweis, dass es hier um das Berliner Schloss geht und nicht um den Spiegel oder irgendwelche Links-Rechts-Diskussionen. Letzteres wurde hier sowieso schon hundertmal durchgekaut, ein weiteres Mal wird uns kaum mehr erhellen als die Male davor.

  • Ich gebe "Andreas" Recht. Hier wird eine emotionale Diskussion geführt, über einen Artikel (bzw. eine Überschrift) der nur für Abonnenten sichtbar ist. Wenn es einen SPIEGEL Leser gibt, der diesen Artikel gelesen hat bzw. noch liest, darf dieser gerne hier im Forum eine Zusammenfassung geben. Ich würde mich freuen.


    Zum Artikel kann nur gesagt werden, dass ein "alter Bekannter" im Beitrag zu Wort kommt, nämlich Philipp Oswalt. Dieser hatte ja schon den Bau des Berliner Schloss (HuF) kritisiert und auch die Rekonstruktion der Garnisonkirche.