Berliner Schloss

  • Der Bund lehnt den Einbau von Schlüters Gigantentreppe ab. Begründung wird nicht genannt.

    Baulich wurden dennoch soweit mir bekannt Fakten geschaffen und die Bodenplatten auf einen späteren Einbau vorbereitet. Insofern muss nach den größeren Kostensteigerungen eben erst noch mehr Wasser die Spree hinabfließen ;)

  • Komisch, da wird täglich durch den Lockdown eine Milliarde sinnlos verbrannt, aber an der Gigantentreppe will man sparen. Ein pures populistisches Ablenkungsmanöver vom Impf-Desaster.

    Zumal der Bund doch ohnehin kaum etwas zu dieser Reko beigetragen hätte, wenn überhaupt. Laut Förderverein liegt für die Gigantentreppe durch Spendenzusagen bereits etwa ein Drittel der benötigten Summe bereit, von daher frage ich mich was den Bund zu dieser Verlautbarung veranlasst hat. huh:) :kopfschuetteln:

    „Die Freiheitsliebe ist bei den Deutschen nicht entwickelt“ (Madame de Stael)

  • Der Bund lehnt den Einbau von Schlüters Gigantentreppe ab. Begründung wird nicht genannt.

    Dafür kann es auch keine gescheite Begründung geben, wenn diese Treppe doch aus Spenden finanziert wird. Da ist das letzte Wort hoffentlich noch nicht gesprochen.

    (...) Die Finanzierung in Höhe von 22 Millionen Euro ist weitgehend gesichert, wir haben bereits mehrere verbindliche Zusagen von bereits 14 Millionen Euro, die wir abrufen können, wenn es eine Zusage für den Wiedereinbau gibt. (...)

    Ist es diese Zusage, die nun vom Bund verweigert wird?

  • Hm... schlechte News...

    Nun ja, wenn der Bund der Bauherr ist, dann darf der halt schon drüber entscheiden, was und wie an seiner Immobilie gebait wird, so einfach ist das.


    Dass Herr von Boddien auch das (restliche) Geld für die Gigantentreppe zusammenbekommen wird - ich glaube, daran wird nach dieser wahren "Gigantentat" des Schlosses durch Von Boddien nun niemand mehr zweifeln.


    Aber der Bund ist Bauherr und Besitzer des HuFo und hat jederzeit das Recht einfach "Nein" zu sagen.

  • Ich denke auch, dass das man das jetzt erstmal noch nicht überbewerten sollte, trotz dass man wohl davon ausgehen kann, dass die Verantwortlichen und Entscheider generell keine großen Fans von weiteren Rekonstruktionen und insbesondere nicht der Innenräume sind. Ich interpretiere das jetzt mal so, dass sie sich schlicht und einfach nicht schon die nächste Baustelle ins Haus holen wollten, bevor die alten komplett abgeschlossen sind und das Haus noch nicht einmal richtig eröffnet wurde. Das könnte ich durchaus nachvollziehen. Der Einbau des Schlüterschen Treppenhauses würde den Raumteil wieder auf Jahre hinaus als (unzugängliche?) Baustelle blockieren. Letztlich wissen wir nicht in welchem Kontext diese Absage gekommen ist und mit welcher Begründung.

    Erst in drei/vier Jahre, wenn das Haus in einem "eingeschwungenen Zustand" ist, wird es zum Schwur kommen...

  • Der Einbau des Schlüterschen Treppenhauses würde den Raumteil wieder auf Jahre hinaus als (unzugängliche?) Baustelle blockieren.

    Entscheidend ist doch, dass die Funktionsfähigkeit des Humboldtforums dadurch nicht eingeschränkt würde. Und das ist definitiv nicht der Fall. Die Museen, Shops und Restaurants haben zahlreiche bzw. ihre eigenen Zugänge, die unabhängig von der Schlütertreppe funktionieren.

    Und noch einmal: Auch die Schlütertreppe soll durch Spenden finanziert werden, wie bisher alles, was das Humboldtforum optisch zum "Schloss" macht. Ein Großteil der Schlütertreppe ist bereits finanziell gesichert. Zudem kann der Raum ohnehin nicht postwendend, sondern erst in einigen Jahren rekonstruiert werden.

    „Die Freiheitsliebe ist bei den Deutschen nicht entwickelt“ (Madame de Stael)

  • Erst in drei/vier Jahre, wenn das Haus in einem "eingeschwungenen Zustand" ist, wird es zum Schwur kommen...

    Richtig!


    Entscheidend ist doch, dass die Funktionsfähigkeit des Humboldtforums dadurch nicht eingeschränkt würde. Und das ist definitiv nicht der Fall.

    Jein. Eine Baustelle muss zugänglich sein und irgendwie betrieben werden. Durch/über die anderen Museumsräume? Werden die nie erlauben. Also der Zugang über den Schlüterhof? Wohl eher auch nicht, denn der ist ja das Highlight im Schloss mit Café, Konzert etc. Also wohl ehestens von der vielgeliebten Ostseite her... Hm. Man wird schauen müssen

  • Ich habe heute vom Förderverein ein paar klärende Informationen bezüglich der jüngsten Medien-Meldungen über die Gigantentreppe bekommen: Die Tagesspiegel-Meldung ist irreführend, weil sie ein grundsätzliches 'Aus' für die Reko dieses Raums seitens des Bauherrn 'Bund' insinuiert. Die Meldung hat vielmehr folgenden Hintergrund: Der dort derzeit eingerichtete Raum (Skulpturensaal bzw. Lapidarium) hat Bestandsschutz bis 2023, danach ist eine Umgestaltung, also eine Reko der Gigantentreppe, möglich. Der Förderverein hat offenbar etwas zu vorschnell agiert und dadurch eine Abfuhr kassiert.

    Also eigentlich ganz gute Nachrichten. Bis 2023/24 sind sowohl die schlimmsten ökonomischen Folgen der Coronaseuche überstanden als auch die nötigen Millionen gespendet.

    „Die Freiheitsliebe ist bei den Deutschen nicht entwickelt“ (Madame de Stael)

  • Halleluja..... Na bis 2023 werden wir ja jetzt auch noch warten können....

    Und Geldsammeln und Pläne machen kosten ja auch etwas Zeit.


    Toll! Vielen Dank!

  • Leider war´s das nun mit den schönen Bilder der Webcams. :crying:


    https://berliner-schloss.de/bl…ams-vom-berliner-schloss/


    Oh... Also, das stimmt mich jetzt ganz ehrlich schon etwas traurig. Über viele Jahre war es mein tagtägliches Ritual mindestens einmal die Webcams aufzusuchen, um mich selbst über den allerkleinsten Fortschritt zu freuen (selbst wenn die eifrigen Bienchen auch nur eine Steinplatte in Tagen versetzten ;)).
    In den letzten Monaten, wo das Schloss schon so gut wie fertig war, habe ich zugegebenermaßen nicht mehr täglich nachgesehen. Daher merkte ich noch nicht einmal, dass es seit dem 25. kein Bildupdate mehr gab. Jetzt, wo du es aber sagst, und ich es sehe... Eine Ära geht zu Ende, mit einem weinenden und lachenden Auge.

  • Da muss ich mir jetzt eine neue Startseite für Firefox suchen... ok, dann gibts zum Morgenkaffee in Zukunft einen Blick über Potsdam.

    Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...

  • Finde, den Schlüterhof hätten sie zum Abschluss/seit der Fertigstellung wieder anstellen können.

  • Da ich glaube, dass es noch nicht erwähnt wurde, hier etwas zur verwendeten Fassadenfarbe:


    Bei der Farbe handelt es sich um Keim Soldalit des deutschen Herstellers Keimfarben. Gleiches Produkt wurde auch beim weißen Haus und bei Schloss Ahrensburg verwendet. Auch der Sandstein wurde mit der Restauro-Farbe des Herstellers bearbeitet.


    Beide Farben werden seit längerem von Denkmalschützern aufgrund ihrer langen Haltbarkeit gelobt.

    Es ist also davon auszugehen, dass wir uns noch lange an dem leuchtenden Eindruck der Fassade erfreuen können.


    Hier einige Bilder des Herstellers mit Infos zu den verwendeten Produkten:


    "Moderne Architektur heißt seit über 50 Jahren: Rechtwinklig, weiß, kahl, leer, gebaut von immer schwarzgekleideten Architekten."

    -Gerhard Kocher