Berliner Schloss

  • Viele Berliner und auch andere Spender aus Deutschland haben auch wegen der Heilung ihrer Stadt oder Hauptstadt gespendet.

    Das spricht mir aus der Seele, denn das habe ich - genau deswegen!


    Vielen Dank!



    Gruß aus Berlin.

  • Das wäre ja ein verfrühter Aprilscherz. smile:) Ein echter wäre, wenn die Zeitungen am 1.4. berichten würden, dass just heute das Humboldt-Forum inklusive Schlüterhof kostenlos die Pforten öffnet. Wer wolle, bekomme eine Großpackung FFP2-Masken dazu geschenkt, es beständen aber weder Masken- noch Abstandspflicht... Und dann stehen die Leute vor verschlossenen Türen... :schockiert:razz:):lachen:

    Diese Bemerkung gehört eigentlich in die Rubrik "Fiese Witze". :D

    Nimm das Recht weg, was ist der Staat dann noch anderes als eine große Räuberbande? (Augustinus von Hippo)

  • über Sinn und Unsinn des Baues des geplanten Schwimmbades am Berliner Schloss.




    Das hat mich inspiriert zu einer für mich faszinierenden Vorstellung. Man muss nur die Präposition "am", wie in vielen Dialekten der Fall, als "auf dem" verstehen.

    Ein Schwimmbad auf dem Dach des Schlosses, das wäre ein Traum, der Assoziationen mit wahrer urbaner Pracht weckt:


    Thermal Bazen - Thermal Bad - Swimming Pools - I.P. Pavlova 2001/11,  Karlovy Vary, Czech Republic - Yelp

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Das sieht aus wie Tschechien. Marienbad? Karlsbad? Oder doch Österreich? Auf jeden Fall schick 👍

  • Ja, Karlsbad.

    Dieser Ausblick von einem Schwimmbecken aus... das muss Lebensgefühl sein. Und so was könnte man in Berlin auch haben... Das HF ist doch jenseits vom Städtebaulichen doch eh nur von marginalem Nutzen. Und so ein Bassin sieht man nicht von unten, anders als dieses Cafeteria...

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • "Eiserner Pirat", ich halte es auch für eine Schnapsidee, aus einem solchen innerstädtischen Gewässer eine Badeanstalt zu machen. Aber, auf der anderen Seite gibt es auch eine Eigenverantwortung. Wer da unbedingt reinhüpfen will, muss eben mögliche Folgen auch tragen. Er unterschreibt ja scheinbar sogar eine Erklärung. Und Eltern haben eine Fürsorgepflicht für ihre Kinder.

    Ein Schwimmbad auf dem Dach des Schlosses

    Dann könnte man aus der Cafeteria ja einen Beach-Club mit Liegestühlen machen. Man trinkt einen Caipirinha und hüpft anschließend direkt ins kühle Nass. Die letzten Ressentiments gegen das Stadtschloss werden sich auf diese Weise rasch auflösen.:zwinkern:

  • Eine wunderbare Methode der wahren Demokratisierung sowohl imperialer Symbole als auch hoher Baukunst.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Das hat mich inspiriert zu einer für mich faszinierenden Vorstellung.

    Aber das warme Wasser in Karlsbad gibt doch eine besser Umgebung zum Baden als im sprühende in Berlin. Weshalb man das böhmische dazu auch seit 500 Jahr dem preußischen vorzieht.:wink:

  • Da will ich dir gar nicht widersprechen. Ich hoffe, dass die Menschen den Blick auf dieses schöne Stück Berlins bald von vielen Stellen aus entspannt genießen werden. Ich freue mich allerdings auch, dass die Leute den Blick von da oben aus in aller Ruhe auskosten können. Worauf ich hinaus will, ist, dass das, was wir da oben sehen, was manchen stört, an sich doch etwas Positives ist. Man erkennt einen Ort auf dem Dach, den die Leute genießen werden. Es handelt sich nicht um schnöde Abluftrohre oder Toiletten, sondern das, was wir da erblicken, wird mit Sicherheit einer der Lieblingsorte vieler Freunde des Humboldtforums. Deshalb kann ich das Phänomen der sichtbaren Dachterrasse nicht so negativ bewerten.

  • Das Dachrestaurant offenbart die heutige Funktions des Ortes. Es ist ein Bau für die breite Gesellschaft. Und ja, im vermeintlichen Schloss wird auch mal ein Kaffee getrunken. Da oben werden die Menschen fröhlich auf die herrliche Umgebung blicken, bevor sie später von einem schönen Tag im neuen alten Schloss erzählen. Ich gehe davon aus, dass diese Terrasse inklusive Café ein positiver und beliebter Ort sein wird, und dieser darf für mich dann auch ein bisschen sichtbar sein

    Berlin Stadtschloss 7.11.20


    Leider (zer)stört das Dachrestaurant ausgerechnet die bedeutendste klassische Sichtperspektive des alten Berlins, nämlich die von den Linden in Höhe Friedrich-Denkmal in Richtung Schloss. Es gibt in Berlin nicht viele Blickperspektiven, bei denen das Auge eigentlich nur auf Schönes, Altes, Klassisches trifft, in der sich die spezifische Baukultur der Stadt in einem einzigen Anblick erschließt. Mit der Schlossrekonstruktion wurde dieser Anblick mühevoll wiederhergestellt - und mit dem Dachrestaurant gleich wieder versaut. Vermutlich weil die maßgeblichen Planer, die dieses Desaster hätten verhindern können, im entscheidenden Moment nicht ausreichend aufgepasst haben. Nun wird es vorerst nur schwerlich zu korrigieren sein, und das ist schlimm genug.

    Eingestellte Bilder sind, falls nicht anders angegeben, von mir

  • Ich finde nicht, dass es die Sache "zerstört". Denn dann "zerstören" auch der Bus auf dem Bild und die anderen Autos die gesamte Ansicht. Nicht zu vergessen der U-Bahn-Eingang , die Ampel, die Straßenschilder und vieles, vieles mehr. Man muss das Café nicht mögen, aber man muss auch das sehr, sehr große Wort der "Zerstörung" der gesamten Perspektive nicht wählen.

  • Das ist doch ein Vergleich zwischen Apfel und Birnen.

    Busse, Autos, Ampeln, Verkehrsschilder (deren Flut man allerdings stark einschränken könnte) sind nun mal

    Attribute der modernen Gesellschaft im Zentrum einer Hauptstadt, auf die man nur schwerlich verzichten kann.

    Auf das Dachcafé an dieser Stelle hätte man sehr wohl verzichten können.

    Leider scheint auch der U-Bahn-Eingang stilistisch an dieser Stelle ein Fehlgriff zu sein. Im Untergrund ein Märchen mit Sternenhimmel, auf der Straße klobig und aufdringlich. Den Aufzug zur Schaffung der Barriefreiheit hätte sich mit gutem Willen sicherlich auch an nicht so exponierter Stelle errichten lassen.

  • Den Freßwürfel auf dem Dach hätt es nun wirklich nicht gebraucht!


    Es wirkt wie eine häßliche Akne in einem ansonst schönen Gesicht.

    Vollendet das ewige Werk.

  • Optisch etwas entschärfen könnte man das Dachrestaurant im nachhinein mit der kleinen Routunde die ja beim Orginal dort auf der Ecke mal stand.Aber man muss erst einmal alles anlaufen lassen und dann weiter sehen.Das Dachcafe wird, denke ich, dauerhaft dort oben bleiben.Architektonische Nachbesserungen sind aber immer möglich.

  • Vermutlich weil die maßgeblichen Planer, die dieses Desaster hätten verhindern können, im entscheidenden Moment nicht ausreichend aufgepasst haben....

    Also ohne an Paranoia zu leiden, aber mir fällt es schwer, da an Zufall zu glauben.


    Auffällig ist doch, dass quasi von allen Seiten krampfhaft irgendwelche ahistorischen und disharmonischen "Zutaten" erfolgen.

    Wir haben die Ostfassade, die natürlich so gebaut ist, dass sie auch als ein Stück der Nord- und Südfassade zu sehen ist.

    Vor die Westfassade kommt die Einheitswippe. Am Boden an der Lustgartenseite diese seltsamen Einfassungen mit den Birken. Und Quasi als "Krönung" noch die Dachterrasse.

    Es ist also trotz der großartigen Rekonstruktion faktisch von keiner Seite möglich, den ursprünglichen Zustand pur zu sehen, noch nicht mal von oben.